Wenn es nach Katherina Reiche geht, bekommt die Energiewende ein Update.
Entwickelt und geschrieben vom Netzbetreiber und ihrem ehemaligen Arbeitgeber.
❌ Ein Stromnetz wird effizienter, ohne dass ein Meter Leitung gebaut wird. Das klingt nach Innovation, ist aber der Redispatch-Vorbehalt aus dem Netzpaket der Bundesregierung.
Das Prinzip ist dabei ganz einfach: Neue Wind- und Solarparks in Engpassgebieten verzichten bis zu sechs Jahre lang auf Entschädigung für einen Teil ihres abgeregelten Stroms. Dadurch sinken die Kosten des Netzbetreibers. Der Engpass bleibt. Wo das wirkt, hat der Bundesverband Neue Energiewirtschaft ausgewertet:
👉 73% der Redispatch-Mengen im Verteilnetz entfallen auf Eon-Netzgesellschaften.
👉 Ihr Anteil an den Netzanschlusspunkten liegt bei 26%.
👉 Das Modell stammt nach Recherchen von FragDenStaat aus dem Eon-Konzern. Reiche führte bis 2025 die Eon-Tochter Westenergie.
Bislang werden die Kosten für den Redispatch über die Netzentgelte umgelegt. Sie wirken sich so auf die Rechnungen der Stromkund:innen, aber nicht auf die Profite der Energiekonzerne aus. Das soll sich ändern. Künftig sollen Redispatch-Kosten in den Effizienzvergleich der Netzbetreiber einfließen, damit sich Netzausbau endlich rechnet. Und statt den Engpass zu beseitigen, werden die Kosten dann von den Energiekonzernen einfach an die Anlagenbetreiber weitergereicht.
Das Risiko tragen Projektierer, Bürgerenergie und deren Banken.
Profitieren werden die alten Strukturen, die kein Interesse an einer Energiewende haben.
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