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Montag, 18. Oktober 2021

Aufzeichnung vom Klimarat Stadt Ravensburg

Der Kommunikationsstil ist ganz gut, vorbildlich sozusagen.

Was mir jedoch auffällt, ist die Diskrepanz zwischen der Aufzeichnung und der Berichterstattung in der Schwäbischen Zeitung (hier).


Oben ist nur ein Bild, hier ist der Link:  https://rauchundspiegel.de/klimarat/


OB Daniel Rapp: 

"Ich möchte noch einmal in Erinnerung rufen, was ist der Hintergrund unserer heutigen Zusammenkunft. Jeder erinnert sich noch an unsere Arbeit in der Klimakommission, und am Ende stand der Klimakonsens. Mit verschiedenen Zielen aber auch mit Maßnahmen.
Und eine sehr wichtige Maßnahme war damals - und ich kann mich noch gut erinnern dass wir da viel drüber diskutiert haben -dass wir eine unabhängige Begleitung und auch natürlich Kontrolle brauchen in diesem Prozess. Wir haben lange darüber gesprochen: Wie könnte eine solche Kommission oder ein solcher Beirat aussehen. Wir hatten dann einen Konsens

Dass wir gesagt haben: es müssen Spezialisten sein, Fachleute aus den verschiedenen Bereichen der Klimapolitik, des Klimaschutzes - sowohl Mobilität, Gebäude, Stadtentwicklung ….und es soll eben kein politischer Beirat sein, sondern ein Expertengremium das unabhängig ist - nicht weisungsabhängig von der Verwaltung. 

Wir haben uns auf den Weg gemacht und haben verschiedene Persönlichkeiten angesprochen und auch gewinnen können hier mitzumachen….. Experten aus verschiedenen Bereichen und auch Leute nicht nur aus Ravensburg, die diesen Prozess beraten und begleiten.

 

Uns war es wichtig dass sie nicht nur die Sachen sehen, wo wir denken, wir machen da schon ganz tolle Sachen,  sondern dass sie natürlich auch die Sachen sehen wo es Handlungsbedarf gibt und wo wir besser werden müssen. Und da haben wir jede Menge Stellen in unserer Stadt wo wir noch was zu tun haben….."


Die Fachleute:
leider fehlt die Beschreibung von 
Udo Becker  - Verkehrswissenschaften, Verkehrsökologie







Ab ca.1 Stunde und 25 Minuten Thema Klimawirkungsprüfung, was auch überörtlich interessant ist.

"Das kennen wir aus vielen Städten und auch die Landesregierung hat das Thema angeteasert, dass man bei jedem Beschluss überlegen soll und transparent machen soll, welche Auswirkungen hat das. Wir hatten eine ziemlich lange Diskussion zu dem Thema Klimavorbehalt, wie weit soll das aufgenommen werden, aber es gab einen Beschluss im GR - der GR hat diesen Klimakonsens 1 stimmig beschlossen, aber die konkreten Sachbeschlüsse, die stehen jetzt eben zum großen Teil noch aus. Es gab da einen Konsens im GR dass wir so eine Klimawirksamkeitsprüfung machen wollen"


Dienstag, 12. Oktober 2021


 

„Stadt braucht mehr Schatten, Grün und Wasser“

Schwäbische Zeitung  hier von Michaela Miller, Auszüge in blau
Im Sommer 2020 beschloss der Gemeinderat den Klimakonsens - Wo steht Ravensburg aktuell?

Am Rivoliplatz wurde am Samstagnachmittag über Klimapolitik in Ravensburg geredet. Auf dem Podium: Oberbürgermeister Daniel Rapp, Veerle Buytaert, Leiterin Umweltamt, Samuel Bosch, Schüler und Klimaaktivist, Stephan Frisch für die Scientists4Future und Sabine Buchmann-Mayer, Parents4Future.

.....Samuel Bosch formulierte noch einmal sein Ziel: Ravensburg soll klimafreundliche Stadt werden. Er appellierte an Bürgermeister Rapp, die Themen im Gemeinderat stärker voranzutreiben. Für Rapp war klar, die Städte brauchen mehr Schatten, mehr Grün und mehr Wasser. Am Gespinstmarkt, der aktuell in der Kritik steht, weil viel Beton, aber nur drei Bäume dort zu finden seien, seien so viele Leitungen im Untergrund, „vor allem für das geplante Nahwärmenetz“, dass mehr Bäume nicht möglich gewesen seien, so Rapp. Der Bürgermeister musste sich vor allem eine unglückliche Kommunikationspolitik vorwerfen lassen. „Warum nicht erst das Busfahren günstiger machen und dann die Parkplatzpreise erhöhen?“, fragte Frisch. Viele gute Entwicklungen, Ravensburg hat beispielsweise gemessen an der Einwohnerzahl eine sehr hohe Dichte an E-Tankstellen, kommen nicht als Information bei der Bürgerschaft an, das bestätigten auch einige Zuhörer.

Auf konkrete Maßnahmen angesprochen, zählte Rapp auf: Alle Gebäude am Gespinstmarkt sollen in naher Zukunft mit Nahwärme beheizt werden, das Parken an der Oberfläche wolle man unattraktiv machen und die höheren Einnahmen zweckgebunden investieren. Ein Radweg Richtung Bahnstadt soll kommen, wie auch eine Radbrücke von der Oststadt über die Wangener Straße. Anerkennend zeigte sich Rapp gegenüber den Klimaaktivisten: Er habe sich zwar des Öfteren über deren Aktionen geärgert, aber andererseits habe das Thema dadurch Aufmerksamkeit bekommen und „wir würden ohne euch nicht mit derselben Dringlichkeit darüber reden“, so Rapp. Zu den Parkgebühren erklärte Veerle Buytaert vom Umweltamt: Jeder Parkplatz koste auch jetzt schon richtig Geld, im Moment zahle das die Allgemeinheit. „Warum nicht umlegen, auf diejenigen, die die Parkplätze nutzen, also quasi die aktive Förderung der Stadt zurückbauen?“ ......

Sabine Buchmann-Mayer von den Parents4Future fragte, wohin man denn als Bürger mit guten Ideen und Vorschlägen gehen solle. Denn: „Menschen sollten nicht auf Bäume steigen müssen, um gehört zu werden“. Das Umweltamt - laut Amtsleiterin Buytaert arbeiten dort 14 Fachleute - müsse mehr Präsenz zeigen. .......