Posts mit dem Label Bundesverkehrswegeplan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bundesverkehrswegeplan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 26. Januar 2025

Am 29.01. tagt der Verkehrsausschuss. Vorher teilen wir als Wähler*innen den Mitgliedern mit, dass wir keine neuen Autobahnen mehr wollen.

Parents for future

🖍 Schreibt mit unserem Mailing-Tool an die Mitglieder des Verkehrsausschusses❗

Vor Weihnachten kam sie dann doch noch - mit zweijähriger Verspätung: die Bedarfsplan-überprüfung zum Bundesverkehrswegeplan! Wie erwartet soll an allen Straßenausbau- und Straßenneubau-Projekten festgehalten werden 

Sonntag, 19. Januar 2025

„Verpasste Chance“ für Deutschlands Verkehrsplanung: neue Straßen werden gebaut während andernorts Brücken gesperrt werden

Ja so kennen wir ihn doch wieder, unseren Verkehrsminister Wissing! Vermutlich wird auch unter Merz ein Verkehrsminister sitzen, der ähnlich denkt.

RND hier  Frank-Thomas Wenzel und Andrea Barthélémy  18.01.2025,

Infrastruktur: Umweltschützer wollen mehr Sanierung statt Neubau

„Freifahrtschein für den Verkehrsminister“
„Verpasste Chance“ für Deutschlands Verkehrsplanung: Viele Milliarden Euro fließen bis 2030 in Schienen und Straßen – doch ein klarer Vorrang für das Sanieren von kaputter Infrastruktur fehlt nach wie vor, kritisieren Umweltschützer.

Sonntag, 10. November 2024

Wie die Deutschen sich das Verkehrs­system der Zukunft vorstellen

RND   hier  Frank-Thomas Wenzel  08.11.2024,

Mehr Schiene statt mehr Autobahn

Eine repräsentative Umfrage zeigt, dass den Bürgern ein Ausbau der Schiene enorm wichtig ist. Dagegen gibt es bei den Fernstraßen nur eine geringe Zustimmung für Neubau­projekte. Umwelt­schützer und der ADAC fordern von der Bundes­regierung eine Änderung der Prioritäten. 

Sonntag, 6. Oktober 2024

Greenpeace: eine „gut organisierte Lobby“ , treibt einen unzeitgemäßen Ausbau der Straßen-Infrastruktur voran

 FR  hier  05.10.2024, Von: Joachim Wille

Greenpeace-Bericht entlarvt Lobbydruck hinter Straßenbau-Expansion

Trotz sinkendem Pkw-Verkehr plant Deutschland den Bau von 6000 Kilometern Fernstraßen. Greenpeace sieht Lobbydruck als Hauptursache und warnt vor den Folgen für Klima und Biodiversität.

Bild links: Unterschriftenaktion zwar abgelaufen, es gilt allerdings immer noch

Greenpeace-Report „Asphalt statt Alternativen“  hier

Donnerstag, 9. November 2023

Übergabe eines Vorschlags, den Bundesverkehrswegeplan klimaverträglich umzugestalten, an Minister Oliver Krischer

 Pressemitteilung Parents for Future Germany vom 12.10.2023  hier

“Die Rote Klimakarte besitzen Sie bereits von uns, diesmal haben wir Lösungen im Gepäck.” Mit diesen Worten eröffnete Falco Weichselbaum, Mitglied im Koordinationsteam Parents for Future Deutschland, das Gespräch und die Übergabe der Broschüre “Klima- und naturverträgliche Infrastruktur für die Mobilitätswende

 - Wie eine zukunftsfähige Bundesverkehrswege- und -mobilitätsplanung gelingen kann” {1}. 

Sie beruht auf vier vom BUND in Auftrag gegebenen Gutachten..  Stellvertretend für alle Landesverkehrsminister:innen und Bundesverkehrsminister Volker Wissing wurde diese Broschüre an Oliver Krischer als Vorsitzenden der Verkehrsministerkonferenz am 12.10. in Köln übergeben.

Unterschätzte Klimakosten: Zwei von drei geplanten Straßenprojekten könnten sich nicht lohnen

Spiegel hier  08.11.2023,

Die meisten Straßenprojekte in Deutschland würden mehr schaden als nutzen, hat eine NGO ermittelt. Die Gruppe rechnet mit vielfach höheren Klimakosten als die Regierung – die dürfte ihre Kalkulation bald ändern.

Die im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehenen Aus- und Neubauten von Straßen und Autobahnen werden der NGO zufolge neunmal mehr CO₂-Emissionen verursachen als angegeben 

Eine Vielzahl der in Deutschland geplanten Straßenprojekte könnte unwirtschaftlich sein, wenn die Klimakosten angemessen berücksichtigt werden: Das jedenfalls zeigen Berechnungen der Umweltorganisation Transport & Environment  (T&E). Die im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 vorgesehenen Aus- und Neubauten von Straßen und Autobahnen werden der NGO zufolge neunmal mehr CO₂-Emissionen verursachen als angegeben.

Damit untermauert die Organisation ihre Kritik an der Ampelkoalition, die für eine Auswahl von 138 Ausbauprojekten zentraler Autobahnen sogar noch eine Beschleunigung der Planung beschlossen hat. Dabei stammen die Pläne aus der Zeit vor dem Pariser Klimaabkommen von 2015 – und auch die Bundesregierung räumt ein, dass sie nach »neuen Kriterien« überprüft werden müssen. Derzeit läuft eine, laut Gesetz seit zwei Jahren überfällige, Überprüfung des Bedarfsplans.

»Zeit Online « zufolge, das zuerst über die T&E-Untersuchung berichtete , wird damit noch in diesem Jahr eine offizielle, ehrlichere Klimarechnung gemacht. Ganz so negativ wie bei der Umweltorganisation würden die Zahlen allerdings wohl nicht ausfallen, deutete Markus Friedrich  an, der den wissenschaftlichen Beirat des Verkehrsministeriums leitet. Die neue Analyse unterschätze den Umstieg auf Elektroautos und mache es sich mit der Verkehrsprognose für einzelne Strecken zu einfach. Die Grundaussage teilte jedoch auch Friedrich: »Straßenneubau und -ausbau erschwert es, die Klimaziele zu erreichen«, sagte der Verkehrsforscher zu »Zeit Online«.

Dienstag, 7. November 2023

Die Rote Karte für grobes Foulspiel ist angebracht !

 


Die AG Rote Klimakarte der P4F Germany fordert einen sofortigen Stopp des Neu- und Ausbaus von Fernstraßen und die Überprüfung und Neuausrichtung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 im Einklang mit den Klima- und Naturschutzzielen.
Macht mit, kontaktiert JETZT die SPD-Bundestagsabgeordneten in Eurem Umkreis und fordert sie auf, dem aktuellen BVWP im Zuge der laufenden Bedarfsplanüberprüfung die Rote Klimakarte zu zeigen!

Im Newsletter #24 (Februar 2023) wurde bereits über die neue Rote Klimakarte (RKK) zum BVWP und über die grundlegende Problematik dieses Plans berichtet.
Die RKK wird von Greenpeace und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) offiziell unterstützt und die AG Rote Klimakarte arbeitet zu dieser Thematik mit vielen großen Umweltverbänden und -initiativen zusammen.

Im September hat die AG eine neue Mitmach-Aktion gestartet, bei der alle 206 Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion in ihren Wahlkreisen kontaktiert werden sollen. Dafür gibt es einen Infopost, eine Mustermail und eine Tabelle mit den Wahlkreis-Kontaktdaten aller SPDMdB (Mitglieder des Bundestags).

Ziel der Aktion ist, bis zum SPD-Parteitag (8. bis 10. Dezember 2023 in Berlin) alle 206 SPD-MdB in ihrem Wahlkreis anzuschreiben. 

Sonntag, 3. September 2023

Steht bald die Finanzierung der zweigleisigen Bodenseegürtelbahn?

Vielleicht sollten sich die Kreise künftig verstärkt für einen neuen Bundesverkehrswegeplan einsetzen, in dem mehr Schienenprojekte gefördert werden. Der BUND macht`s vor.

hier im Südkurier  Benjamin Schmidt

Seit Jahren wird um das Infrastrukturprojekt gestritten. Es geht – wie so oft – ums Geld. Nun könnte sich das Land bewegen, die Kreise würden Millionen sparen. Wann also fährt der Zug mehrspurig und elektrisch?

...   Mehr als eine halbe Milliarde Euro

... Die Sache wird teuer. In einer gemeinsam verabschiedeten Pressemitteilung war zu lesen: „Die Kosten liegen nach jüngsten Berechnungen der DB bei ca. 590 Millionen Euro. Nach Schätzungen aus dem Jahr 2019 lagen die erwarteten Kosten noch bei 350 Millionen Euro.“.... Für die beiden Landkreise bedeutete das: Sie sollten gut 120 Millionen Euro stemmen.

Gemeinsam ließen sich die Landräte damals zitieren: „Die höchste Hürde bleibt für uns leider die Finanzierung.“ ...

70 Millionen als Obergrenze?

.... Der Wunsch ist klar: Der von den Landkreisen zu schulternde Betrag soll sich reduzieren. Bei den ursprünglich kalkulierten 350 Millionen Euro Kosten hätten die Kreise etwa 70 Millionen stemmen müssen. Das sei ein Maximum aus Sicht der Kreise gewesen, führt Heine weiter aus.

Wie also könnte ein Kompromiss aussehen? Darüber herrscht bislang noch Unklarheit. „Wir wollen uns am 10. Oktober treffen und hören, was das Land für einen Vorschlag hat“, so Heine weiter. Aus dem Verkehrsministerium heißt es auf Anfrage lediglich, dass bei derartigen Projekte eine kommunale Mitfinanzierung vorgesehen sei.

Zum Hintergrund: Stehen Strecken nicht im Bundesverkehrswegeplan – so wie die Bodenseegürtelbahn – müssen die Kommunen im Rahmen des sogenannten Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) mitzahlen. Weiter schreibt ein Sprecher: „Wie die Kosten für das Projekt aufzuteilen sind, ist Gegenstand des nächsten Lenkungskreises.“ Danach ist wohl klarer, welcher Beitrag von den Landkreisen erwartet wird....

Werden sich alle im Oktober einig, könnte es recht bald konkret werden. Die nun anstehende Projektphase dauert etwa zwei Jahre, anschließend geht es an die Ausschreibung und Vergabe der Leistungen und danach an das konkrete Bauprojekt. Ursprünglich sollte die Strecke bis zum Ende des Jahrzehnts realisiert sein. Heine ist etwas vorsichtiger bei seiner Prognose. „Wenn wir uns 2030 im Bau befinden, wäre das schon fortschrittlich.“

Dienstag, 4. Juli 2023

Was macht eigentlich der Bundesverkehrswegeplan, der schon längst viel weiter sein sollte?

Aufruf von Alice von Parents4future

die Herausforderungen vor denen wir auf dem Verkehrssektor stehen, sind gewaltig.

Doch wie schaffen wir es, das auch sichtbar zu machen und eine gemeinsame Schlagkraft zu entwickeln? 

Das herauszufinden ist die wichtigste und dringendste Aufgabe im Moment. Deshalb laden wir euch herzlich ein, an unserem zoom Treffen morgen teilzunehmen.

‼️‼️‼️‼️‼️‼️

4.Juli 2023 20:00 Uhr  hier

Meeting-ID: 726 9692 8560

Kenncode: 881wQu

‼️‼️‼️‼️‼️‼️

Wie schaffen wir es, den vielen unterschiedlichen Initiativen, Bewegungen, Verbänden, Vereine usw. zu ermöglichen, sich in einen gemeinsamen Kampf für die Verkehrswende zu integrieren und gleichzeitig ihr Profil in ihrem Wirkungsbereich, nicht nur zu bewahren sondern möglichst noch zu stärken?

Wie schaffen wir aus einem - mehr oder weniger akzeptierten - Nebeneinander, den gleichberechtigen Schulterschluss? Denn berechtigt ist nachgewiesenermaßen jede friedliche Protestform.


BUND hier

Chancen für Klima- und Naturschutz in der Bundesverkehrswegeplanung

Die Bundesverkehrswegeplanung basiert heute noch auf Planungsmethoden, die seit fünfzig Jahren nicht grundlegend verändert wurden. Sie sorgt für ungebremsten Straßenbau, verfehlt dabei alle selbstgesetzten Umweltziele und lässt bestehende Straßen verfallen. Ein Umsteuern ist dringend erforderlich.

Sonntag, 7. Mai 2023

Autobahnausbau in Deutschland: Sie wollen keine Betonwüste

TAZ hier

Umweltverbände wollen den Bau weiterer Autobahnen verhindern. Bundesverkehrsminister Volker Wissing nimmt bislang nicht an dem Dialog teil.

Der ökologische Verkehrsclub Deutschland (VCD) und fünf Umweltverbände fordern vom Bundesverkehrsministerium, die Planung und den Bau weiterer Autobahnen und Bundesstraßen auszusetzen, bis die Auswirkungen auf Klima und Natur überprüft wurden. Hintergrund ist ein Treffen von Ver­tre­te­r:in­nen des Verkehrsministeriums und 150 Organisationen zur Zukunft des Autobahnausbaus. Die fünf Umweltverbänden sind der BUND, der Deutsche Naturschutzring, Germanwatch, Greenpeace Deutschland und der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Dienstag, 4. April 2023

Verkehrskongress fordert umweltfreundliche Mobilität

ZEIT ONLINE  hier 2. April 2023   Quelle: dpa Niedersachsen  

Mit einem Forderungskatalog an die Bundesregierung ist der 24. bundesweite Umwelt- und Verkehrskongress in Lüneburg zu Ende gegangen. Mehrere Hundert Teilnehmer stimmten am Sonntag dafür, dass ein zukunftsorientiertes Mobilitätsgesetz erarbeitet werden soll, das einen deutlichen Schwerpunkt auf den Umweltverbund (Bahn, ÖPNV, Fuß- und Radverkehr) und innerhalb dessen insbesondere auf die aktive Mobilität (Fuß- und Radverkehr) setzt.

Ein Punkt des Abschlussdokuments ist ein generelles Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen und innerorts flächendeckend Tempo 30. Auch eine grundsätzliche Reform des Bundesverkehrswegeplans wird gefordert, bei der alle Großprojekte, auch bei der Bahn, einer Überprüfung unterzogen werden sollten.

Ein Dorn im Auge sind den Verkehrsexperten Kurzstreckenflüge und deren Förderung durch niedrige Gebühren und Steuern. Flughäfen ohne internationale Bedeutung sollten nicht weiter mit öffentlichen Mitteln subventioniert werden, hieß es weiter.

Rund 350 Teilnehmern trafen sich von Freitag an unter dem Motto «Was uns antreibt - gesund und klimaschonend unterwegs». Der Arbeitskreis Verkehr und Umwelt (Umkehr) sowie der Fachverband Fußverkehr Deutschland (Verein Fuß) organisierten die Veranstaltung in der Hansestadt.


© dpa-infocom, dpa:230402-99-184104/2 

Mittwoch, 15. März 2023

"Streit um neue Autobahnprojekte - Bundesverkehrswegeplan überholt?"

 


ZDF hier

Geht es nach Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP), wird der Bundesverkehrswegeplan 2030 mit 850 Kilometern zusätzlichen, neuen Autobahnen und insgesamt 900 Straßenprojekten wohl schnellstmöglich umgesetzt. 

 Dagegen will der Koalitionspartner Bündnis 90/Die Grünen am liebsten sämtliche Autobahnprojekte noch mal auf den Prüfstand stellen. Doch der Streit findet längst schon nicht mehr nur unter den Koalitionären statt. 

 Auch der Expertenrat der Bundesregierung kritisiert die Verkehrspolitik des Bundes, und Mobilitätsforscher warnen, mehr Asphalt führe zu noch mehr C02. Dabei muss der CO2-Ausstoß laut Klimaschutzgesetz drastisch reduziert werden. Hat sich der Verkehrsminister in eine Sackgasse manövriert?

Samstag, 11. Februar 2023

Verkehrswegeplan: Kritiker fordern mehr Schienenausbau

 ARD Tagesschau hier  10.02.2023 Von Jan Zimmermann, ARD-Hauptstadtstudio

Wo Straßen und Schienen ausgebaut werden sollen, steht seit Jahren im Verkehrswegeplan. Als der entstanden ist, hatte die Bundesregierung noch keine Klimaschutzziele. Experten fordern darum nun eine Anpassung.

Straße, Schiene, Wasserwege - die großen Verkehrsprojekte der nächsten Jahre sind im Bundesverkehrswegeplan festgehalten. Darin stehen mehr als 1300 Vorhaben, darunter sind Sanierungs-, Ausbau- und Neubauprojekte. Der Plan wurde bereits 2016 verabschiedet, bis 2030 sollen die Projekte abgeschlossen sein.

Aber nun gibt es Kritik an dem Plan. "Der Bundesverkehrswegeplan, wie wir ihn vorliegen haben, ist nicht mehr zeitgemäß", sagt Urs Maier von Agora Verkehrswende. Die Initiative setzt sich für klimaneutrale Mobilität ein. "Es hat sich etwas Gravierendes verändert. 2016, als der Bundesverkehrswegeplan veröffentlicht wurde, gab es das Klimaschutzgesetz noch nicht."

Die inzwischen aufgestellten Klimaschutzziele spiegelten sich in dem Plan nicht wider, so die Kritiker. Und das hat mit Blick auf den CO2-Ausstoß Folgen. "Mit dem Bedarfsplan wie er besteht, ist die Emissionsminderung in der Form nicht zu machen", sagt Maier.

Der Plan müsse geändert werden, fordern viele Verkehrsexperten und Klimaschützer. Und die Gelegenheit dafür bietet sich jetzt. Denn etwa alle fünf Jahre muss der Verkehrswegeplan auf den Prüfstand: Entsprechen die einzelnen Projekte noch dem Bedarf?
Schließlich geht es mit knapp 270 Milliarden Euro um viel Geld.49 Prozent der Investitionen für die Straße

Dienstag, 7. Februar 2023

Pläne von gestern für die Autobahnen von morgen

Ich frag mich immer noch: Wo bleibt  Cem Özdemir? Warum lässt er Steffi Lemke  bei diesem Thema im Stich? Die Landwirtschaft ist die größte Verliererin beim Neubau-Wahnsinn. Cem Özdemir wäre gefragt!

Spiegel  hier  Von Lukas Kissel  23.12.2022

Klimaeffekt neuer Straßen 


Die Ampelkoalition streitet, ob sie auch den Bau neuer Straßen beschleunigen soll. Etliche Milliardenvorhaben gehen auf den Bundesverkehrswegeplan aus der vorletzten Wahlperiode zurück. Wie passt der noch zu den Klimazielen?

Sonntag, 5. Februar 2023

Forderung Bodenseekreis : Bürgermeister wollen B31Neubau ohne Standstreifen aus Flächenschutzgründen

 03.02.2023  |  VON JENNA SANTINI JENNA.SANTINI@SUEDKURIER.DE  hier

21 Meter Breite für B 31-neu gefordert

Sie befürworten für den Weiterbau der B 31-neu zwischen Meersburg und Immenstaad die Variante B1 in einer vierstreifigen Ausführung. Das ließen die Bürgermeister aus Meersburg, Stetten, Hagnau, Immenstaad und Markdorf schon beim Besuch des Parlamentarischen Staatssekretärs des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr, Michael Theurer, im November vergangenen Jahres durchblicken. Aber: Auf die vorgesehene Breite von 28 Metern inklusive Standstreifen wollen sie sich nicht einlassen.

Diesem „Aber“ verliehen die Bürgermeister nun nochmals Gewicht bei einem Gespräch mit SPD-Vertretern von Bund, Land und Kreis im Hagnauer Rathaus. Sie fordern, dass die B 31-neu in einer Breite von 21 Metern ohne Standstreifen gebaut wird. Als ein Argument wird der geringere Flächenverbrauch aufgeführt. Marcus Elsing vom Bundesverkehrsministerium hatte jedoch zuletzt betont, dass das technische Regelwerk Standstreifen vorsehe. Ihm zufolge auch eine Sicherheitsfrage.

Freitag, 23. Dezember 2022

Diskussionsveranstaltung vormerken – Naturverträgliche Neuausrichtung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP)

Eine andere Bundesverkehrswegeplanung ist möglich. Wie der BVWP zukünftig klima- und naturverträglicher gestaltet werden kann möchten wir mit hochrangigen Gästen diskutieren.

Wird der aktuelle Bundesverkehrswegeplan 2030 unverändert umgesetzt, werden bis zum Jahr 2030 zahllose weitere Straßen gebaut, unter anderem 850 zusätzliche Autobahnkilometer. Der weitere Ausbau des Straßennetzes wird mehr Verkehr verursachen, Flächen verbrauchen und Naturräume zerschneiden und zerstören. 

Angesichts der Klimakrise und der Biodiversitätskrise, brauchen wir dringend die Mobilitätswende. Auch weil im Verkehr, anders als in anderen Sektoren, die Emissionen noch immer nicht sinken. Der Bundesverkehrswegeplan legt mit der Verkehrsinfrastruktur für viele Jahre fest, wie Mobilität gestaltet wird. Er muss so umgestaltet und neu priorisiert werden, dass er den Weg in eine naturverträgliche und klimaneutrale Zukunft weist. Aus Sicht von BUND und NABU ist es damit unausweichlich, dass bei der anstehenden Bedarfsplanüberprüfung  deutliche Anpassungen vorgenommen werden, damit der Bundesverkehrswegeplan die Mobilitätswende unterstützt und nicht das System Auto weiter festigt.

Donnerstag, 26. Mai 2022

Vekehrsplanung for future: BUND fordert Verkehrsmoratorium

 TAZ hier

Der Umweltverband will die Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans nutzen, um im Sinne des Klima- und Artschschutzes umzusteuern.

Der Umweltverband BUND hat einen Stopp für den Bau und die Planung neuer Verkehrswege gefordert. Solange die aktuelle Bedarfsprüfung für den Bundesverkehrswegeplan läuft, soll ein Moratorium gelten, forderte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt am Mittwoch. Das solle verhindern, dass Fakten geschaffen werden, bevor die Verkehrspolitik mit Blick auf den Klima- und Artenschutz neu ausgerichtet ist.

Alle fünf Jahre überprüft das Bundesverkehrsministerium, ob die Ausbaupläne für das Straßen- und Schienennetz sowie die Wasserwege noch bedarfsgerecht sind. SPD, Grüne und FDP haben in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, für die laufende Überprüfung in einen Dialog mit den Verbänden zu treten, um einen „neuen Infrastrukturkonsens“ zu finden.

Dabei haben sich die drei Parteien vorgenommen, erheblich mehr in die Schiene als in die Straße zu investieren. Bei den Bundesfernstraßen wollen sie „einen stärkeren Fokus auf Erhalt und Sanierung legen, mit besonderem Schwerpunkt auf Ingenieurbauwerke“.

Der BUND nahm die Koalition beim Wort. Er hat eine Liste von zwölf Autobahn- und Fernstraßenprojekten vorgelegt, die er für besonders verzichtbar und schädlich hält. Allen voran nennt er die Küstenautobahn A 20, die von Lübeck kommend um Hamburg herum nach Bremen führen soll. Sei sei „das mit Abstand umweltschädlichste Projekt“, sagte Klaus Baumgardt vom BUND Niedersachsen.

Plan für Mobilität statt für Verkehrswege

Eine Klage des BUND gegen einen Abschnitt in Niedersachsen verhandelt am Dienstag das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Die Autobahn durchschneide Moore, was sehr viel CO2 freisetze. Sie werde teurer als gedacht und mache auch noch dem Seeverkehr Konkurrenz. Dirk Jansen vom BUND Nordrhein-Westfalen sagte, der Weiterbau der A 46 bei Iserlohn sei „kaum vermittelbar, während anderswo die Infrastruktur zerbröselt“. Die daran anschließende A 45 ist wegen Brückenschäden gesperrt. „Für alle Straßen muss der Grundsatz ‚Sanierung vor Neubau‘ gelten“, sagte Jansen.

Generell fordert der BUND, für alle Projekte eine strategische Umweltprüfung durchzuführen. In diese Prüfung sollen die verschärften Klimaschutzziele einbezogen werden.
Wegen mangelnder Berücksichtigung des Klimaschutzes hält die Umweltorganisation den geltenden Bundesverkehrswegeplan sogar für verfassungswidrig, wie er in einem Rechtsgutachten ermitteln ließ. Des Weiteren müsse das Verfahren der Kosten-Nutzen-Analsyse reformiert und st
att eines reinen Verkehrswegeplans ein „Bundesmobilitätsplan“ aufgestellt werden, der alle Verkehrsträger und deren Verknüpfung umfassen soll.

Montag, 27. Dezember 2021

Sitzung des Regionalverbandes

Südkurier   VON JENNA SANTINI JENNA.SANTINI@SUEDKURIER.DE  hier

B 31-neu und Zugfahrpläne im Fokus

Für Wolfgang Heine, neuer Chef des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben (RVBO), war es die erste öffentliche Sitzung nach seinem Start zum 1. November. Gemütlich ist der Beginn für ihn mitnichten. Denn Heine hat mit der Nachfolge von Wilfried Franke – neben dem neuen, noch zu genehmigenden Regionalplan – bedeutende regionale Verkehrsthemen übernommen.

Malte Grunow, in der Geschäftsstelle des Regionalverbands zuständig für Verkehr und Einzelhandel, gab in Weingarten einen Überblick über aktuelle Radverkehrs-, Schienen- und Straßenbauprojekte in den drei Landkreisen – darunter der Weiterbau der B 31-neu zwischen Immenstaad und Meersburg. Der Bund hat als Bauträger der vom Regierungspräsidium Tübingen und Land bevorzugten Variante B1 zugestimmt.

Johannes Übelhör, Grüne, sagte, in Berlin kämen mit der neuen Bundesregierung alle Verkehrsprojekte nochmals auf den Prüfstand. „Ich würde behaupten, die Trasse B1 wird nicht kommen“, so Übelhör. Die Trassenvariante AB1 sei aus umweltpolitischer Sicht zu bevorzugen. Sie war in der Abwägung von den Planern im Regierungspräsidium aus Kostengründen für längere Tunnelbauten abgelehnt worden. Übelhör zielte in seinem Redebeitrag auch auf die vorgesehene Anzahl von vier Spuren ab. Mit Blick unter anderem auf Klimafragen findet er das zu breit. Er appellierte, in der Verbandsversammlung des RVBO nochmals einen Diskurs zu führen und sich für den Ausbau der B 31-alt anstatt für einen Neubau auszusprechen.

Freitag, 5. November 2021

Vorstoß gegen Straßenbau

Südkurier  VON FABIANE WIELAND FABIANE.WIELAND@SUEDKURIER.DE  hier

Der Bundesverkehrswegeplan 2030 ist verfassungswidrig: Zu diesem Ergebnis kommt ein Rechtsgutachten, das der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) in Auftrag gegeben hat. .....
 Pläne für die Hochrheinautobahn A 98 oder die B 31 müssten schnellstmöglich gestoppt und unter Berücksichtigung aller Klima- und Naturschutzaspekte neu bewertet werden, betont Klaus-Peter Gussfeld, Mobilitätsreferent beim BUND Baden-Württemberg......

Auch mit Blick auf die B 31 brauche es daher nun substanzielle Aussagen zu den Klimaemissionen der verschiedenen Planungsvarianten. „Die Frage des Klimaschutzes muss in den Vordergrund gerückt werden.“ Daher müsse die Variante A wieder in Betracht gezogen werden, genauso wie der Ausbau der Schiene.
.... Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen glaubt er ohnehin, „hier ist noch viel im Fluss“. Die neue Bundesregierung müsse die Mobilitätswende endlich voranbringen.

Donnerstag, 4. November 2021

Wer das Auto stehen lässt, zahlt mehr

Ich fürchte, da läuft etwas gewaltig schief in unserer Region, wenn es um die Verkehrswende geht!
Die Zug-Verbindungen verschlechtern sich mit dem neuen Fahrplan hier
Der Autoverkehr soll großzügig ausgebaut werden, aber der Zugverkehr auf derselben Linie hat angeblich keinen überregionalen Nutzen ??? Das  geplante Ausmaß des Straßenbaus steht auch noch im Widerspruch zu den Aussagen unseres Verkehrsministers von BW hier . Und der  BUND hält den zugrundeliegenden, übergeordneten Verkehrswegeplan für verfassungswidrig hier und fordert eine Überprüfung hier.

Und das alles, während das Land (endlich) den großen Wurf verkündet beim ÖPNV hier 
Und jetzt wird der ÖPNV noch teurer - als wenn er nicht schon viel zu teuer wäre, um die Menschen zur Bahn zu locken!
Nein so wird das tatsächlich nichts mit der Verkehrswende! Jetzt bitte gegensteuern!


Südkurier  VON WALTHER ROSENBERGER  hier  Auszüge in blau

Die Preise für Bus- und Bahnfahren steigen ungebremst. Eine Umfrage des SÜDKURIER unter Nahverkehrsverbünden zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Alb und Bodensee ergab Preissteigerungen bis zu vier Prozent, die entweder kürzlich in Kraft getreten sind oder bald vorgenommen werden. Die Preiserhöhungen gelten für Standardfahrkarten, Spezialtarife wie etwa Schülertickets steigen teils geringer. Auch Bahnfahrten, etwa mit dem Pendlerzug Seehas, werden moderat teurer.

Die Verkehrsverbünde begründen die Preisschritte mit gestiegenen Kosten, etwa für Sprit oder Personal. Der Grünen-Verkehrspolitiker Matthias Gastel kritisierte die Preispolitik. „Wir müssen jetzt die Weichen dafür stellen, dass Bus und Bahn häufiger, besser und zuverlässiger fahren und auch mit günstigen Tarifen“, sagte er unserer Zeitung. Im Koalitionsvertrag hatte sich die grün-schwarze Landesregierung dazu bekannt, „landesweit günstige Tickets“ auszugeben. Man wolle die Menschen mit „attraktiven Fahrpreisen begeistern“.


03.11.2021  |  VON WALTHER ROSENBERGER UND BURKHARD FRAUNE, DPA  hier

In Bussen und Bahnen wird’s teurer

Nicht nur Sprit und Lebensmittel werden teurer. Viele Menschen in Deutschland müssen demnächst auch für das Bus- und Bahnfahren draufzahlen. Die Preise steigen im Winter nicht nur im Fernverkehr, sondern auch im Nahverkehr – auch in der Region. Bundesweit steigt der durchschnittliche Tarif je nach Verkehrsverbund um bis zu 5,5 Prozent. Zwischen Schwarzwald, Hochrhein, Alb und Bodensee müssen sich die Fahrgäste auf Tariferhöhungen bis zu knapp vier Prozent ab Mitte kommenden Jahres einstellen.

.....Wer am nördlichen Bodenseeufer mit dem ÖPNV mobil sein will, tut das 2022 zu „moderat“ höheren Preisen, wie eine Sprecherin des Verkehrsverbunds Bodensee-Oberschwaben – kurz Bodo – dem SÜDKURIER sagte. Manche Tickets würden aber auch gar nicht teurer oder nur „sehr unterproportional“.

....Die Preiserhöhungen stehen im Widerspruch zu Aussagen der Landesregierung im Koalitionsvertrag. „Wir wollen die Menschen auch mit attraktiven Fahrpreisen für Bus und Bahn begeistern“, heißt es in der Anfang Mai 2021 geschlossenen Übereinkunft. Man werde landesweit attraktivere und digital verfügbare Tarifangebote im öffentlichen Personennahverkehr für alle Kundengruppen in den einzelnen Verkehrsverbünden prüfen, so Grün-Schwarz. Ziel sei es „landesweit günstige Tickets einzuführen“. Das Land will die Fahrgastzahlen im ÖPNV bis 2030 verdoppeln. Gleiches plant die Deutsche Bahn im Fernverkehr per Zug.

Matthias Gastel, Sprecher für Bahnpolitik der Grünen-Bundestagsfraktion, sagte dem SÜDKURIER, es brauche ein stärkeres finanzielles Engagement des Bundes, aber auch der Länder, für ein „flächendeckend attraktives und erschwingliches Bus-und-Bahn-Angebot“. Dem öffentlichen Verkehr komme bei der Verkehrswende eine tragende Rolle zu. „Wir müssen jetzt die Weichen dafür stellen, dass Bus und Bahn häufiger, besser aufeinander abgestimmt und zuverlässiger fahren und auch mit günstigen Tarifen mehr Bürgerinnen und Bürger zum Umsteigen bewegt werden“, sagte der baden-württembergische Verkehrsexperte.

...Der Verkehrsclub Deutschland forderte: „Gerade wenn die Preise für Benzin und Diesel steigen, müssen Bus und Bahn für alle bezahlbar sein.“ Klimafreundliche Mobilität müsse günstiger sein als klimaschädliche Mobilität und stärker gefördert werden.