Wenn man in Salem unterwegs ist, kann man fast nicht glauben dass die Anbaufläche zurück geht. Hier haben sich die Erdbeerfelder in den vergangenen Jahren im großen Stil ausgebreitet und führten schon des Öfteren zu der in Wasser-Schwund-Zeiten nicht unwesentlichen Frage: Woher kommt das viele Wasser mit dem sie bewässert werden?
Dieses Frühjahr scheint die Frage weniger akut, wie`s im Sommer aussieht sehen wir dann.
Die Erdbeer-Bauern konnten sich so weit ausdehnen, weil sie bisher mehr Pacht bezahlen konnten als die herkömmlichen Bauern - und damit denen die Flächen streitig machten. Anbau-Flächen sind hart umkämpft bei uns und das wird sich durch Photovoltaik-Anlagen noch steigern (siehe auch hier)
Erdbeer-Anbau galt für viele als Einnahme-Garant. Aufgrund sinkender Nachfrage wurden dann im letzten Jahr plötzlich erntereife Erdbeeren umgepflügt, das berichtete zumindest die Presse. Auch das hat zu vielen Fragen geführt, ebenso wie die mit Plastik-Tunneln übersäte Landschaft inzwischen zunehmend kritisch gesehen wird...
Gleichzeitig hören wir von katastrophalen Zuständen im Haupt-Erdbeer-Anbaugebiet Spanien: Der Kampf ums Wasser hinterlässt zerstörte Naturschutzflächen von internationaler Bedeutung und belastet das Grundwasser mit Pestiziden. Trotzdem dehnen sich die Anbauflächen illegal aus.
Dann doch lieber warten wie früher, bis es bei uns die Erdbeeren ohne Plastiktunnel reif werden?
Wäre eine gangbare Alternative.
Südkurier hierAufgrund
der gestiegenen Kosten sinkt die Anbaufläche für Erdbeeren am Bodensee
von Jahr zu Jahr. Nach Angaben des Landwirtschaftsamts habe sich die
Anbaufläche im Bodenseekreis seit 2015 in etwa halbiert.
Im Betrieb
Hakspiel in Ettenkirch machen Erdbeeren nur noch etwa 15 Prozent der
Obstkulturen aus, die dieser anbaut. „Bis vor drei Jahren hatten wir
etwa doppelt so viel“, erklärt Verena Oßwald von dem Bauernhof. (sab)