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Montag, 6. März 2023

Katar wird größter Aktionär von RWE

Gut zu Wissen!
Wie realistisch ist ein grünes Portfolio mit Katar als größtem Anteilseigner?
Wir sollten da wachsam bleiben..

Meldung im Handelsblatt  hier    01.03.2023

Eine an den Fonds QIA ausgegebene Anleihe soll in RWE-Aktien umgewandelt werden. Damit wird der katarische Staatsfonds größter Einzelaktionär.
Der Aktionär  hier
Der Versorger RWE arbeitet weiter daran, das eigene grüne Portfolio auszubauen und hat deshalb einen weiteren Zukauf in Großbritannien getätigt. Noch fehlen der Aktie zwar trotzdem die Impulse, um aus der monatelangen Seitwärtsbewegung nach oben auszubrechen. Doch die Aussichten sind gut, dass sich dies ändert.

RWE übernimmt das Solar- und Batteriespeichergeschäft von JBM Solar aus Großbritannien. Damit sichert sich der Konzern eine Entwicklungspipeline mit einer Gesamtkapazität von rund 6,1 Gigawatt (GW), die sich in 3,8 GW Solar- und 2,3 GW Batteriespeicherprojekte aufteilt. Die meisten Projekte befinden sich in Mittel- und Südengland, damit unterstreicht RWE die Wachstumsambitionen in Großbritannien.

Montag, 16. Januar 2023

Warum RWE jeden Argwohn verdient hat

Spiegel  hier   Eine Kolumne von Christian Stöcker  15.01.2023,

Deutschland braucht die Kohle unter Lützerath, behauptet RWE. Das stimmt nicht, sagen viele Fachleute und Studien. Es gibt gute Gründe, Fossilkonzernen nie weiter zu trauen, als man einen Sack Kohle werfen kann.
»Die demgegenüber von den Beklagten aufgrund subjektiver Wahrnehmung angenommene Gefahr ist weder konkret noch gegenwärtig. Ob es Klimaveränderungen geben wird, ist wissenschaftlich nicht bewiesen, Kausalzusammenhänge zwischen den einzelnen menschlichen Einflussnahmen auf die Umwelt und Klimaphänomene sind offen.«
Aus einer Gerichtsakte des Kölner Oberlandesgerichtes , Text von der Rechtsvertretung des Braunkohlekonzerns RWE im Jahr 2006
2006 lag die deutsche Durchschnittstemperatur 1,3 Grad höher als im Vergleichszeitraum 1961 bis 1990, damit war »das Jahr 2006 das fünftwärmste seit 1901«, so der Deutsche Wetterdienst . Damit setzte sich ein Trend fort, der nachweislich bereits im 19. Jahrhundert begonnen hat .
Überraschend kam das keineswegs: Schon in der 1992 in Rio verabschiedeten Uno-Klimarahmenkonvention  wurde als explizites internationales Ziel formuliert, »eine [durch CO₂ verursachte] gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems« zu verhindern.
Bei RWE aber war man sich 2006 angeblich noch nicht sicher. Bis heute macht der Konzern einen Großteil seiner Profite mit der Produktion von Energie, die zum Ausstoß enormer Menge von Treibhausgasen führt.