Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Mittwoch, 11. September 2024
Sonntag, 6. März 2022
Die Alti Show - Geburtstagsgrüße
Am 25.02.2021 wurde eine Besetzung im Altdorfer Wald (Alti) errichtet. Unser Ziel ist es, den Kiesabbau verträglicher für Mensch und Natur zu machen. Wir feiern den 1. Geburtstag und teilen hier nochmals die verschiedenen Aktionen aus dem letzten Jahr. Viel Spaß dabei!
Teil 2 hier
Montag, 5. Juli 2021
Awareness-Thementag im Wald
Am 09.07. bekommen wir im Alti Besuch von einem Menschen von Psychologists4Future, das uns Workshops zu den Themen Emotionale Erste Hilfe (13 Uhr) und Traumaprävention (16 Uhr) geben wird. Außerdem wird es am Abend (19 Uhr) eine Austauschrunde zu Klimaresilienz und den emotionalen Aspekten der Klimakrise geben. Nicht nur im Klimaaktivismus ist es wichtig, dass wir auf uns selbst und aufeinander achten, damit wir uns nicht zu sehr verausgaben und langfristig dabeibleiben können.
Alles ist auch offen für Menschen von außerhalb des Waldes, wir freuen uns auf euer Kommen!
Treffpunkt für die Workshops ist der Info-Point im Alti.
Das Awareness-Team der Waldbesetzung
Freitag, 2. Juli 2021
Bilder vom KlimaCamp gibt es jetzt auch bei Flickr hier
Cecile Lecomte hat das Album #AltiBleibt eingerichtet
Donnerstag, 1. Juli 2021
Besuch vom "Eichhörnchen"
Am 23.6. gab es Vorträge in der Altdorfer Waldbesetzung von Cécile Lecomte, einer in Deutschland lebenden französische Umweltaktivistin, die sich insbesondere in der Antiatomkraftbewegung engagierte. Und obwohl sie auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat sie sich mit diversen Kletteraktionen engagiert und wurde in der Kreativaktivistiszene international als "Das Eichhörnchen" bekannt.
Aus ihrem Buch: "Kommen Sie da runter!", hatte sie vorgelesen.
Donnerstag, 24. Juni 2021
Umweltaktivisten:"Ich bin niemand, der Bäume umarmt und barfuß durch die Gegend läuft"
23. Juni 2021, in der Süddeutschen Zeitung hier
Ingo Blechschmidt (vorne) besetzt Wälder, weil sie fürs Klima wichtig sind. Als Mathematiker rechnet er vor, wie lange es dauert, bis das durch Rodungen freigesetzte CO2 wieder eingespart ist. Die Baumhäuser sind für ihn gewaltfreier, ziviler Ungehorsam.
Von David Wünsche
Als Ingo Blechschmidt am vergangenen Samstagmorgen in den Forst Kasten marschiert, weiß er schon, dass er ihn womöglich in Gefangenschaft wieder verlassen wird. Seinen Personalausweis hat er griffbereit. Eine Telefonnummer für den Notfall wird er sich in den kommenden Stunden noch einprägen. Und falls es ganz schlimm kommt, hat er einen Kollegen gebeten, seine Vorlesung zu übernehmen. Blechschmidt sagt: "Wenn es darum geht, Wälder zu schützen, darf es keine Kompromisse geben."...
Der 32-Jährige ist Teil einer Gruppe von Aktivisten, die seit einiger Zeit dagegen protestieren, dass im Forst Kasten südwestlich von München bis zu 10 000 Bäume einer riesigen Kiesgrube weichen sollen. Der Sozialausschuss der Stadt München hat die Rodung bereits genehmigt. Weil es sich bei dem Waldstück um besonders schützenswerten Bannwald handelt, könnte das Landratsamt die Entscheidung noch kippen. ..
Natürlich heißen alle anders. Aber sie reden sich mit ihren "Waldnamen" an. Viele kennen die echten Namen der anderen gar nicht. Was sich nach einer kindsköpfigen Eigenart anhört, hat einen ernsten Hintergrund: Manche Aktivisten wollen nicht von der Polizei identifiziert werden. Sie sind alle junge Menschen zwischen 18 und 32. Ein Eintrag im Führungszeugnis oder auch der eigene Klarname in der Presse könnte Konsequenzen haben.
Nur Blechschmidt schert sich nicht darum; er heißt hier ganz normal: Ingo. Wegen seines Abschlusses hat er keine Existenzängste. Blechschmidt ist Doktor der Mathematik. Seine Vorlesungen hat er schon per Zoom aus dem Baumhaus gehalten. Trotzdem setzt der 32-Jährige für den Aktivismus seine akademische Karriere aufs Spiel. Denn während seine Kolleginnen und Kollegen an der Universität neben der Lehre forschen, nutzt der Augsburger seit etwa zwei Jahren fast seine gesamte Freizeit, um für mehr Klimagerechtigkeit zu kämpfen.
Der Wandel kommt, ob ihr wollt oder nicht
Es war eine Rede von Greta Thunberg, die ihn zum Umdenken brachte. "Change is coming, whether you like it or not", sagte die junge Schwedin auf einem UN-Klimagipfel. Der Wandel kommt, ob ihr wollt oder nicht. Dieser Satz rüttelte Blechschmidt auf. Da habe er gemerkt, dass seine mathematischen Beweise im unbekannten Teilgebiet der Topostheorie die Gesellschaft wenig kümmern. Danach demonstrierte er zunächst bei "Fridays for Future", dann organisierte er ein Klimacamp und zeltete monatelang vor dem Augsburger Rathaus. Jetzt besetzt er Wälder. Zunächst den Dannenröder Forst in Hessen, wo eine Autobahn gebaut werden sollte. Und nun also den Forst Kasten. "Ich bin niemand, der Bäume umarmt und barfuß durch die Gegend läuft", sagt Blechschmidt. Aber mit der Physik der Klimakrise könne man nicht verhandeln. "Meine mathematische Identität zwingt mich, diese Sachen zu machen."
Sein Protest folgt einem einfachen Kalkül: Wälder sind gigantische CO2-Speicher; und wenn sie abgeholzt werden, dauert es viele Jahrzehnte, bis das CO2 durch Aufforstungen wieder eingespart werden kann. Weil Demonstrationen gegen Rodungen bisher wenig wirksam waren, plädiert Blechschmidt dafür, die Wälder zu besetzen: gewaltfreier, ziviler Ungehorsam also. Denn er glaubt: Wenn solche Besetzungen Alltag werden, überlegen die Behörden künftig länger, ob es sich wirklich lohnt, den Wald für eine Autobahn oder eine Kiesgrube abzuholzen. Im Dannenröder Forst hat die Räumung der Baumhäuser durch die Polizei über die Monate mehr als 30 Millionen Euro gekostet. Geht es nach Blechschmidt, soll es auch im Forst Kasten teuer werden. Es sind immense Kosten, die er und seine Mitstreiter der Allgemeinheit aufbürden - in der Überzeugung, dass die Gesellschaft letztlich profitiert.
Während Blechschmidt über Emissionen und Kippelemente des Klimasystems spricht, hängen zehn Meter über ihm Legolas und Legolas wie zwei Spinnen in einem Netz aus Kletterseilen. Ein Legolas ist eine Frau und heißt so, weil sie den Elfen aus Herr der Ringe toll findet. Der andere Legolas ist ein Mann und heißt so wegen seiner langen blonden Haare. Zwischen den beiden schwingt die Baumhaus-Plattform hin und her, einige Fichtennadeln rieseln herunter, dann fliegen ein toter Ast und zwei Plastikplanen durch die Luft. Die beiden Legolasse arbeiten unbeirrt weiter. Die weibliche Legolas bedient einen Flaschenzug, an dessen einem Ende die Plattform hängt. Ans andere Ende klammert sich der männliche Legolas als Gegengewicht. Mehr als zwei Stunden sind die beiden damit beschäftigt, das Baumhaus auf 15 Meter Höhe zu ziehen: Dorthin, wo die Polizisten mit ihren Leitern nicht hinkommen.
Die beiden Legolasse sind mit 18 Jahren die jüngsten Mitglieder der Truppe. Einer von ihnen ist noch Schüler. Außerdem sind hier ein Kunstschlosser, ein Software-Entwickler, eine Sozialarbeiterin, eine Studentin und ein Physik-Promovend. Die meisten von ihnen kommen aus München oder der Umgebung. Sie alle haben unterschiedliche Beweggründe, warum sie hier sind. Mücke sagt: "Wir schaffen Sichtbarkeit für den Wald." Merlin sagt: "Ich habe irgendwann den Grundsatz gefasst, dass das Gemeinwohl wichtiger ist als mein eigenes." Und die weibliche Legolas sagt: "Ich habe eine persönliche Beziehung zu diesem Wald. Wenn man dann mitbekommt, dass er gerodet werden soll, ist das besonders schlimm."
Legolas ist in einem Dorf wenige Kilometer entfernt aufgewachsen. Im Forst Kasten geht sie joggen und spazieren, manchmal sitzt sie hier auch mit Freundinnen und Freunden am Lagerfeuer. Sie arbeitet als Zimmerin und hat an der Baumhaus-Plattform mitgebaut. Wie Blechschmidt kam die 18-Jährige vor etwa zwei Jahren durch "Fridays for Future" zum Aktivismus. "Ich hatte das Gefühl: Die Klimakrise ist eine krass wichtige Sache und wir müssen etwas tun." Von einem Tag auf den anderen wurde Legolas Veganerin und schwänzte freitags die Schule, um auf die Straße zu gehen. Irgendwann reichte ihr das nicht mehr aus. In der Nähe von Ravensburg nahm sie an einer Waldbesetzung teil und lebte mehrere Wochen lang zwischen den Baumwipfeln. Dort lernte sie, welche Kletterknoten wie viel Gewicht aushalten und wie man ein Baumhaus baut, ohne den Baum zu beschädigen. Als dann bekannt wurde, dass im Forst Kasten fast zehn Hektar Wald abgeholzt werden sollen, war für sie klar: Damit die Leute das mitbekommen, müssen auch hier Baumhäuser hin. Als vor zwei Wochen das Spezialeinsatzkommando den Wald räumte, berichteten viele Zeitungen darüber. "Dieses krasse Medienecho hätten wir mit einer Kundgebung in Stockdorf nicht erreicht."
Montag, 21. Juni 2021
Dienstag, 15. Juni 2021
Einladung zum Waldrand-Gespräch
Do, 17.06., 16:00 Uhr
Hey liebe Menschen,Wir hoffen, diesen zweiwöchigen Rhythmus dauerhaft etablieren zu können, sodass wir permanent im Gespräch bleiben, unsere Zusammenarbeit für den Erhalt des Altdorfer Waldes verbessern und uns besser kennenlernen
Da es bei diesen Runden um einen Austausch zwischen inner- und außerhalb des Waldes geht, haben wir ihnen den Titel "Waldrand-Gespräch" gegeben
Montag, 7. Juni 2021
Protest im Forst
Schwäbische Zeitung hier von Anna Katharina Schmid und Philipp Richter
....Doch was nach Aufgeben aussieht, ist nur ein kurzes Luftholen. Denn unter der Oberfläche brodelt es in der Bewegung. Kohleabbau, Autobahnen, Stahlwerke - und, wie in Oberschwaben und München, der Kiesabbau: Drohende Rodungen bringen Menschen in ganz Deutschland auf die Straßen und in die Wälder. Waldbesetzungen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Teilweise haben sie Erfolg - und verursachen massive Kosten für Steuerzahler. Vor allem junge Erwachsene engagieren sich und investieren ihre Zeit und Energie, um die Natur zu schützen.
....Nadja Lüttich ist Mitglied des Instituts für Bewegungs- und Protestforschung in Berlin und untersucht verschiedene soziale Gruppierungen, unter anderem Fridays for Future und Waldbesetzungen. „Der Höhepunkt der Klimabewegung ist noch nicht erreicht“, sagt die Wissenschaftlerin. Die Akzeptanz in der Bevölkerung für das Engagement nehme zu, ebenso die Unterstützung. Immer mehr Menschen schließen sich an. Genaue Zahlen dazu gibt es nicht, doch Lüttich kann sich den Zulauf erklären.
„Wir haben multiple Krisenlagen, die sich verändern und verstärken“, sagt sie. Bürgerinnen und Bürger nähmen nicht mehr alle verordneten Maßnahmen einfach hin, sondern hinterfragten diese und stellten sich ihnen auch in den Weg. Institutionen werde nicht mehr zugetraut, dass sie alles regeln. „Die Menschen nehmen das lieber selbst in die Hand.“
...Die hohe Polizeipräsenz irritierte Blechschmidt, aber der wahre Skandal sei die drohende Abholzung des intakten Waldes. Die Aktion habe nichts mit jugendlichen Krawallmachern zu tun, die jungen Menschen handelten aus tiefster Überzeugung und nähmen Risiken in Kauf, für ihre berufliche Weiterentwicklung oder sogar ihre Freiheit. „Unsere Aktionen werden immer größer - und schaden der Politik und klimazerstörenden Konzernen.“ Demonstrationen zeigten kaum Wirkung, neue, kreative Formen des Protests seien gefragt. Doch sie strebten ihre Ziele auf eine friedliche Weise an, niemals durch Gewalt oder Sachbeschädigung, wie Blechschmidt betont.
...Eine flächendeckende Radikalisierung sei in der Klimabewegung nicht zu beobachten, sagt auch die Protestexpertin Nadja Lüttich. Radikale und gefährliche Aktionen, wie etwa bei den früheren Anti-Atomkraft-Gruppen, seien insgesamt zurückgegangen. Bei den Taten heute handele es sich höchstens um Ordnungswidrigkeiten, nicht um Kriminalität.
.. Auch Bürgerinitiativen vor Ort sprechen ihre Unterstützung aus. „Sie sind froh, dass wir da sind“, sagt Blechschmidt. Die Aktivistinnen und Aktivisten sind Studierende, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Menschen mit Wut im Bauch. Rodungen sind für sie profitorientierte Zerstörung. Die Verzweiflung darüber treibt sie an, die Angst vor noch schlimmeren Auswirkungen des Klimawandels. „Wir sind keine Berufsdemonstranten“, sagt Blechschmidt. ... Die wenigen Aktiven im Wald täuschen, sagt Blechschmidt. Hinter ihnen stehe eine große Gemeinschaft, deutschlandweit und über Landesgrenzen hinweg. „Wir sind vielleicht wenige vor Ort, aber, Politiker, erinnert euch an die Klimakrise! Wir sind bereit, sofort wiederzukommen.“
Montag, 31. Mai 2021
Eine Buchhandlung unterstützt die Baumbesetzer
Liebe Freund*innen der Buchhandlung,
was für eine furiose Woche: der Deutsche Buchhandlungspreis 2021 ( zum vierten Mal in 7 Jahren ) hat uns so viel Blumen, Gratulationen , Schokoladenkuchen, Pralinen und Sekt beschert. Wir feiern natürlich nochmal mit allen nach dem 7.7.2021...dann wissen wir auf welchem Platz wir gelandet sind.
Die Sonne strahlt, es springen Kinder in der Rossbachstraße ins Wasser und aus dem Rathaus kommt ein frischvermähltes Paar. Wir freuen uns mit der Gastronomie und allen Einzelhändler*innen, es geht wieder was.Wir wünschen allen Schüler*innen, Kindergartenkindern, Eltern, Lehrer*innen und Erzieher*innen erstmal schöne Ferien. Freie Zeit um sich wieder zu finden und auf Neues einstellen zu können.
Ich möchte die Baumbesetzter*innen in Ravensburg und im Altdorfer Wald unterstützen und habe mir Folgendes überlegt:
Ab dem 10.6. gibt es Wundertüten in der
Buchhandlung , die wir mit Leseexemplaren, mit gelesenen Büchern und Postkarten
füllen. Den Betrag für eine Wundertüte kann jeder
Mensch selbst wählen und wir spenden dann für die Baumbesetzer*innen.
Deren Strafen sind vielleicht "in
Ordnung". Aber gerecht?
Ich danke allen, die den Altdorfer Wald schützen
und die dafür auf die Straße gehen, oder Bäume besetzten!
Wir spenden weiterhin eine Baumbibliothek als
Info, für alle, die noch nicht verstanden haben:
Es ist nach 12 !!!
Anna Rahm
Marktstr. 43 - 88212 Ravensburg
Mittwoch, 26. Mai 2021
"Die alte Macht schlägt zurück"
Protest in Oberschwaben von Josef-Otto Freudenreich in Kontext
hier ganz zu lesen, es lohnt sich wirklich
Seit einem halben Jahr sitzen junge Menschen in Oberschwaben auf Bäumen. Das fordert die alte Macht um die CDU heraus, die nicht mehr lange zusehen wird. Ihre Welt gerät in Unordnung. Ein kletternder Professor hat daran seinen Anteil.
Die hohe Medienpräsenz, geschickt gemanagt von den BaumbesetzerInnen, dürfte ein Grund dafür sein, dass die Auseinandersetzungen härter werden, der Protest sich verfestigt, und je länger er dauert, um so gefährlicher wird. Inzwischen hat sich ein Bündnis von 17 außerparlamentarischen Organisationen, vom BUND bis zur Initiative gegen den 1000-Kühe-Stall in Ostrach, hinter die Kletterer gestellt.
Freitag, 7. Mai 2021
Der Altdorfer Wald im ARD - Zur Sache! Baden-Württemberg
"Wie kommt man denn nun an den Rohstoff Kies im Untergrund?" das war die Frage.
Der Bericht ist hier zu finden
Vom Aktionsbündnis wird darauf hingewiesen dass der Wahrheitsgehalt der "Dachziegel-Affaire" weiterhin stark bezweifelt wird. Es war nur ein Aktivist auf dem Dach, im Gegensatz zu Hr. Frankes Aussage, und dieser verneint vehement, dass er 60 Dachziegel beschädigt hat.
Zudem hält sich Hr. Franke auch nicht an die im Regionalplan dargestellten Zahlen:
zum einen werden für die nächsten 20Jahre tatsächlich knapp 11Mio to Kiesabbau geplant, zum andern geht der Regionalplan von einer durchschnittlichen Abbautiefe von ca. 15.5 m !!!! aus. Jeder m tiefer bringt pro Jahr knapp 800.000 to mehr Kies!!
Und beim Verbrauch wird einfach der Export unterschlagen ! Genau darum geht es den Aktivisten aber.
Möglicherweise wird es zur Richtigstellung noch eine Presseerklärung geben, die dann hier ergänzt wird.
Montag, 26. April 2021
Sonntag, 25. April 2021
Der Kampf um den „Alti“
Ein neuer Artikel in der Schwäbischen, hier für Abonennten
hier sind Auszüge davon:
"Sie sind gekommen, um zu bleiben, weil sie wollen, dass der „Alti“ bleibt. „Alti“, so nennen sie „ihren“ Altdorfer Wald, für den sie kämpfen wollen. Zuerst standen zwei Baumhäuser in dem Waldstück in der Nähe des Vogter Teilorts Grund. Mittlerweile ist dort ein richtiges Baumhausdorf herangewachsen. Mehr als 15 Baumhäuser sind entstanden, in denen Klimaaktivisten wohnen. Und es befinden sich zahlreiche weitere im Bau. Auch Zelte sind aufgeschlagen. Bis zu 50 Menschen halten sich in dem Wald auf. Sie kommen aus ganz Deutschland und sogar aus Europa......
„Uns alle eint, dass wir uns gegen den geplanten Kiesabbau hier stellen und uns für den Erhalt des Waldes einsetzen“, sagt Samuel Bosch. Der 18-Jährige ist Ende Februar mit einer kleinen Gruppe in das Waldstück gezogen, wo nach Plänen des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben eine elf Hektar große Kiesgrube entstehen soll. Der dortige Wald gehört dem Land Baden-Württemberg und wurde an das Kiesabbau-Unternehmen „Meichle und Mohr“ verpachtet.
Beim Gespräch mit den jungen Menschen, bei denen die meisten um die 20 Jahre alt sind, stellt sich schnell heraus, dass sie sich eine andere Gesellschaft wünschen und ein alternatives Leben ohne hierarchische Strukturen suchen. Man ernährt sich vegan und spricht gegendert. ....
........Ohne Internet und die Unterstützung von Spendern ist das Baumhausdorf nicht zu denken. Anwohner aus Vogt und Wolfegg oder auch aus dem Schussental versorgen die Aktivisten mit Wasser, Essen, Brettern für die Baumhäuser, Strom und WLAN-Hotspots, damit die Schüler und Studenten Fernstudium und Fernunterricht nachgehen können.
Die Protestform Waldbesetzung ist in Europa weitverbreitet, was sie aber nicht legal macht. „Es handelt sich hierbei um Ordnungswidrigkeiten. Forst BW hat keinerlei Genehmigung für die Aktion ausgesprochen“, sagt Bernhard Dingler, der zuständige Forstbezirksleiter von Forst BW. Man sorge sich um die Sicherheit. Feuer im Wald sei auch dann nicht erlaubt, wenn ein Feuerlöscher dastehe. „Das alles ist nicht Teil des Betretungsrechts des Waldes“, so Dingler........"
Samstag, 24. April 2021
Vom "Zaubertrank" der Aldorfer Waldbesetzer/innen - Den Wald vor lauter Banner nicht mehr sehen ...
ein neuer Beitrag von Ravensburger Spectrum hier
Mittwoch, 21. April 2021
Kritik an Waldbesetzung
durch Klimaaktivisten
Die seit Wochen dauernde Waldbesetzung durch Klimaaktivisten im Kreis Ravensburg sorgt für Kritik aus der Opposition im Landtag. Der agrarpolitische Sprecher der FDP, Klaus Hoher, aus dem Wahlkreis Bodensee wirft der Regierung Untätigkeit vor. Diese riskiere, einen Präzedenzfall zu schaffen. Wenn eine Versammlung aufgelöst werden müsse, dürfe sich das nicht über Wochen hinziehen. Ansonsten würden in Zukunft immer mehr Aktivisten die gleichen Rechte für sich reklamieren und darauf setzen, dass der Staat schon nicht eingreifen werde, so Hoher. Die Aktivisten protestieren seit Ende Februar in Baumhäusern gegen den geplanten Kiesabbau bei Vogt.
Ravensburger Spectrum hat daraufhin in einem offenen Brief an den FDP-Abgeordneten geschrieben:
Ihr Gebaren gegen die auf demokratischem Fundament demonstrierenden Umweltaktivisten in Ravensburg (vom 16-jährigen Jonathan bis zum 61-jährigen Professor Dr. Ertel) und im Altdorfer Wald (Kreis Ravensburg) hat mit einem freiheitlich demokratischen Verständnis wie es das Grundgesetz lehrt, nichts gemein.
Auch SatireSenf hat eine neue BeSenfung zum Abgeordneten Hoher geliefert hier
Auszüge: Hoher war hier schon einmal verhaltensauffällig geworden, als er trotz seines Sitzes im Gemeindewahlausschuss Salem seinem „guten Freund“ von der Korruptionspartei €DU, Manfred Härle, zwei Tage vor der eben dort stattfindenden Bürgermeisterwahl einen geheuchelten und über die (a)Sozialen Medien massiv verbreiteten „Informationsbesuch“ abstattete. Den „Witz“ am irreführenden Begriff „Informationsbesuch“ versteht derjenige, der weiß, dass Hoher in Salem wohnt und dort Gemeinderat ist.....
Die Tonalität der Neuauflage der FPD-Empörung auf angeblicher (?) Landesebene über das breite zivilrechtliche Engagement gegen den RPBO zum Beispiel im Altdorfer Wald ähnelt der ihrer „Kleinen Anfrage“ an den Landtag vom 4. Januar 2021. Seinerzeit fragte MdL Hoher, der so besorgt um rechtskonformes Verhalten anderer, aber so unbesorgt bei eigenen Regelverletzungen ist....
Dienstag, 20. April 2021
Noch ein Bericht über das KlimaCamp von Tag24
KLIMAAKTIVISTEN BESETZEN WALD IN VOGT: ENDET DIE BESETZUNG WIE IM HAMBACHER FORST?
Vogt - In einem Wald im Kreis Ravensburg sollen zahlreiche Bäume für den Kiesabbau weichen. Klimaaktivisten wollen das verhindern und haben aus Protest Baumhäuser errichtet. Die Aktion erfährt viel Zustimmung - aber auch Anfeindungen.
hier zum Lesen













