Grüne Halme wiegen sich auf dem Meeresgrund – und ziehen CO2 aus dem Wasser. Über die Photosynthese binden Seegräser das gelöste Kohlendioxid und lagern den Kohlenstoff im Meeresboden ein, wo er über Jahrhunderte eingeschlossen bleibt.
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Donnerstag, 9. Juli 2026
Update: Seegraswiesen binden CO2 30- bis 50-mal schneller als ein Wald an Land
Montag, 25. November 2024
"Wenn wir es schaffen, hier im Mittelmeer etwas zu verändern, dann schaffen wir es überall."
Samstag, 28. Januar 2023
Klimawandel: Unter Wasser wächst die Hoffnung
Zeit hier Von Tom Kroll 3. August 2022
Künstlich angelegte Seegraswiesen in der Ostsee könnten helfen, die Erderwärmung zu lindern. Doch die Regierung in Kiel bremst.
Wenn Philipp Schubert in seinen Garten will, muss er einen Taucheranzug anlegen, ins Motorboot steigen und hinaus in die Kieler Förde fahren. Unter Wasser, in zwei Meter Tiefe, wächst dort eine Seegraswiese, die er mit seinen Kollegen vor zwei Jahren gepflanzt hat. Schubert ist Forschungstaucher am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (Geomar), und bei seinem Kontrollbesuch an einem heißen Julitag stellt er fest: Alles bestens. Die Setzlinge wachsen und gedeihen.
An drei Orten vor der Ostseeküste Schleswig-Holsteins gibt es bereits solche Forschungswiesen. Sie wurden angestoßen durch eine Entdeckung des spanischen Forschers Carlos Duarte. Dieser belegte 2012 in einem Artikel im Fachmagazin Nature, dass die Pflanzen das Klimagift Kohlenstoffdioxid (CO₂) sehr effektiv speichern. Das Projekt SeaStore, an dem auch mehrere Universitäten beteiligt sind, ist nun der Praxistest: Kann Seegras ein Mittel gegen die Erderwärmung sein?
"Seegras allein wird den Klimawandel nicht stoppen", sagt der Meeresbiologe Thorsten Reusch. "Aber Seegras kann helfen, ihn abzumildern." Reusch leitet den Bereich Marine Evolutionsökologie am Geomar, er ist für das Projekt SeaStore verantwortlich. ...
Donnerstag, 26. Mai 2022
Klimawandel: Der Ozean als CO₂-Schlucker ?
Pest oder Cholera - und bei mir verdichtet sich wieder mal der Eindruck, dass wir die Pest mit Cholera auszutreiben versuchen.
Ja, der Klimawandel muss gestoppt werden.
Ja, an der CO2-Speicherung kommen wir nicht vorbei.
Nun werden Milliarden in Forschungsprojekte investiert um danach hunderte von Milliarden in meist technische Projekte zu investieren.
Gut, da kann wieder der ein oder andere ordentlich verdienen, das nutzt (vordergründig) der Wirtschaft und treibt irgendwelche Kennzahlen in die Höhe. Irgendwie scheint dieses künstliche Wirtschaftszahlen-Konstrukt aber bei uns "normalen" Menschen schon längst nicht mehr mit unserer Lebenswirklichkeit zusammen zu hängen.
Pragmatischer wäre zu fragen: Wer zahlt das mit welchem Geld, das dann wo fehlt??
Was könnte man mit diesem Geldsegen nicht alles anfangen im Sinne des Gemeinwohls, das uns allen nützt?
Und welche neuen Probleme tun sich erst durch die aufgezeigten Maßnahmen auf?
Wäre es nicht tausend mal klüger, gleich von Anfang an weniger zu verdienen, um weniger CO2 zu produzieren, das dann mit riesigem Aufwand wieder entfernt werden muss?
Sollte man nicht jede CO2-Produktion gleich auf den Prüfstand stellen, ob sie so dringend notwendig ist, dass gigantische Folgekosten für uns alle anfallen? Dann wäre wahrscheinlich ziemlich schnell Schluß mit der "großen Freiheit" der CO-Freisetzung.....
CO2 Sparen wäre mein Favorit. Ja natürlich - das fängt beim Tempolimit an, das gerade in aller Mund ist. Welch eine Anmaßung, dass die Freiheit des Rasers von der Allgemeinheit finanziell ausgebügelt werden muss. Das ist nur ein Beispiel von vielen - wie können wir als mündige Bürger zulassen, dass Klientel-Politik notwendige und kostenfreie Maßnahmen verhindert? Dass schädliche Subventionen weiter getragen werden?
Beim Kalksteinabbau kennen wir die Problematik aus unserer Region sehr genau- wollen wir noch mehr Abbauflächen haben als bisher? siehe dazu hier
Seegraswiesen - das scheint der natürlichste Ansatz und wäre natürlich allein deshalb mein Favorit, höchstwahrscheinlich würde er auch der Biodiversität nutzen. Die bisherigen Wiesen sind der Schleppnetzfischerei, Baggerarbeiten oder dem Nährstoffeintrag durch die Landwirtschaft zum Opfer gefallen. Aha, da müsste also zunächst auch bei Landwirtschaft und Fischerei was passieren, damit dieser Ansatz von Dauer sein könnte.
Süddeutsche Zeitung hier 29. März 2022 Von Benjamin von Brackel
Nord- und Ostsee könnten für den Klimaschutz genutzt werden, etwa durch Ausbringen von Kalk oder Anpflanzung von Seegraswiesen. Aber wie groß ist der Nutzen solcher Eingriffe, und was sind die Risiken? In einem Großprojekt wollen Forscher es herausfinden.
Samstag, 23. Oktober 2021
"Eine echte Wunder-Pflanze: Wie Seegras das Weltklima retten kann"
RTL hier
So wichtig für den Küsten- und Klimaschutz
Seegras als Kohlenstoff-Senke

So ist auch Seegras eine Kohlenstoff-Senke. Es kann das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre aufnehmen und damit den Treibhauseffekt abfedern.
Seegras muss sich erholen: Aufforstung und Aussaat
Die gute Nachricht: die Seegras-Flächen haben sich zuletzt wieder leicht erholt. Vor allem dank strengerer Auflagen in der Landwirtschaft verbessert sich die Wasserqualität – langsam. Diverse Projekte wollen diese Erholung zu beschleunigen. Durch Aufforstung mit Seegras-Setzlingen und später durch Aussaat von Seegras-Samen beispielsweise.
Potenzial im Kampf gegen die Erwärmung
Eine echte Wunder-Pflanze: Wie Seegras das Weltklima retten kann
Gut für den Boden, gut gegen Methan-Ausstoß, gut für die Regenwälder
„Ich habe nach etwas gesucht, das wirklich sinnvoll ist“. Das sagt der „Seegras-Pionier“ Joost Wouters bei unserem Treffen am Strand von Scheveningen bei Den Haag. Draußen auf dem Meer baut er zwischen den riesigen Windrädern Seegras an. Und sein Seegras soll dem Kampf gegen die Erderwärmung einen echten Schub geben. Die Pflanze hat eine enorme Wirkung auf viele Bereiche unseres Lebens.
Seegras wächst an fast allen Küstenbereichen der Welt – egal, ob das Wasser warm oder kalt ist. „Es gibt 1.200 verschiedenen Arten von Seegras“, sagt Joost. „Es braucht Steine oder Leinen, an die es klettern kann, es braucht Salzwasser und es braucht Sonne. Das haben wir alles im Überfluss.“ Und so baut seine Firma, die Seaweed Company, Seegras in Irland, Marokko, Indien und den Niederlanden an. Aber was kann das Seegras alles?
Joost erklärt, wie vielseitig Seegras ist und in welchen Bereichen es einsetzbar ist: „Erstens nimmt es sehr viel CO2 aus dem Wasser und wirkt damit gegen die Übersäuerung der Ozeane. Es gibt dem Wasser dem nötigen Sauerstoff zurück. Zweitens ist es eine Waffe für eine klimaneutrale Landwirtschaft. Denn das Seegras-Extrakt dient als natürlicher Dünger. Es hält die Böden feucht und verhindert das Abfließen von Nitrat ins Grundwasser“, so Joost.
Auch die Meerestiere lieben die Seegraswälder
Noch besser aber ist die Wirkung von Seegras-Extrakt als Futter für unser Vieh. Denn Seegras ist sehr gut für das Immunsystem – im Übrigen auch für uns Menschen. „In Testreihen hat sich gezeigt, dass die Tiere wesentlich weniger Methan ausstoßen, wenn sie mit Seegras-Extrakt gefüttert werden. Die Bauern müssen dann weniger Futter dazukaufen und können auf Soja verzichten.“
Wie wir alle wissen, ist der Anbau von Soja ein echter Regenwald-Killer. So kann der Anbau von Seegras sogar dem Raubbau an den Regenwäldern Einhalt gebieten. Darüber hinaus ist es gut für die Biodiversität, denn die Seegraswälder bieten vielen Tieren und Kleinstlebewesen Schutz.
Joost ist überzeugt: Seegras hat ein enormes Potenzial im Kampf gegen die Erderwärmung. Meere, Tiere und die Landwirtschaft profitieren von dieser Wunderpflanze. Und man kann sie fast überall anbauen.
Joost erklärt, wie vielseitig Seegras ist und in welchen Bereichen es einsetzbar ist: „Erstens nimmt es sehr viel CO2 aus dem Wasser und wirkt damit gegen die Übersäuerung der Ozeane. Es gibt dem Wasser dem nötigen Sauerstoff zurück. Zweitens ist es eine Waffe für eine klimaneutrale Landwirtschaft. Denn das Seegras-Extrakt dient als natürlicher Dünger. Es hält die Böden feucht und verhindert das Abfließen von Nitrat ins Grundwasser“, so Joost.
Auch die Meerestiere lieben die Seegraswälder
Noch besser aber ist die Wirkung von Seegras-Extrakt als Futter für unser Vieh. Denn Seegras ist sehr gut für das Immunsystem – im Übrigen auch für uns Menschen. „In Testreihen hat sich gezeigt, dass die Tiere wesentlich weniger Methan ausstoßen, wenn sie mit Seegras-Extrakt gefüttert werden. Die Bauern müssen dann weniger Futter dazukaufen und können auf Soja verzichten.“
Wie wir alle wissen, ist der Anbau von Soja ein echter Regenwald-Killer. So kann der Anbau von Seegras sogar dem Raubbau an den Regenwäldern Einhalt gebieten. Darüberhinaus ist es gut für die Biodiversität, denn die Seegraswälder bieten vielen Tieren und Kleinstlebewesen Schutz.
Joost ist überzeugt: Seegras hat ein enormes Potenzial im Kampf gegen die Erderwärmung. Meere, Tiere und die Landwirtschaft profitieren von dieser Wunderpflanze. Und man kann sie fast überall anbauen.
(mehr dazu bei wetter.de)
Seegras-Extrakt als sehr effektiver Dünger in der Landwirtschaft
Seegras wächst an fast allen Küstenbereichen der Welt – egal, ob das Wasser warm oder kalt ist. „Es gibt 1.200 verschiedenen Arten von Seegras“, sagt Joost. „Es braucht Steine oder Leinen, an die es klettern kann, es braucht Salzwasser und es braucht Sonne. Das haben wir alles im Überfluss.“ Und so baut seine Firma, die Seaweed Company, Seegras in Irland, Marokko, Indien und den Niederlanden an. Aber was kann das Seegras alles?
Joost erklärt, wie vielseitig Seegras ist und in welchen Bereichen es einsetzbar ist: „Erstens nimmt es sehr viel CO2 aus dem Wasser und wirkt damit gegen die Übersäuerung der Ozeane. Es gibt dem Wasser dem nötigen Sauerstoff zurück. Zweitens ist es eine Waffe für eine klimaneutrale Landwirtschaft. Denn das Seegras-Extrakt dient als natürlicher Dünger. Es hält die Böden feucht und verhindert das Abfließen von Nitrat ins Grundwasser“, so Joost.
Auch die Meerestiere lieben die Seegraswälder
Noch besser aber ist die Wirkung von Seegras-Extrakt als Futter für unser Vieh. Denn Seegras ist sehr gut für das Immunsystem – im Übrigen auch für uns Menschen. „In Testreihen hat sich gezeigt, dass die Tiere wesentlich weniger Methan ausstoßen, wenn sie mit Seegras-Extrakt gefüttert werden. Die Bauern müssen dann weniger Futter dazukaufen und können auf Soja verzichten.“
Wie wir alle wissen, ist der Anbau von Soja ein echter Regenwald-Killer. So kann der Anbau von Seegras sogar dem Raubbau an den Regenwäldern Einhalt gebieten. Darüberhinaus ist es gut für die Biodiversität, denn die Seegraswälder bieten vielen Tieren und Kleinstlebewesen Schutz.
Joost ist überzeugt: Seegras hat ein enormes Potenzial im Kampf gegen die Erderwärmung. Meere, Tiere und die Landwirtschaft profitieren von dieser Wunderpflanze. Und man kann sie fast überall anbauen.
(Quelle: www.wetter.de)
Seegras-Extrakt als sehr effektiver Dünger in der Landwirtschaft
Seegras wächst an fast allen Küstenbereichen der Welt – egal, ob das Wasser warm oder kalt ist. „Es gibt 1.200 verschiedenen Arten von Seegras“, sagt Joost. „Es braucht Steine oder Leinen, an die es klettern kann, es braucht Salzwasser und es braucht Sonne. Das haben wir alles im Überfluss.“ Und so baut seine Firma, die Seaweed Company, Seegras in Irland, Marokko, Indien und den Niederlanden an. Aber was kann das Seegras alles?
Joost erklärt, wie vielseitig Seegras ist und in welchen Bereichen es einsetzbar ist: „Erstens nimmt es sehr viel CO2 aus dem Wasser und wirkt damit gegen die Übersäuerung der Ozeane. Es gibt dem Wasser dem nötigen Sauerstoff zurück. Zweitens ist es eine Waffe für eine klimaneutrale Landwirtschaft. Denn das Seegras-Extrakt dient als natürlicher Dünger. Es hält die Böden feucht und verhindert das Abfließen von Nitrat ins Grundwasser“, so Joost.
Auch die Meerestiere lieben die Seegraswälder
Noch besser aber ist die Wirkung von Seegras-Extrakt als Futter für unser Vieh. Denn Seegras ist sehr gut für das Immunsystem – im Übrigen auch für uns Menschen. „In Testreihen hat sich gezeigt, dass die Tiere wesentlich weniger Methan ausstoßen, wenn sie mit Seegras-Extrakt gefüttert werden. Die Bauern müssen dann weniger Futter dazukaufen und können auf Soja verzichten.“
Wie wir alle wissen, ist der Anbau von Soja ein echter Regenwald-Killer. So kann der Anbau von Seegras sogar dem Raubbau an den Regenwäldern Einhalt gebieten. Darüberhinaus ist es gut für die Biodiversität, denn die Seegraswälder bieten vielen Tieren und Kleinstlebewesen Schutz.
Joost ist überzeugt: Seegras hat ein enormes Potenzial im Kampf gegen die Erderwärmung. Meere, Tiere und die Landwirtschaft profitieren von dieser Wunderpflanze. Und man kann sie fast überall anbauen.
(Quelle: www.wetter.de)