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Donnerstag, 13. Juli 2023

In Schweden soll ein Stadtviertel aus Holz gebaut werden

 hier    (hier noch mehr Bilder)

Stockholm Wood City

Die Zementindustrie ist klimaschädlich. Gebäude aus Holz sollen nachhaltiger sein.


Stockholm Wood City: "das weltweit größte bekannte Bauprojekt aus Holz" (Bild: Atrium Ljungberg)

Holz ist in Schweden seit jeher ein beliebtes Baumaterial für Häuser. Ein Stadtentwicklungsunternehmen will ein ganzes Stadtviertel aus diesem Material bauen.

Montag, 6. Juni 2022

Wie wir den Kollaps herbeiwirtschaften

Diesen Artikel muss man einfach lesen!

Spiegel  hier 05.06.2022

DWS-Skandal und Nachhaltigkeitsziele / Eine Kolumne von Christian Stöcker

Haben Sie mitbekommen, dass diese Woche gleich zwei gewaltige Umweltskandale in den Nachrichten waren? Oder dass die Uno mittlerweile offen vor einem »globalen Kollaps« warnt? Nein? Das hat seine Gründe.
 Aus der von 2200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unterzeichneten Menton-Botschaft von 1972

Man kann der Menschheit eigentlich nicht vorwerfen, dass sie nicht begriffen hätte, was sie sich selbst und ihrem einzigen Planeten antut. Im Gegenteil. Wir wissen seit mehr als fünfzig Jahren, dass unsere Art, den Planeten zu zerwirtschaften, für die Menschheit nicht langfristig überlebbar ist. Dabei spielte die Klimakrise in der oben zitierten Erklärung von Menton (ein Ort in Frankreich), die im Zusammenhang mit der ersten Uno-Nachhaltigkeitskonferenz der Geschichte vor 50 Jahren veröffentlicht wurde, noch gar keine Rolle.

Darin geht es trotzdem um diverse Probleme, die heute noch drängender, existenzieller sind als damals: Umweltzerstörung, Ressourcenverbrauch, Bevölkerungswachstum und Hunger, Krieg.
Die zwei apokalyptischen Reiter der Gegenwart, die permanent zunehmende Erhitzung von Atmosphäre und Ozeanen und das sechste Massenaussterben der Erdgeschichte, hatten die Unterzeichnenden damals noch nicht so klar vor Augen wie wir heute – aber natürlich sind beide direkte Auswirkungen der gleichen menschlichen Misswirtschaft.

Das Bruttoinlandsprodukt ist ein miserables Maß

Donnerstag, 2. Juni 2022

Heute früh um neun wird die Welt an ihr umweltpolitisches Versagen erinnert

 ZDF  hier

Guten Morgen,

An die Hundert Regierende treffen sich in Schwedens Hauptstadt zur Konferenz "Stockholm+50". Weil dort vor 50 Jahren der lange Kampf begann gegen die Plünderung unseres Planeten.

Greta Thunberg und Luisa Neubauer werden dabei sein, wenn Umweltministerin Lemke mit vielen Kolleginnen und Kollegen wie dem US-Klimabeauftragten Kerry der allerersten internationalen Umweltkonferenz gedenken.

Damals, im Juni 1972, hatten auf Initiative der UN mehr als Tausend Delegierte aus 122 Ländern getagt und grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Naturschutz vereinbart. "Es war die Geburtsstunde der internationalen Umweltpolitik", sagt mein Kollege Christian Deker, unser neuer Kopf der Umweltredaktion, der heute Abend über das Stockholmer Revival berichten wird.

Beschämend wirkt, dass nun - ein halbes Jahrhundert später (!) - wenig von dem abgewendet scheint, vor dem damals gewarnt wurde.
Jeder konnte wissen, was droht. Im März 1972 hatte ein Bestseller die Fachwelt erschüttert, der "Bericht zur Lage der Menschheit".

Berühmter noch ist die Gruppe seiner Autoren um den italienischen Industriellen und "Al Italia"-Mitgründer Aurelio Peccei: "Club of Rome". Diese Reichen und Klugen hatten mit damals allerneuesten Computern die Zerstörung der Natur simulieren lassen. Doch ihr Schluss sollte nicht fatalistisch sein, sondern ein Fanal: Wenn wir jetzt umsteuern, dann steht die Welt nicht am Abgrund in zwei Generationen!

Und nun? Zwei Generationen später? "Jedenfalls mag man sich den Zustand dieser Welt nicht vorstellen, ohne die gemeinsamen Anstrengungen im Umweltschutz", sagt Jochen Flasbarth, Staatssekretär Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, der an fast allen Umweltkonferenzen teilgenommen hat, die auf Stockholm folgten.

In anderen Worten: Never give up! Weitermachen, damit es eines Tages ein glückliches "Stockholm+100" gibt. Wir werden berichten!

Wulf Schmiese, Leiter heute journal

hier

Stockholm+50 - Umweltgipfel soll Geist von 1972 wiederaufleben lassen

 WIRTSCHAFT im Handelsblatt hier

ROUNDUP

50 Jahre nach der ersten UN-Konferenz zum Thema Umwelt lädt die schwedische Hauptstadt Stockholm erneut zu einem internationalen Spitzentreffen ein.
Ab Donnerstag will sich die Konferenz Stockholm+50 zwei Tage lang mit Umweltthemen befassen.
Dabei soll es in der Heimatstadt von Klimaaktivistin Greta Thunberg vor allem um die Frage gehen, wie das Tempo beim Kampf gegen die Erderwärmung, das rasante Artensterben und die Vermüllung des Planeten drastisch erhöht werden kann. Neue konkrete Verpflichtungen und Beschlüsse werden nicht erwartet. Klima- und Umweltschützer wittern bereits ein Greenwashing-Event ohne echte Fortschritte.