Samstag, 5. September 2026

In 10 Jahren hat sich die Luftqualität in London um 49% verbessert.

Die Frage ist: welchen Weg geht Berlin? Wird die Wahl neue Wege möglich machen oder gibt es weiterhin ein Verhaften in der fossilen Auto-Politik?

Ingwar Perowanowitsch

Krass: 

Nach Paris gibt es jetzt auch aus London Auswertungen darüber wie die Verkehrspolitik der letzten zehn Jahre die Luftqualität in der 🇬🇧 Hauptstadt verändert hat. 

Das Ergebnis ist nicht weniger beeindruckend:

Lange war London für seine schlechte Luft berüchtigt. Große Teile der Stadt überschritten regelmäßig die Grenzwerte. Doch dann wurde 2016 der Labour Politiker Sadiq Khan neuer Bürgermeister. 

Der Beginn der Londoner Verkehrswende:

- 2020: Einführung einer der strengsten Umweltzonen der Welt in der Innenstadt

- 2023: Ausweitung der Umweltzone auf ganz London

- Ausweitung der City-Maut auf 7 Tage die Woche

- Erhöhung der City-Maut von 13€ auf 21€ 

- Anschaffung von 1300 E-Bussen

- Vervierfachung der Radwege von 90km auf 400km

- 600.000 neue Bäume gepflanzt und 900 Hektar neue Grünflächen geschaffen.

Das Ergebnis: In 10 Jahren hat sich die Luftqualität um 49% verbessert. Das Überschreiten der Grenzwerte ging um 97% zurück und die Todesfälle durch Luftverschmutzung reduzierten sich allein seit 2019 um 40%. Londons Luft ist jetzt so sauber wie noch nie seit Beginn der Messungen. 

So schön zu sehen, was alles geht, wenn der politische Wille da ist💪❤️  

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