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Sonntag, 4. Juni 2023

Das Naturreservat Donana verschwindet langsam aber sicher


Carmen - WeMove Europe <info@wemove.eu>

Mehr als 271 Vogelarten sind auf das Naturreservat Doñana angewiesen, um zu überleben. Von mehr als einem halben Dutzend Möwenarten bis hin zu Flamingos, die auf der Durchreise rasten. [1]

Doch dieser Naturschatz steht am Rand der Zerstörung. Durch illegale Wasserentnahmen trocknet das wertvolle Feuchtgebiet aus. Jetzt könnte es noch schlimmer kommen. Denn die Regionalregierung will diesen Wasserdiebstahl im großen Stil legalisieren!

Die Gefahr ist klar. Auch die UNESCO schlägt Alarm. Sie warnt, dass der Doñana-Park seinen Status als Weltnaturerbe verlieren könnte, wenn dieses Gesetz beschlossen wird. Glücklicherweise ist noch Zeit, Doñana zu retten - wenn wir jetzt handeln.

Der Europäische Gerichtshof hat Spanien bereits verurteilt, weil das Land dieses wichtige Feuchtgebiet in Andalusien nicht geschützt hat. [2] Und führende Politiker*innen der EU haben klar gemacht: Das geplante Gesetz verstößt gegen europäisches Recht. [3] Damit diesen Worten auch Taten folgen und die Natur wirklich geschützt wird, müssen wir weiter Druck machen.

Schon über 73.000 von uns haben die Behörden aufgefordert, für Naturschutz einzustehen, bevor es zu spät ist. Das ist ein starkes Signal. Aber um rechtzeitig etwas zu bewirken, müssen noch mehr von uns ihre Stimme erheben und den Druck zum Handeln erhöhen!

Wenn Sie der Meinung sind, dass wir Naturschutzgebiete wie Doñana schützen sollten, unterschreiben Sie diesen Aufruf zum Handeln!

Mit Dankbarkeit,

Carmen Blanco Grigelmo (Madrid), Thomas Maisey (Brüssel)
für das gesamte WeMove Europe Team

Samstag, 20. Mai 2023

Warum die Extremwetter in Südeuropa ein Lehrbeispiel für Politikversagen sind

SPIEGEL Klimabericht DER SPIEGEL - Klimabericht <themennewsletter@angebote.spiegel.de>

Freitag, 19. Mai 2023  Susanne Götze  hier

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

hatten Sie vor, im Sommer Urlaub in Südeuropa zu machen? Dann sollten Sie noch mal genau überlegen, wohin die Reise geht. Statt türkisfarbener Pools und malerischer Altstädte könnten Sie an einigen Orten eher von der Klimakrisen-Realität überrascht werden. Die ist weniger malerisch: Ein Aperol auf verschlammten Terrassen oder eine Woche bei mehr als 30 Grad Celsius ohne fließend Wasser sind wahrscheinlich wenig erholsam.

Die verstörenden Szenen der vergangenen Wochen aus Italien, Spanien und Frankreich holen so manche aus ihrer Komfortzone. Langsam wird das mit dem Verdrängen wirklich schwierig.

Freitag, 12. Mai 2023

BODENSEEKREIS: Felder für Erdbeeren schwinden extrem

Wenn man in Salem unterwegs ist, kann man fast nicht glauben dass die Anbaufläche zurück geht. Hier haben sich die Erdbeerfelder in den vergangenen Jahren im großen Stil ausgebreitet und führten schon des Öfteren zu der in Wasser-Schwund-Zeiten nicht unwesentlichen Frage: Woher kommt das viele  Wasser mit dem sie bewässert werden?
Dieses Frühjahr scheint die Frage weniger akut, wie`s im Sommer aussieht sehen wir dann.

Die Erdbeer-Bauern konnten sich so weit ausdehnen, weil sie bisher mehr Pacht bezahlen konnten  als die herkömmlichen Bauern - und damit denen die Flächen streitig machten. Anbau-Flächen sind hart umkämpft bei uns und das wird sich durch Photovoltaik-Anlagen noch steigern (siehe auch hier)

Erdbeer-Anbau galt  für viele als Einnahme-Garant. Aufgrund sinkender Nachfrage wurden dann im letzten Jahr plötzlich  erntereife Erdbeeren umgepflügt, das berichtete zumindest die Presse.  Auch das hat zu vielen Fragen geführt, ebenso wie die mit Plastik-Tunneln übersäte Landschaft inzwischen zunehmend kritisch gesehen wird...

Gleichzeitig hören wir von katastrophalen Zuständen im Haupt-Erdbeer-Anbaugebiet Spanien: Der Kampf ums Wasser hinterlässt zerstörte Naturschutzflächen von internationaler Bedeutung und belastet das Grundwasser mit Pestiziden. Trotzdem dehnen sich die Anbauflächen illegal aus.

Dann doch lieber warten wie früher,  bis es bei uns die  Erdbeeren ohne Plastiktunnel reif werden?
Wäre eine gangbare Alternative.


Südkurier hier

Aufgrund der gestiegenen Kosten sinkt die Anbaufläche für Erdbeeren am Bodensee von Jahr zu Jahr. Nach Angaben des Landwirtschaftsamts habe sich die Anbaufläche im Bodenseekreis seit 2015 in etwa halbiert. 

Im Betrieb Hakspiel in Ettenkirch machen Erdbeeren nur noch etwa 15 Prozent der Obstkulturen aus, die dieser anbaut. „Bis vor drei Jahren hatten wir etwa doppelt so viel“, erklärt Verena Oßwald von dem Bauernhof. (sab)

Samstag, 29. April 2023

Spanien beantragt EU-Notfallhilfe wegen Dürre: Europas Gemüsegarten trocknet aus

Ein Anfeuern der klimabedingten Dürre durch Gemüse und Erdbeeren für Deutschland.... Welche Schlüsse müssen wir daraus ziehen?

Auch im Bodenseeraum breitet sich der Erdbeeranbau aus. Welche Folgen hat das, können wir aus Spaniens Dilemma lernen? Oder müssen wir etwa sagen: besser Erdbeeranbau hier als dort, die Folgen in der Region blenden wir aus?

Und dann hat die Dürre auch noch  Folgen für unseren Urlaub. ...

Die Dürre in Spanien ist auch unser großer Verlust. Wir merken es nur im Moment noch nicht so intensiv, Spanien ist weit weg - bis zum Sommerurlaub.

Deutschlandfunk hier  25.04.2023  

Klimawandel: Spanien hat wegen der anhaltenden Dürre Notfallhilfen der EU für die Landwirtschaft beantragt.

Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Planas sind Dürre und hohe Temperaturen auf der Iberischen Halbinsel inzwischen deutlich ausgeprägter. Deswegen sei es wichtig, dass Finanzhilfe für die Bauern freigegeben würden. Die spanische Regierung hat außerdem Steuererleichterungen in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro für die Landwirtschaft angekündigt.

Spanien leidet seit fünf Jahren in Folge unter anhaltender Dürre. Nach Behördenangaben gilt für 27 Prozent des Landes derzeit ein Dürre-Notstand oder eine entsprechende Warnung.