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Dienstag, 2. September 2025

Der Flächenverbrauch ist ein entscheidendes Thema

Manchmal geht dieser Zusammenhang verloren, obwohl er immer wichtiger wird. Wir brauchen mehr Flächen zur Sicherung der Natur und des Wasserhaushaltes und wir brauchen mehr Flächen für eine gesunde Landwirtschaft.


Marco Haase  hier  LinkedIn

𝗘𝗻𝗲𝗿𝗴𝗶𝗲 𝘃𝗼𝗺 𝗔𝗰𝗸𝗲𝗿? 𝗙𝗹ä𝗰𝗵𝗲𝗻𝘃𝗲𝗿𝗯𝗿𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗻𝗲𝘂 𝗱𝗲𝗻𝗸𝗲𝗻 

Es fällt auf, wie viel landwirtschaftliche Fläche für den Anbau von Energiepflanzen verwendet wird - ein Konflikt zwischen Nahrung, Energieversorgung und Biodiversität.

Das Umweltbundesamt beschreibt das trefflich:
"Insbesondere eigens auf fruchtbaren Ackerflächen angebaute „Energiepflanzen“ stehen in direkter Konkurrenz zur Nahrungs- und Futtermittelproduktion, aber auch zu einer stofflichen Nutzung, zum Beispiel für biobasierte Kunststoffe oder Chemikalien." [1]

Mittwoch, 20. November 2024

Trend-Umkehr in Sicht: Mehrfamilienhäuser toppen Eigenheime

Business Insider hier  Artikel von Romanus Otte •19.11.24

Ende eines deutschen Traums: Bald werden mehr Eigenheime abgerissen als neu gebaut – das hat Folgen für Kaufpreise und Mieten

Der „Traum vom Eigenheim“ gehört zum Wirtschaftswunderland Deutschland. Ist er ausgeträumt? 

Sonntag, 3. November 2024

»suffizientes Wohnen« - Es gibt genug Wohnfläche, es ist nur ein Problem der Flächenverteilung

hier  Perspective Daily von  Claudia Wieczorek / Gelesen von Désiree Schneider  30. Oktober 2024 

4 Lösungen für bezahlbaren Wohnraum - Bauen ist keine davon.

Hand aufs Herz: Hast du oder haben deine Eltern Zimmer in der Wohnung, die ihr gar nicht oder nur selten nutzt?

Wenn ja, seid ihr damit nicht allein. Viele Menschen – vor allem Eltern, deren Kinder ausgezogen sind – leben auf mehr Wohnraum, als sie eigentlich brauchen. Das ist Teil eines größeren Trends: Im Jahr 1990 lag die durchschnittliche Wohnfläche in Deutschland bei rund 35 Quadratmetern pro Kopf, heute sind es etwa 48.


OptiWohn hier

10-Punkte-Plan für flächensparendes Wohnen  hier zum Download

Sonntag, 11. August 2024

Gluthitze durch Versiegelung: "Städte werden immer noch gebaut wie in den 50ern"

 hier  NTV  10.08.2024, 

An heißen Sommertagen heizen sich Straßen, Parkplätze und andere asphaltierte Flächen so stark auf, dass sie zur Gefahr für die Gesundheit werden. 

Die Krankenkassen erfassen mehr Herzerkrankungen, Kreislaufstörungen, Kopfschmerzen und leider auch mehr Hitzetote. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat deswegen 190 deutsche Städte einem Hitze-Check unterzogen und spricht im "Klima-Labor" von ntv ein besorgniserregendes Zeugnis aus: 


"Es werden nach wie vor mehr als 50 Hektar pro Tag versiegelt",

sagt Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz

Freitag, 9. August 2024

Im Blickpunkt: Landtag BW lehnt Volksantrag ab - wie geht´s weiter?

hier   Download-Link auf pdf: LNV-Infobrief August/September 2024  vom 06.08.2024


Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, sehr geehrte Damen und Herren, 

leider muss ich Ihnen mitteilen, dass der Volksantrag zur Reduktion des Flächenverbrauchs gescheitert ist. Gemeinsam mit mehr als 20 anderen Organisationen haben viele Naturschützerinnen und Naturschützer Unterschriften gesammelt. Am Ende hatten wir über 53.000 Unterschriften zusammen und damit weit mehr als notwendig gewesen wären. Dennoch wurde unser Volksantrag am 17.07.2024 von den Abgeordneten des Landtags von Baden-Württemberg mit großer Mehrheit abgelehnt. Als einzige stimmte Gabi Rolland für den Volksantrag. Sie ist als Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Naturfreunde in BW im Trägerkreis. Die Videoaufzeichnung des fachlichen Hearings und der Debatte und Abstimmung sind in der Landtags-Mediathek zugänglich. 

Donnerstag, 1. August 2024

Bauexpertin: "Das Einfamilienhaus ist kein Menschenrecht"

Wie immer: der Artikel stammt aus Österreich, hat aber viele Bezüge zu deutschen Parallelen beim Flächenfraß und der Bauwirtschaft.

Standard hier  Paul M. Horntrich  1. August 2024

Schaffa, schaffa

Der Weg zu einer ökologisch verträglichen Architektur ist steinig. Bauforscherin Andrea Rieger-Jandl fordert ein komplettes Umdenken in der Branche und in der Politik

Donnerstag, 18. Juli 2024

Wieder nur leere Phrasen statt die Chance für eine echte Flächenwende zu nutzen

Liebe BUND-Aktive,

gestern fand die ernüchternde Debatte zum Volksantrag „Ländle leben lassen“ im Landtag statt. Viele von Ihnen und Euch haben sich dafür engagiert, Unterschriften gesammelt, sich in der Öffentlichkeit für den Volksantrag starkgemacht. Das nötige Quorum an Unterschriften wurde weit übertroffen.

Mit dem Volksantrag ist ein breites Bündnis aus Umwelt- und Landwirtschaftsverbänden mit neun konstruktiven und praxisnahen Vorschlägen und so realistischen wie notwendigen Forderungen zum Flächenschutz auf das Land zugekommen, mit der Rückendeckung von über 50.000 Bürger*innen.

Doch statt die Chance für eine echte Flächenwende zu nutzen, für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen von effektiven Klima- und Artenschutz bis zur Ernährungssicherheit, gab es seitens der Politik wieder nur leere Versprechungen ohne ausreichend wirksame Maßnahmen und restriktive Instrumente. Man konnte sich heute bei der Plenardebatte und der Abstimmung im Landtag nur auf ein vages und unverbindliches Bekenntnis zur weiteren Reduktion des Flächenverbrauchs einigen und „ist um weitere Maßnahmen bemüht“.

Donnerstag, 20. Juni 2024

Ermächtigung zum Flächenfraß durch Normenkontrollantrag eingeleitet

Bürokratie -Abbau ist  so ein Wort, das jeder Mensch in seinem ganz persönlichen Sinne gebrauchen kann, denn wer regt sich nicht über Bürokratie auf , wer wird bei einem in Aussicht gestellten Abbau nicht sofort hellhörig?
Doch ein Bürokratie- Abbau sieht für die Herren Zwick und Gerster von der CDU wesentlich anders aus als für die Landwirte oder gar die Naturschützer. 

Wir sollten das Ich -Wünsch-Mir-Was-Wort daher als Nebelbank in einer Kommunikation erkennen. Und bei Gebrauch darauf drängen, mehr über das konkrete Anliegen dahinter zu erfahren.
Das hat Hr. Mendelin in seinem Artikel sehr überzeugend getan.
Und wir haben erfahren, was Bürokratie-Abbau für Zwick und Gerster und den Gemeindetag bedeutet: eine Ermächtigung zum Flächenfraß. Alternative Ideen dazu oder Reflektion - leider Fehlanzeige.
Ein trauriges Bekenntnis zum "Weiter so".

Und daher möchte ich noch auf die Resolution des BUND (hier) verweisen:

Die BUND-Gruppen der Region Bodensee-Oberschwaben fordern die Städte und Gemeinden der Region auf, die Netto-Null beim Flächenverbrauch bis 2035 über die Flächennutzungspläne sicherzustellen. Dieses Ziel ist im Koalitionsvertrag Baden-Württemberg festgelegt. Die Pläne müssen neben Bauflächen auch Flächen für die Nachverdichtung, für den Rückbau und die Entsiegelung oder Doppelnutzung ausweisen.


Schwäbische Zeitung  hier  15.06.2024, Ulrich Mendelin

Kampf um den Acker: Darum ziehen zwei Bürgermeister vor Gericht

Grund und Boden ist heiß begehrt: Kommunen sind auf der Suche nach Bauland, Landwirte fürchten zunehmende Konkurrenz um Ackerflächen.

Freitag, 19. April 2024

Resolution der BUND-Regionalkonferenz vom 13. April 2024 zum genehmigten Regionalplan Bodensee Oberschwaben


Forderung: Netto-Null beim Flächenverbrauch und Verzicht auf Kies- und Torfabbau im Altdorfer Wald

Die BUND-Gruppen der Region Bodensee-Oberschwaben fordern die Städte und Gemeinden der Region auf, die Netto-Null beim Flächenverbrauch bis 2035 über die Flächennutzungspläne sicherzustellen. Dieses Ziel ist im Koalitionsvertrag Baden-Württemberg festgelegt. Die Pläne müssen neben Bauflächen auch Flächen für die Nachverdichtung, für den Rückbau und die Entsiegelung oder Doppelnutzung ausweisen.

Sonntag, 14. April 2024

Erschreckende Zahlen zum Flächenfraß alleine in Bayern: 5000 Quadratkilometer Agrarfläche seit 1980 verloren

hier  Zeit 14. April 2024, Quelle: dpa Bayern

Bayern hat in weniger als 50 Jahren mindestens 5000 Quadratkilometer Felder, Wiesen und Weiden verloren. 1980 belief sich die landwirtschaftliche Fläche in Bayern demnach noch auf knapp 37 600 Quadratkilometer, 2022 waren es dann noch 32 500, wie ein Vergleich der «Flächenerhebungen nach Art der tatsächlichen Nutzung» des Statistischen Landesamts aus mehreren Jahrzehnten zeigt.

Donnerstag, 7. März 2024

Kretschmann: Keine Mittel im Kampf gegen Flächenfraß

Ja das war wohl zu erwarten - die Politik hat aufgegeben bevor sie`s überhaupt richtig versucht hat.
Warum gehen da die Bauern nicht auf die Barrikaden?

Zeit hier

5. März 2024, Quelle: dpa Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sieht keine Chance für eine zeitnahe Reduzierung des Flächenverbrauchs im Südwesten - obwohl Grüne und CDU sich dazu im Koalitionsvertrag eigentlich verpflichtet haben. Er habe die Instrumente nicht, um die gesetzten Ziele zügig zu erreichen, räumte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart ein. Er begründete den Verzug auch mit den gegenwärtigen Krisen. Viele dringliche Sachen würden dazu führen, dass man andere wichtige Sachen hinten anstelle. Zudem gebe es Zielkonflikte: So brauche es weiterhin Flächen, um Wohnungen zu bauen oder um Industrie anzusiedeln.

Dienstag, 5. März 2024

Volksantrag "Ländle leben lassen" hat 51.000 Unterschriften gesammelt

BÜNDIS ÜBERREICHT ÜBER 51.000 UNTERSCHRIFTENFORMULARE AN DEN LANDTAG  

Endlich ist es soweit: Das Bündnis überreicht die über 51.000 gesammelten Unterschriftenformulare am 1. März dem Landtag. Landtagspräsidentin Muhterem Aras wird die Unterschriften in Empfang nehmen. Da das Quorum von knapp 40.000 Unterschriften mehr als erreicht ist, muss der Landtag über den Volksantrag beraten und die Initiatoren anhören. Das Bündnis wird weiterhin hartnäckig bleiben, damit endlich wirksame Maßnahmen gegen den Flächenfraß in Baden-Württemberg ergriffen werden.  

Verbände bedankten sich bereits bei den Naturschutztagen im Januar

Bei den Naturschutztagen am Bodensee bedankten sich die Verbände bei allen Helferinnen und Helfern, die sich beim Volksantrag „Ländle leben lassen“ engagiert hatten. Mit mehr als 50.000 Unterschriften wurde das Quorum erreicht. Die Unterschriften sollen im Februar an den Landtag übergeben werden.

Aktionsfoto an den Naturschutztagen. - Foto: NABU_fm-foto

Aktionsfoto an den Naturschutztagen. - Foto: NABU_fm-foto

Bitte nicht schon wieder: FLÄCHENFRASS-PARAGRAPH 2.0 - DER § 246e BauGB

2 Dinge fallen mir spontan ein: wurde der §13b nicht deshalb gekippt, weil er mit Europäischem Recht unvereinbar war? Wieso sollte das jetzt beim § 246e anders sein? Oder wird er auch einfach mal in Kraft gesetzt, bis die Rechtsprechung dann in ein paar Jahren reagieren kann?
Und dann eine Nachricht aus verlorenen geglaubten Zeiten: Eine Zusammenarbeit zwischen Landesbauernverband und Landesnaturschutzverband wird fortgeführt - der reine Wahnsinn!

Ländle- Newsletter 6  hier | 26.02.2024   

Liebe Landwirt*innen Naturschützer*innen, engagierte Bürger*innen,  unter Missachtung bisheriger Planungsabläufe, demokratischer Beteiligungsprozesse und des kommunalen Initiativrechts soll der gesamte Außenbereich potenzielles Bauland für den Geschosswohnungsbau werden. 

In den nächsten Jahren könnten in den Städten, aber auch im Umland und in ländlichen Regionen größere Wohnungsbauvorhaben unter Umgehung bauplanungsrechtlicher Regelungen und kommunaler Satzungen genehmigt werden. 

Der neue Absatz e) soll – befristet bis Ende 2026 – Ausnahmeregelungen für den Bau von Wohngebäuden ab sechs Wohnungen schaffen. Grundlegende Regelungen des Planungsrechts werden dabei im Sinne der Beschleunigung außer Kraft gesetzt, etwa die Umweltverträglichkeitsprüfung und die Öffentlichkeitsbeteiligung. 

Ziel: Trabantenstädte?  Klingt wie der bisherige § 13b. 

er Verzicht auf eine Prüfung, ob Interessen gut abgewogen sind und ob das Gemeinwohl berücksichtigt ist, war und ist keine besonders gute Idee.  Die Gemeinden wollen sich in ihrem Siedlungsbereich entwickeln, allein: es fehlen die Instrumente zur Thematik des Baulückenschlusses, der Brachflächenaktivierung und der Innenentwicklung.  

Wie wäre es, die Innenentwicklung endlich zur Regel zu machen? „Innen first, außen second!“

Es wäre Zeit, dass das auch in der gebauten Realität ankommt. Wie Studien gezeigt haben, liegen hier Potenziale zur Schaffung mehrerer 100.000 Wohnungen in Baden-Württemberg. 
Die Bereitstellung von ausreichendem Wohnraum ist unverzichtbar. Allerdings muss vermieden werden, dass weiterhin v.a. am Siedlungsrand bzw. im Außenbereich gebaut wird und die Innenentwicklung, das heißt das tatsächliche Wohnungspotenzial des Innenbereichs nur nachrangige Berücksichtigung findet.   

Der Umgang mit dem § 13b BauGB hat deutlich gezeigt: Dafür, wofür dieser Paragraph verwendet worden ist, wurde er nicht gemacht. Durch eine Fortführung der bisherigen Baulandpolitik mit erleichtertem Zugriff auf Siedlungsrand und Außenbereich droht nicht nur den landwirtschaftlichen Betrieben, dass noch schneller und noch mehr Fläche in Anspruch genommen wird. 

Dass Bauern und Naturschützer protestieren liegt nahe. Aber auch Architekten, Wissenschaftler und  Raumplaner sehen die Planungsqualität und eine geordnete Raumentwicklung gefährdet. Und selbst die vermeintlich Begünstigten dieser Regelung wie der Mieterbund und die Kommunalen Spitzenverbände lehnen den Paragraphen ab.  Gerade mit der Priorisierung der Außenentwicklung tragen solche Vorschriften zur weiteren Flächeninanspruchnahme bei. 

Experten halten es für zweifelhaft, ob solche Regelungen überhaupt die erhebliche Hebelwirkung für das Ankurbeln des Wohnungsbaus haben können. Zu Recht fordert auch die Bundesarchitektenkammer: „Wir brauchen kompakte Siedlungen mit einer effektiven Infrastruktur, wir können … nicht die Ränder unserer Siedlungen einem zerstörerischen Wildwuchs preisgeben – wider jede Baukultur!“  Seien Sie sicher, wir, das Bündnis des Volksantrags Ländle leben lassen, werden weiterhin Alles tun, um sich gegen diesen Paragraphen zu wehren. Wir setzen uns weiterhin für den Schutz der Natur- und Landwirtschaftsflächen ein. 

Rückenwind in dieser Debatte bringt uns hoffentlich die Übergabe der gesammelten Unterschriften an den Landtag, welche am 1. März stattfindet. Infos hierzu und zu weiteren Themen finden Sie in diesem Newsletter.   

Ihr Michael Schulz,  Kommunalreferent Landesbauernverband in Baden-Württemberg e. V.  

Ihre Ingrid Hagenbruch, 1. Vorsitzende Bundesbündnis Bodenschutz e.V.   

Ihr Dr. Gerhard Bronner, Vorsitzender Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V.

Mittwoch, 13. Dezember 2023

Sehr fragwürdig: Der Bundestag hat eine „Reparaturvorschrift“ für den rechtswidrigen Baurechtsparagrafen 13b erlassen

"Nichts dazu gelernt?" kann man sich fragen angesichts des neuen Paragraphen. Wie kommt denn so etwas jetzt zustande im Baugesetzbuch? Wer hat das bestimmt?
Ravensburg lässt vorsichtshalber die Finger davon, Wangen und Weingarten wollen es wieder versuchen und Langenargen rollt ein Regelverfahren auf, über ein an sich geschütztes Biotop mit Streuobstbestand.

Schwäbische Zeitung hier  11.12.2023

„Ersatzparagraf  215a“ Zu heiß gestrickt:
Ravensburg will 13b in neuem Gewand nicht anwenden

Der Bundestag hat eine „Reparaturvorschrift“ für den rechtswidrigen Baurechtsparagrafen 13b erlassen. Warum Ravensburg die Finger davon lässt.

Dienstag, 28. November 2023

Architekt: "Wir müssen neuen Wohnraum in Einfamilienhäusern schaffen"

Erst kürzlich hatte Bundeskanzler Scholz neue Baugebiete auf der grünen Wiese gefordert
hier  Scholz: Neue Stadtteile "wie in 70er Jahren", wobei man sich angesichts des geforderten Flächenfraßes verwundert die Augen reiben konnte.
Wo man natürlich vorbehaltslos zustimmen kann ist seine Aussage: 
"Es sind nicht die richtigen Wohnungen geplant worden", kritisierte Scholz und verwies darauf, dass viel zu viele hochpreisige Wohnungen gebaut worden seien.

Trotzdem: Die Lösungen der heutigen Krisen kann nicht in einem ignoranten "Weiter so" liegen. Bestehende Probleme werden nicht durch "noch einmal viel mehr von demselben" gelöst.
So werden bestehenden Krisen lediglich weiter zugespitzt ...

Eine wirkliche Lösung besteht in vielen mühsamen kleinen Schritten,  die bestehenden Probleme müssen gelöst werden, siehe unten.


Standard hier  Interview  Jakob Pallinger  21. November 2023

Millionen Einfamilienhäuser in Deutschland und Österreich könnten besser genutzt werden, sagt der Architekt Andreas Hild. Das würde auch bei der Energiewende helfen

Viele Menschen fühlen sich mit ihrem Haus überfordert, sagt Hild. Durch eine Aufteilung und Vermietung des Wohnraums könnten Besitzerinnen und Besitzer künftig anstehende Sanierungen finanzieren.

Dienstag, 7. November 2023

Die Rote Karte für grobes Foulspiel ist angebracht !

 


Die AG Rote Klimakarte der P4F Germany fordert einen sofortigen Stopp des Neu- und Ausbaus von Fernstraßen und die Überprüfung und Neuausrichtung des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2030 im Einklang mit den Klima- und Naturschutzzielen.
Macht mit, kontaktiert JETZT die SPD-Bundestagsabgeordneten in Eurem Umkreis und fordert sie auf, dem aktuellen BVWP im Zuge der laufenden Bedarfsplanüberprüfung die Rote Klimakarte zu zeigen!

Im Newsletter #24 (Februar 2023) wurde bereits über die neue Rote Klimakarte (RKK) zum BVWP und über die grundlegende Problematik dieses Plans berichtet.
Die RKK wird von Greenpeace und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) offiziell unterstützt und die AG Rote Klimakarte arbeitet zu dieser Thematik mit vielen großen Umweltverbänden und -initiativen zusammen.

Im September hat die AG eine neue Mitmach-Aktion gestartet, bei der alle 206 Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion in ihren Wahlkreisen kontaktiert werden sollen. Dafür gibt es einen Infopost, eine Mustermail und eine Tabelle mit den Wahlkreis-Kontaktdaten aller SPDMdB (Mitglieder des Bundestags).

Ziel der Aktion ist, bis zum SPD-Parteitag (8. bis 10. Dezember 2023 in Berlin) alle 206 SPD-MdB in ihrem Wahlkreis anzuschreiben. 

Sonntag, 5. November 2023

Das Einfamilienhaus und seine Zukunft stehen im Fokus von Planern

Schwäbische Zeitung am 3.11.23 Von Susanne Kupke

Trautes Heim im Wandel

Einfamilienhäuser sind die bevorzugte Wohnform im Südwesten. Sie sind wegen ihres Flächenverbrauchs umstritten. Doch sie können auch eine stille Reserve für Nachverdichtung sein. 

Der Traum vom Häuschen im Grünen einerseits, immer weniger Platz andererseits: Einfamilienhäuser sind beliebt, gelten wegen ihres hohen Verbrauchs an Fläche und Energie perspektivisch aber eher als Auslaufmodell. Statt die vor allem seit den 1960er-Jahren entstandenen Siedlungen als Problem zu sehen, betrachten Bau-planer in Zeiten von Klimawandel und Wohnungsnot sie nun durchaus als Chance. Sie haben Eigenheime als stille Reserve im Blick. Es gibt viele Ideen. Aber auch viel zu tun.

Donnerstag, 26. Oktober 2023

Volksantrag zu Flächenverbrauch: 41.000 Unterschriften, das sind genug!

NTV hier 23.10.2023, Quelle: dpa

Baden-Württemberg

 Die Initiatoren des Volksantrags für eine gesetzliche Obergrenze beim Flächenverbrauch sind ihrem Ziel ein Stück näher gekommen. Der Antrag "Ländle leben lassen" sei von mehr als 41.000 Menschen unterzeichnet worden, teilte ein Bündnis von Umwelt-, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbänden am Montag in Stuttgart mit. Die noch bis April kommenden Jahres laufende Sammelfrist werde nicht ausgeschöpft.

Insgesamt werden 40.000 Unterzeichnende benötigt, damit der Landtag über den Volksantrag berät und die Initiatoren anhört. Doch bis dahin dauert es noch. In einem weiteren Schritt muss nun geprüft werden, ob die Unterzeichner wahlberechtigt sind, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und seit mindestens drei Monaten den Hauptwohnsitz im Südwesten haben.

Grüne und CDU wollen bis 2035 die Netto-Null beim Verbrauch von neuen Flächen erreichen. Für eine Übergangszeit soll ein maximaler Verbrauch von 2,5 Hektar pro Tag ausgegeben werden. Einem Bündnis von über 20 Verbänden unter Federführung vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), dem Landesnaturschutzverband (LNV), dem Landesbauernverband (LBV) und dem Badischen Landwirtschaftlichen Hauptverband (BLHV) reicht das von der Politik selbst gesteckt Ziel aber nicht aus. In den letzten Jahren seien durchschnittlich zwischen fünf bis sechs Hektar unbebauter Natur in Siedlungs- und Verkehrsflächen umgewandelt worden - Tendenz steigend, so die Initiatoren des Volksantrags.

Neben den gesetzlich verankerten Obergrenzen fordern die Verbände auch einen besseren Schutz für fruchtbare Böden. Außerdem müssten Gewerbebrachen, Leerstände und Baulücken genutzt werden, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Die Einsamkeit der Einfamilienhaussiedlungen

Wie beeinflußt  unser Wohnverhalten unser Leben? Und warum halten wir an alten Konzepten fest, obwohl wir es besser wissen? Es ist halt ziemlich aufwendig, diesen Weg zu beschreiten. Doch sinnvoll ist er allemal...

Standard hier Reportage von Bernadette Redl  14. Oktober 2023

Einfamilienhaussieldungen sind ein Konzept von vorgestern. Viele stehen halb leer und überfordern ihre alternden Bewohner. Ein Besuch in Mistelbach

Es gab eine Zeit, da war das Haus von Irmgard Opitz voller Leben. Zehn Kinder aus der Nachbarschaft planschten gleichzeitig in ihrem Schwimmbecken, sie veranstaltete Kräuterworkshops und Ad­ventfeiern, oder es kamen einfach ein paar Freundinnen vorbei, um gemeinsam in die Sauna zu gehen. "Das waren schöne Momente. Wie schön, das wird einem erst klar, wenn sie vorbei sind", sagt die 83-Jährige heute. Sie sitzt am Esstisch in ihrem Haus in Mistelbach. Auf einer Fensterbank stehen getrocknete Blütenköpfe, nach Farben einsortiert in Rex-Gläsern. Der Garten, die Blumen und Kräuter – das war Irmgard Opitz’ große Freude. Und die vielen Menschen, die dadurch in ihr Haus kamen.

Heute ist das anders. Ihre Familie besucht sie nicht mehr so oft. Ihre Kinder hätten sich ihr eigenes Leben aufgebaut, erzählt sie. "Und meine Freundinnen hatten alle irgendwann ihre eigene Sauna."

Es ist eine Geschichte, die bezeichnender nicht sein könnte für das Leben im Einfamilienhaus. Jeder hat sein eigenes Reich. Auf den Spielplatz oder ins Freibad geht kaum noch jemand, weil jeder im Garten eine Rutsche, ein Trampolin oder einen Pool hat. Auch das Haus von Irmgard Opitz steht in einer klassischen Einfamilienhaussiedlung, wie es unzählige in Österreich gibt. Die Häuser "Am Stadtwald", wie die Siedlung heißt, stammen aus den 1970er- bis 1990er-Jahren, die meisten werden von einer oder zwei Personen bewohnt, ein Großteil der Zimmer steht leer, denn die Kinder sind längst ausgezogen.

Das Konzept stammt aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Lagen Wohnungen davor direkt neben Geschäften und Dienstleistern, zentral im Ortskern, wurden ab dann Siedlungen immer weiter außerhalb erschlossen – das Auto als Nonplusultra machte den Traum vom Wohnen im Grünen möglich. Damals begann die Zersiedelung. Die Folge: Noch heute sind viele vom Auto abhängig, und Ortskerne sterben aus.