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Montag, 28. September 2026

Habeck bei Miosga macht die soziale Frage zum Kern der Krise

Robert Habeck

Warum die Idee, jetzt eine neue Partei zu gründen Unsinn ist, die Hoffnung dahinter uns aber fordert, darüber nachzudenken, wie wir den demokratischen Konsens der Mitte wiederherstellen können - gestern bei Caren Miosga.

Zur ganzen Sendung: https://lnkd.in/diuD_nki


Rene Engel  hier

Habeck hat freilich absolut Recht -
aus verschiedensten Richtungen haben Leute Friedrich Merz als Projektionsfläche verwendet, als die er nie getaugt hat

Donnerstag, 10. September 2026

Batteriespeicher Brunsbüttel: Wo der Reaktor stand, entsteht der Speicher

 Martin Jendrischik  10.9.26

Manager Claus Wattendrup hat heute einen Satz geschrieben, den man von Konzernmanagern selten liest: "Heute ist einer der stolzesten Tage meines Berufslebens."

Der Anlass: Vattenfall hat die finale Investitionsentscheidung für einen Batteriespeicher auf dem Gelände des Kernkraftwerks Brunsbüttel getroffen. 

Sonntag, 6. September 2026

Solarer Kipppunkt: 64 Länder decken über die Hälfte ihres Stroms mit Wind, Wasser und Sonne

 

hier Claenthinking  3.9.26
VON MARTIN JENDRISCHIK 

Solarer Kipppunkt: 64 Länder decken über die Hälfte ihres Stroms mit Wind, Wasser und Sonne

Albanien, Bhutan, Nepal, Island und Lesotho erzeugten 2025 ihren gesamten Strom aus Wind, Wasser und Sonne, 14 Länder kamen auf mindestens 95 Prozent. 

Das zeigt eine aktualisierte Tabelle von Mark Jacobson (Stanford). Für Forscher ist das der Beleg für einen solaren Kipppunkt, einen positiven.

Samstag, 5. September 2026

Rekordereignis El Niño kommt 2026/2027: "Es wird was passieren. Wir wissen nicht, was passieren wird."

Martin Jendrischik

Die Weltwetterorganisation hat sich in ihrer 50-jährigen Geschichte noch nie so eindeutig festgelegt wie heute Vormittag in Genf: 

Ein sehr starker El Niño kommt, und er bleibt bis mindestens Februar 2027.

 Die Wahrscheinlichkeit dafür beziffert die WMO mit nahezu 100 Prozent. Ein Zurück gibt es nicht mehr.

Montag, 31. August 2026

ARD-Sommerinterview: an Klimaignoranz nicht zu übertreffen

Martin Jendrischik / LinkedIn

Minutenlang wird der Bundeskanzler im ARD-Sommerinterview zu hohen Energiepreisen befragt. 

Ein Wort fällt dabei kein einziges Mal: Batteriespeicher.

Die Antwort von Friedrich Merz in Kürze: Der Atomausstieg habe das Angebot verknappt, die Weltmarktpreise für Öl und Gas könne Deutschland nicht beeinflussen, also baue man Gaskraftwerke und versuche, den Iran-Konflikt zu lösen. Mehr könne man nicht tun.

Mittwoch, 26. August 2026

Ein Wolkenkuckucksheim für Atomiker

Martin Jendrischik

Man fragt sich wirklich mittlerweile, warum veröffentlicht die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Beitrag über eine Studie eines ziemlich unbekannten Vereins, die noch dazu beim kurzen Hinsehen als fachlich unfundiert beschrieben werden muss. 

Konkret: Die Studie wirkt wie ein Wolkenkuckucksheim für Atomiker. 

Die Systemstudie kennt kein Szenario, das Reiche recht gibt - „Deshalb ist die Bremsbewegung auf Bundesebene wirklich unerklärlich"

Martin Jendrischik / LinkedIn

Der Chef des weltgrößten Netzausrüsters widerspricht der Ministerin. Öffentlich. Mit Zahlen

"Wir haben noch nicht mal das gebaut, was wir uns in Deutschland vor Jahren vorgenommen haben. Jetzt zu sagen, wir brauchen weniger, ist der falsche Weg", sagt Andreas Schierenbeck, CEO von Hitachi Energy, dem Handelsblatt.

Dienstag, 25. August 2026

Windkraft Baden-Württemberg: Ein Stromrebell gegen den Staatswald

Martin Jendrischik / LinkedIn 02. 08.2026  hier

Sein Vater war Landarzt. Nach Tschernobyl kaufte die Familie mit ein paar hundert Nachbarn das Stromnetz ihrer Gemeinde.

 Heute sitzt Alexander Sladek im Vorstand der EWS Schönau, der größten Energiegenossenschaft Baden-Württembergs. Und er kämpft gegen einen Gegner, den seine Eltern nicht auf dem Zettel hatten: den eigenen Staat.

Sonntag, 23. August 2026

Batterien sind in diesem Jahrzehnt zu einer der wichtigsten Zukunftstechnologien überhaupt geworden

Martin Jendrischik

250 Megawatt Leistung. Rund 500 Megawattstunden Kapazität. Sechs Monate Bauzeit.

 Am 13. August hat Münch Energie bei Leuna/Krumpa im Saalekreis den größten derzeit in Betrieb befindlichen Batteriespeicherverbund Deutschlands eingeweiht, unweit von Merseburg und dem Chemiepark Leuna. Ministerpräsident Sven Schulze war dabei. 

Fünf Teilanlagen, eigene Umspannwerke mit 300 Megavoltampere Anschlussleistung, vollständig privatwirtschaftlich finanziert, ohne staatliche Förderung. Der Ausbau auf 800 Megawattstunden soll noch 2026 folgen.

Mittwoch, 12. August 2026

Das Muster der "fossilen Panik": Wenn im eigenen Interview die Eingangsbehauptung widerlegt wird

Fast schon lustig ist die Wortwahl des Evonik-Chefs wenn im Zusammenhang der Energiewende-Maßnahmen von "verbranntem Geld" die Rede ist.....

Cleanthinking hier   MARTIN JENDRISCHIK  18.7.26

Hat die Energiewende nichts gebracht? 

Kullmanns Rechnung kippt: 1.000 Milliarden Euro verbrannt, so rechnet Evonik-Chef Christian Kullmann. Hat die Energiewende nichts gebracht? Sein eigenes Interview liefert die Gegenargumente, die Daten des ersten Halbjahrs 2026 auch.

Montag, 10. August 2026

Neuer Verkehrsminister Bilger: "Am Wetter können wir nichts ändern"

Der Begriff "Wetter" mutiert zum neuesten Kampf-Narrativ der CDU - Hauptsache man muss den Begriff  Klimawandel nicht in den Mund nehmen! Und damit - womöglich - auch noch den Grünen einen Punkt überlassen, siehe Wiebke Winter ganz am Ende. 
Lieber Nebelkerzen zünden....
Wenigstens solange das halt noch funktioniert - und dann?  

Wer will schon so weit vor raus denken, das ist ganz schön anstrengend! Und dann auch noch die vielen Fakten und Hintergründe bedenken..... Lieber ganz schnell irgendwas machen, was für die Bevölkerung nach Lösung aussehen könnte - Wählerstimmen sichern halt. Geld spielt bekanntlich keine Rolle.
Also sorry: Ich fühle mich bei Herrn Bilger  nicht in guten Händen aufgehoben...


Ferhat Kacmaz /SPIEGEL-Bestseller-Autor  / LinkedIn

Der Rhein steht am Pegel Kaub bei 17 bis 19 Zentimetern – unter dem bisherigen Rekordtief von 2018. 

Das klingt nach Wetterbericht, ist aber Industriepolitik

Frachter fahren mit rund einem Fünftel ihrer Ladung, die Kosten pro transportierter Tonne haben sich verdrei- bis vervierfacht, und Chemie, Stahl und Kraftwerke bekommen ihre Rohstoffe nur noch tröpfchenweise. 

Deutschland debattiert über KI, Rechenzentren und Standortqualität – und scheitert währenddessen an einer Fahrrinne, deren Vertiefung am Mittelrhein seit 2018 angekündigt ist. (Anmerkung: ob das die tatsächliche Lösung sein könnte siehe unten) Ausweichen auf Bahn oder Lkw funktioniert nicht, weil dort die Kapazität ebenfalls fehlt. Wer Infrastruktur als Kostenposten behandelt statt als Produktionsfaktor, bekommt die Rechnung eben nicht im Haushalt, sondern in der Fabrik.