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Freitag, 2. August 2024

Hitze ist in der Schweiz eine viel grössere Gefahr als Murgänge

Die Schweizer Klimaseniorinnen lassen grüßen!

Auch der Autor in der NZZ, einem sehr konservativen Blatt, kommt zum Ergebnis, dass bislang zu wenig getan wird gegen die Hitze, die insbesondere ältere (und laut anderen Artikeln auch ganz junge) Menschen bedroht. Hier scheint tatsächlich ein wichtiger Handlungsansatz der Anpassung zu liegen. Sein Gesamt-Ansatz scheint vernünftig zu sein. 

Es stimmt natürlich: es gab viele Unwetter- Einzelereignisse in diesem Jahr, das noch lange nicht zu Ende geht. Aber irgendwann muss man sich auch fragen: Ab wie vielen Einzelereignissen kann man von einem Trend ausgehen? Und vor allem: wird es denn bei eben dieser Quote bleiben? Ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass mit absehbar zunehmendem Temperaturanstieg auch die Unwetter-Quote ansteigt?

Und damit hat man erst die Anpassung bedacht - noch viel wichtiger wäre es doch, jetzt sofort gewichtige Klimaschutzmaßnahmen einzuführen, um die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten? Also wären wir wieder beim wegweisenden Straßburger Urteil der Klimaseniorinnen gelandet.


hier  NZZ 02.08.2024,Sven Titz

Hitze ist in der Schweiz eine viel grössere Gefahr als Murgänge – Naturrisiken müssen umfassend analysiert werden

Die hohen Temperaturen in Südeuropa erinnern daran, was uns künftig im Sommer auch hierzulande blühen kann.

Montag, 22. April 2024

Im Namen des Klimas ergeht folgendes Urteil

So ein toller und Mut-Macher Artikel! Unbedingt lesen!

hier Treibhauspost  20.4.24

Wir empfehlen dringend, beim Lesen dieser Ausgabe einen Sekt zu öffnen und auf alle (juristischen) Erfolge im Kampf gegen die Klimakrise anzustoßen.

#69 #Klimaklagen #EGMR-Urteil

Im Namen des Klimas ergeht folgendes Urteil

Bringen Klimaklagen im Kampf gegen die Erderhitzung den entscheidenden Durchbruch? Im Interview mit Umweltanwältin Roda Verheyen erfährst Du, warum der Weg über die Gerichte so vielversprechend ist. 

Donnerstag, 11. April 2024

Der Klimaklartext: Die Schweiz verletzt Menschenrechte und 1,5° erreicht

hier Standard  Klimaklartext

Wer gestern Morgen die Startseite des STANDARD ansteuerte, dem schlugen gleich zwei Klima-Meldungen groß entgegen. Einerseits: „Treibhausgase weltweit nach wie vor auf Rekordkurs“. Die globalen Konzentrationen der drei wichtigsten Klimagase CO2, Methan und Lachgas in der Atmosphäre sind auf einen neuen Höchststand geklettert.

Mittwoch, 10. April 2024

Klares Urteil aus Straßburg: Klimaschutz ist Menschenrecht

     hier zum Anhören NDR 

Auszug von Dr. Roda Verheyen: "Heute ist ein ganz ganz wichtiger Tag und der europäische Menschenrechtsgerichtshof hat die Türen für weitere Klagen ganz weit aufgestoßen......
Es wurde hier nicht nur ganz klar gesagt, dass es eine Verbandsklage in Richtung Menschenrechtsschutz gibt, sondern es wurde auch gesagt, dass es Klimaschutzpflichten gibt, des Staates aus der europäische Menschenrechtskonvention.....
Die europäische Menschenrechtskonvention ist einzuhalten, sowohl in der EU als auch in Deutschland, das ist unbestritten.... Das bedeutet: die Rechtsgrundsätze, die heute festgestellt worden sind, sind überall in Europa verbindlich, über die EU-Grenzen hinaus.
......waren heute 33 Staaten quasi auf der Beklagten-Bank.... es geht darum dass die richtigen Signale auch in die politischen Chefetagen gesendet werden und in die Chefetagen von Unternehmen. Die Tatsache also, dass der europäische Menschenrechtsgerichtshof heute wieder gesagt hat, dass ein schlüssiges CO2-Budget Voraussetzung ist, dass man Klima ausreichend schützen kann, das hat aus meiner Sicht auch auf privatrechtlicher Ebene Bedeutung....

Dienstag, 9. April 2024

Ganz aktuell: Ein Wegweisendes Gerichtsurteil ist heute gefällt worden - Schweiz wegen zu wenig Klimaschutz verurteilt

ZDF  09.04.2024 Quelle: AP

Wegen unzureichendem Klimaschutz hat der Europäische Menschenrechts Gerichtshof die Schweiz verurteilt. Es geht um Klimaschutz als Menschenrecht.

Zum ersten mal hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ein Land wegen zu wenig Klimaschutz verurteilt.

Donnerstag, 28. März 2024

Am 9.April ist es so weit: Die Schweiz bekommt ihr erstes «Klima-Urteil»

hier  Neue Zürcher Zeitung  Geschichte von Katharina Fontana • 27.3.24

An grossen und dramatischen Worten fehlt es nicht, wenn über die diversen Klimaklagen berichtet wird, die am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hängig sind......

Einst belächelt, nun gefeiert

Anlass ist eine Klage, welche der Verein Klimaseniorinnen 2020 gegen die Schweiz eingereicht hat. Die Frauen argumentieren, dass der Bund seine Schutzpflichten ihnen gegenüber ungenügend wahrnehme und damit ihr Recht auf Leben verletze. Hitzewellen bedeuteten gerade für ältere Frauen ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Zu Beginn wurde die Gruppe belächelt, das hat sich geändert. Inzwischen gelten die Rentnerinnen weitherum als mutige Pionierinnen, die dem Staat die Stirn bieten und ihn zu einer ehrgeizigen Klimapolitik verpflichten wollen. Sie verlangen, dass die Schweiz beim Klimaschutz ambitionierter handelt und die Treibhausgasemissionen stärker reduziert.

Freitag, 24. März 2023

Menschenrechts-Gerichtshof beurteilt historische Klimaklage

hier  SwissInfo  23. März 2023

Zum ersten Mal in seiner Geschichte wird sich der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Menschenrechte befassen. Die Klage eines Schweizer Vereins könnte einen Präzedenzfall in Europa und weltweit schaffen, sagt die Juristin Corina Heri.

Am 29. März 2023 wird die Grosse Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nicht nur einen, sondern gleich zwei klimarelevante Fälle öffentlich verhandeln. Angefangen mit "KlimaSeniorinnen" gegen die Schweiz.

Geklagt hat der in Zürich ansässige Verein "KlimaSeniorinnen" ,in dem sich vor allem "ältere Frauen" mit einem Durchschnittsalter von 73 Jahren und andere Klägerinnen zusammengeschlossen haben.

"Unabhängig von ihrem Ausgang lenken die Klage der Schweizer Seniorinnen
und damit verbundene Fälle die Aufmerksamkeit auf das sehr reale Risiko,
das der Klimawandel für die Menschenrechte darstellt."

Samstag, 21. Mai 2022

"Klimaseniorinnen" setzen die Schweizer Politik unter Druck

Süddeutsche Zeitung  17. Mai 2022  hier  Von Wolfgang Janisch und Isabel Pfaff

2000 Frauen, im Durchschnitt 73 Jahre alt, klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der Vorwurf: Die Regierung in Bern tue zu wenig, um sie vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. Ein juristisch kompliziertes, aber nicht aussichtsloses Unterfangen.

....Wydler-Wälti ist Klimaaktivistin, und gerade im Seniorenalter bringt das gewisse Herausforderungen mit sich. Neben ihrem Gewichtsverlust berichtet Wydler-Wälti auch von Rücken- und Schulterschmerzen. Die bekommen viele ihrer Mitstreiterinnen regelmäßig, wenn sie auf Demos zu lange die Transparente hochhalten. "Und wir sind kleiner als die meisten Männer, keiner sieht uns mit unseren Plakaten."

"Wir klagen für unsere Gesundheit, aber wenn wir gewinnen, gewinnen alle."

Dabei sind es genau diese Eigenschaften, die Tatsache, dass sie eine Frau ist und ein gewisses Alter erreicht hat, die Rosmarie Wydler-Wälti zu einer der derzeit aussichtsreichsten Kämpferinnen gegen die Klimakrise gemacht haben - und zu einer der Frauen, die die staatlichen Institutionen ihres Landes das Fürchten lehren könnten

Dienstag, 10. Mai 2022

Die Uno-Hochkommissarin für Menschenrechte schaltet sich ein

Bezug: der vor einigen Tagen veröffentlichte Post hier beschäftigt sich mit demselben Thema

Neue Züricher Zeitung  hier  Angelika Hardegger

Schweizer Klimajustizfall

Ein Verein von Seniorinnen prozessiert gegen die Schweiz vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Der Klimaschutz sei zu lasch, lautet der Vorwurf. Nun erhalten die Seniorinnen Unterstützung von höchster Stelle.

Der Fall liegt vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR), und er könnte gross werden. Eine Gruppe älterer Frauen wirft dem Bund vor, er unternehme zu wenig, um den Klimawandel einzudämmen. Das verletze die Menschenrechte von älteren Frauen. Der Vorwurf ist happig, die internationale Aufmerksamkeit gross. Nun mischt sich die oberste Menschenrechtswächterin der Vereinten Nationen ein.

Michelle Bachelet, Hochkommissarin für Menschenrechte, hat beim Gericht in Strassburg eine sogenannte Drittintervention eingereicht. Darin animiert sie den Europäischen Gerichtshof, im Fall der Klimaseniorinnen ein Urteil zu sprechen.

Der Fall biete dem Gericht eine «passende Gelegenheit», den sich abzeichnenden Konsens zu berücksichtigen, dass «die drastischen Auswirkungen des Klimawandels justiziabel sind – ja justiziabel sein müssen», schreibt die Hochkommissarin. Wenn der Gerichtshof in diesem Fall den Anwendungsbereich der Menschenrechtskonvention kläre, mache er «einen zentralen Schritt», um die Menschenrechte in dieser «Ära der Klimakrise» zu sichern.

Dienstag, 3. Mai 2022

"Klimaseniorinnen gegen die Schweiz"

 Neue Züricher Zeitung  hier  Angelika Hardegger

«Das erste ‹Klima-Urteil› des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte»

Pensionierte Frauen verklagen die Schweiz in Strassburg, weil sie zu wenig für Klimaschutz mache. Jetzt erhält die Klage zusätzliches Gewicht – ein Völkerrechtler ordnet ein.

Johannes Reich, Sie lehren Umweltvölkerrecht an der Universität Zürich und verfolgen die Klage der Klimaseniorinnen seit langem. Nun hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Klage an die Grosse Kammer verwiesen. Was bedeutet das?