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Sonntag, 26. April 2026

Agroforstwirtschaft als wichtige Maßnahme!

Wilhelm Klümper / LinkedIn

Was bedeutet das Klimaschutzprogramm für Landwirtschaft und Landnutzung? Diese Frage durften Christine Chemnitz, Harald Grethe und ich in der Agrarzeitung diskutieren. 

Für uns ist das Programm nicht das Ende, sondern erst der Beginn vieler weiterer Diskussionen zur konkreten Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen in der Landwirtschaft in den kommenden Jahren. Lasst uns diese Debatten gemeinsam konstruktiv führen. Als Agora Agrar sind wir gerne dabei. 


Agrarzeitung  hier Christine Chemnitz, Harald Grethe und Wilhelm Klümper   17. April 2026

Thema der Woche: Agora Agrar analysiert Klimaschutzprogramm

Landwirtschaft kann Klimaschutz

Noch zu wenig konkret und umsetzungsorientiert: Bundesumweltminister Carsten Schneider präsentiert das Klimaschutzprogramm 2026 Ende März in Berlin.

Der Berliner Thinktank Agora Agrar kommentiert für die az das Klimaschutzprogramm der Bundesregierung.

Mittwoch, 16. Juli 2025

Agroforstwirtschaft praktisch umgesetzt

Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V.Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF) e.V.

Aprikosenernte im Südlichen-Anhalt  

Im Projekt MODEMA haben wir unseren Projektbetrieb Dr. Eicke Zschoche besucht. Eicke Zschoche ist Agroforst-Pionier und DeFAF-Botschafter, denn er hat bereits vor vielen Jahren mit der Anlage erster Agroforstflächen begonnen als Zitat: "es Agroforstsysteme in den Behörden noch gar nicht gab". 

Seit dem Dürrejahr 2018 finden im Betrieb Zschoche gezielt Veränderungen statt, um die Fruchtbarkeit und Wasserhaltefähigkeit des Bodens zu erhalten.

So erprobt er auch mit Erfolgen die Direktsaat von Bäumen und zahlreiche Obstsorten, unter anderem mehr als 150 Aprikosenbäume, die aktuell geerntet werden. Wir staunten über die Vielzahl an Insekten, Wildbienenarten, Schmetterlingen und Vögeln in den Baumstreifen. Fröhlich erschreckt wurden wir von einem laut auffliegenden Fasan. 

Die Förderung des AGROFORST NETZWERK erfolgt aus Mitteln des Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“.

Samstag, 7. Juni 2025

Unser Nachbarland Frankreich macht es vor: ein „Heckenpakt“ fördert 50.000 Kilometer neue Hecken bis zum Jahr 2030

Doch ganz ohne Förderung sind wir auch nicht siehe hier

hier Frankfurter Rundschau 05.06.2025 Die Kolumne „Gastwirtschaft“ von Christoph Bautz.

Wie Hecken unser Essen sicherer machen

Hecken, Büsche und Bäume machen unsere Landwirtschaft robuster  – und federn auch die Preisexplosion beim Einkauf ab. 

Schon im April war es deutlich zu sehen: Uns geht das Wasser aus. Eine krasse Dürre machte bereits vor dem Sommer klar, dass in der Klimakrise auch die Ernten immer unberechenbarer werden. Die Folgen sind existentiell: Schon heute steigen die Preise für Brot, Obst und Gemüse, weil Felder vertrocknen oder bei Starkregen im Schlamm versinken. Die Klimakrise trifft nicht nur die Landwirtinnen und Landwirte – sie kommt bei uns allen direkt auf dem Teller an.

Dienstag, 22. Oktober 2024

Agroforstflächen brauchen mehr Aufmerksamkeit

hier  Zeit 22. Oktober 2024, Quelle: dpa Thüringen

Naturschutz: Was Bäume auf Feldern mit Klimaschutz zu tun haben

Landwirte setzen nach Einschätzung eines Experten vermehrt auf Bäume auf ihren Ackerflächen.
«Man merkt, dass ein Umdenken stattfindet. Durch die zunehmenden Klimaänderungen steigt der Druck, etwas zu tun, weil der Ertrag abnimmt», sagte der Forstwissenschaftler und Chef des Deutschen Fachverbands für Agroforstwissenschaft, Christian Böhm, in Weimar. Die Gehölze sorgten unter anderem für Windschutz und verhinderten Bodenerosion. Auch die Biodiversität werde gefördert. 

Montag, 6. Mai 2024

Agroforstwirtschaft als Mittel gegen den Klimawandel

ZDF hier  04.05.2024 Das Gespräch führte Peter Scholl.

Agroforstwirtschaft im Fokus: Ideen gegen Klimawandel für Landwirte gefragt

Bild links: Agroforst in Frankreich

Europa ist laut Europäischer Umweltagentur (EEA) der Kontinent, der sich durch den Klimawandel am schnellsten erwärmt. Es drohen Dürren und Ernteausfälle. Neue Ideen sind gefragt.

Samstag, 22. Juli 2023

Vorsprung durch Bäume

 Das Gute zum Wochenende  von Christian Dezer  22.07.2023   ZDFheute Good News

Hitze, Dürre, Trockenheit: Europa stöhnt und staubt, egal wohin man schaut. Ernten, Wälder und Grundwasserreserven sind in Gefahr. Die gute Nachricht ist: Es gibt wirksame Lösungen - sogar für die trockensten Äcker.

Hilfe für die Natur könnte von der Agroforstwirtschaft kommen. Kurz gesagt: Man pflanzt Bäume auf die Felder, die dort zu wahren Wunderwaffen im Kampf gegen den Klimawandel werden: Sie spenden Schatten, kühlen die Umgebungsluft und holen Wasser aus tieferen Bodenschichten.

Durch den Schatten der Bäume haben die Nutzpflanzen weniger Hitzestress, die Böden trocknen langsamer aus. Untersuchungen zeigen, dass die Verdunstung auf Agroforst-Ackerflächen um bis zu 25 Prozent niedriger liegt als auf benachbarten Flächen ohne Baumbestand. Auch die Winde und Verwirbelungen gehen um bis zu 90 Prozent zurück.

Mittwoch, 21. September 2022

Wie bezahlt man Streuobst fair?

Was verlieren wir hier im Ländle, indem wir diese Taktiken zulassen? Es ist nicht viel was man bezahlen muss, aber die Landschaftspfleger mit ihren Streuobstbäumen müssen doch nicht auch noch eine  wenig sinnreiche Zertifizierung aus eigener Tasche bezahlen? Sie tun wahrhaftig schon genug für unsere wunderbare Kulturlandschaft! Hier wäre es tatsächlich angebracht, dass das Land einspringt. Denn schließlich fiel mit dem Brennrecht eine deutliche Stütze des Streuobstbaus. 

16.09.2022  hier im Südkurier

Herr Bannier, die Preise für Äpfel sind im Keller. Streuobstwiesenbesitzer legen drauf. Sie vermarkten in Nordrhein-Westfalen Streuobst und zahlen Ihren Lieferanten ein Mehrfaches der am Bodensee üblichen Preise. Wie gelingt Ihnen das?



Donnerstag, 8. September 2022

Agroforstwirtschaft soll den Ertrag steigern und die Umwelt schützen

 Arte  hier

FUTUREMAG auf Deutsch - ARTE   www.futuremag.de

Kann man moderne Landwirtschaft und Naturschutz in Einklang bringen?

Vielleicht gelingt dies mit der Agroforstwirtschaft, einer Jahrhunderte alten landwirtschaftlichen Praxis.

Die Kombination erweist sich als sehr positiv für die Umwelt, und Landwirte stellten Ertragssteigerungen fest.

Vielleicht könnten Agroforstsysteme sogar zum Zukunftsmodell von Brasilien werden, wo die Abholzung des Regenwaldes erhebliche Schäden anrichtet. Twitter : http://twitter.com/FUTUREMAGde Facebook : http://www.facebook.com/futuremag.arte

Infos zu Agroforst in Deutschland
hier    Der Deutsche Fachverband für Agroforstwirtschaft (DeFAF)
hier   Agroforst.de
hier   Bundesinformationszentrum Landwirtschaft

Donnerstag, 1. September 2022

Die Landwirtschaft will der Dürre mit angepassten Sorten begegnen – oder gleich mit anderen Anbausystemen

NZZ  hier  Esther Widmann 31.08.2022

Die Landwirtschaft will der Dürre mit angepassten Sorten begegnen – oder gleich mit anderen Anbausystemen

Landwirte und Wissenschafterinnen suchen Wege, um unter den veränderten Klimabedingungen gute Erträge zu ermöglichen. Die Möglichkeiten reichen von mehr Abwechslung auf dem Feld bis zu Agroforstwirtschaft.

Europa erlebe gerade die schlimmste Dürre seit 500 Jahren, sagen die Experten der EU, und die Bilder machen es leicht, ihnen zu glauben. Der Mangel an Niederschlägen wird noch verstärkt durch die Hitze: Sie lässt mehr Wasser aus dem Boden verdunsten, und er wird noch trockener.

Der vergangene Woche veröffentlichte Erntebericht der Regierung in Deutschland spiegelt die Wetterrekorde allerdings nur zum Teil wider: Während Landwirte in einigen Regionen und bei einigen Feldfrüchten grosse Ausfälle beklagen, war der Ertrag anderswo sogar überdurchschnittlich. Weil aber damit zu rechnen ist, dass mit dem Klimawandel Sommertrockenheit und Hitze häufiger auftreten werden als bis anhin, suchen Agrarwissenschafterinnen und Landwirte nach Methoden, um den Anbau auch unter solchen Bedingungen möglich zu machen. Sie ersinnen Wege, das Wasser besser im Boden zu speichern. Sie züchten Pflanzen, die mit Trockenheit gut zurechtkommen. Oder sie erproben ganz neue Anbausysteme. Den meisten, wenn nicht allen, ist aber bewusst, dass keiner dieser Ansätze allein das Problem lösen wird.

Dienstag, 14. Juni 2022

Wie clevere Landwirtschaft das Klima retten könnte

Ein toller Artikel! Wenn die Klimawende so aussieht, dann freu ich mich darauf! Keine Agrarwüste mehr sondern lebende Flächen mit großer Biodiversität. Und das bei zumindest gleichem Ertrag. So kann man Bauern und Umwelt schützen!

Handelsblatt hier

SERIE: GRÜNER UMBRUCH

Angus-Beef mit 66 Prozent weniger Emissionen

Seine Kühe machen den Boden fruchtbar und regen das Gras zum Wachsen an – weil Öko-Bauer Benedikt Bösel eine entscheidende Sache anders macht als die allermeisten.

Benedikt Bösel greift in den Boden seines Versuchsfelds in der Mark Brandenburg. „Hier ist der Humus schön feucht und kühl, obwohl es seit Monaten kaum regnet“, sagt der Öko-Landwirt. Nebenan auf dem Feld mit Bio-Roggen zeigen sich Risse im Boden fast wie in der Sahara.
In Bösels Agroforst-Kulturen wachsen diverse Pflanzen in vier Etagen. Ganz unten Kräuter, dann Nutzsträucher wie Hasel oder Himbeeren, darüber Obstbäume und ganz oben Pappeln und Birken. Deren Laub dient als Windschutz gegen Erosion. Es spendet Schatten und nährstoffreiche Biomasse für Kräuter, Nüsse und Beeren.

Dienstag, 3. Mai 2022

Agroforst: Die Renaissance der Ackerbäume

Dieser Artikel berührt mich sehr, hat er doch viel zu tun mit meiner Vorstellung als Landschaftsplanerin von einer vollendeten Landschaft. Ich leide sehr unter der Ausräumung der Strukturen, dem Verlust der Vielfalt und Schönheit in unserer Landschaft. 

Jedes Frühjahr fehlen wieder ein paar altbekannte Streuobstriesen, die neuen Orte sind nicht mehr eingebunden in der Landschaft.

Wo kann man noch staunen und bewundern und beobachten? Wo kann man noch selbst ernten? Wo bleibt unser Bezug zur Natur? Es wird immer langweiliger und öder um uns herum, Jahr für Jahr.
Ja, ich würde mich freuen wenn es endlich mal zu eine Landschafts-Wende käme!


von Gunther Willinger   Spektrum der Wissenschaft  hier

Die enge Verzahnung von Bäumen, Sträuchern und Landwirtschaft war früher ein gewohntes Bild in Deutschland. Heute ist es die Ausnahme. Doch das könnte sich bald ändern.

Donnerstag, 2. September 2021

Mit Landwirtschaft das Klima retten

Die industrielle Landwirtschaft heizt den Klimawandel an. Wir verlieren fruchtbare Böden, Pestizide töten Bienen, Schmetterlinge und Vögel. Das bewegt viele von uns. Mich haben eine Menge Fragen erreicht, wie bessere Landwirtschaft aussehen könnte.

Als ich von dem enormen Potential der ‘Agroforstwirtschaft’ von Expert*innen gehört habe- war ich absolut begeistert. ‘Agroforstwirtschaft’ bedeutet Bäume auf und an Felder zu pflanzen. Diese einfache Idee kann enorm viel Treibhausgase einspeichern, Lebensraum für Tiere schaffen und tut zudem auch unsere Böden gut. [1] Es hat mir enorme Hoffnung gegeben. Aber davon wissen noch viel zu wenige.

Deswegen möchten wir Sie herzlich zu einem Webinar einladen, bei dem wir gemeinsam erfahren, wie regenerative Landwirtschaft funktioniert und welchen positiven Beitrag Bäume auf Ackerland leisten können.

Einladung zum Webinar "Mit Landwirtschaft das Klima retten!" am 9. September, 19 Uhr

Das Webinar ‘Mit Landwirtschaft das Klima retten!’ fand am 9. September um 19 Uhr CET statt. 
Aufzeichnung auf YouTube  hier

Wir hören von Ivo Degn von den Climate Farmers und Patrick Worms, dem Vorsitzenden des World Agroforestry Institut (ICRAF) ich werde für WeMove Europe dabei sein. Es wird viele Möglichkeiten geben, Fragen zu stellen.

Wir können die Fruchtbarkeit unserer Böden wieder herzustellen, Tierarten vom Aussterben bewahren und gegen den Klimawandel kämpfen. Es gibt so tolle Lösungen und Menschen die daran bereits arbeiten. Seien Sie dabei und erfahren sie am 9. September mehr!

Annemarie Botzki und das WeMove Europe Team

Montag, 21. Juni 2021

 Kurznachricht aus dem Südkurier  hier

 Hier wachsen nun exotische Gehölze

Deggenhausertal (wdg) „Streuobstwiesenbiotop am Südwesthang“ heißt das Projekt, in dessen Rahmen auf dem Haslachhof bei Roggenbeuren oberhalb in Richtung Waldrand rund 650 Bäume und Sträucher neu gepflanzt wurden. Als Agroforststruktur wird dort eine Art Waldgarten entstehen mit Bäumen, Hochstämmen, Hecken sowie Untersaat in Form von Wildkräutern, Salaten und Blühstreifen.

Fachlich unterstützt wurde die Pflanzaktion von den Permakulturgestaltern Volker Kranz aus Norddeutschland und Ronny Müller aus Freiburg. „Ich hatte gehört, dass die Postcode-Lotterie gemeinnützige Organisationen und Umweltaktivitäten fördert und einen entsprechenden Antrag gestellt“, erzählt Permakulturdesignerin Katharina Philipp vom Haslachhof. Die Zusammenarbeit sei unkompliziert gewesen. Man habe eine Förderung in Höhe von 28 000 Euro in Aussicht gestellt bekommen; bei einem Eigenanteil von 10 Prozent. So habe man 34 000 Euro investieren können. Bei dem Projekt gehe es darum, Lebensraum für Mensch und Tier zu generieren, Lebensmittel für Mensch und Futter für Tiere zu erzeugen, Biotope und Nischen zu schaffen. Gewissermaßen als Versuch wurden auch eher exotische Bäume und Klimagehölze gepflanzt, die dürreresistent und winterhart sind. In Zeiten des Klimawandels könnten diese sich besser entwickeln als einheimische Pflanzen, so die Hoffnung. Dazu zählen unter anderem die Pawpaw genannte Indianerbanane, Ölweiden, Kakipflaume und Pekannussbäume.

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass anhaltende Trockenheit der Natur sehr schadet. Deshalb soll ein Pflanzstreifen, unterstützt durch einen minimalen Graben, den Abfluss von Oberflächenwasser verhindern und dieses im Boden speichern, um die Pflanzen in Trockenzeiten zu versorgen.