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Montag, 20. Juli 2026

4 Milliarden Euro weniger für Klimaschutz – weil die Bundesregierung den CO₂-Preis einfrieren will?

 

EWS Elektrizitätswerke Schönau eG

4 Milliarden Euro weniger für Klimaschutz – weil die Bundesregierung den CO₂-Preis einfrieren will?

Genau davor warnt unser EWS-Vorstandsmitglied Alexander Sladek. Gemeinsam mit Green Planet Energy eG und naturstrom AG haben wir eine neue Studie des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) in Auftrag gegeben, die zeigt: 

Ein schwächerer CO₂-Preis bremst nicht nur den Klimaschutz, sondern gefährdet auch Milliardeninvestitionen in die Modernisierung unseres Landes.

„Schwarz-Rot sägt am finanziellen Fundament des Klimaschutzes. Das gilt nicht nur für die kürzlich bekanntgewordene Zweckentfremdung von Emissionshandels-Geldern für den Haushalt, sondern auch für das angedachte Einfrieren des Preiskorridors bei den nationalen CO2-Preisen. Dabei decken die bisherigen CO2-Preise bei Weitem noch nicht die eigentlichen Klima-Schadenskosten. So untergräbt die Regierung die eigentlich hervorragende Möglichkeit, Klimaschutz marktgetrieben voranzubringen.“, sagt Alexander Sladek.

Ein wirksamer CO₂-Preis schafft Planungssicherheit, lenkt Investitionen in klimafreundliche Technologien und finanziert wichtige Förderprogramme – etwa für Wärmepumpen oder Gebäudesanierungen. Wer ihn künstlich niedrig hält, macht fossile Energien attraktiver und nimmt Deutschland Zukunftschancen.

👉 Unsere Forderung: Verlässliche CO₂-Preise mit einem nationalen Mindestpreis – für echte Planungssicherheit, wirksamen Klimaschutz und eine starke Wärmewende.

Montag, 30. März 2026

Verursacher oder Allgemeinheit: Die Frage ist nicht, ob die Rechnung bezahlt wird. Die Frage ist, wer sie bezahlt.

 

hier   29. März 2026  Martin Jendrischik

1.840 Dollar Schaden pro Tonne CO₂: 

Stanford-Studie beziffert die wahren Klimakosten fossiler Energie 

Ein neues Berechnungsmodell der Stanford University zeigt: Fossile Energie ist nur profitabel, weil die Allgemeinheit die Rechnung zahlt. 

Eine Analyse über Zins und Zinseszins der Klimakrise.

Eine Tonne Kohlendioxid, ausgestoßen im Jahr 1990, hat bis zum Jahr 2020 rund 180 Dollar Schaden angerichtet. Bis zum Ende des Jahrhunderts werden es Klimakosten fossiler Energie bei 1.840 Dollar sein. Zehnmal so viel. Das ist die zentrale Erkenntnis einer Studie, die vergangene Woche in Nature erschienen ist, dem wichtigsten wissenschaftlichen Fachjournal der Welt.

Samstag, 14. Februar 2026

Nach massivem Anti-Klimaschutz-Lobbying sind die Klimawandelleugner in den USA am Ziel

 Dr. Susanne Götze • LinkedIn

Trumps Entscheidung bedeutet faktisch eine Abschaffung der bundesweiten Klimaregeln des Landes. Es geht hier jedoch nicht nur um Trump. Darauf haben viele ideologische Hardliner&Denkfabriken lange hingearbeitet. 

Mit Annika Joeres haben wir solche Netzwerke und Hintermänner in mehreren Büchern beschrieben – unter anderem der »Klimaschmutzlobby« (Piper 2020) und der »Milliardenlobby« (Piper 2025). Wer verstehen will, warum Trumps Entscheidung zum Endangerment Finding kein Zufall ist und warum auch in Deutschland so ein Szenario droht, dem empfehle ich unsere Bücher – und meinen neuen Klima-Newsletter von dieser Woche im DER SPIEGEL. 

https://lnkd.in/dBJpcFnp


Spiegel hier  Ein Newsletter von Susanne Götze 13.02.2026,

Trumps Rückbau der Klimapolitik

Der größte Erfolg der Klimawandelleugner und seine Folgen

Trump kippt zentrale Klimaschutzregel – und "in Peking knallen die Korken"

Christian Stoecker  • LinkedIn


Deshalb musste Donald Trump von seinen fossilen Brennstoffhändlern zum Präsidenten gemacht werden: Verzweiflung. Warum er für sie gegen Klimawissenschaft kämpft: Verzweiflung. 

US-Medien sind kläglich darin gescheitert, auf die Lügen und den Schaden hinzuweisen, den die Klimakrise bereits anrichtet. Solar gewinnt trotzdem. 


Süddeutsche Zeitung  hier  Kommentar von Michael Bauchmüller  13. Februar 2026

Donald Trump ist ein König des Eigentors

Der US-Präsident entzieht dem nationalen Klimaschutz die Grundlage.
Er glaubt, damit der Industrie zu nützen. Doch erreichen wird er das Gegenteil. Mal wieder.

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Kabinett beschließt Gesetzentwurf für „klimafreundlicheres Tanken“

Na ja, im Verkehrssektor werden Klimaziele verfehlt. Man könnte ja so Einiges tun: ein Tempolimit einführen oder den ÖPNV wirklich fördern... Man kann aber auch im Klein-Klein versinken und die Wasserstoff-Infrastruktur fördern, passend zu den verschenkten Wasserstoff-Millionen an BMW. Bestimmt freut sich irgendjemand darüber!

WiWo hier 10.12.2025 


Auch im Verkehrssektor müssen Klimaziele erreicht werden. Ein Instrument dazu ist eine Quote zur Beimischung nachhaltiger Kraftstoffe.

Freitag, 6. Juni 2025

Das schlimmste Treibhausgas der Welt hat einen überraschenden Gegenspieler gefunden: CO₂.

 Rico Grimm  hier  auf LinkedIn

Moment, was?

In Hochspannungsschaltern wird SF₆ eingesetzt – ein Gas, das 24.000-mal klimaschädlicher ist als CO₂ und jahrtausendelang in der Atmosphäre bleibt.

Im Hochspannungsnetz ist SF₆ als Isoliergas bisher unverzichtbar. Bei normalen Steckdosen reicht Luft als Isolator. Aber wenn mehrere hunderttausend Volt fließen, braucht es mehr.

Donnerstag, 15. Mai 2025

Gute Nachrichten: Dieses Jahr sollte zum Wendepunkt werden

 Stefan Krauter  hier auf Linked In  14.5.25

University Professor at Paderborn University

Trotz Bevölkerungs- und Wirtschaftszuwachs hat der globale CO2-Ausstoß in diesem Jahr wohl sein Maximum erreicht und wird endlich sinken. 

Insbesondere weil die chinesischen Kohlekraftwerke weniger Volllaststunden haben werden - aufgrund stark zunehmender Wind- und Solarenergienutzung.


Dienstag, 6. Mai 2025

Nicht nur "nice to haves" - Klimakraftwerke, die in der Lage sind, Dutzende von Gigatonnen CO₂ einzusparen

 

Dario Berrebi  hier auf LinkedIn

Digital & Creative Strategist | Building a People-Powered Agency for Climate News & Action 


Ich habe die TOP 25 Klimalösungen nach Auswirkungen geordnet - in Milliarden Tonnen CO₂ 

Nicht die Vibes. Keine Hoffnungen. Datengestützt. Gemessene Auswirkungen. Gt CO₂e eingespart - nach Erkenntnissen von Project Drawdown.

Einige werden Sie vielleicht überraschen.

Andere werden stark unterschätzt.

Donnerstag, 9. Januar 2025

Gemischte Klimabilanz - doch CO2-neutrale Wirtschaft schafft Wertschöpfung und Jobs

Deutschlandfunk hier  anhören  Barenberg, Jasper | 07. Januar 2025

Kemfert (DIW) zur gemischten Bilanz trotz weniger CO2-Ausstoß


Klimaziel-Bilanz 2024

Kemfert (DIW): „Emissionsbilanz resultiert nicht aus Klimaschutz“
Deutschland hat durch weniger Treibhausgas-Ausstoß sein eigenes Klimaziel für 2024 erreicht. Für Wirtschaftswissenschaftlerin Claudia Kemfert ist das ein zwiespältiger Erfolg. Denn er betreffe nur den Energiesektor, die anderen hinkten weit hinterher.

Dienstag, 7. Januar 2025

Beim Klimaschutz ist Deutschland auf Kurs. Allerdings nur, was das nationale Ziel angeht

Deutschlandfunk  hier  07.01.2025

Deutschland hat Treibhausgas-Ausstoß gegenüber 1990 fast halbiert

Deutschland hat einer Studie zufolge seinen Treibhausgas-Ausstoß im Vergleich zu 1990 fast halbiert und 2024 sein Klimaziel erneut erreicht. Wie die Denkfabrik Agora Energiewende mitteilte, erreichte die Kohleverstromung ein historisches Tief. Problematisch bleiben die Bereiche Verkehr und Gebäude.



Montag, 30. Dezember 2024

Das zermürbende Jahr 2024 geht zu Ende - und ein paar Sonnenstrahlen zeigen sich

2024 war ein richtiges Horror-Jahr - das sitzt fest in meinem Kopf. Oder vielleicht doch nicht?


Kurz vor Weihnachten ploppten plötzlich ganz neue Hoffnungsschimmer auf: Eine mögliche Wende bei der Deutschen Bahn rückt ins Bewusstsein, im Naturschutz und bei der Biodiversität zeichnet sich eine neue Ersthaftigkeit ab, Wärmepumpen, Speicher und Netzausbau sind im Aufwind und möglicherweise wird 2025 auch die e-Mobilität zunehmen. .....

Infos, mit denen sich gefestigt in das neue Jahr schreiten lässt. Um Mut zu fassen für ein sicherlich ebenso schwieriges neues Jahr 2025.


Standard hier  Jakob Pallinger  26. Dezember 2024

Fünf Dinge, die für Klima und Umwelt in diesem Jahr auch positiv waren

Immer mehr Strom aus Erneuerbaren, mehr Naturschutz und der Aufstieg der E-Mobilität: 2024 hat auch Gründe zur Zuversicht gegeben. Was das für die Zukunft bedeutet

Es ist leicht, auf die Dinge zu blicken, die für das Klima und die Umwelt in letzter Zeit weniger gut gelaufen sind: die erneute Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten etwa, die UN-Klimakonferenz in Baku, die viele Erwartungen gerade in Entwicklungsländern enttäuscht hat, oder das kürzlich verhandelte Plastikabkommen, bei dem kein klares Ergebnis herauskam.

Dennoch hat das Jahr auch viele positive Entwicklungen gebracht. Sie alle aufzulisten würde hier den Rahmen sprengen. Ein paar besondere Beispiele zeigen jedoch, dass es auch beim Klima und der Umwelt viele Gründe für Optimismus und Zuversicht gibt.

Dienstag, 6. August 2024

Klimakrise - EU-Verordnung zur Verringerung der Methan-Emissionen ist am 5.8.24 in Kraft getreten

Deutschlandfunk hier  05.08.2024

In der EU gilt ab heute die sogenannte Methan-Verordnung.

Sie verpflichtet etwa Unternehmen im Öl- und Gassektor, ihre Anlagen regelmäßig auf Leckagen zu überprüfen und undichte Stellen innerhalb kurzer Fristen zu reparieren. Verboten werden auch die routinemäßige Entlüftung und das Abfackeln des klimaschädlichen Gases. Ab 2027 wird zudem das Abfackeln im Steinkohlebergbau eingeschränkt. Die EU hat sich verpflichtet, zusammen mit anderen Ländern die Methan-Emissionen bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren.

Methan ist um ein Vielfaches klimaschädlicher als Kohlendioxid.

Diese Nachricht wurde am 05.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Dienstag, 9. Juli 2024

Umweltschutz: Mehr Moor wagen

Süddeutsche Zeitung hier 27. Juni 2024,Von Vera Schroeder

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina drängt dazu, schnell das Wasser in trockengelegte Moore und vom Flusslauf getrennte Auen zurückzuholen – und erklärt auch gleich, wie das gelingen kann.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat eine 132-seitige Stellungnahme inklusive Handlungsempfehlung zu der Zukunftsaufgabe veröffentlicht, Moore und Auen in Deutschland umfassend wiederherzustellen. 

Ein solcher großflächiger landschaftlicher Umbau, der von der Dimension her als immense Herausforderung erscheint, rückt damit einen Schritt näher Richtung Realität. Die Leopoldina ist eine der angesehensten Wissenschaftsakademien weltweit, die sich ausschließlich mit gesellschaftlich relevanten Fragen und unabhängiger wissenschaftsbasierter Politikberatung beschäftigt. Man könnte auch sagen: Sie beschäftigt sich mit Themen, die auch wirklich wichtig sind.

Moore und Auen sind in Deutschland Landschaften, die durch die Industrialisierung stark verändert wurden. Ihr derzeitiger Zustand ist schlecht. 


Aus den zu weit über 90 Prozent entwässerten Mooren,
die vor allem in landwirtschaftlicher Nutzung sind
und einer Fläche des Bundeslands Sachsen entsprechen, entweichen große Mengen CO₂. 

Nahezu alle Auen,
also ehemalige Überflutungsgebiete entlang der Flüsse,
sind für Landwirtschaft, Schifffahrt und Siedlungswachstum eingedeicht und vom Fluss abgetrennt worden. 

Donnerstag, 27. Juni 2024

Als erstes Land der Welt: Warum Dänemark es schafft, eine Klimasteuer auf Fleisch und Milch einzuführen

Irgendwie springt einen beim Lesen der Artikel  der Vergleich zur gescheiterten Borchert-Kommission in Deutschland an. Die Ergebnisse liegen in den Schubladen fest verschlossen, es hieß das sei zu teuer. Die Naturschutzseite hatte die Kommission zuletzt ganz verlassen, da der Schluss nahelag, dass sie mit viel Trickserei ausgebootet werden sollte. 

"Der Deutsche Bauern­verband hat mehrmals Zusagen für mehr Umweltschutz im wichtigsten Beratergremium der Bundesregierung zur Landwirtschaft gebrochen."   hier

Wie geht es nun weiter in Deutschland?   hier


Spiegel hier  Von Alexander Preker  25.06.2024

Ein CO₂-Preis für Fleisch- und Milchbetriebe: Fast alle in Dänemark sind zufrieden mit dieser Weltpremiere. Das Beispiel zeigt, wie eine solche Reform funktionieren kann und was sie für Bauern, Umwelt und Verbraucher bedeutet.

Montag, 6. Mai 2024

Studie zu klimaschädlichen Subventionen: Kohlendioxid-Ausstoß wird belohnt

Und noch ein Artikel zu einer wirklichen Ungeheuerlichkeit, die mit unseren Steuergeldern stattfindet.

TAZ hier

Laut einer Studie begünstigen Subventionen fossile Energie stärker, als der CO₂-Preis sie verteuert. Das ist wichtig für die Haushaltsverhandlungen.

Samstag, 4. Mai 2024

Klimaschädliche Subventionen im Verkehr hebeln die Wirkung des CO₂-Preises aus: Wer das Klima stärker belastet, wird dafür auch stärker belohnt.

Diese Studie stellt wirklich Alles infrage, worauf der Klimaschutz in Deutschland beruht

hier der Ariadne Kurzbericht

Somit scheint der CO2 Preis auch wieder nur eine Nebelkerze zu sein - mit dem großen Vorteil: man kann laut danach schreien, während sich in Wirklichkeit nichts ändert. Es ist einfach famos, wie sich Herr Lindner selbst noch bei der Definition von Subventionen windet und dreht. Wo ist denn überhaupt sein Wille zum Klimaschutz zu erkennen? Lesen sie unbedingt auch diesen Artikel mit demselben Thema hier

Süddeutsche Zeitung hier  3. Mai 2024  Christoph von Eichhorn

Klimafreitag: Alles zu Klimakrise und Umweltschutz

links: der Hamburger Klimabus.
Solche Aufklärungs-Aktionen gehen ausschließlich von der Zivilgesellschaft aus und nicht etwa von den  zuständigen Ministern, die in der Verantwortung stehen. Die zünden lieber Nebelkerzen zur Ablenkung von ihrer Untätigkeit.

Die Idee der CO₂-Bepreisung ist so einfach wie charmant: Wer mehr Treibhausgase ausstößt, etwa weil er ein großes Auto fährt, bezahlt mehr dafür. Wer meist mit dem Fahrrad unterwegs ist und auch sonst klimafreundlich lebt, soll finanziell profitieren, weil er oder sie weniger Treibhausgase emittiert. So zumindest die Theorie. Seit 2021 gibt es einen CO₂-Preis in Deutschland von derzeit 45 Euro pro Tonne, er gilt als tragendes Element der Klimapolitik.

Da überrascht eine neue Studie des Kopernikus-Projekts Ariadne, über die Vivien Timmler berichtet. Demnach hebeln klimaschädliche Subventionen im Verkehr die Wirkung des CO₂-Preises mitunter vollkommen aus: Wer das Klima stärker belastet, wird dafür auch stärker belohnt. Untersucht haben die Forscher das Dieselsteuerprivileg, die Steuerbefreiung für Kerosin, das Dienstwagenprivileg sowie die Pendlerpauschale. Diese können im Extremfall zu einem negativen CO₂-Preis, also einer Ersparnis, von bis zu 690 Euro pro Tonne führen.

Sonntag, 14. April 2024

Klimaschutz: China wird Vorreiter

Die deutschen Exportschlager von gestern: "Braunkohlebagger, Gasheizungen oder Verbrennerautos, werden ganz sicher nicht zu den Exportschlagern von morgen gehören". 

Das stimmt, auch wenn das so mancher Politiker der Gestern-Fraktionen noch nicht verstanden hat. Und das gefährdet uns doppelt: durch die ungebremste  Zuspitzung der Klimakrise und auch durch unser wirtschaftliches Angehängt werden.

Bild links: im "Graslutscher"-Blog verzweifelte der Autor schon 2021 an diesem Todschlag-Spruch hier


ZDF hier  von Volker Quaschning  14.04.2024

Terra X - die Wissens-Kolumne: Kein Verstecken hinter China beim Klimaschutz

Im Vergleich zu China wirkt der deutsche Anteil der CO2-Emissionen gering. Doch der Vergleich hinkt, vor allem historisch gesehen. Zudem gibt es ein Risiko für Deutschland.

Sonntag, 17. März 2024

Ethikrat: Moralisches Heldentum ist nicht die Lösung. Hadern Sie weiter mit sich – aber verzweifeln Sie nicht daran

5 verschiedene Artikel greifen  unterschiedliche Dinge auf. Aber überall im Focus ist die übergeordnete Verantwortung der Politik, ganz im Sinne des Karlsruher Urteils 2021.

SPIEGEL Klimabericht  hier Samstag, 16. März 2024  Susanne Götze

Der Ethikrat hat diese Woche seine Stellungnahme zur Klimagerechtigkeit vorgelegt. Aus dem Text und den Reaktionen darauf lassen sich interessante Schlüsse ziehen. Spoiler: Wer andere wegen Klimasünden denunziert, bedient rechtskonservative Narrative.

Im vergangenen Sommer haben aufmerksame Reisende den wohl prominentesten Klimawissenschaftler Hans-Joachim Schellnhuber (S+) – mittlerweile übrigens Leiter des Internationalen Instituts für angewandte Systemanalyse in Laxenburg bei Wien – bei einem Inlandsflug von Berlin nach Münster »erwischt«. Die Häme war besonders bei Springer- und rechtskonservativen Medien groß, immerhin mahnt der Wissenschaftler schon seit mehr als 40 Jahren vor den Folgen der Klimakrise und macht sich für ein Inlandsflugverbot stark. Ha! Endlich hatet man ihn als Heuchler entlarvt, der Wasser predigt und doch Wein trinkt. Was für eine Erleichterung. Endlich konnte man wieder in Ruhe fliegen, der sogenannte »Klimapapst« tut es auch.

Das ist natürlich Unsinn. Man kann sehr wohl ein Inlandsflugverbot fordern und trotzdem fliegen. Genauso wie man ein Tierwohllabel oder eine Zuckersteuer fordern kann und trotzdem ein Steak essen kann oder gern naschen. Die Mär, dass Klimaforscher und Aktivisten wie Mönche leben müssen, nur weil sie eine ehrgeizige Klimapolitik fordern, ist ein populistisches Narrativ aus rechtskonservativen Kreisen, seit es die Klimabewegung gibt.

Das sehen auch die Mitglieder des Deutschen Ethikrates so. Das 24-köpfige Gremium, das die Bundesregierung und den Bundestag berät und gesellschaftliche Diskussionen fördern soll, hat sich über solche moralischen Fragen der Klimagerechtigkeit Gedanken gemacht. Herausgekommen ist diese Woche eine Stellungnahme von etwas über hundert Seiten. Sie lotet aus, wer unter den Folgen der Klimakrise leidet, wer finanziell belastet wird aber auch, wer welche Verantwortung trägt.

Sonntag, 3. Dezember 2023

Es gibt sie doch, die guten Dinge

Wenn ich daran denke, welch detaillierte Konzepte bereits erstellt wurden, seitens einer äußerst fleißigen Zivilgesellschaft - warum werden die besten Dinge nicht einfach umgesetzt? Warum diese Verzögerungstaktiken?

Süddeutsche Zeitung hier  24. November 2023

Von Christoph von Eichhorn, Christoph Gurk, Florian Müller, Isabel Pfaff, Alex Rühle, Vera Schroeder

Züge, Wärmepumpen, Solarkraftwerke: Fast jeder Baustein der Klimawende funktioniert irgendwo schon ganz ordentlich. Eine Sammlung von Beispielen aus aller Welt.

Am kommenden Donnerstag beginnt die 28. Weltklimakonferenz, diesmal findet sie in Dubai statt. Der Zustand der so dringend nötigen Klimawende zu Beginn der Verhandlungen: durchwachsen, wie man auch auf den folgenden Seiten sehen kann. Dabei gibt es Beispiele, bei denen gelingt, was aus wissenschaftlicher Sicht so dringend nötig ist: die Reduktion der Treibhausgase mit dem Ziel, irgendwann gar keine fossilen Emissionen mehr in die Atmosphäre zu pusten.

Samstag, 24. Juni 2023

Nasa macht CO2-Ausstoß sichtbar

Golem hier 23. Juni 2023 Patrick Klapetz

Der Kohlendioxidausstoß ist einer der großen Klima-Killer. Doch was man nicht sieht, ist für viele unvorstellbar. Die Nasa hat den weltweiten CO2-Ausstoß nun visualisiert.

Das wissenschaftliche Grafikstudio (Scientific Visualization Studio) der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa hat drei Videos zum Kohlendioxidausstoß der Menschheit veröffentlicht. In diesen Videos ist genau zu sehen, wo der Großteil dieses kritischen Treibhausgases freigesetzt wird und wie es sich im Laufe eines Jahres verändert.

Damit wird das, was für uns eigentlich unsichtbar ist, sichtbar gemacht. Die drei Videos (hier Amerika, hier Europa / Afrika) zeigen jeweils eine andere Region auf der Erde im Jahr 2021. Eines der Videos zeigt die Regionen Nord- und Südamerika, auf einem weiteren Video sind Europa und Afrika zu erkennen – wobei Europa fast vollständig von orange-eingefärbten Wolken verdeckt wird. Das dritte Video zeigt den asiatischen, indonesischen und australischen Raum.

Emissionen fossiler Brennstoffe erschreckend hoch

Die Emissionen sind in unterschiedlichen Farben dargestellt. Orange steht für die Freisetzung von fossilen Brennstoffen, Rot für die Verbrennung von Biomasse, Grün für Landökosysteme und in Blau sind die Emissionen durch den Ozean dargestellt.

Die Punkte auf der Oberfläche zeigen auch, wie das atmosphärische Kohlendioxid von den Landökosystemen (grün) und den Ozeanen (blau) absorbiert wird. Obwohl das Land und die Ozeane im globalen Sinne jeweils Kohlenstoffsenken seien, könnten einzelne Orte zu unterschiedlichen Zeiten Quellen sein, heißt es bei der Nasa. Mit den neuen Computermodellierungstechniken ist es der Behörde möglich, die Atmosphäre zu zerlegen und einige der Hauptverursacher ausfindig zu machen.

Obwohl Kohlendioxid nur 0,04 Prozent der Gase in der Erdatmosphäre ausmacht, hat es einen erheblichen Einfluss auf die Streuung der Wärmestrahlung zurück zur Oberfläche. Der derzeitige Wert liegt bei knapp unter 420 Teilen pro Million. Zwar erscheint dieser Wert niedrig, es ist jedoch der höchste Wert in den letzten Millionen Jahren.

Klimatisch hat dies dramatische Auswirkungen: extremere und häufigere Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Stürme. Zudem entstehen neue Klimazonen auf der Hälfte des Planeten, mit verheerenden Auswirkungen auf die Tierwelt