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Sonntag, 9. August 2026

Energie-Gesetze in Schieflage, Erneuerbare im Quintett und Atomstrom auf dem Trockenen

 

Klimareporter hier 9.8.26

Hummels Woche:

Kalenderwoche 32: Auch das entschärfte "Netzpaket" lässt weiter die Anlagenbetreiber die Netzprobleme ausbaden und schont weitgehend die Netzbetreiber als Verursacher, 

kritisiert Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°.

Konventionelle Kraftwerke sind für ihn anfälliger gegenüber dem Klimawandel als erneuerbare Energien mit Ausnahme der Wasserkraft.

Verursacher werden zu Opfern: Polen schaltet Kohlekraftwerke ab

 

Euronews hier Liam Gilliver 07/08/2026

Dürre in Europa zeigt Schwächen fossiler Energie

Kraftwerk Kozienice
Copyright Unfortunately Named, CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Polen drosselt die Stromproduktion in Kohlekraftwerken, weil die Weichsel ungewöhnlich wenig Wasser führt und Kühlung kaum noch möglich ist.

Nach der Dürre in Europa, die Polens Kohleindustrie schwer getroffen hat, fordern Fachleute das Land auf, deutlich stärker auf saubere Energien zu setzen.

Freitag, 31. Juli 2026

Das große gewollte Missverständnis: Investitionen in Energieinfrastruktur sind etwas völlig anderes als "Kosten"

Joachim Plesch

In der politischen und auch landläufigen Diskussion um die Energiewende sprechen viele davon, wieviel denn das alles kosten würden. 

Auch unsere Wirtschaftsministerin spricht ständig von Kosten und Kosteneffizienz ... 

und nach meiner Lesart wird das oft auch ganz gezielt gemacht, um Investitionen in ein erneuerbares Stromsystem zu diskreditieren. 

⚡ Denn Investitionen sind KEINE Kosten ⚡ 

Für jedes Jahr dieser Politik verlieren wir fünf Jahre Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit

Dirk Specht

EMBER publiziert einen komplett logischen Beitrag, wie die Welt auf die Ölpreisschocks der 70er reagiert hat und rechnet nüchtern vor, wie sie nun auf die der 20er reagieren muss. 

Donnerstag, 30. Juli 2026

Ein Buch für Verständnis und Akzeptanz der Energiewende

 

Tim Meyer

Energie geht uns alle an – und die Zukunft unserer Energieversorgung wird mal wieder heiß diskutiert,

 für Viele aber zu voraussetzungsstark und sehr abstrakt: was hat das mit mir zu tun, mit meinem eigenen Leben und meinem Strom, meiner Wärme oder Mobilität? Wie viel verbrauche ich da eigentlich und wofür genau? Und wie verändert sich das gerade?

 Diese Fragen und viele weitere beantwortet das Buch „Unser Energieverbrauch zum Verstehen und Mitreden“. Es ist sozusagen als Schwester des Bestsellers von 2022 „Erneuerbare Energien zum Verstehen und Mitreden“ erschienen. 

Samstag, 25. Juli 2026

Strom überall. Jede Fläche produziert


Energiegenossenschaft Untermain eG

Ein Blick nach China zeigt, wohin sich die Solarbranche entwickelt.

Auf der größten Solarmesse der Welt präsentierten im Juni Hersteller Technologien, die noch vor wenigen Jahren wie Zukunftsmusik klangen:

  •  ultraleichte PV-Folien, 
  • hocheffiziente Solarmodule, 
  • intelligente Batteriespeicher und
  • integrierte Energiesysteme.

Mittwoch, 22. Juli 2026

Energiepolitik gegen die Kleinen und gegen eine breite Akzeptanz der Energiewende in der Gesellschaft

 

Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt

Die Energiewende braucht Verlässlichkeit 


Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann hält die jetzt erfolgten Korrekturen zur geplanten EEG-Reform des Bundes für unzureichend und warnt vor Verzögerungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien. 

Dienstag, 21. Juli 2026

Die neuen Mächte der Energiewende: Die Weltwirtschaft wartet nicht auf Länder, die zögern

Wolfgang Jaske

Deutschland zögert, Vietnam und Thailand ziehen vorbei.

Mit dieser Schlagzeile sind nicht die Urlaubspräferenzen der Deutschen gemeint, sondern - Deutschland droht im Fortschritt abgehängt zu werden.

Die Blockade der Straße von Hormus war ein Weckruf an uns alle

Ein rechter Scherzkeks scheint der Herr Außenminister zu sein. 
Warum sendet er seinen Weckruf nicht mit Nachdruck an seine Parteikollegen  Fr. Reiche und Hr. Merz? Das sind doch genau diejenigen, die den Umstieg in der Hand haben und mit aller Kraft verzögern, nicht wir Bürger! Sollen die von dem Minister- Weckruf in der Zeitung lesen?
Und bitte auch einen Weckruf an Hr. Weber von der CSU 
nicht vergessen, Chef der EVP im Europaparlament, damit der nicht weiter den Klimaschutz torpediert. 

Wolf Bosse  hier

Außenminister Johann Wadephul (CDU) drängt angesichts des Irankriegs auf einen schnelleren Umstieg auf erneuerbare Energien. 

»Die Blockade der Straße von Hormus war ein Weckruf an uns alle«, sagte Wadephul in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). 

»Es muss uns darin bestärken, uns noch konsequenter von fossilen Energieträgern zu lösen und unabhängiger zu machen.«

Die eigentlichen Probleme bleiben ungelöst

 

WWF Deutschland

Freitagabend hat das Bundeswirtschaftsministerium die Referentenentwürfe für Netzanschlusspaket & die Neufassung des #EEG vorgelegt. 

Angesichts der fossilen Energiekrise hätte die Bundesregierung das Land damit aus gefährlichen Abhängigkeiten herausführen können. Spoiler: They did not.

Die eigentlichen Probleme, die sie hätten lösen können und müssen: Volle Kraft für #Elektrifizierung, schnelleren Netzausbau und #Digitalisierung des Stromsystems.

Was wir stattdessen bekommen haben: Rückschritte für die #Energiewende.

Montag, 20. Juli 2026

Die EU ist auf dem Elektrifizierungs- Weg um Millionen zu sparen

Es ist doch zum Heulen: die EU arbeitet an den Elektrifizierungs-Zielen und Frau Reiche in Deutschland zementiert noch mal schnell die Gasabhängigkeit...

Tagesspiegel hier 17.07.2026

Von Öl und Gas zu Strom:
EU-Kommission prüft Ziel für 2040

Europa soll unabhängiger von fossilen Energieträgern werden. Damit könnte man auch klimaschädliche Emissionen einsparen. Dafür soll unter anderem Strom erschwinglicher werden.

Brüssel sagt den eigenen Mitgliedstaaten, dass Speicher Voraussetzung für Elektrifizierung und industrielle Wettbewerbsfähigkeit sind

Marco Scholz LinkedIn

Die EU hat eine Zahl genannt: 200 GW

Manchmal sagt eine einzige Zahl mehr als zehn Absätze Politprosa: 200 Gigawatt Speicherkapazität bis 2030. Das ist die Zielmarke der EU-Kommission im neuen Tripartite Agreement for Energy Storage.

Samstag, 18. Juli 2026

Update: Damit fällt übrigens auch die Argumentation für den Redispatch-Vorbehalt in sich zusammen.

 

Tim Meyer 19.7.26 / LinkedIn

Intelligenz schlägt Kupfer. 

Infrastruktur, die höher ausgelastet wird, kostet spezifisch weniger. 

Entgelte für ein Stromnetz, das z.B. zu 40% ausgelastet wird statt nur zu 20%, können um die Hälfte sinken.
Ein extremes Beispiel, aber in vielen ländlichen Regionen vermutlich nicht weit weg von der Realität. 

Der Monitoringbericht der Bundesregierung weist aus, dass etwa 30% des Investitionsbedarfes in die Stromnetze durch Digitalisierung und Flexibilisierung eingespart werden könnten. Wobei vermutlich auch bei dieser Zahl mein Mantra zutrifft: Innovation wird unterschätzt. 

Freitag, 17. Juli 2026

Update: Reiche lässt Studie zu Wind und Solar verschwinden - Die Studie zeigt, dass der Ausbau auch unserer Region zugutekommen würde

Update 18.7.26: jetzt auch im Südkurier angekommen!

SÜDKURIER  hier Von Benjamin Brumm | 17.07.26 -

Studie zeigt: Erneuerbare Energien könnten Millionen Euro in die Kassen der Kommunen spülen

36 Millionen Euro mehr könnten die Kreise in der SÜDKURIER-Region durch Erneuerbare einnehmen. Wirtschaftsministerin Reiche interessieren die Zahlen wenig.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Wer verkennt, dass der weltweite Wandel zum erneuerbaren Strom eine Chance bedeutet, der hat die letzten Jahre verpennt.

 Dirk Neubauer / LinkedIn

Während fossil orientierte Unternehmen und deren Lieferketten sterben, entsteht auch Neues. 

436.000 Jobs bietet der grüne Sektor in Deutschland inzwischen.

 Zukunftsfähige Jobs. Jobs, die Familien ernähren, Steuern generieren und dabei aktiven Klimaschutz erschaffen. Diese Transformation wird übersehen. 

Die stetigen Kurswechsel der Bundespolitik sind das Einzige, was diese Entwicklung gerade gefährdet. Machen wir so weiter, wird dieser Erfolg vernichtet. Und dennoch kein einziger Job im fossilen Bereich gerettet. 

Wir haben dann also nichts. Verbrenner verkaufen sich in den großen Märkten immer schlechter. Elektrische bedeuten eine Verschiebung des KnowHows zum Digitalen. Das aber können wir nicht. Das wiederum könnte man ändern. Aber nicht mit dem Fuß auf der Bremse und dem stetigen Mantra der „Technologieoffenheit“. Was nichts anderes bedeuten soll als „weiter so“. 

Weil wir „anders“ nicht können. Oder Konzerne es nicht wollen. Wer verkennt, dass der weltweite Wandel zum erneuerbaren Strom eine Chance bedeutet, der hat die letzten Jahre verpennt. 

Kein Haus wird mit Wasserstoff beheizt werden. Das ist nicht lösbar. Und nicht bezahlbar. Dem Strom gehört die Zukunft. In der Wärme. In der Mobilität. In der Digitalität der Wertschöpfung. Dies zu managen und umzusetzen bedeutet, Transformation und Digitalisierung zu leben und Zukunft zu machen.  Los gehts. Noch ist alles möglich.

Samstag, 4. Juli 2026

250 Milliarden Euro Klimaschäden durch deutschen Solarstrom abgewendet

Dr. Martin Bethke / LinkedIn

„Klimaschutz können wir uns gerade nicht leisten.” Weil: Kein Geld, die Wirtschaft, aber China und so weiter…

Dabei hat das Umweltbundesamt gerade vorgerechnet, was uns von 2020 bis 2025 allein die Photovoltaik in Deutschland erspart hat. 

Freitag, 3. Juli 2026

EU erreicht wichtigen Meilenstein bei erneuerbaren Energien: fast 46% mit Spitzenreiter Windkraft

Euronews hier  Von Angela Symons   am 02/07/2026 

Dänemark, Portugal, Litauen vorn: EU-Strom aus Erneuerbaren steigt auf 46 Prozent

EU erreicht wichtigen Meilenstein bei erneuerbaren Energien: Welche Staaten treiben den Ausbau, welche bremsen den Wandel?
Der Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen in der EU steigt weiter. Das zeigen neue Zahlen von Eurostat.

Dienstag, 30. Juni 2026

Größer als die Industrialisierung - der Umbruch ist da

Focus hier Wolfgang Gründinger  29.06.2026,

Die größte Energie-Revolution der Geschichte beginnt

Sonne und Wind im Überfluss

Photovoltaikanlagen stehen in Reihen auf einem Feld (Luftaufnahme mit einer Drohne).Sina Schuldt/dpa

Sonntag, 28. Juni 2026

Wir machen uns gar nicht klar, welche Unmengen an Energie wir in Maschinen mit elend schlechten Wirkungsgraden verpuffen lassen

Otmar Bender

Wir machen uns gar nicht klar, welche Unmengen an Energie nur deshalb produziert werden müssen, weil die Maschinen, die wir damit betreiben, so elend schlechte Wirkungsgrade haben. 

Wer das begreift, dem geht ein großes Licht auf. Es verändert noch einmal den Blick auf Dieselstinker, Ölheizungen oder mit Kohle befeuerte Hochöfen. Es unterstreicht noch einmal doppelt die Erkenntnis: Wir können es uns einfach nicht mehr leisten, sie zu betreiben.

Und wenn hier von »Unmengen« an Energie die Rede ist, dann meint das: Unmengen.

Wo die Energiewende erfolgreich ist: Libanon - Energiewenden beginnen nicht immer bei Regierungsarbeit

Gavin Mooney

Seit Jahrzehnten ist der Libanon auf Dieselgeneratoren angewiesen, weil das nationale Netz Schwierigkeiten hatte, das Licht am Laufen zu halten. Heute sind viele einfach verschwunden. 

Warum? Nicht, weil das Stromnetz repariert wurde. 

Das geschah, weil Solaranlagen auf dem Dächer zur günstigeren Alternative wurden.

Bildnachweis: Patrick Gaillardin, via BBC