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Samstag, 30. März 2024

Markdorf: Teilregionalplan Infoveranstaltung am Dienstag, 9. April 2024

 


hier anmelden bitte

Herzliche Einladung zur Infoveranstaltung am Dienstag, 9. April 2024

um 20.00 Uhr in die Stadthalle Markdorf

Die Landesregierung hat beschlossen, dass in jeder Region 2 % der Flächen für den Ausbau von erneuerbaren Energien bereitgestellt werden müssen: mindestens 1,8 % der Flächen für Windkraft und 0,2 % der Flächen für Solar. Dies ist im Klimaschutz-und Klimawandelanpassungsgesetz Baden-Württemberg verankert. Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben hat die Verpflichtung, diese Vorgaben umzusetzen und den Auftrag zu prüfen, welche Flächen hierfür in Frage kommen und die entsprechende Planung zu erstellen.

In der Veranstaltung wird der Regionalverband über die Hintergründe des Teilregionalplans Energie, das Vorgehen des Regionalverbandes bei der Flächenermittlung und die in den Gemarkungen des GVV Markdorf identifizierten Flächen informieren. Auch das Landratsamt Bodenseekreis wird vertreten sein und erste Einblicke in die nachfolgenden Projektgenehmigungsverfahren gewähren. Im Anschluss bietet sich die Gelegenheit diesbezügliche Fragen an die Vortragenden zu richten.

Der GVV Markdorf mit seinen Verbandskommunen Markdorf, Oberteuringen, Deggenhausertal und Bermatingen lädt seine Bürgerinnen und Bürger herzlich ein. Für die Teilnahme ist hier die Anmeldung erforderlich. Nach der Anmeldung geht es zunächst auf eine Warteliste, es erfolgt nach tatsächlicher Bestätigung der Anmeldung noch eine separate Email mit Ticketversand. Bei der Veranstaltung wird der Einlass dann kontrolliert. Bitte bringen Sie Ihr Ticket mit.

Der Planentwurf samt Begründung und Umweltbericht ist auf der Homepage des Regionalverbands einsehbar: https://www.rvbo-energie.de/

Mittwoch, 24. Januar 2024

Waldburger Rücken: Ein Gutachten hält ein Nationales Naturmonument für möglich

Schwäbische Zeitung  hier Von Katrin Neef  24.1.24

Die Details

Soll ein Teil des Altdorfer Waldes zum Landschaftsschutzgebiet werden? Diese Frage hat das Landratsamt Ravensburg von einem Fachbüro prüfen lassen. 

Verschiedene Gemeinderäte und der Kreistag hatten das Landratsamt dazu aufgefordert. Hintergrund für diese Forderung aus dem Herbst 2020 war damals die umstrittene Kiesgrube, die im Gebiet des Waldburger Rückens entstehen soll. Dem war eine Petition des Vereins Natur- und Kulturlandschaft Altdorfer Wald mit mehr als 13.000 Unterzeichnern vorausgegangen. Inzwischen ist auch eine Diskussion um den Waldburger Rücken als möglicher Standort für Windräder entbrannt. Jetzt liegt das Gutachten des Fachbüros vor.

Das Fachbüro hat das Gebiet Waldburger Rücken und Wolfegger Hügelland untersucht und kommt zum Ergebnis, dass diese Region die Voraussetzungen für ein Landschaftsschutzgebiet erfüllt. Im Gutachten ist sogar die Rede davon, dass der Waldburger Rücken wegen seiner geologischen Besonderheit zum Nationalen Naturmonument werden könnte. Dann würde er einem strengen Schutz unterliegen.

Mittwoch, 10. Januar 2024

Mittwoch, 4. Oktober 2023

So soll der Windpark in Wolfegg aussehen

Schwäbische Zeitung hier  Von Philipp Richter

Projektverantwortliche stellen Details und Zeitplan zum Projekt bei Alttann vor

Drei statt vier Windräder wird es im Alttanner Wald geben, falls das Landratsamt Ravensburg das Vorhaben in der Gemeinde Wolfegg so genehmigt. Das haben die Projektverantwortlichen bei einer Informationsveranstaltung in der Orangerie in Wolfegg bekanntgegeben und auch weitere Details für den Windpark am Rande des Altdorfer Waldes vorgestellt.

Das Interesse an der Veranstaltung, die nur für Wolfegger Bürger gedacht war, hielt sich in Grenzen. Ursprünglich hatten die Planer drei Runden angedacht, bei denen sich die Bürgerinnen und Bürger an Informationsständen zu den Themen rund um das Projekt informieren konnten. Aus drei Runden wurden wegen des mangelnden Interesses zwei. Angemeldet waren insgesamt gerade einmal 25 Personen der 3900-Einwohner-Gemeinde.

Gleich zu Beginn wurde klar gemacht, dass es hier nicht um das große 39 Anlagen zählende Projekt Altdorfer Wald von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm geht. Es handelt sich beim Alttanner Wald um ein separates Projekt, das von der Laoco GmbH aus Kirchdorf an der Iller (Landkreis Biberach) und der Energiequelle GmbH aus Zossen (südlich von Berlin) geplant wird.

Montag, 31. Juli 2023

Update: Erneuerbare Energien in Bodensee-Oberschwaben: Hybride Informationsveranstaltung des Regionalverbands

Am 11. Juli 2023 hat die Informationsveranstaltung des Regionalverbands Bodensee-Oberschwaben zum Thema „Erneuerbare Energien in Bodensee-Oberschwaben“ stattgefunden.  

Hier finden Sie die Dokumentation der Veranstaltung zum Ansehen und Herunterladen. Weitere Informationen sowie die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie unter www.rvbo-energie.de.

Das Planungsteam wird in den nächsten Monaten weiter fleißig arbeiten. Anfang 2024 werden dann nochmals Veranstaltungen in den jeweiligen Landkreisen zum aktuellen Planungsstand stattfinden. Wir freuen uns, Sie an den weiteren Terminen im neuen Jahr erneut begrüßen zu dürfen. Aktuell sind folgende Termine angedacht:

  • Landkreis Sigmaringen: Mittwoch, 10. Januar 2024
  • Landkreis Ravensburg: Mittwoch, 17. Januar 2024
  • Landkreis Bodenseekreis: Mittwoch, 24. Januar 2024

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen lassen wir Ihnen gerne noch per Mail zukommen. 

Samstag, 29. Juli 2023

Bergatreute: Windpark Wannenbühl fällt durchs erste Raster

 Schwäbische Zeitung hier  28.07.2023,Philipp Richter

Auch in Oberschwaben sind einige Windparks in Planung. Doch momentan befindet sich nur ein Projekt im Genehmigungsverfahren: der Windpark Röschenwald bei Mochenwangen. 

Damit hätte bislang niemand gerechnet, aber die Fläche zwischen Bergatreute und Enzisreute bleibt weiß. Warum die Projektverantwortlichen am Windpark festhalten.

Donnerstag, 13. Juli 2023

Wo Windkraft eine Chance hat

Schwäbische Zeitung hier  12.07.2023, 

In der Region Bodensee–Oberschwaben könnten in den nächsten Jahren rund 200 neue Windkraftanlagen entstehen. Diese Rechnung machte Wolfgang Heine vom Regionalverband Bodensee–Oberschwaben (RVBO) bei einer Informationsveranstaltung am Dienstag–Abend in Bad Waldsee (Landkreis Ravensburg) auf.

Der RVBO ist unter anderem für die Suche geeigneter Flächen verantwortlich, auf denen in den Landkreisen Ravensburg, Sigmaringen und im Bodenseekreis künftig Windkraftanlagen errichtet werden können.

aus der Veranstaltung: 
links; Windatlas im Regionalgebiet
unten: Artenschutz als Ausschlußgebiet
demnächst auf den Seiten des Regionalverbandes zu finden

Um das für Baden–Württemberg gesetzlich geltende Windkraft–Flächenziel von 1,8 Prozent zu erreichen, müssen in den drei Landkreisen mindestens 6300 Hektar sogenannter Vorranggebiete ausgewiesen werden. Bei einem durchschnittlichen Platzbedarf von 30 Hektar pro Windkraftanlage entspräche das einer Anzahl von 210 Windmühlen. Aktuell sind in den drei Landkreisen 14 Windkraftanlagen in Betrieb.

Einen Entwurf konkreter Vorranggebiete will der RVBO bis zum Jahresende erstellen. Ab Januar 2024 finden auf dieser Basis öffentliche Anhörungen statt. Ende 2025 sollen die Vorranggebiete in einem Energieplan rechtskräftig beschlossen werden. Ab dann können Projektierer nur in diesen Gebieten konkrete Windpark–Projekte planen und — sofern die notwendigen Genehmigungen erteilt werden — umsetzen.


Bürgerbeteiligung: Dialoggruppe zum Windpark Altdorfer Wald tagt erstmals

Schwäbische Zeitung  hier  13.07.2023,

Erstmals hat die Dialoggruppe des Energiedialogs Baden–Württemberg Ende Juni in Wolfegg getagt. Das schreibt der Energiedialog in einer Pressemitteilung. Als gemeinsame Arbeitsgrundlage wurden „Grundsätze der Zusammenarbeit“ einstimmig verabschiedet. Zudem wurden die bisher gesammelten Themen für den Energiedialog gesichtet und priorisiert. Dabei ging es auch um die Themen, die der Energiedialog bei der Marktplatztour durch die Gemeinden Baienfurt, Baindt, Bergatreute, Schlier, Vogt, Waldburg und Wolfegg gesammelt worden sind.

Öffentlich ist die Dialoggruppe allerdings nicht. Sie ist ein Gremium, in dem sowohl Vertreter aus der Bürgerschaft als auch Vertreter von Kommunen zusammen über den Windpark diskutieren. Zudem soll es eine Vermittlung zu den Projektverantwortlichen von den Stadtwerken Ulm/Neu–Ulm geben, die den Windpark planen. Wie bereits berichtet, sollen im Altdorfer Wald 39 Windräder mit einer Gesamthöhe von 285 Metern gebaut werden, und Strom für rechnerisch 170.000 Haushalte produzieren.

Donnerstag, 6. Juli 2023

Wie es mit der Windkraft weitergeht - öffentlicher Informationsabend des Regionalverbandes

Unter dem Titel „Räume suchen – Gebiete finden“ veranstaltet der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben einen öffentlichen Informationsabend, bei dem der Vorgang der Raumsuche dargelegt werden soll.  

Montag, 11. Juli von 18.30 bis 20.30 Uhr

Veranstaltungsort: Haus am Stadtsee in Bad Waldsee

oder Hybrid mit Anmeldung hier

Im Anschluss stehen Experten des Regionalverbands sowie der Naturschutzverbände (BUND/Nabu) und der Stabsstelle Energiewende, Windenergie und Klimaschutz des Regierungspräsidiums Tübingen an Informationsständen für Hintergründe und Fragen zur Verfügung. 


05.07.2023  hier im Südkurier

Wie ist der aktuelle Stand zur Windkraft am Gehrenberg? Eine erste Planungsphase ist kürzlich beendet worden. Der Regionalverband Bodensee-Oberschwaben (RVBO) hat eine Suchraumkarte erstellt, auf der geeignete Gebiete für Wind- und Solarenergie ausgewiesen wurden. „Der Gehrenberg ist nach wie vor Bestandteil unseres Suchraums“, teilt Verbandsdirektor Wolfgang Heine nun auf Anfrage mit. Neben dem Gehrenberg kommen im Bodenseekreis auch Flächen bei Heiligenberg in Frage.

Samstag, 27. Mai 2023

Statement der Fraktion im Regionalverband Teil 2: zum Teilregionalplan Energie

Bündnis 90 / Die Grünen | ödp Fraktion im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben
Bearbeiter:innen: U. Lenski; U. Walz, J Übelhör 24.4.23

Liebe Grüne Räte und Rätinnen in der Region RVBO,
in den Ortsverbänden und Kreisverbänden BO, RV, SIG.
Liebe Räte und Rätinnen der Gemeinderatsfraktionen,
liebe Abgeordnete.

Wir, die Fraktion im Regionalverband wollen euch mit diesem Rundbrief über den Stand der Fortschreibung des Regionalplans 2021 und über die Planungen zum 2% Ziel in unserer Raumschaft informieren.


2. Teilregionalplan Energie

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat am 26.10.2021 die Task Force Erneuerbare Energien zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien eingerichtet. Die Regionale Planungsoffensive zum Ausbau Erneuerbarer Energien bestehend aus den 12 Regionalverbänden in Ba-Wü startete im März 2022.

Dadurch soll die schnelle Umsetzung des 2 % Flächenziels (§ 4b KSG) gewährleisten werden. Insbesondere sollen stabile Rahmenbedingungen für den Planungsprozess und eine akzeptanzstiftende Bürgerbeteiligung die Planungszeit halbieren. Gemeinsames Ziel ist, die (Teil)Fortschreibungen der Regionalpläne zur Umsetzung von § 4b KSG im Jahr 2025 als Satzung zu beschließen.

Gesetzliche Grundlagen:

§ 20 Klimaschutzgesetz schreibt die besondere Bedeutung der Energieeinsparung, Energieeffizienz und der Erneuerbaren Energien sowie der Verteilnetze als im überragenden öffentlichen Interesse und der öffentlichen Sicherheit liegende Maßnahmen vor.

Das 2% Flächenziel bedeutet für den RVBO 1,8% für Windkraftanlagen und 0,2 % für FFS (Freiflächensolar) 2 %
sind 7002 ha; 1,8 % = 6302 ha, 0,2 % = 700 ha. Der RVBO hat insgesamt 350.000 ha Fläche.

Zeitliche Rahmenbedingungen: Sehr ambitionierte zeitliche Vorgaben. Januar 2024 muss die erste Offenlage der Planungen und bis 30.9.2025 der Satzungsbeschluss erfolgen. Zur Öffentlichkeitsbeteiligungen sind zwei Veranstaltungen bis Mitte 2023 geplant.

Donnerstag, 25. Mai 2023

BUND: erstes Austauschtreffen zu Teilregionalplänen Energie

 Am Dienstag, den 6.6. findet ab 19 Uhr
unser erstes Austauschtreffen zu Teilregionalplänen Energie statt.

Diese Zoom-Sitzung soll dazu dienen, die Vernetzung zwischen Haupt- und Ehrenamt, BUND und NABU in Sachen Teilregionalpläne Energie voranzubringen und uns gegenseitig bei Stellungnahmen zu unterstützen. Ihr dürft die Zugangsdaten dementsprechend gerne an Ehrenamtliche weitergeben, die an den Stellungnahmen mitarbeiten bzw. zu ihnen zuarbeiten wollen.

Die Zugangsdaten können bei den BUND-Stellen angefragt werden,
 z.B. in Ravensburg bund.ravensburg@bund.net


Dem LNV ist aufgefallen, dass in den zu PV ausgewiesenen Flächen auch FFH-Mähwiesen enthalten sind. Ich habe unter https://dialogforum-energie-natur.de/regionalplanung/ / Photovoltaik deshalb ein entsprechendes Layer mit Mähwiesen ergänzt.

Herzliche Grüße 

Fritz Mielert, Referent für Umweltschutz und Koordinator Teilregionalpläne Energie

Mittwoch, 24. Mai 2023

Leserbrief „Blick auf nötige Prioritätensetzung wird vernebelt“

Zu „Der Windpark Altdorfer Wald in Zahlen“ und zum Leserbrief „Ist Windkraft regenerative Energie?“ (13. Mai Schwäbische Zeitung ):

Widersprüchlicher könnte der Unterschied in der Behandlung des Themas Windkraft im Altdorfer Wald nicht sein. Einerseits der sachliche Bericht über Fakten zum jetzigen Planungsstand.
Andererseits ein Leserbrief mit der unhaltbaren Behauptung, die Windkraft beschleunige den Klimawandel. Er zeigt deutlich, wie verwirrend und aus einer eingeschränkten Sicht heraus die Diskussion von manchen geführt wird.

Mittwoch, 10. Mai 2023

Sind Windräder im Altdorfer Wald gefährlich für das Trinkwasser?

Ich bin froh, wenn ein seriöses hydrogeologisches Gutachten erstellt wird. Wir brauchen die Energiewende, wir brauchen aber auch sauberes Wasser. Wir müssen Risiken realistisch abschätzen lernen. Dazu gehört auch: Aufheizer aus den fossilen Lobbykreisen dürfen keine Chance bekommen.

Der Verein BREMN bezeichnet sich als "Bündnis für regenerative Energie, Mensch und Natur" .
Auf der Homepage steht: "Ist eine Energiewende (=Dekarbonisierung der Atmosphäre) ohne Kernkraft möglich? Wir von BREMN e.V. und praktisch alle Industrieländer sagen nein"
Um nicht nur polemisch unterwegs zu sein, sollte man sich doch mal mit den  "guten" Gründen für die Beendung der Atomkraft  (nachzulesen hier) auseinandersetzen.

BREMN täuscht sich (oder die Netzbesucher?) ganz gewaltig: es mögen noch neue AKW`s gebaut werden, aber nicht in der Menge, in der die Alten vom Netz gehen werden. Wenn Frankreich die Atomkraft im jetzigen Umfang erhalten wollte, müssten sich bereits 10 neue AKW`s im Bau befinden. Im Bau ist lediglich eines, und das hat sich  angesichts der Baukosten- und Bauzeitenüberschreitung als riesiges Desaster entpuppt. Wer zahlt?

In Finnland wurde mit jahrelanger Verzögerung gerade erst ein neues und ziemlich großes AKW fertig gestellt - zeitgleich wurde zumindest 1 weiteres, geplantes AKW gestrichen, um nicht die Abhängigkeit von Rußland bezügl. der Brennstäbe weiter zu verfestigen.

Ulrike Herrman schreibt in der TAZ hier: "Was auch gern übersehen wird: Das Uran würde nur 13 Jahre lang reichen, wenn man den ganzen Globus mit Kernenergie versorgen wollte, um die fossilen Brennstoffe zu ersetzen und weltweit Klimaschutz zu betreiben. Momentan ist die Atomenergie ein Nischenphänomen, das weniger als 5 Prozent des globalen Endenergieverbrauchs abdeckt."


Schwäbische Zeitung  hier 09.05.2023,    Philipp Richter

Einige Bürger befürchten einen negativen Einfluss des Windparks Altdorfer Wald. Aber ist die Sorge überhaupt berechtigt?

Wieder einmal geht es um die Frage, ob der Trinkwasserspeicher auf dem Waldburger Rücken im Altdorfer Wald gefährdet ist. Zuerst kam die Frage bei den Planungen für das Kiesabbaugebiet bei Grund auf. Jetzt taucht sie im Zusammenhang mit den geplanten 39 Windrädern im Altdorfer Wald wieder auf, der der größte Windpark Baden–Württembergs werden soll. Experten sagen: Einfach lässt sich diese Frage nicht beantworten, aber sie raten zur Vorsicht.

Freitag, 21. April 2023

Position der Naturschutzverbände zur Windenergie im Altdorfer Wald

Pressemitteilung vom 12. April 2023 von NABU, AGF, BUND und LNV

Der Altdorfer Wald ist der größte zusammenhängende Wald Oberschwabens und von zentraler Bedeutung als Erholungsgebiet. Er ist ein Refugium für waldbewohnende Tierarten der Region, denn er umfasst eine hohe Vielfalt verschiedenster Lebensräume mit unterschiedlich strukturierten Waldbereichen, Mooren, Gewässern und Wiesen. Damit stellt er einen sehr wertvollen ”Hotspot” der Biodiversität von überregionaler Bedeutung dar. Weiterhin ist er durch seine Wasservorkommen bester Qualität für die Trinkwasserversorgung der Region unverzichtbar. Das sind drei wichtige Gründe neben weiteren, warum wir sehr sorgsam mit dem Altdorfer Wald umgehen und jeglichen Eingriff sehr sorgfältig abwägen müssen.

Aufgrund der Windhöffigkeit, der Eigentumsverhältnisse, sowie einzuhaltender Siedlungsabstände ist der Altdorfer Wald in den Fokus der Windenergieplanungen in Baden-Württemberg gerückt.
Die aktuellen Planungen für den Windpark Altdorfer Wald (WAW) stellen selbstverständlich einen erheblichen Eingriff in den Lebensraum dar.

Die Auswirkungen des WAW für Bevölkerung, Umwelt und Natur werden durch die bereits begonnene immissionsschutzrechtliche Umweltverträglichkeitsprüfung erfasst. Hierbei spielen Arten-, Boden- und Grundwasserschutz wie auch die zu erwartende Geräuschbelastung im Betrieb eine wesentliche Rolle. Bei ausreichender Berücksichtigung dieser Belange in Verbindung mit einem wegweisenden lokalen Ausgleichskonzept schließen BUND, NABU, LNV und die Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz BW eine Windenergienutzung im Altdorfer Wald nicht grundsätzlich aus.

Montag, 27. März 2023

Leserbrief: „Diskussion zunehmend emotional“

 „Diskussion zunehmend emotional“

Zum Thema Windkraft im Altdorfer Wald:

Die aktuelle Diskussion über die Windkraft im Altdorfer Wald wird in den Medien und auch in den betroffenen Gemeinden zunehmend emotional, anstatt lösungsorientiert geführt.

Die Polarisierung der Bevölkerung geht bis in die Familien hinein. Wie unser Ministerpräsident schon anmerkte, haben Windkraftgegner „schlechte Karten“ und werden zu den Verlierern gehören, was die Spaltung vergrößert und den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft weiter schwinden lässt.
Daher an dieser Stelle ein weiterer Versuch, mit einigen Überlegungen faktenbasiert den Gegnern die Windkraft positiver erscheinen zu lassen.

Zum Thema Flächenverbrauch: Pro Windkraftanlage wird ca. 0,5 Hektar versiegelt, d.h. von den 2000 Hektar werden bei 40 Anlagen 20 Hektar oder ein Prozent überbaut.

Zum Thema Ästhetik: Vielleicht lässt sich der möglicherweise als unschön erlebte Anblick eines drehenden Rotors durch den Nutzen relativieren.

Eine zirka sechs Sekunden dauernde Umdrehung des Rotors der geplanten Anlagen erzeugt ca. 15 kWh Strom, ausreichend um mit einem kleinen E-Auto 100 Kilometer zu fahren.

Zum Thema Solidarität: Im Rest der Republik drehen sich schon seit vielen Jahren Windräder mit mehr als 50.000 Megawatt Leistung. Bei uns sind 240 Megawatt geplant, wodurch wir endlich unseren notwendigen Beitrag zur Energiewende im Bereich Windkraft leisten können.

Von den Windkraftgegner wäre zu wünschen, konsensfähige Alternativen für die Energiewende vorzuschlagen. Das alleinige Argument „Windkraft ja, nur nicht bei uns“, folgt dem Sankt-Florians-Prinzip und entbehrt jeder moralischen Grundlage.

Manfred Wölfle, Waldburg

Samstag, 18. Februar 2023

Altdorfer Wald: Ein Hort der Hoffnung

Kontext Wochenzeitung hier  Von Roland Reck| Datum: 15.02.2023

Der Altdorfer Wald ist der größte Forst Oberschwabens und Bühne für viele Akteure in einem Stück, in dem es um Liebe, Ansprüche, Erwartungen und Enttäuschungen geht. Jetzt auch noch um den größten Windpark im Land.

Auszug:

....Der Wald birgt viele Überraschungen. Das war schon immer so. Den einen ist er Quell der Freude, den anderen ist er nicht geheuer. Nun sollen also bis zu 40 himmelhohe Windräder im Altdorfer Wald, der größte Windpark im Land, endlich Hilfe beim Ausbau der grünen Energie bringen, um die digitale Zukunft ohne Energiedebakel zu wuppen. So die Absicht der grün-schwarzen Landesregierung. Ob, wo und wie das geschehen könnte, wird bereits intensiv geprüft, es soll schließlich schneller gehen als in der Vergangenheit. Und der Blick in die ungewisse, aber mit Sicherheit krisenhafte Zukunft, fördert offensichtlich eine Allianz der Zustimmung – unter Schmerzen. Denn der Eingriff in die Natur und in das Landschaftsbild wird gravierend sein. Die trutzige Waldburg aus dem Mittelalter, die steinerne Ruhe ausstrahlt und erhaben auf ihrem Berg weithin sichtbar ist, erhält Konkurrenz von über 200 Meter hohen Windmühlen, deren Zweck es sein wird, unaufhörlich zu rotieren.

Das muss nicht allen gefallen und tut es auch nicht. Die Baumklettergruppe selbst ist gespalten, kleine Teile davon haben am vergangenen Samstag in Stuttgart gar für die Anlagen im "Alti" demonstriert. Auch im Naturschutzverein von Gertrud Kording gehen die Meinungen auseinander, von kategorischer Ablehnung zu rationaler Duldung. Und selbst Forstmann Dingler, einst skeptisch gegenüber der Windenergie, hält sie jetzt für notwendig: "So schnell wie möglich regenerativ und regional."...