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Sonntag, 6. September 2026

"Die Spree soll eine Stimme bekommen"

 

Klimareporter hier Interview:  Tine Heni

Rechte der Natur


Die Lagune Mar Menor in Spanien ist das erste Ökosystem Europas mit eigenen Rechten. In Berlin will ein transdisziplinäres Treffen für Gewässerschutz einer Gesetzesinitiative Rückenwind geben, die auch der Spree eine Stimme verschaffen soll. Mitorganisatorin Barbara Unmüßig erklärt, wie.

Mittwoch, 20. Mai 2026

Mar Menor in Spanien: ein Ökosystem tritt mit eigenen Rechten vor Gericht auf.

 Emmanuel Schlichter, LL.M (Kent)

Gestern hat die Europäische Kommission die Europäische Bürgerinitiative „Rights for Nature“ offiziell registriert.

Heute folgt der nächste historische Schritt:

Zum ersten Mal in der europäischen Geschichte tritt mit dem Mar Menor in Spanien ein Ökosystem mit eigenen Rechten vor Gericht auf.

Diese beiden Momente gehören zusammen.

Mittwoch, 30. Oktober 2024

Naturrechte: Wenn Flüsse und Wälder vor Gericht ziehen können

Es sind sehr positive Aspekte, die im ersten Artikel dargestellt werden. Für mich ist es ein wichtiger Hoffnungs-Anker  in dieser verrückten Zeit, in der wir leben und unsere Erde übernutzen.

In der äußerst konservativen NZZ sieht man das wohl völlig anders, wie schon der Artikelanfang zeigt. Wichtig war für mich dennoch der Hinweis auf ein deutsches Urteil in dieser Richtung.

 hier vom Recherche-Kollektiv Südamerika+Reporterinnen: Ulrike Prinz  26.10.2024

COP16: Von der Ware zum Rechtssubjekt. Was bedeutet es, wenn die Natur Rechte bekommt

Indigene fordern Personenrechte für den Amazonas, als ein global lebenswichtiges Ökosystem. Doch was bedeuten die Rechte der Natur und was ist ihr Vorteil? Fünf Fragen - fünf Antworten



Klimawandel und der Verlust der biologischen Vielfalt sind zu einer Gefahr für die weltweite Nahrungsmittelproduktion und die Wasserversorgung geworden. Auch der wirtschaftliche Druck auf die Ökosysteme nimmt zu. Die Politik lässt sich fast überall vor den Karren der Wirtschaft spannen. Umweltschützer versuchen deshalb zunehmend, den Naturschutz auf dem Rechtsweg durchzusetzen. Ein Instrument dabei sind die Rechte der Natur.

Donnerstag, 11. Juli 2024

Präzedenzfall in Ecuador: die Verschmutzung eines Flusses verletzt die Rechte des Landes

Und Klimaklagen bewirken doch etwas! Das ist ein Vorbild für alle!

Euronews  hier  Von Angela Symons mit APTN  09/07/2024


Besonderes Gerichtsverfahren:
Verschmutzter Fluss in Ecuador muss saniert werden

Im Jahr 2008 hat Ecuador als erstes Land der Welt die Rechte der Natur in der Verfassung festgeschrieben. Jetzt hat ein Gericht einen Präzedenzfall geschaffen: Der Fluss, der durch die Hauptstadt Quito fließt, darf nicht mehr verschmutzt werden.


Ein ecuadorianisches Gericht hat in einem ungewöhnlichen Urteil entschieden, dass die Verschmutzung eines Flusses, der durch die Hauptstadt Quito fließt, die Rechte des Landes verletzt.

Obwohl die Stadtverwaltung von Quito Berufung eingelegt hat, muss dieser Entscheidung unverzüglich Folge geleistet werden. Das Urteil stützt sich auf einen Artikel der ecuadorianischen Verfassung, der die Rechte von Naturlandschaften wie dem Machángara-Fluss anerkennt.

Aktivisten, die die Klage eingereicht hatten, bezeichneten die Entscheidung am Sonntag als "historisch".

Montag, 6. November 2023

Es klingt verrückter als es ist: Wenn ein Fluss vor Gericht zieht

Noch etwas, das Mut machen kann für die Zukunft. Wenn selbst im armen Ecuador die Menschen bereit sind für Veränderung - warum müssen wir uns an veraltetes Denken klammern?

Bild links: bereits 2017 erschien dieses Buch  (hier)
kurzer Auszug daraus: Praktisch angewendet, hätte dies Auswirkungen von enormer Tragweite. Man stelle sich vor: Erdölkonzerne würden im Namen der Weltmeere verklagt, agrarindustriell verseuchte Böden forderten Wiedergutmachung, das Weltklima zöge gegen CO2-intensive Industrien vor Gericht. – Absurd?
Vielleicht auch nicht, man denke an die vielen Klagen, die bereits entschieden oder anhängig sind, die Klagen in Montana oder in Kalifornien zum Beispiel....
siehe dazu auch ein Buch zum gleichen Thema, das ganz neu erschienen ist 2023..

hier im Spektrum  von Hildegard Willer am 17.10.23

Es klingt verrückter als es ist. Wäre die Natur eine juristische Person, könnten Wälder, Meere oder Flüsse all jene verklagen, die sie roden, verschmutzen oder ausbeuten. In Ecuador sind die Rechte der Natur bereits in der Verfassung verankert.

Montag, 30. August 2021

Es geht weiter: Noch eine Umweltkatastrophe

Riesige Menschenkette um das Mar Menor  hier

Im Südosten Spaniens steht Europas größte Salzwasserlagune vor dem Kollaps: Tonnenweise werden tote Fische an die Strände des Mar Menor gespült. Nun haben 70.000 Menschen gegen die Umweltpolitik protestiert.

Aus Protest gegen eine der schlimmsten Umwelttragödien der vergangenen Jahre in Spanien haben 70.000 Menschen Europas größte Salzwasserlagune symbolisch umarmt. Sie bildeten eine Menschenkette um das komplette Mar Menor herum, ganze 73 Kilometer, berichteten spanische Medien.

Mein Eindruck: Zum Glück gibt es inzwischen so viele Menschen, die nicht zulassen, dass Umweltkatastrophen einfach mal wieder ignoriert werden! Jetzt geht es darum, auch die furchtbar langsam agierende Politik dazu zu zwingen, sich endlich zu bewegen. Es gibt genügend Gesetze und Vorlagen, wir wissen das von den jüngsten Rechtsprechungen durch Gerichte ganz genau,  diese müssen  einfach angewendet werden! 0 Toleranz für die heutigen Umwelt- und  Klimabremser im Lobby-Auftrag- diese dürfen nicht weiter auf  Kosten der Allgemeinheit agieren.