Das kleine Siedlungsgebiet Hirschlatt scheint in den Fokus der Planer gerückt zu sein.
Wir kennen Hirschlatt bereits aus der Regionalplan- Fortschreibung: Der Regionalverband übernahm den dort geplanten Schwerpunkt für Gewerbe und Industrie in die Endfassung, obwohl der Stadtrat dagegen gestimmt hatte. Eine der besonders zweifelhaften Entscheidungen seitens des Regionalverbandes.
Nun geht es um eine stark verdichtete Wohnbebauung, die die Stadt in Hirschlatt anstrebt und die natürlich das Potential in sich trägt, das soziale Miteinander massiv zu verändern.
Dennoch zeigt die Stadt hier eine gewisse Weitsicht auf, bezogen auf die Art der geplanten Bebauung.
Ja es stimmt nun mal, was Hr. Ruppert im Kommentar dazu bemerkt: Wir werden uns überall an diese verdichtete Bauweise gewöhnen müssen, auch wenn sie uns vielleicht nicht gefällt.
Ich möchte ergänzen: Es kommt ganz darauf an wie es umgesetzt wird - werden soziale Komponenten zu Ende gedacht, wird der ÖPNV mit einbezogen? Das ist die neue Herausforderung der heutigen Zeit.
Schwäbische Zeitung hier
Wohnraum für viele Zielgruppen
Die Stadt will mit dem neuen Projekt den Mangel an Wohnraum in Friedrichshafen bekämpfen. Insbesondere soll in Hirschlatt auch bezahlbarer Wohnraum entstehen, heißt es in der Sitzungsvorlage zum PBU. Durch die Realisierung von verschiedenen „Gebäudetypologien“ könne Wohnraum für viele Zielgruppen geschaffen werden. Vorgesehen sind demnach neben Mehrfamilienhäusern auch Doppel- und Reihenhäuser.
Denkbar wären laut Stadt auch Mehrfamilienhäuser als gemeinschaftliche oder genossenschaftliche Wohnbauprojekte oder die Schaffung von gefördertem Wohnraum seitens der Stadt.
Mit den unterschiedlichen Gebäudetypen und einem verstärkten Fokus auf eine verdichtete Bebauung werde dem Grundsatz des schonenden Umgangs mit Fläche und Boden Rechnung getragen. Mit diesem Ansatz sei die Realisierung von bis zu 150 Wohneinheiten möglich.

