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Mittwoch, 19. August 2026

Bei Themen, die das Land etwas länger als eine Amtszeit lang beschäftigen werden, wäre man als Bürger ganz dankbar für eine Strategie

 Zeit  hier  Ein Kommentar von Dr.Stefan Schmitt  17. August 2026

Wer wird denn da gleich handeln wollen

Klimaanpassung ins Grundgesetz? Die Debatte darum legt offen, wie unverhältnismäßig die Bundesregierung auf diesen Hitzesommer reagiert. Gleich in dreierlei Hinsicht.

Historischer Hitzesommer und schweißmattes Schweigen – lange hat diese Republik auf die Reaktion ihrer Regierung gewartet. Inzwischen gibt es zumindest eine Diskussion. Sie folgt, wenngleich in Sommerzeitlupe, auf den Vorstoß von Carsten Schneider. 

Freitag, 31. Juli 2026

Spanien: Netzwerk von Hitze-Schutzräumen wird aufgebaut

 

hier Deutschlandfunk  28.12.2025

Spaniens Regierungschef Sánchez hat den Aufbau eines landesweiten Netzwerks von Hitze-Schutzräumen angekündigt.

Verheerende Dürre und sehr hohe Temperaturen seien keine Seltenheit mehr, sagte er bei einer Klimakonferenz in der Hauptstadt Madrid. Sánchez verwies darauf, dass es in manchen Sommern eine einzige lange Hitzewelle gebe, die sich von Juni bis August erstrecke.

Als eine der ersten Städte in Spanien hat Barcelona bereits mit Klimaanlagen ausgerüsteten Hitze-Zufluchtsräume etwa in Bibliotheken, Schulen und Behörden eingerichtet.

Donnerstag, 30. Juli 2026

9.800 Hitzetote seit Anfang April

 Michael Sterner

Wer übernimmt hier Verantwortung? 

Seitens Bundeskanzler ausgesessen, nicht mal erwähnt. Seitens Bundeswirtschaftsministerin wird der Klimawandel noch forciert:

👉 keine technologieoffene Ausschreibung für Reservekraftwerke, sondern Subvention fossiler Gaskraft statt privatfinanzierte Speicher
(ja, wir brauchen langfristig auch Backup-Gaskraft, aber eben langfristig und dann bitte mit erneuerbaren Gasen und Biogas/methan kann das bereits heute)

👉 fossile Öl- und Gaskessel weiter und nach 2045 betreiben

👉 Netzausbau-Verzögerung belohnen über (abgeschwächten) Redispatch-Vorbehalt -> weniger EE-Ausbau

👉 Psychologisches Signal an alle Hausbesitzer und Gewerbetreibenden: keine Stromsteuersenkung, keine feste Einspeisevergütung EEG mehr - wir haben Euch nicht gern dabei bei der Energiewende - die Fossilen bleiben im Geschäft

Dienstag, 28. Juli 2026

Wassernotlagen? Willkommen im neuen Normal

 

Petra Pinzler /  ZEIT. 

Was passiert, wenn man eines Morgens feststellt: Das Bild, das man von sich hat, stimmt nicht mehr?

Es gibt drei mögliche Reaktionen: Man kann die neue Wirklichkeit ignorieren. Man kann sie akzeptieren und trotzdem nichts an seinem Verhalten ändern. Oder man verändert sich.

Genau in dieser Situation stecken wir alle – und es ist noch nicht klar, wie die Reaktion ausfallen wird. Denn das Deutschland, in dem wir bisher gelebt haben, existiert so nicht mehr. Das war ein Land mit einem Überfluss an Wasser. Jetzt müssen wir damit umgehen, dass wir immer entweder viel zu wenig oder viel zu viel haben.

Freitag, 24. Juli 2026

Hitzeschutzkonzept der Bundesregierung: stabil

 

Sven Wiechert / LinkedIn

Unvermögen oder Ignoranz?

Nächste Woche knackt Deutschland wieder die 30-Grad-Marke.

Extremwetter ist längst kein „Sommerwetter“ mehr, sondern eine reale Bedrohung für unsere Wirtschaft, die Infrastruktur und die Gesundheit von Millionen Menschen. Das RKI schätzte allein bis Ende Juni über 5.000 hitzebedingte Todesfälle in Deutschland. 5.000 Todesfälle!

Wer die Klimakrise weiterhin als bloße „Wetterentwicklung“ abtut oder beobachtet, ignoriert die ökonomischen und gesellschaftlichen Realitäten. 

Donnerstag, 23. Juli 2026

Hitze und Dürre: 2,1 Milliarden Euro. Weg. In vier Wochen.

Sasja Beslik

Wie eine europäische Hitzewelle gerade die diesjährige Getreideernte beeinträchtigt hat 

-Weizen, Gerste, Mais – in ganz Frankreich, Ungarn, Spanien und Deutschland.
Ungefähr 5 % des gesamten Wertes der Ernte, ausgelöscht, solange sie noch im Boden war.

Montag, 20. Juli 2026

Kleines Sammelsurium des Klimawandels: Austrocknende Flüsse

Benjamin Horton

Wenn ein großer Fluss austrocknet

Die Loire ist der längste Fluss Frankreichs und ein Symbol für die natürliche Schönheit, Geschichte und Identität der Nation.

Im Juli sollte er durch das Herz des Loire-Tals fließen und Ökosysteme, Landwirtschaft und Gemeinden erhalten. 

Stattdessen zeigt dieses Bild einen Fluss, der auf einen schmalen Kanal reduziert wurde, der sich durch weite Flächen freiliegenden Sandes schlängelt.

Freitag, 17. Juli 2026

Lieber Herr Bundeskanzler Friedrich Merz, Gesprächsangebot!

Niklas Höhne, LinkedIn

Ihre Äußerungen bei der Bundespressekonferenz machen mich etwas stutzig, weil Sie Dinge zu suggerieren scheinen, die nicht dem wissenschaftlichen Stand entsprechen. 

Ich bin sicher eine Reihe von Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern wäre jederzeit bereit für ein kurzes Briefing zu aktuellen Lage der Klimakatastrophe und einem möglichem Umgang damit. 

Klimaschutz und Hitzeschutz sind Gesundheitsschutzprojekte

Jörg Schmid / Notarzt 

Ich habe als Notarzt in der Hitzewelle tote Menschen in ihren Wohnungen gefunden. 

Deutschlandweit >5000 Hitzetote in der letzten Hitzewelle – und jetzt? Forderungen an die Politik reichen nicht. Wir müssen es wohl erst mal selbst in die Hand nehmen.

Klimaschutz ist kein rein ökologisches Thema mehr – es ist harte Wirtschafts- und Sicherheitspolitik.

Peter Fuermetz / LinkedIn

Bis zum Jahr 2030 rechnet eine Allianz-Studie mit wirtschaftlichen Hitzeschäden von 120 Milliarden Euro allein für Deutschland. 

Gleichzeitig fordert die Hitze auch gesundheitlich ihren Tribut: Wir verzeichnen mittlerweile mehr Hitzetote als Verkehrstote. 

Dienstag, 14. Juli 2026

Wenn 𝐦𝐚𝐧 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐳𝐮𝐠𝐢𝐛𝐭, wie gefährlich Hitze ist, müsste man auch sagen: Wir haben versagt

 Martin Jendrischik / LinkedIn


𝐒𝐢𝐞 𝐰𝐞𝐫𝐟𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐏𝐨𝐥𝐢𝐭𝐢𝐤 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐯𝐨𝐫, 𝐝𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐟𝐚𝐡𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐇𝐢𝐭𝐳𝐞 𝐛𝐞𝐰𝐮𝐬𝐬𝐭 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐳𝐮𝐫𝐞𝐝𝐞𝐧?

"Ja. Wenn 𝐦𝐚𝐧 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐳𝐮𝐠𝐢𝐛𝐭, wie gefährlich Hitze ist, müsste man auch sagen: Wir haben versagt. Wir müssen unsere Schuld eingestehen. Und dann müsste man irgendwann zum Beispiel auch Frau Reiche fragen, ob sie mit diesem 𝐟𝐨𝐬𝐬𝐢𝐥𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐚𝐜𝐡𝐬𝐢𝐧𝐧 aufhören und 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐚𝐬 𝐆𝐞𝐠𝐞𝐧𝐭𝐞𝐢𝐥 machen kann."

Interview des Jahres mit dem 𝐒𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭𝐬𝐞𝐱𝐩𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐧𝐮𝐞𝐥 𝐀𝐭𝐮𝐠, Gründer und Sprecher der Arbeitsgruppe Kritische Infrastrukturen (AG Kritis). 

Sonntag, 12. Juli 2026

Da ignoriert die Diskussion einen physikalischen Elefanten

 Alexander Rau / LinkedIn

Warum Kühltürme nicht kühlen!

Das klingt paradox, ist aber reine Thermodynamik. Ein „Kühlturm“ ist kein Kälteaggregat, sondern ein konvektiver Wärmeübertrager, der „Abfall“-Abwärme in die Atmosphäre pumpt.

Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist unbestechlich: Bei einem elektrischen Wirkungsgrad von ca. 33 % emittiert ein Kernkraftwerk etwa das Doppelte seiner elektrischen Leistung als thermische Abwärme.

Aus der Regierung kein Wort zu den bedrückenden Zahlen von über 5000 Hitzetoten im Juni.

 

Dr. med. Eckart von Hirschhausen

Wieder ein heißes Wochenende. Aus der Regierung kein Wort zu den bedrückenden Zahlen von über 5000 Hitzetoten im Juni. 

Hätte ich von Christdemokraten erwartet.
Und von einer Wirtschaftspartei eine Einordnung der Zahlen der Allianzstudie, dass uns jeder Hitzetag nicht nur Menschenleben sondern auch fast 500 Millionen Euro kostet. 

Stattdessen ein fossiles weiter so, was unseren Rückstand auf die Weltwirtschaft und die Klimaziele betoniert und die Atmosphäre weiter aufheizt. 

Wir sind auf keinem guten Weg. Und die Weichen, die wir dringend stellen sollten heißen: mehr Batteriespeicher, mehr Anpassung im Gesundheitswesen und Heizungen in Gebäuden, die auch kühlen können. Gibt es. 

Klimaanlagen sind im Prinzip Wärmepumpen. Und moderne Geräte können sehr effizient beides. Überraschung. Und dafür braucht man weder Gas noch Wasserstoff. Es ist zum Hirn-Erweichen. Bitte behaltet dieser Tage einen kühlen Kopf! Habt einen schönen Sonn-Tag mit viel Schatten.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Und der Kanzler? Schweigt bis heute

 

‪Katharina Dröge, MdB‬

 ‪@katharinadroege.bsky.social‬

Mehr als 5500 Menschen, die im Juni an Hitze gestorben sind 

Und wird er im Bundestag damit konfrontiert: Dreht er sich weg und liest Papiere... Eine erschreckende Gleichgültigkeit & Respektlosigkeit gegenüber den Rettungskräften


‪Armin Grau‬  ‪@armingrau.bsky.social‬

Was für ein missachtendes Verhalten von Bundeskanzler Merz. Katharina Dröge spricht von den vielen Hitztoten der letzten Wochen und dankt den Rettungskräften, für die Merz kein Wort übrig hat. Und was macht Merz, er wendet sich konsequent ab. Wir ignorant ist das denn!

Dienstag, 7. Juli 2026

Europa erlebt nicht einfach nur einen heißen Sommer. Es steht vor einer kontinentalen Hitzekrise.

 

Behavior x Climate / LinkedIn

Wenn die Nächte nicht mehr abkühlen

Frankreich, Spanien, Italien, Deutschland, Polen und Teile des Balkans erleben Temperaturen, die über 40°C steigen, während einige Regionen in Frankreich alarmierende 44°C erreichen.

Sonntag, 5. Juli 2026

Mehrheit der Deutschen macht sich große Sorgen wegen des Klimawandels

 

Zeit hier  Quelle: DIE ZEIT, dpa, yer
2. Juli 2026

Hitzeschutz:

Neun von zehn Deutschen fordern laut ARD-»DeutschlandTrend« mehr Investitionen in den Hitzeschutz. 

Zwei Drittel der Deutschen machen sich große oder sehr große Sorgen, dass der Klimawandel die Lebensgrundlagen zerstört. 
Das geht aus dem aktuellen ARD-DeutschlandTrend hervor.
Frauen äußern diese Sorge mit 74 Prozent deutlich häufiger als Männer (59 Prozent).

89 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, dass mehr Geld in den Hitzeschutz etwa für Verkehrswege, Schulen und Krankenhäuser investiert werden sollte.
Dagegen sind nur neun Prozent. 

Eine Mehrheit von 58 Prozent lehnt die Auffassung ab, der Klimaschutz sollte angesichts anderer Krisen vorübergehend politisch in den Hintergrund treten.
36 Prozent stimmen dieser Aussage zu.

59 Prozent sehen beim Klimaschutz vor allem die Industrie in der Verantwortung, 33 Prozent eher die Verbraucherinnen und Verbraucher.
Eine stärkere Berücksichtigung ökologischer Kosten im Preis von Waren und Dienstleistungen, etwa über eine CO₂-Steuer, unterstützen 38 Prozent, während 54 Prozent dies ablehnen.

Für den DeutschlandTrend wurden vom 29. Juni bis 1. Juli 1.317 Wahlberechtigte ab 18 Jahren in Deutschland telefonisch und online befragt. Die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ.

Montag, 29. Juni 2026

Fast schon unterlassene Hilfeleistung - Das wäre ihr Job Herr Bundeskanzler!

 

Deutschlandfunk hier


Hermann Ude, LinkedIn

Ohrenbetäubend schweigen sie,

Friedrich Merz,
Katherina Reiche,
Carsten Linnemann,
Gitta Connemann
Markus Söder

während die Hitzewellen in Europa Infrastruktur vernichten,
Menschen töten und eine Spur der Verwüstung durch unsere Natur ziehen. 

Wassernotstand im Juni.
Sie ducken sich feige weg und hoffen, dass Sie das kastrierte Gebäudeenergiegesetz, die Rücknahme der Klimaziele, die Aufhebung zahlreicher Naturschutzgesetze und den Ausbau der Gasinfrastruktur noch im Herbst durch die Parlamente bekommen.

Samstag, 13. Juni 2026

Schutz vor Hitze ist eine soziale Frage

Euronews hier  Von Marta Iraola Iribarren  am 11/06/2026 

WHO: Europa muss nach 200.000 vermeidbaren Hitzetoten handeln


Hitzewellen fordern in Europa jedes Jahr Tausende Todesopfer. Laut WHO ließen sich viele dieser Fälle mit konsequenter Politik vermeiden.
Jedes Jahr nimmt weltweit die Zahl hitzebedingter Erkrankungen und vorzeitiger Todesfälle durch extreme Hitze zu.