Mittwoch, 23. September 2026

Geplantes Vergesellschaftungsverbot: Enteignung als "Privileg der CDU" für das Auto und den Kohleabbau

 Peter W. / LinkedIn

"Ein solches Gesetz wäre demokratisch fragwürdig und juristisch heikel."

"Man kann Vergesellschaftung für den falschen Hebel gegen hohe Mieten halten. Aber es lässt sich nicht leugnen, dass die Forderung große demokratische Legitimität hat. Die Berliner haben sich in einem Volksentscheid dafür entschieden."

"Sollte die Bundesregierung nun ein Verbot der Vergesellschaftung beschließen, könnte das die Reihen in Berlin schließen. Den Grünen etwa dürfte es dann noch schwerer fallen, trotz linker Mehrheit in der Stadt einen CDU-Mann zum Regierenden zu wählen. Die Berliner SPD würde es weiter von ihren Genossen im Bund entfremden."

TAZ hier Kommentar von Kersten Augustin 22.9.2026

Geplantes Vergesellschaftungsverbot: Friedrich Merz als Wahlhelfer für die Linke

Der Bundeskanzler will die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen verbieten. Damit macht er nicht nur politisch, sondern auch strategisch einen Fehler.

Nach den Wahlniederlagen der CDU hat der Bundeskanzler einen Plan: Er will schnell ein Gesetz auf den Weg bringen, das die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen verbietet, die die Linke nach ihrem Wahlsieg in Berlin umsetzen will. Auweia!

Die Erfahrung lehrt, wenn Friedrich Merz einen Plan hat, kann das nach hinten losgehen. Unabhängig davon, ob man Vergesellschaftung nun richtig findet, ob einen die Aussicht auf eine rot-grün-rote Regierung träumen oder schaudern lässt: Ein solches Gesetz wäre demokratisch fragwürdig und juristisch heikel. Und es wäre aus Sicht der Union auch ein strategischer Fehler.

Es gibt eine Floskel, die einem in den Sinn kommt: „Würden Wahlen etwas ändern, wären sie verboten.“ Der Satz ist zynisch und falsch, aber die Politikverdrossenheit, die aus ihm spricht, würde die Bundesregierung mit einem Verbot verstärken.


Man kann Vergesellschaftung für den falschen Hebel
gegen hohe Mieten halten.

Aber es lässt sich nicht leugnen,
dass die Forderung große demokratische Legitimität hat.
Die Berliner haben sich in einem Volksentscheid dafür entschieden.


Nun gibt es keinen demokratischen Anspruch darauf, dass ein unverbindlicher Volksentscheid umgesetzt wird. Aber es ist das eine, ihn zu ignorieren wie die amtierende Landesregierung. Gravierender ist es, die Umsetzung verbieten zu wollen, bevor ein Gesetz beschlossen wurde.

Ein pauschales Verbot ist kaum möglich

Noch ist unklar, wie Merz das Verbot konkret umsetzen will. Grundsätzlich kann der Bund den Ländern reinregieren, und das ist mit Blick auf Sachsen-Anhalt auch gut so. Juristisch dürfte ein pauschales Verbot der Vergesellschaftung kaum möglich sein. Möglich wäre, sie durch ein Bundesgesetz komplizierter und teurer zu machen. Das aber wäre juristisch und politisch umstritten.

Und deshalb macht Merz auch strategisch einen Fehler. Noch kann eine mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin an vielen Punkten scheitern: an linkem Antisemitismus und dem unsouveränen Umgang damit oder an einer Kampagne, die eine linke Regierung unbedingt verhindern will und gerade erst Fahrt aufnimmt.

Sollte die Bundesregierung nun ein Verbot der Vergesellschaftung beschließen, könnte das die Reihen in Berlin schließen. Den Grünen etwa dürfte es dann noch schwerer fallen, trotz linker Mehrheit in der Stadt einen CDU-Mann zum Regierenden zu wählen. Die Berliner SPD würde es weiter von ihren Genossen im Bund entfremden. Eine neue, rot-grün-rote Regierung könnte erst mal gegen das Verbot klagen, erhielte beim Streitthema Vergesellschaftung Aufschub bis zu einer juristischen Entscheidung und könnte bis dahin linke Mietenpolitik umsetzen.

Und Friedrich Merz? Der würde am Ende seiner politischen Karriere noch mal zum Wahlhelfer der Linken werden.




Michael Sterner

Wenn die oberen 10.000 Geld verlieren: Sofort-Stopp-Gesetze. Wenn 16.000 Hitzetote sterben: Keine Reaktion.


Kommentar: Peter Schildwächter 

Dabei geht es hauptsächlich um seit Ewigkeiten ungenutzten *Büroraum*. 

Verstaatlichen darf nun mal nur die größte Enteignungspartei Union und auch nur für ein einzelnes Verkehrsmittel und seinen Wohnraum: das Auto! 

Ganze Dörfer für den Abbau von viel zu teuren Treibhauseffekt-Energieträgern enteignen und wegbaggern ist aber auch noch okay. 💸






Tino Pfaff

Lobby-Kanzler Merz will das Grundgesetz angreifen.

Die Linke gewinnt in Berlin & Merz steht kurz vor dem Aus. Nun könnte man meinen der "Noch-Kanzler" stellt sein Lobbyisten-Dasein in Frage.

Falsch gedacht! 

Gemäß dem berliner Volkswillen strebt die Linke Berlin die Vergesellschaftung großer Wohnungskonzerne an. Fritze Merz schmeckt das garnicht.

Kein Wunder: Hält BlackRock bspw. an Vonovia
- Beteiligungen von ca. 7,91 % 
- Direkte Aktien von ca. 7,01 % &
- Finanzinstrumente von ca. 0,90 % (Bspw. Anleihen)

Das macht BlackRock (neben der norwegischen Norges Bank) zum größten institutionellen Investor von Vonovia.

Ein Schelm wer Böses denkt...






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