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Samstag, 12. September 2026

Eine ganze Reihe von gesellschaftlich benachteiligten Gruppen: unter anderem Frauen, Kinder, Einwanderer und Menschen mit Behinderung

Deutschlandfunk hier   12.09.2026

UNO-Sonderberichterstatter sieht wachsende Ungerechtigkeit in Deutschland

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat sich mit der sozialen Situation in Deutschland beschäftigt.

Der UNO-Sonderberichterstatter und Menschenrechtsexperte Surya Deva forderte die Bundesregierung dabei auf, die Sozialsysteme zu stärken. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Gesellschaftsgruppen würden zunehmend zum Problem; Einkommen und Vermögen seien deutlich ungleichmäßiger verteilt als noch vor einigen Jahren.

Deva betonte, dies gehe zu Lasten einer ganzen Reihe von gesellschaftlichen Gruppen; benachteiligt seien unter anderem Frauen, Kinder, Einwanderer und Menschen mit Behinderung. 

Frauen würden beispielsweise im Schnitt rund 16 Prozent weniger verdienen als Männer. Dieser so genannte Gender-Pay-Gap sei größer als in fast allen anderen westlichen Industrienationen. Deva schlägt in seinem Bericht für den Menschenrechtsrat unter anderem vor, die Erbschaftssteuer anzuheben.

Diese Nachricht wurde am 12.09.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.



Samstag, 9. Oktober 2021

Ein Paukenschlag: Saubere Umwelt wird Menschenrecht

UN-Resolution beschlossen  

hier ARD Tagesschau

Menschen überall auf der Welt sollen ein Recht auf ein Leben in einer sauberen und gesunden Umwelt haben. Eine entsprechende Resolution der Vereinten Nationen wurde vom UN-Menschenrechtsrat mit großer Mehrheit angenommen.

Einen "historische Durchbruch" nannte der UN-Sonderbeauftragte für Menschenrechte und Umwelt, David Boyd, die Resolution. Darin hat der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen den Zugang zu einer sauberen und gesunden Umwelt als grundlegendes Menschenrecht anerkannt.

Die Resolution wurde trotz der Kritik einiger Länder, insbesondere der Vereinigten Staaten und Großbritanniens, mit großer Mehrheit angenommen. 43 Nationen stimmten für den von Costa Rica, den Malediven, Marokko, Slowenien und der Schweiz vorgeschlagenen Text. Russland, Indien, China und Japan enthielten sich.

Der Beschluss solle helfen, künftig strengere Umweltgesetze durchsetzen und damit effektiver gegen Klimawandel, Artensterben sowie Luft- und Wasserverschmutzung vorgehen zu können, erklärte der UN-Sonderbeauftragte Boyd.

"Eine starke Botschaft"

Der UN-Beschluss habe "lebensveränderndes Potenzial in einer Welt, in der die globale Umweltkrise jedes Jahr mehr als neun Millionen Tote verursacht", sagte Boyd weiter.

Costa Ricas Botschafterin Catalina Devandas Aguilar sagte, die Entscheidung werde "eine starke Botschaft an Gemeinden auf der ganzen Welt senden, dass diejenigen, die mit Klimanot zu kämpfen haben, nicht allein sind".

Recht auf saubere Umwelt in nationalen Verfassungen?

Die erstmals in den 1990er-Jahren diskutierte Resolution ist rechtlich zwar nicht bindend, habe aber das Potenzial, globale Standards zu prägen und als Argumentationsgrundlage für Anwälte und Klimaaktivisten zu dienen.

"Diese Resolution ist besonders wichtig für all die Umwelt- und Menschenrechtsverteidiger, die, oft unter großem persönlichen Risiko, für den Schutz von Land, Luft, Wasser und dem Ökosystem eintreten, von dem wir alle abhängen", betonte Boyd. Der Sonderbeauftragte forderte Regierungen weltweit auf, das Recht auf eine saubere Umwelt auch in nationale Verfassungen zu übernehmen.