Forscher schlagen vor, in Wäldern gezielt Pilze anzubauen – in unseren Breiten Edel-Reizker. Das hätte gleich doppelt positive Folgen fürs Klima
Die Lebensmittelproduktion leistet oftmals einen unterschätzten Beitrag zur Erwärmung des Planeten. Eine neue Studie kam erst vor wenigen Tagen zu dem Schluss, dass allein durch die Herstellung von Lebensmitteln die Durchschnittstemperatur auf dem Planeten bis zum Jahr 2100 um 0,9 Grad steigen könnte. 60 Prozent davon würden auf das Konto von Methan entfallen, weitere 20 Prozent auf CO2. Für die restlichen 20 Prozent sorgt das weniger bekannte Treibhausgas Lachgas, das vor allem von Düngemitteln stammt.
Wie also ließe sich Essbares klimaneutraler herstellen? Zwei britische Forscher warten im Fachblatt "PNAS" mit einem Vorschlag auf, der auf zweifache Weise gegen die Klimaerwärmung hilft: Wenn bewirtschaftete Flächen gezielt zur Speisepilzproduktion genützt würde, könnten solche zusätzlichen Wälder zum einen mehr Kohlenstoff binden. Zum anderen gäbe es mit den Speisepilzen eine proteinreiche und zudem kohlenstoffneutrale Nahrungsquelle.
