Noch ein bisher unbekannter Aspekt der Pilze, siehe dazu auch
hierHeise hier 22.05.2023 Andrea Hoferichter
Ob Schimmel, Hefen oder Champignons: Pilze sind kälter als ihre Umgebung – und sie taugen als essbare Kühlmittel.
Radamés Cordero von Johns Hopkins University in Maryland, USA, ist so etwas wie ein Papparazzi für Pilze. In einem lokalen Park machte der Forscher schon mehrfach Jagd auf sie – mit einer Infrarotkamera. Rund 20 Arten konnte er so ablichten. Die Wärmebilder zeigen: Alle Pilze waren kälter als die Umgebung, oft um mehrere Grad Celsius. Zwar ist das Phänomen nicht neu. Aber es seien aber die ersten Untersuchungen des Effekts in freier Wildbahn und mit Wärmebildkamera, so Cordero.
Hinzu kommt: Infrarotaufnahmen von Schimmel- und Hefepilzen im Labor zeigen den gleichen Befund. "Die sogenannte Hypothermie, die von manchen Pilzen schon bekannt war, trifft auch auf die mikrobielle Welt zu. Die Welt der Pilze ist ganz offensichtlich besonders kalt", sagt Arturo Casadevall, ein Kollege Corderos und Co-Autor der kürzlich im Fachblattt "PNAS" veröffentlichten Studie.