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Donnerstag, 23. November 2023

Die Firma Winterhalter überdacht ihre Parkplätze mit Solaranlagen – warum hadern ZF und Airbus?

Es würde mich sehr wundern, wenn sich das langfristig nicht lohnen würde - der Energiepreis wird hoch gehen, das wissen wir doch. Aber noch  ist die langfristige Sicht nicht überall angekommen, die Entscheidungen werden oft genug  auf kurze Sicht gefällt. Wobei es natürlich noch besser geht: in Kombination mit Wohnflächenbau über Parkflächen und oben drauf Dachbegrünung mit PV-Anlagen.

Südkurier hier Benjamin Schmidt

Der Spülmaschinenhersteller aus Meckenbeuren will es vormachen: Bald stehen Pkw der Beschäftigten unter Solarmodulen. Warum andere Unternehmen weniger enthusiastisch sind.

Donnerstag, 4. August 2022

Sie treten fürs Klima in die Pedale

03.08.2022  |  VON HOLGER KLEINSTÜCK  hier

Sie treten fürs Klima in die Pedale

Uhldingen-Mühlhofen27 088 Kilometer haben die 18 Teams mit 136 Radfahrern aus der Gemeinde Uhldingen-Mühlhofen während der Aktion des Netzwerks Klima-Bündnis „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“ bewältigt. „Dabei sind rund vier Tonnen Kohlendioxid eingespart worden“, teilte Bürgermeister Dominik Männle während der Siegerehrung am Welterbesaal mit. Er wies aber auch darauf hin, dass sich gegenüber dem Vorjahr weniger Personen an der Aktion beteiligten.

..... Egal ob beruflich oder privat – Hauptsache kohlendioxidfrei unterwegs“, hieß es in der Ausschreibung. Teilnehmen konnten alle, die in der Gemeinde wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen.....


29.07.2022 Südkurier hier

Radfahrer sammeln 225.230 Kilometer

Friedrichshafen – Rauf aufs Fahrrad: Friedrichshafen war in Bewegung und setzte ein Zeichen für den Klimaschutz und die Gesundheit. Und die Bilanz 2022 kann sich mehr als sehen lassen: Für Friedrichshafen traten 37 Teams mit insgesamt 1038 aktiven Radelnden bei der Stadtradeln-Aktion in die Pedale. Gemeinsam radelten sie 225.230 Kilometer, wie die Stadt mitteilt.

„Die Bilanz der diesjährigen Aktion ist überaus erfreulich. Die Kilometerzahl hat sich im Vergleich zu 2021 um rund 10.000 Kilometer erhöht“, so Stefan Valentin, Verantwortlicher bei der Stadt Friedrichshafen für die Aktion. ......

In der Städtewertung im Bodenseekreis wurden insgesamt 855.343 Kilometer geradelt. Hier liegt Friedrichshafen mit 225.230 Kilometer an der Spitze vor Markdorf (104.160 Kilometer), Tettnang (95.903 Kilometer), Meckenbeuren (85.167 Kilometer) und Frickingen (36.370 Kilometer).

Dienstag, 1. Februar 2022

Meckenbeuren stellt Weichen bis 2040

Das statistische Landesamt geht in Meckenbeuren  bis 2035 von einem Zuwachs von 176 reellen Einwohnern aus - daraus und aus der Plausibilitätsprüfung wird ein Wohnflächenbedarf von 13,3 ha (schnell aufgerundet auf 15 ha) abgeleitet.
Weil ja die bestehende Bevölkerung in Meckenbeuren auch immer mehr Platz in Anspruch nimmt.

Ein wahrhaft großzügiger Ansatz, um weitere 15 ha zu versiegeln (150.000 m²)
Hier wird die Berechnung des Regionalverbandes exakt weitergeführt - gangbare Maßnahmen zur Reduzierung der Fläche hat der Regionalverband nicht vorgeschlagen, das hält er nicht für seine Aufgabe. Warum eigentlich nicht, die Eindämmung des Flächenfraßes ist doch schon sehr lange ein Thema?

Ein neues Gutachten der 12 Regionalverbände im Land (hier) hat zumindest ergeben, dass mit einer Vorgabe der Mindestwohndichte sehr viel mehr Menschen mit Wohnraum versorgt werden könnten, wenn die Fläche immer knapper wird. Alleine im Regionalverband Bodensee-Oberschwaben hätte (bei Einhaltung des Landes-Referenzwertes) in nur 3 Untersuchungsjahren für über 2.700 Personen zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden können.

Meckenbeuren will Unterzentrum werden, da gilt als Landes-Referenz eine Wohnraumdichte von 63 Einwohnern/ha. Grob gesagt - der Einwohner-Zuwachs könnte mit 3 ha erledigt sein. Und selbst wenn doppelt so viele Neubürger kommen - selbst dann wären 6 ha genug.
Dem Wohnflächen-Zuwachs der bestehenden Bevölkerung sollte man mit anderen Maßnahmen beikommen. Doch das kostet die Kommune Arbeitszeit (hier und hier). Ein Flächenmanager der sich darum kümmert und mit den betroffenen Menschen nach Lösungen sucht, wäre notwendig. Das zahlt sich vielleicht nicht kurzfristig aus, langfristig aber schon.

Erst vor Kurzem hat Meckenbeuren bekannt gegeben, dass es bis 2040 klimaneutral sein will. hier. Spielt bei dieser Überlegung  das Thema Flächenfraß auch eine Rolle?


Schwäbische Zeitung

Flächennutzungsplan zeigt Potenziale auf - Überhang bei Wohnbau wie Gewerbegebieten

Ihre Grenzen aufgezeigt bekommt die Schussengemeinde Meckenbeuren mit dem Flächennutzungsplan (FNP) - positiv gesehen. 15 bis 20 Jahre gibt das Planungsinstrument - für gewöhnlich - die Entwicklungsmöglichkeiten vor, die dann Bebauungspläne konkretisieren. Im jetzigen Stadium der Fortschreibung hat der Gemeinderat erfahren, dass bei den denkbaren Wohnbauflächen ein enormer Überhang besteht. 15 Hektar sollen in den FNP einfließen. Schöpfen lässt sich jedoch aus einem Pool von 37 Hektar.
Ähnlich verhält es sich bei den Gewerbeflächen: Das Reservoir umfasst 31 Hektar (inklusive Mischgebiete), davon zählen allein 16 zur Erweiterung des Gewerbegebiets Ehrlosen. Auch hier sollen es letztlich 15 Hektar im FNP sein.

Donnerstag, 13. Januar 2022

"Meckenbeuren will bis 2040 klimaneutral sein"

Schwäbische Zeitung  hier  Roland Weiß

Was alles zum Klimaleitbild 2040 gehört, lässt sich nachlesen im Ratsinformationssystem der Gemeinde-Homepage, Beschlussvorlage 192 zur Sitzung vom 15. Dezember. „Die Gemeinde Meckenbeuren verhält sich energetisch vorbildlich und animiert die Öffentlichkeit durch aktive Kommunikation ebenfalls zu energiebewusstem Handeln“, ist der erste Satz des Leitbilds.

Samstag, 18. Dezember 2021

Meckenbeuren: B30 neu um Meckenbeuren ist großen Planungsschritt weiter

Schwäbische Zeitung hier

... liegt aus Tübingen eine ausführliche Pressemitteilung vor..... : Die Vorplanung für die östliche Umfahrung von Meckenbeuren ist abgeschlossen, der nächste Schritt kann erfolgen – und wenn die Ministerien am Ball bleiben vielleicht 2022 schon der übernächste. Mit ihm kommt die Entwurfsplanung in Sichtweite.

Sonntag, 25. Juli 2021

"Be­völ­ke­rung kann beim Rad­weg mit­re­den" - Onlinebeteiligung bei RS9

hier da kann jeder mitreden, der Ideen hat!
Die Weingarter Grünen betonen, dass sie für die Mitsprache gekämpft haben. Speziell Teile  der Freien Wähler versuchen zu blockieren. Daher die Bitte um rege Teilnahme!

Kurznotiz in der Schwäbischen Zeitung hier

In einem Gemeinschaftsprojekt planen die Städte Friedrichshafen, Ravensburg und Weingarten, die Gemeinden Meckenbeuren, Baienfurt und Baindt, der Bodenseekreis und der Landkreis Ravensburg die Umsetzung der Radschnellverbindung RS 9 von Friedrichshafen nach Baindt. Koordiniert wird das gemeinsame Vorhaben durch den Regionalverband Bodensee-Oberschwaben. Der Bund und das Land Baden-Württemberg unterstützen die Planung und die spätere Umsetzung der Radschnellverbindung finanziell, teilt der Regionalverband mit.

Wohnen und Arbeiten rücken für viele Menschen immer weiter auseinander, dabei entstehen längere Wege und insgesamt mehr Verkehr, so die Mitteilung weiter. Durch komfortable und sichere Radschnellverbindungen soll der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad erleichtert werden. Die im März 2019 abgeschlossene Machbarkeitsstudie für die RS 9 bescheinigte neben der theoretischen Umsetzbarkeit und dem hohen Potenzial auch einen wirtschaftlichen Nutzen des Vorhabens. Nun möchten der Regionalverband gemeinsam mit der Bevölkerung die nächste Phase der Planung, die Linienbestimmung, voranbringen und lädt deshalb zu einer Online-Beteiligung zur RS 9 ein.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Beteiligung sollen der Trassenverlauf und ein Maßnahmenkonzept festgelegt werden, damit anschließend die Ausschreibung für die konkrete Umsetzungsplanung beginnen kann.


hier geht`s zur Karte


Das meinen die Aktivisten dazu: Der alten B30 wird jeweils eine Autospur „geklaut“ für den Radverkehr. Umverteilung der Straße zugunsten Radverkehr! Wie es ausgestaltet wird ist offen.

Die Linienführung steht übrigens noch nicht fest. Siehe Umfrage: 

"Diese Linienführung ist jedoch noch nicht festgelegt. Zum aktuellen Zeitpunkt erfolgen abschnittsweise bereits erste Untersuchungen zu weiteren möglichen Trassen des RS 9. "

Die Art der Ausgestaltung ist ganz wichtig. Breiter Radweg und viel Abstand zwischen Radweg und Autostraße (mind. 5 Meter und mit Büschen).


Samstag, 19. Juni 2021

"Bürgermeister aus sechs Gemeinden diskutieren in Tettnang"

In der Schwäbischen Zeitung  von Linda Egger (Auszüge in blau)

Am Freitag bezogen sechs Gemeindeoberhäupter aus dem Bodenseekreis Stellung zu dem aktuellen Regionalplanentwurf. Vertreten waren dabei neben Tettnangs Bürgermeister Bruno Walter auch Arman Aigner aus Eriskirch, Ole Münder aus Langenargen, Ralf Meßmer aus Oberteuringen, Reinhold Schnell aus Neukirch sowie Elisabeth Kugel aus Meckenbeuren.

In Tettnang sammeln sich 6 Bürgermeister, um über die Fortschreibung des Regionalplans zu "diskutieren". Der Bericht darüber hört sich aber nicht nach einer Diskussion, sondern eher nach einer gemeinsamen PM an:

"Der gemeinsame Tenor: Die Kommunen benötigen Flächen als Entwicklungsspielraum, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden. Sie setzen sich daher für den Entwurf des Regionalverbands ein. „Es ist für uns als Kommunen immer schwieriger, an Flächen heranzukommen“, erklärte Reinhold Schnell"

Gerade Tettnang nimmt bei der §13b- Ausweisung, zusätzlich zur offiziellen Schiene, einen äußerst unrühmlichen Spitzenplatz im Bodenseekreis ein. Laut Landratsamt Bodenseekreis hat man dort 2019 -noch schnell vor Ende des §13b- Vorratshaltung betrieben: 2020 wurde daraus der BP "Jahnstraße Nord" umgesetzt, die anderen Bebauungspläne liegen bereit. Zur Erinnerung: der § 13 b ist das Lieblingskind der CDU, um bestehende Umweltstandards "legal" auszuhebeln.

Tettnang\BP Ackermannsiedlung (§ 13b)
Tettnang\BP Herisesch V (§ 13b)
Tettnang\BP Hermannstraße Nord (§ 13 b)
Tettnang\BP Hinter den Ranken (§ 13b)
Tettnang\BP Hoher Rain VIII (§ 13b)
Tettnang\BP Holzhäusern (§ 13 b)
Tettnang\BP Korlehen III (§ 13b)
Tettnang\BP Krumbach II (§ 13b)
Tettnang\BP Tannau Nord (§ 13b)
Tettnang\BP Tannau Süd (§ 13b)
Tettnang\BP Vorderreute (§ 13b)
Tettnang\BP Winkelesch (§ 13b)

Auch Langenargen hat sich schon einmal damit versucht: Langenargen\BP Sägestraße_Wanderweg (§ 13b)

Möglicherweise sind das aber noch gar nicht alle Gebiete, denn seltsamerweise bescheinigen sowohl Landratsamt als auch Regierungspräsidium, dass sie diese Baugebiete nur als "Träger öffentlicher Belange" vorgelegt kriegen, wirklich beteiligt werden sie nicht.
Das Wirtschaftsministerium gab auf eine Anfrage hin den Schwarzen Peter freudig weiter, und schrieb: Zuständig dafür sei das neue Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen. Ich bin gespannt!

„Es ist ja auch nicht so, dass jeder Hektar, der jetzt ausgewiesen wird, übermorgen bebaut ist“, merkte Schnell an. Der Regionalplan gebe nur einen Rahmen vor - damit sei noch nicht entschieden, dass die als Bau- oder Gewerbeflächen ausgewiesenen Gebiete auch tatsächlich bebaut würden. „Es braucht jedoch einen größeren Pool an Flächen, da wir auch begrenzende Faktoren haben bei der Entwicklung - etwa, wenn Eigentümer nicht verkaufen möchten“, merkte Elisabeth Kugel an.

Auch Herr Regionaldirektor Franke führt dies furchtbar gerne als "Totschlagargument" gegenüber seinen Kritikern ins Feld. Man darf sich dennoch fragen, weshalb selbst Wirtschaftsministerium und Regierungspräsidium - befasst mit vielen unterschiedlichen Regionalplänen - die angezeigten Flächenbedarfe in jeder Offenlegung auf`s Neue als überzogen rügen.

Klar kann man überzogen ausweisen und den Kommunen selbst die Verantwortung dafür überlassen - doch wo bleibt da die gerne zitierte Steuerungsfunktion des Regionalplans? Und wie hat Hermine vor Kurzem so schön beschrieben: "Wenn ich abnehmen will, dann füll ich meinen Kühlschrank nicht mit Torte und Schokolade, sondern versuch mich zu beschränken indem ich Salat und Gemüse rein packe." So wie`s aussieht wollen die Kommunen aber ihre Torten und Schokolade behalten und zumindest einige davon gleich noch ganz heimlich den Vorratsschrank mit Schoko-Keksen befüllen.

Bruno Walter betonte, dass die Kommunen durchaus um die Endlichkeit der Flächen wüssten und mit diesen auch nicht extensiv umgehen würden. „Uns ist durchaus bewusst, welche Verantwortung wir da tragen“, so Walter.

Und schon sind wir beim großen Glaubenssatz von Hr. Franke angelangt, den bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Köpfen einhämmert, ewiges Mantra des "Weiter-so" und "Wir haben keine Alternative".

Klar sei aber auch: „Wir sind eine prosperierende Region.“ Der Bedarf an Wohnraum, aber auch an Gewerbeflächen sei derzeit nicht abzudecken. Allein in Tettnang sind derzeit rund 500 Wohneinheiten im Bau oder in Planung. Der Zuzug in der Region sei enorm. „Diese Entwicklung kann man nicht aufhalten“, meinte Arman Aigner und fügte hinzu: „Wir Kommunen stehen dadurch vor einer riesigen Herausforderung.“
Bedenken müsse man nach Walters Ansicht nach auch, dass der Wohlstand in der Region und der hohe Lebensstandard maßgeblich aufgrund der dort ansässigen Unternehmen möglich sei und weil die Kommunen dadurch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen könnten. Die Planungshoheit der Kommunen sei dabei ein „hohes Gut“, sagte Ralf Meßmer. Das Ziel sei aber nicht, „alles zuzubauen, sondern einen gesunden Weg für die Gemeinde zu finden.“

Zurück zu den Scientists for future, sprich Manfred Walser: "Und genau das ist das Problem. Der Regionalplan zeigt einen unbedingten Willen zum Wachstum."
hier kann man die Rede von M. Walser ganz lesen.

Sonntag, 31. Januar 2021

Schwäbische Zeitung 28.1.21: Franke: Meckenbeuren ist sehr gut weggekommen

In Meckenbeuren wurde ein Vorranggebiet für Wohnbau durch die Gemeinde vorgeschlagen und vom Regionalverband abgelehnt. Auch ohne ausgewiesenes  Vorranggebiet eröffnen sich für die Gemeinde Optionen von 36 ha, vor allem da Teile des Grünzuges zurück genommen wurden (????).
Die Aussage von Hr. Franke: Sie haben alle Optionen, vorausgesetzt dass die Bedarfe nachgewiesen werden.

Zudem war Hirschlatt in Friedrichshafen ein Thema, das trotz Ablehnung durch den Gemeinderat als "Option"  im Plan verankert bleiben soll. Auch hier befürchtet die Gemeinde Nachteile durch den Verkehr der Nachbargemeinde.

Ebenfalls angesprochen: die nicht nachvollziehbare Herausnahme der Vorranggebiete für die Landwirtschaft.....