Welt-Vegan-Tag 2023: Mehr als die Hälfte der Deutschen haben bereits vegane Alternativprodukte gekauft
Vegane Alternativprodukte scheinen in Deutschland laut einer neuen Umfrage ihren Weg in den Alltag der Menschen gefunden zu haben.
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Welt-Vegan-Tag 2023: Mehr als die Hälfte der Deutschen haben bereits vegane Alternativprodukte gekauft
Vegane Alternativprodukte scheinen in Deutschland laut einer neuen Umfrage ihren Weg in den Alltag der Menschen gefunden zu haben.
Zudem würden die Männer, Frauen und Kinder in reichen Staaten – wie Österreich – durch eine fleischlose Ernährung gesünder leben. Krankheiten, die auf übermäßigen Fleischkonsum zurückgehen, würden deutlich abnehmen. Das berichten die internationalen Studienautorinnen und -autoren, unter ihnen auch Martin Bruckner von der Wirtschaftsuniversität (WU) Wien, im Fachmagazin „Nature Food“. Die Experten wiesen aber darauf hin, dass ein gesamtgesellschaftlicher Wechsel auf vegane Ernährung langwierig und mit vielen Hürden versehen sei. Die Politik müsste dafür mit gezielten Förderungen und Kampagnen tätig werden.
Die globalen Auswirkungen unserer Essgewohnheiten dürften nicht unterschätzt werden. Das Ernährungssystem ist jedes Jahr für 26 Prozent der menschengemachten Treibhausgase verantwortlich. Selbst wenn die ganze Welt ab sofort keine fossilen Brennstoffe mehr nutzen würde, wären allein die Emissionen aus dem Ernährungssystem für die Erderhitzung um 1,5 Grad und bis Ende des Jahrhunderts sogar bis zwei Grad verantwortlich. Im Pariser Klimaabkommen einigte sich die Staatengemeinschaft auf das verankerte Ziel, die Erderwärmung zum Schutz des Planeten und seiner Bewohner möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen.
Das Ergebnis der Studie legt laut Expertinnen und Experten nahe, dass alleine die Wiederherstellung der Ökosysteme durch eine Ernährungsumstellung der Bevölkerung reicher Länder das Potenzial habe, den Emissionsausstoß so zu reduzieren, dass diese Staaten nur durch diese Maßnahme das 1,5-Grad-Ziel erreichen. Im Jahr 2013 war der Fleischkonsum pro Kopf in einkommensstarken Ländern fast sechsmal so groß wie in Staaten mit niedrigem Einkommen.
Schwäbische Zeitung hier
Denn nachdem 2014 die Veganuary-Kampagne in Großbritannien ins Leben gerufen worden ist, hat sich diese weltweit verbreitet. In Deutschland startet sie 2022 beispielsweise zum dritten Mal. Als Motivation für die Teilnahme gaben die Menschen unter anderem Tierschutz (46 Prozent), Gesundheit (22 Prozent) und Umweltschutz (21 Prozent) an, informiert die Non-Profit-Organisation.
Während des Aktionsmonats präsentieren in Deutschland mehr als 200 Unternehmen neue pflanzliche Produkte und Aktionen, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung. Inzwischen ernähren sich demnach mehr als 1,5 Prozent der Deutschen rein pflanzlich. Neben großen Fast-Food-Ketten nehmen auch Supermärkte und Discounter sowie Firmen, deren Markenprodukte in den Regalen zu finden sind, am Veganuary teil.
Der Veganuary soll mehr Menschen von veganem Essen überzeugen. Aber hat nur ein Monat wirklich Auswirkungen auf die Umwelt oder das eigene Leben?
So ein veganer Monat ändert doch nichts, das denken sich sicher viele, die vom Veganuary hören, einem veganen Monat. Das Prinzip ist nicht neu, die Kampagne startete schon im Jahr 2014 und ist inzwischen auch in Deutschland sehr beliebt. Aber kann so ein einzelner Monat mit veganem Leben etwas ändern?
Der Veganuary war ursprünglich eine Kampagne aus Großbritannien, findet inzwischen aber weltweit statt. Dass es genug Interessierte gibt, zeigte das vergangene Jahr, 2021 haben laut Vaganuary mehr als 580.000 Menschen teilgenommen, laut der internationalen Website waren diese Teilnehmer aus über 200 verschiedenen Gebieten und Ländern.
Insgesamt leben aktuell etwa zwei Prozent der Deutschen komplett vegan, etwa zehn Prozent vegetarisch. Das klingt wenig, macht so ein Monat also wirklich irgend einen Unterschied?
Diesen Effekt hat der Veganuary:
Gründe genug, es also mal auszuprobieren. Allen Skeptikern sei gesagt: Bei richtig guten veganen Produkten schmecken Sie wirklich keinen Unterschied zu Fleisch und für fast alles inklusive Parmesan gibt es inzwischen vegane Alternativen.
Gegenüber einem spontanen Einstieg in die vegane Ernährung bietet der Veganuary einige Vorteile, denn Sie werden an die Hand genommen. Wer mitmacht, bekommt Rezeptvorschläge und Tipps, man lernt auch Interessantes wie „versehentlich“ vegane Lebensmittel kennen. „Bewusstsein schaffen“ möchten die Mitwirkenden der Kampagne und werden dabei durch Promis und Firmen unterstützt, es geht ums Ausprobieren und das tatsächlich ganz zwanglos. Gründe für die Teilnahme sind laut Vaganuary übrigens meist die Tiere, die Umwelt und die eigene Gesundheit.
Und selbst wenn Sie danach kein Veganer werden: Viele der Rezepte sind einfach eine tolle Abwechslung und auf so manche Idee käme man selbst nicht.
Nun ist das heikle Thema also auch im Südkurier angekommen (siehe hier der RTL-Bericht).
Sehr gut, darüber muss man sprechen, darüber muss jeder informiert sein.
Dazu gehört nicht nur die konkrete Benennung des viel zu großen, Deutschland-weiten Verzehrs an Fleisch und Milch. Auch die (vielleicht?) unerwartet starke Rolle von Deutschland bei den Fleischexporten, die doch nur aus Massentierhaltung stammen können, schlägt zu Buche (siehe auch hier das Interview mit dem neuen BLHV-Vorsitzenden und ein verhinderter (?) Megastall vor unserer Tür hier).
Man bedenke: Deutschland hat nun viele Jahre lang sein massives Grundwasserproblem (hier und hier), sein massives Naturschutzproblem (hier und hier und hier) und sein massives Klimaschutzproblem (hier ) nicht in den Griff bekommen, sondern lediglich vor sich her geschoben. Und wurde deshalb von der EU mehrmals verklagt - ohne dass die zuständige Landwirtschaftsministerin Klöckner sich zu einer Veränderung entschlossen hätte. Es drohen auf allen Ebenen harte Strafzahlungen für Deutschland.
War das Ergebnis so viel Zerstörung wert?Und gerade richtig kommt die Idee für den Januar für uns alle:
Darum macht alle mit! https://veganuary.com/de/Für die Studie nahm das IATP die 20 größten Fleisch- und Milchkonzerne Europas genauer unter die Lupe. Aus Deutschland gehören Tönnies, Deutsches Milchkontor DMK, Westfleisch und die Müller Gruppe dazu. Insgesamt verursachten die 20 Konzerne 2020 knapp 244 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente – dies entsprach mehr als einem Viertel der Treibhausgas-Emissionen Deutschlands.
RTL hier
Mit der Umstellung unserer Ernährung können wir tatsächlich einen messbaren Effekt im Kampf gegen die Erderwärmung erreichen. Weniger Milch und vor allem weniger Fleisch würden dem Klima einen großen Dienst erweisen. Ein Institut hat nun mit einem spektakulären Vergleich auf die fürchterlichen Konsequenzen der Massentierhaltung hingewiesen: Die Emissionen der 20 größten Milch- und Fleischkonzerne der EU und der Schweiz sind wesentlich höher als die der gesamten Niederlande (131 Prozent).