hier WDR 9.11.24 Jörn Kießler
Dunkelflaute im November: Windstille und Dunkelheit ließen Strompreis steigen
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
hier WDR 9.11.24 Jörn Kießler
Dunkelflaute im November: Windstille und Dunkelheit ließen Strompreis steigen
In den vergangenen Jahren kämpften die Landwirte mit extremer Trockenheit, jetzt machen ihnen teils sintflutartige Niederschläge zu schaffen. Um mit Nässe und Schimmel klarzukommen, müssen sie verstärkt Pestizide einsetzen.
Uwe Bißbort läuft einen Feldweg entlang und zeigt immer wieder auf seine Ackerfläche. Eigentlich sollte jetzt hier Raps wachsen. "Hier stand im Frühjahr und auch im Mai überall das Wasser auf den Feldern. Die Saat konnte gar nicht angehen. Der Ausfall bei mir liegt bei 30 Prozent", erklärt Bißbort. Grund sei der viele Regen gewesen. "Wir haben hier normalerweise rund 750 Liter Regenwasser pro Jahr. Bislang waren es schon mehr als 1.200 Liter. Das war selbst nach den Trockenjahren viel zu viel."
WDR hier Podcast zum Anhören
Der Podcast zeigt wieder mal, wie schwierig es doch ist, einen Ausweg durch Maßnahmen zu finden.
Wenn Plastikfolie aufgebracht wird, dann hat das natürlich positive Auswirkungen für den Wasserverbrauch - aber was ist mit dem Plastik? Da fallen mir nur die Schlagworte Ressourcenverbrauch und Müll, Mikroplastik im Boden ein.....
WDR hier

Die Ampel-Regierung gängelte ihn mit Koalitionsvereinbarungen und verbindlichen Ressortzielen, jetzt sieht sich Verkehrs-Aktivist Volker Wissing zum äußersten Protest gezwungen.
Mit einer Autobahnblockade greift der Bundesverkehrsminister zu einer ungewöhnlichen Maßnahme, um auf den Verkehrs-Notstand im Land aufmerksam zu machen. Dabei wolle er an politische Zwänge, wie ein allgemeines Tempolimit oder autofreie Wochenenden, nicht einmal denken. Die Klimapolitik seiner Koalition lasse ihm jedoch keine andere Wahl als den Regierungskollegen durch radikalen Protest die Folgen für den vierspurigen Individualverkehr drastisch vor Augen zu führen, in der Hoffnung sie eindringlich zum Handeln zu bewegen.
Wann Sie Ihre Heizung wirklich ersetzen müssen
Die Bundesregierung hat sich auf ein Verbot für Öl- und Gasheizungen ab 2024 geeinigt. Das bedeutet aber nicht, dass funktionierende Heizungen ausgebaut werden müssen.
Nach langen Diskussionen hat sich die Bundesregierung darauf geeinigt, dass der Einbau von neuen Gas- und Ölheizungen ab 2024 verboten wird. Stattdessen sollen neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Wie geplant soll es Ausnahmen, Übergangsfristen und Förderungen geben.
Aus dem Bundeswirtschafts- und dem Bundesbauministerium hieß es, es liege ein fertiger und von allen drei Regierungsparteien getragener Gesetzesentwurf vor. Er soll zeitnah in die Länder- und Verbändeanhörung und anschließend ins Kabinett gehen.
Generell war das vieldiskutierte Vorhaben gar nicht neu, es stand ganz ähnlich schon im Koalitionsvertrag. Darin hatten SPD, Grüne und FDP vereinbart, dass fossilbetriebene Heizungen ersetzt werden sollen. ...
"Ich bin Greta" - so beginnt nahezu jede Rede des wohl weltweit bekanntesten Teenagers: Greta Thunberg. Der Film portraitiert das ruhige Mädchen aus unmittelbarer Nähe mit einzigartigem privaten Material und begleitet sie vom ersten Tag ihres Schulstreiks bis zu ihrer spektakulären Schiffsreise zum UN-Klimagipfel nach New York.
Auch bei uns wird um Gewerbeflächen gerungen. In der Regionalplan-Fortschreibung sind wiederum 800 ha Fläche ausgewiesen für die Entwicklung neuer Industrie-und Gewerbegebiete. Daher sind Vorbilder wie Aachen für uns besonders wertvoll - sie zeigen auf: Es geht auch anders wenn man will.
WDR hier Von Ulrike Zimmermann
Gewerbeflächen sind knapp. Auch in Aachen. Und deshalb will die Stadt damit künftig sparsamer umgehen. Die neue Devise heißt: Hochstapeln statt in die Fläche gehen.
Die Stadt hat festgestellt, dass die vorhandenen Gewerbegebiete längst nicht voll ausgenutzt werden. Viele Unternehmen haben zum Beispiel ihre Gewerbehallen nur eingeschossig gebaut, obwohl mehrere Geschosse zugelassen wären. Das verbrauche viel Fläche, heißt es in einem Bericht der Stadtverwaltung für den städtischen Wirtschaftsausschuss, der am Dienstag tagt.
Nachhaltig und flächensparend
Sparsamer Umgang mit Flächen bedeutet zugleich weniger versiegelter Boden.
Mit der Menschenkette am Samstag wollten Bündnisse und Umweltverbände kurz vor der Bundestagswahl nochmal ein deutliches Zeichen setzen: "Die Klimapolitik muss sich ändern. Wenn Deutschland seine Klimaziele erreichen will, dann darf der Ort Lützerath nicht mehr der Braunkohle weichen. Der Kohleausstieg muss schneller kommen", sagt Dirk Jansen vom Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland, BUND.
"Das Rheinische Braunkohlerevier ist eine der größten CO2-Quellen Europas. Gegen diesen Irrsinn gehen wir auf die Straße", heißt es weiter. Die Folgen der Erderhitzung würden immer stärker zunehmen: Immer mehr Unwetter, Dürren, Hitzewellen und rasantes Artensterben seien die Folge.
Der BUND hatte vergangene Woche Armin Laschet (CDU) harsch kritisiert. Dieser hatte gesagt, es sei ein Vorschlag des Naturschutzbundes und Greenpeace gewesen, bis 2038 aus der Kohle auszusteigen. Die Umweltschützer warfen dem Unions-Kanzlerkandidaten daraufhin vor zu lügen oder schlecht informiert zu sein. Sie fordern ein deutlich früheres Ausstiegsdatum. Weniger als zwei Monate vor der Wahl führte diese Diskussion zu weiteren negativen Schlagzeilen für Armin Laschet, in dessen Heimatregion der Protest an diesem Wochenende stattfindet.
aus WDR-Nachrichten hier