TAZ hier 3.5.2026 Kersten Augustin, Sophie Fichtner und Christian Jakob
Ist die Bundesregierung so schlecht wie ihr Ruf?
Wir haben langjährige Fach- und Führungskräfte in Bundesministerien befragt – anonym, damit sie frei antworten können.
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
TAZ hier 3.5.2026 Kersten Augustin, Sophie Fichtner und Christian Jakob
Ist die Bundesregierung so schlecht wie ihr Ruf?
Wir haben langjährige Fach- und Führungskräfte in Bundesministerien befragt – anonym, damit sie frei antworten können.
Setzt sich am kommenden Wochenende mal wieder die Zucker-Lobby durch?
Oder gewinnt endlich mal die Vernunft?
Auf dem Bundesparteitag der CDU in Stuttgart diskutiert die Partei über die Zuckersteuer.
Daniel Günthers Landesverband Schleswig-Holstein hat beantragt, dass die Union sich für eine Hersteller-Abgabe auf gezuckerte Getränke einsetzen soll (und ein Mindestalter für Energy Drinks). Der Grund: Die Körper unserer Kinder vor der Zuckerschwemme der Industrie schützen. Und auf smarte Weise Milliarden an Gesundheitskosten einsparen.
Daniel Mautz LinkedIn
Wenn pflanzliche Wurst verboten werden muss, um Fleisch zu retten, ist’s mit der Tierleichen Wurst wohl nicht mehr weit her
In München wettern Metzger:innen gegen „pflanzliche Wurst“ oder „vegane Burger“. Nicht etwa, weil sie gefährlich wären oder Kund:innen täuschen würden, sondern weil schon der Name als Bedrohung empfunden wird.
Thünen-Institut Linkedin 24.3.25
🔎 Eine Studie von Forschenden des Thünen-Instituts hat diese und weitere Fragen untersucht.
🎖 Jetzt wurde die Veröffentlichung durch den Wiley Verlag als eine der am häufigsten zitierten Arbeiten des Jahres 2023 ausgezeichnet.
🤨 Die Landwirtschaft steht einer Ernährungsumstellung auf mehr pflanzenbasierte Lebensmittel oftmals kritisch gegenüber.
💶 In ihrer Studie zeigen die Wissenschaftler*innen jedoch, dass solch eine Umstellung die landwirtschaftlichen Einkommen steigern könnte – auch in Regionen, in denen aktuell die Tierhaltung überwiegt. So könnten bis 2050 in der deutschen Landwirtschaft die Einkommen um bis zu 20 Prozent und in der Europäischen Union um bis zu 70 Prozent steigen.
🐂 Regionen mit intensiver Tierhaltung würden kurzfristig Verluste erleiden, aber langfristig von der Anpassung profitieren. Die Studie empfiehlt, die Transformation politisch zu unterstützen, beispielsweise durch finanzielle Förderungen und Angebote zur Umschulung.
Autor der Studie ist Dr. Jörg Rieger, Co-Autoren sind Alexander Gocht, Florian Freund, Frank Offermann und Inna Geibel. Beteiligt waren die Fachinstitute für Betriebswirtschaft und für Marktanalyse.
📖 Hier findet ihr das vollständige Whitepaper “From Fork to Farm: Impacts of More Sustainable Diets in the EU-27 on the Agricultural Sector”: https://lnkd.in/eRC4yr8k
#Kaufverhalten #Lebensmittel
Watson hier
Lidl kündigt Umstellung des Sortiments an – Kunden werden Neuerung bemerkenEin Drittel aller Lebensmittel landet in der Tonne.
Verantwortlich dafür sind alle entlang der Versorgungskette – Hersteller,
Supermärkte und Privathaushalte. Wie groß ist das Problem wirklich? Wie wirkt
sich Lebensmittelverschwendung aufs Klima aus? Und welche Hebel haben wir, um
etwas zu verändern?
In
Deutschland geht mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle auf das Konto der
privaten Verbraucher:innen. Eine Studie des
Thünen-Instituts im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und
Landwirtschaft schätzt den Anteil der privaten Haushalte auf 52 Prozent.
Obwohl
Essen wegzuwerfen als unmoralisch gilt, schmeißt jeder Deutsche
durchschnittlich 75 Kilo Essen pro Jahr in den Müll. Allerdings ist etwas mehr
als die Hälfte der Abfälle unvermeidbar. Er besteht nämlich aus Küchenabfällen
wie Schalen, Knochen oder anderen nicht essbaren Teilen.
Spektrum der Wissenschaft hier von Lars Fischer
Der Krieg zwischen zwei wichtigen Weizenproduzenten bedroht die Nahrungsversorgung von Staaten weltweit. Millionen Menschen, warnen Fachleute, könnten bald hungern. Doch die Ursachen der aktuellen Krise reichen weiter zurück - bis zum Beginn der Pandemie.
Wegen der russischen Invasion in der Ukraine droht eine globale Nahrungsmittelkrise. Vor dem Krieg exportierten Russland und die Ukraine zusammen rund 100 Millionen Tonnen Weizen, etwa 14 Prozent des weltweiten Handelsvolumens. Hinzu kommen weitere Getreidesorten und andere Feldfrüchte wie Sonnenblumenkerne. Kriegsfolgen und Embargos schränken den Handel nun ein. In Europa merkt man das vor allem an steigenden Lebensmittelpreisen, andere Regionen könnte der Versorgungsschock ins Chaos stürzen.
Vegconomist hier
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Weltklimarats der Vereinten Nationen haben in ihrem gestern veröffentlichten Bericht eine Reduktion des Fleischkonsums als entscheidend für die Eindämmung der Klimakrise identifiziert.
Im Bericht heißt es, einer der größten Einzelbeiträge zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen sei eine nachhaltige, gesunde Ernährung unter Mäßigung des Konsums von Fleisch und Molkereiprodukten. Pflanzliche Alternativprodukte, aber auch neue Technologien wie die Zellkultivierung und die Präzisionsfermentation könnten die Emissionen aus der Lebensmittelproduktion erheblich reduzieren, erklärt der Bericht weiter. Die Ernährungsorganisation ProVeg begrüßt diesen eindringlichen Aufruf zu einer pflanzenbasierten Ernährung nachdrücklich.
N-TV hier
Der Krieg in der Ukraine blockiert eine lebenswichtige Versorgungsader, die Ukraine und Russland sind Agrarsupermächte. Nicht nur Europa wird das zu spüren bekommen, sagt Sebastian Lakner von der Universität Rostock ntv.de.
Schätzungsweise 103 Tage kann die Weltbevölkerung sich aus Lagerbeständen von Getreide und Mais ernähren. Was passiert danach? "Diesen Teil der Krise sollten wir sehr ernst nehmen", warnt der Agrarökonom. Um die Versorgung der Menschen mit Mais, Getreide und Raps zu sichern, empfiehlt er dringend, den Fleischexport und die Beimischung von Biokraftstoffen in Benzin infrage zu stellen.