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Samstag, 22. April 2023

„Den Amazonas vor der Haustür erhalten“

Ortsverband Bad Wurzach – Kißlegg von Bündnis 90/Die Grünen spricht sich gegen eine
Verlängerung zum Torfabbau im Reicher Moos bei Vogt aus

In Kißlegg verhinderte in den 70er Jahren eine Bürgerinitiative die Zerstörung des Arrisrieder
Moos’
, dessen Torf in Blumenkübeln oder Gartenbeeten landen sollte. Inzwischen greifen
Wiedervernässungsmaßnahmen, damit das Moor wieder wachsen kann. Ebensolche Maßnahmen
fanden unter Einbeziehung des BUND auch im Burgermoos und im Gründlenried statt. Das
Wurzacher Ried schließlich schmückt sich mit einem Europadiplom. 

Und das Reicher Moos? Das soll nach dem noch nicht genehmigten neuen Regionalplan auch für weitere 40 Jahre abgetorft werden, damit die Bäderkurorte Wurzach und Waldsee auch weiterhin Moorpackungen verabreichen können. 

Mittwoch, 9. November 2022

Initiative befürwortet Elektrifizierung der Bahnstrecke Aulendorf – Kißlegg

 Schwäbische Zeitung  hier  01.11.2022

Die Initiative Bodensee-S-Bahn (IBSB  hier) begrüßt es, dass das Verkehrsministerium Baden-Württemberg nun auch auf der Strecke Aulendorf – Kißlegg eine Elektrifizierung mittels Oberleitung in Betracht zieht. Das teilt die IBSB in einer Pressemeldung mit und nennt das Vorhaben „einen wichtigen Schritt für die Weiterentwicklung der Infrastruktur und damit des Bahnverkehrs in der Region“. Ein von Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) vorgestelltes Gutachten hatte zuvor den Bau einer Oberleitung auf dieser Strecke empfohlen (SZ berichtete).

Montag, 29. August 2022

Baden-Württemberg: Flächenfraß nimmt zu

Grüne und CDU wollen bis zum Jahr 2035 die Netto-Null beim Verbrauch von neuen Flächen erreichen. Im Koalitionsvertrag heißt es: „Wir wollen den Flächenverbrauch weiter reduzieren und halten weiterhin an dem Ziel der „Netto-Null“ fest.“ Um das zu erreichen, soll auch nicht mehr benötigte Infrastruktur zurückgebaut werden. Das Statistische Landesamt macht der Regierung aber auch etwas Hoffnung: Längerfristig betrachtet zeige sich beim Flächenverbrauch eine abnehmende Tendenz. So habe die tägliche Versiegelung von Böden im Jahr 2008 noch bei 8 Hektar gelegen, während sie im Schnitt der vergangenen fünf Jahre bei 5,8 Hektar gelegen habe.

Für den Landesnaturschutzverband ist das kein Grund zur Freude - im Gegenteil. „Die Landesregierung hat im Koalitionsvertrag ein ambitioniertes Flächensparziel von 2,5 ha pro Tag beschlossen, tut aber bisher nichts, um es auch zu erreichen“, sagte Landeschef Gerhard Bronner. Aus seiner Sicht ist der Paragraf 13b im Baugesetzbuch der Grund dafür, dass der Flächenfraß weiter um sich greife. Dieser Paragraf erlaube Gemeinden, ohne Bedarfsprüfung im Flächennutzungsplan, ohne Umweltprüfung und ohne Naturschutzausgleich neue Wohnbaugebiete auszuweisen. Bronner sieht das größte Problem in ländlichen Gebieten wie in Oberschwaben und Hohenlohe, „wo man großzügig Fläche für Einfamilienhausgebiete verschwende, obwohl die Dörfer voller Baulücken und Leerstände sind“.

Das Umweltministerium erklärte: „Boden ist eine endliche Ressource und ein schützenswertes Gut - als Lebensgrundlage für Tiere und Pflanzen und für unsere Versorgung mit Nahrungsmitteln. Deshalb können wir mit der aktuellen Entwicklung nicht zufrieden sein.Man halte am Ziel des Netto-Null-Verbrauchs fest, sei sich aber bewusst, „dass wir unsere Anstrengungen deutlich verstärken müssen. Diese Aufgabe betrifft alle Ressorts“, erklärte eine Sprecherin.

Sonntag, 12. Dezember 2021

Erste konkrete Auswirkungen der Baumbesetzungen - es ist so super!

 SWR aktuell hier

Auf einer Baustelle in Wangen im Allgäu entstehen in den kommenden Monaten zwei Häuser mit insgesamt 30 Wohnungen. Die Gebäude werden mit ressourcenschonendem Beton gebaut.

Die Bodenplatte und die ersten Kellerwände sind bereits betoniert. Der Wangener Bauunternehmer Gerald Fischbach, der rund 25 Menschen beschäftigt, gehört zu einer Gruppe von Wangener Unternehmern, die diese Wohnungen bauen. Er nutzt die Gelegenheit, auf seiner Baustelle (Kreis Ravensburg) erstmals ressourcenschonenden Beton einzusetzen. Er spare damit 1.500 Tonnen Kies und Sand, die sonst in einer Kiesgrube abgebaut werden müssten, sagt er. Stattdessen wird gewöhnliches, aber aufbereitetes Aushubmaterial verwendet.

Baufirma wird zum Vorreiter in der Region

Der Firmenchef übernehme damit eine Vorreiterrolle, heißt es beim Verband der Bauwirtschaft Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart. Dem 43-Jährigen hatten Klimaaktivisten und Umweltschützer zu denken gegeben, die seit mehreren Monaten Bäume im Altdorfer Wald im Kreis Ravensburg besetzen. Sie kritisieren Pläne, im Altdorfer Wald Kies abzubauen.

"Ressourcenschonend ist momentan in aller Munde. Auch wir auf dem Bau können einen Beitrag leisten. Mir ist es wichtig, dass man das nach außen trägt. Dass man sagt: Jawohl es geht, das ist machbar, das ist lösbar."