Wolfgang Ertel <ertelw@gmail.com> Gesendet: Sonntag, 9. August 2026 20:15
Vorlesung zur Einführung in die Nachhaltigkeit
und zwar ab dem 8. Oktober, immer Donnerstags um 16 Uhr
im Raum H002 an der RWU
in Weingarten in der Doggenriedstraße.
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Wolfgang Ertel <ertelw@gmail.com> Gesendet: Sonntag, 9. August 2026 20:15
Vorlesung zur Einführung in die Nachhaltigkeit
und zwar ab dem 8. Oktober, immer Donnerstags um 16 Uhr
im Raum H002 an der RWU
in Weingarten in der Doggenriedstraße.
Klima-Kundgebung zur OB-Wahl in Ravensburg Ravensburg. Vor einem gespannten Großbanner, mit der Aufschrift, 5 Jahre Klimakonsens - „kein Geld“, kein Wille, Klimahölle stellte der Ravensburger OB-Kandidat, Samuel Bosch (23), am Samstag, 21. Februar auf dem Marienplatz erstmals Auszüge aus seinem umfangreichen Wahlprogramm vor und beantwortete zahlreichen Fragen von Passant:innen.
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderates,
im Auftrag der Scientists for Future Ravensburg danke ich Ihnen allen dafür, dass Sie vor 5 Jahren den Ravensburger Klimakonsens“ beschlossen haben und sich auf den Weg gemacht haben, diesen umzusetzen. Wir sehen und schätzen die Bemühungen der Verwaltung - besonders das großartige Engagement des Umweltamtes.
Doch das Klimaproblem ist zu groß, um es behördlich alleine lösen zu können.
So steckt der Klimakonsens nach 5 Jahren im Schilf fest.
Die Lösung: Wir müssen die gesamte Bürgerschaft mit ihren Ideen, ihrem Engagement und auch ihren finanziellen Mitteln - ob für (private) PV-Anlagen oder für den Umstieg auf den ÖPNV und auf E-Autos - verbindlich ins Boot holen!
Sehr geehrter Dr. Rapp, sehr geehrter Herr Bastin, sehr geehrte Verantwortliche im Umweltamt, sehr geehrte Pressevertreter,
Vor mehr als fünf Jahren hat der Gemeinderat der Stadt Ravensburg einstimmig den Ravensburger Klimakonsens beschlossen.Teil des Beschlusses war eine jährliche Reduktion der CO2-Emissionen um 13,3 Prozent. Nach nun 5 Jahren müssten die Emissionen um mehr als 50 Prozent gesunken sein. Leider haben sie sich aber nicht signifikant geändert.
Wir Scientists for Future Ravensburg fordern daher in beigefügtem offenen Brief die Stadt auf, umgehend ins Handeln zu kommen beim Klimaschutz. Details und Belege finden Sie in der beigefügten Stellungnahme sowie auf unserer Homepage https://s4f-rv.de
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Ertel im Auftrag der S4F Ravensburg
Ravensburg, Mai 2025
Sehr geehrte Stadträte und Stadträtinnen der Stadt Ravensburg
Wir verfolgen mit großer Sorge die Diskussion über die Baumschutzsatzung Ravensburg und deren von Teilen des Stadtrats initiierte Abschaffung
Die Bedeutung der Bäume im Klimawandel sollte inzwischen hinreichend klar sein – nicht nur als CO2-Speicher, sondern auch zur Abmilderung der Folgen des Klimawandels. Die Aufheizung der Städte in zunehmenden Hitzeperioden ist auch in Ravensburg ein Thema. Von Seiten der Ravensburger Stadtplanung wird regelmäßig wiederholt, dass die Stadt der Zukunft grün, blau und weiß sein muss. Sie braucht neben Wasser und hellen, die Hitze reflektierenden Farben vor allem Bäume und Wand-/Dachbegrünungen. Nur so lässt sich in den zunehmenden Hitzeperioden eine hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität erhalten.
Dazu sagt das Umweltbundesamt: „Das Phänomen deutlich höherer Temperaturen in Städten gegenüber dem Umland wird als „Urbaner Hitzeinseleffekt“ bezeichnet. Dieser tritt ganzjährig auf und ist in Sommernächten besonders stark. Grund sind großflächige Bodenversiegelungen sowie fehlende Begrünung in Städten, was eine deutlich herabgesetzte Kühlung durch Verdunstung nach sich zieht.“ Bäume im Stadtgebiet kühlen eben nicht nur durch den direkten Schattenwurf – dies ist vor allem im öffentlichen Raum wichtig – sondern in der Summe ihrer Verdunstungsleistung den gesamten Siedlungsbereich. Deswegen sind auch Bäume in Privatgärten für die Öffentlichkeit wichtig.
Drei Jahre nach dem Beschluss des Ravensburger Klimakonsens sind Umsetzungsprojekte noch dünn gesät und konkrete messbare Reduktionen des CO2-Ausstoßes fehlen. Die Stadt hat sich nicht an ihren Beschluss, den CO2-Ausstoß pro Jahr um 13,3 Prozent zu reduzieren, gehalten. In diesem Dokument wurden (in engem Austausch mit dem Umweltamt der Stadt) die bisherigen Maßnahmen untersucht und auf ihre Wirksamkeit geprüft. Die Details inklusive einer Ampel-Bewertung der Maßnahmen sind im Anhang zu finden.
Scientists 4 future hier
Keine Parteigrenzen für die Klimapolitik
Die Bundesregierung bezeichnet ihre Klimapolitik als „ambitioniert“. Der Klimakrise angemessen ist sie jedoch nach wissenschaftlicher Einschätzung nicht, wie zuletzt der Expertenrat für Klimafragen (ERK) hervorhob. Aber auch die Vorschläge der parlamentarischen Opposition halten einer wissenschaftlichen Prüfung nicht stand.
Auf Anfrage der Tagesschau zu einem offenen Brief zur Klimapolitik unter dem Hashtag #UnsereGenerationUnserJob hatte die Bundesregierung erklärt, sie verfolge eine „ambitionierte Klimaschutzpolitik”. Wir erkennen an, dass die Regierung, verglichen mit früheren Regierungen, eine aktivere Klimapolitik betreibt. Die erdgeschichtliche Dimension der auf uns zukommenden Klimakrise ist den Parteien der Regierung wie der Opposition aber offenbar noch nicht bewusst.
Aus Sicht der Klimawissenschaften ist die Lage kritisch. Die wissenschaftlichen Daten und die weltweiten Nachrichten zeigen tagtäglich die Gefahren der sich verschärfenden Klimakrise. Wir sehen die Lebensgrundlagen für Mensch und Natur in höchstem Maße als gefährdet an und sind daher tief besorgt.
Unserer Einschätzung nach genügen die bisherigen Maßnahmen der Regierung nicht. Mit diesem Statement schlagen wir vor, die Parteipolitik um ein überparteiliches Element zu erweitern.
Der Schutz unserer Lebensgrundlagen verlangt entschlossenere Anstrengungen. Alle im Bundestag vertretenen Parteien außer der AfD erkennen die Realität der menschengemachten Klimakrise und die Notwendigkeit fairer, internationaler Lösungen formal an.
Mit der Ratifizierung des Pariser Klimaabkommens sind alle zustimmenden Parteien der Regierung und der Opposition gemeinsam für dessen Umsetzung verantwortlich.
Alle, die mit mir diskutieren wollen über Nachhaltigkeit, Klimaschutz etc. lade ich ein in meine Vorlesung ab dem 4. Oktober
immer Mittwochs im Raum L028 (Doggenriedstraße 40 in Weingarten) von 16 bis 19 Uhr.
Ich würde mich freuen über Diskussionen mit Euch/Ihnen.
Mehr Infos auf http://www.hs-weingarten.de/~ertel/de/lehre/lehrveranstaltungen/nachhaltigkeit
vor drei Jahren hat der Ravensburger Gemeinderat einstimmig den Ravensburger Klimakonsens beschlossen. Teil dieses Beschlusses war die Vorgabe, den CO2-Ausstoß jedes Jahr um 13,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu senken.
Es war vermutlich allen Beteiligten klar, dass es sich dabei um ein sehr schwieriges und teures Projekt handelt. Trotzdem wurde der Beschluss gefasst, denn wenn wir nicht schnell handeln, dann werden die Folgen uns um Größenordnungen teurer zu stehen kommen. Die Schäden, die wir alle in Ravensburg pro Jahr alleine durch unseren CO2-Ausstoß anrichten, belaufen sich laut Schätzung des Umweltbundesamts auf etwa 300 Millionen Euro.
Die Stadtverwaltung und insbesondere das Umweltamt haben fleißig an der Umsetzung des Konsens gearbeitet. Leider zeigen sich beim CO2-Ausstoß noch keine Reduktionen, sondern, zum Beispiel beim Ausstoß der Stadtverwaltung sogar noch Steigerungen. Es muss viel schneller als bisher gehandelt werden.
Wir Scientists for Future
fordern daher in beigefügtem dritten offenen Brief (hier) die Stadt und insbesondere
den Gemeinderat auf, durch entsprechende Maßnahmen und Beschlüsse endlich die
notwendige Geschwindigkeit aufzunehmen. Wir sind sehr besorgt über unsere
Zukunft, wenn jetzt nicht schnell und konsequent gehandelt wird.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Ertel
im Namen der Scientists for
Future Ravensburg
"HEUTE WICHTIG"
Dieses Mal mit dem Titel-Foto von Ravensburger Klimaaktivisten!
(links das Original Foto von den Aktivisten, auf dem auch Samuel ganz sichtbar ist)
Am
Anfang kommt noch ein kurzer Bericht von der Wahl in Frankreich
Heute ist Earth
Day.
Dazu schauen wir
auf die wichtigsten Fragen rund um den Klimawandel:
Schaffen wir das
1,5-Grad-Ziel noch oder ist es schon zu spät? Was tut die deutsche Politik
dafür, den Klimawandel abzumildern? Und wie spielt der Ukraine-Krieg da mit
rein?
In mehr als 175
Ländern macht man sich am heutigen Earth Day Gedanken über die Umwelt, das Klima, unser Konsumverhalten – die Einführung
eines Tempolimits wäre da auch eine schöne Idee gewesen, sagt der
Journalist und "RTL aktuell"-Moderator Maik Meuser.
"Seitdem ich
Elektroauto fahre, bin ich eigentlich ganz selten schneller als 130
unterwegs. Und merke, dass man das gar nicht braucht", so Meuser in der
259. Ausgabe des Podcasts "heute wichtig". Die Regierung könnte mehr
tun, sagt er und fordert: "Wir müssen mehr Energie gewinnen, aus Wind,
Sonne und anderen regenerativen Quellen, als wir verbrauchen."
Meuser spricht jedoch nicht nur übers Klima
und die Umwelt, er tut selbst auch sein Bestes dafür. Zusammen mit seiner
Familie reduzierte er seinen Plastikverbrauch auf ein Minimum, lebt ökologisch und nachhaltig. Er erzählt, wo wir alle noch was
aufzuholen haben und was die Ampel-Koalition nun tun könnte und tun muss.
Podcast
"heute wichtig"
Klar,
meinungsstark, auf die 12: "heute wichtig" ist nicht nur ein
Nachrichten-Podcast.
Wir setzen Themen
und stoßen Debatten an – mit Haltung und auch mal unbequem. Dafür sprechen
Host Michel Abdollahi und sein Team aus stern- und
RTL-Reporter:innen mit den spannendsten Menschen aus Politik, Gesellschaft und
Unterhaltung. Sie lassen alle Stimmen zu Wort kommen, die leisen und die
lauten. Wer "heute wichtig" hört, startet informiert in den Tag und
kann fundiert mitreden.
Ich darf Sie / Euch herzlich zu einer Premiere einladen:
Gestern Abend wurde die erste Sendung einer neuen Serie ausgestrahlt:Klimawandel im Schussental
Die Klimakrise ist die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Wir müssen unser Klima schützen – weltweit genauso wie in unserer Heimat im Schussental. Im unserem neuen Streamerei-Format, das vom BUND Ravensburg-Weingarten und den Scientists for Future gestaltet wird, sprechen wir darüber, welche Folgen die Klimakrise und ein effizienter Klimaschutz für Ravensburg, Weingarten und das Schussental mit sich bringen. Und was wir zum Schutz des Klimas tun können
Zu dieser Sendung hat sich der Klima- und Wetterexperte Roland Roth als Interviewpartner zur Verfügung gestellt. Wer ihn kennt, weiß um den hohen Unterhaltungswert. Ab sofort kann die Sendung unter folgendem Link angeschaut werden: *https://diestreamerei.de/formate/formate/klima-kterium*Es gibt ein "neues" zweites Gutachten zum Regionalplan & Klimaschutz von den Scientists4future Ravensburg. hier
Wir warten gespannt auf die Prüfung des Regionalplans auf Landesebene...
& außerdem auf den Startschuss für die Beteiligung in der Aufstellung des Teilregionalplans Energie des RVBO!
Kurzfassung des Gutachtens
Am Samstag den 20.11.2021 wird es einen gemeinsamen Infostand der Fridays for Future, Scientists for Future, Parents for Future und der Waldbesetzung/Alti in Ravensburg geben.
Mit ihrem ersten Infostand, den sie bewusst „Klimanotstand“ nennen, laden die regionalen Gruppen der Klimabewegung herzlich zum Gespräch und zur Diskussion über Klimaschutzmaßnahmen in Ravensburg ein. Das Anliegen: Menschen informieren und mitnehmen, um eine klimagerechte Zukunft in Ravensburg zu gestalten.
Sollten Sie sich darin sehen kommen Sie gerne vorbei, gestalten Sie mit.
Der KlimaNOTstand
steht am Samstag den 20.11.2021 von 9:00 Uhr bis 13:00 Uhr hinter dem Lederhaus
Zu teuer, zu langsam, zu gefährlich, zu blockierend
Berlin, 27.10. 2021 | Zur Lösung der Klimakrise kann die Kernenergie nicht beitragen, da sie zu langsam ausbaufähig, zu teuer und zu risikoreich ist. Zudem behindert sie strukturell den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die gegenüber der Kernkraft schneller verfügbar, kostengünstiger und ungefährlich sind. Das zeigt ein internationales Team von Fachwissenschaftler:innen der Scientists for Future (S4F) in einem heute veröffentlichten Text auf.
hier geht`s zum Text
Und gleichzeitig kommt diese alarmierende Nachricht aus der EU:
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„Während in Berlin die
Koalitionsverhandlungen laufen, bahnt sich in Europa eine fatale
Weichenstellung an. Neue Atomkraft- und Gaskraftwerke sollen als nachhaltige
Investitionen eingestuft werden. Investitionen in Atomkraft
und Gas bekämen also fast das gleiche Nachhaltigkeitslabel wie der Bau von
Windrädern und Solaranlagen.
Ein Super-GAU für die Erneuerbaren Energien! Die Gewinnung
von Strom aus Atomkraft und Gas ist nicht nachhaltig. Atom und Gas dürfen nicht als
nachhaltige Investition eingestuft werden!“ |
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Super-GAU für Europas Energiewende: Stoppt das Greenwashing von
Atomkraft und Gas! hier |
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Schwäbische Zeitung hier von Michaela Miller, Auszüge in blau
Im Sommer 2020 beschloss der Gemeinderat den Klimakonsens - Wo steht Ravensburg aktuell?
Am Rivoliplatz wurde am Samstagnachmittag über Klimapolitik in Ravensburg geredet. Auf dem Podium: Oberbürgermeister Daniel Rapp, Veerle Buytaert, Leiterin Umweltamt, Samuel Bosch, Schüler und Klimaaktivist, Stephan Frisch für die Scientists4Future und Sabine Buchmann-Mayer, Parents4Future.
.....Samuel Bosch formulierte noch einmal sein Ziel: Ravensburg soll klimafreundliche Stadt werden. Er appellierte an Bürgermeister Rapp, die Themen im Gemeinderat stärker voranzutreiben. Für Rapp war klar, die Städte brauchen mehr Schatten, mehr Grün und mehr Wasser. Am Gespinstmarkt, der aktuell in der Kritik steht, weil viel Beton, aber nur drei Bäume dort zu finden seien, seien so viele Leitungen im Untergrund, „vor allem für das geplante Nahwärmenetz“, dass mehr Bäume nicht möglich gewesen seien, so Rapp. Der Bürgermeister musste sich vor allem eine unglückliche Kommunikationspolitik vorwerfen lassen. „Warum nicht erst das Busfahren günstiger machen und dann die Parkplatzpreise erhöhen?“, fragte Frisch. Viele gute Entwicklungen, Ravensburg hat beispielsweise gemessen an der Einwohnerzahl eine sehr hohe Dichte an E-Tankstellen, kommen nicht als Information bei der Bürgerschaft an, das bestätigten auch einige Zuhörer.
Auf konkrete Maßnahmen angesprochen, zählte Rapp auf: Alle Gebäude am Gespinstmarkt sollen in naher Zukunft mit Nahwärme beheizt werden, das Parken an der Oberfläche wolle man unattraktiv machen und die höheren Einnahmen zweckgebunden investieren. Ein Radweg Richtung Bahnstadt soll kommen, wie auch eine Radbrücke von der Oststadt über die Wangener Straße. Anerkennend zeigte sich Rapp gegenüber den Klimaaktivisten: Er habe sich zwar des Öfteren über deren Aktionen geärgert, aber andererseits habe das Thema dadurch Aufmerksamkeit bekommen und „wir würden ohne euch nicht mit derselben Dringlichkeit darüber reden“, so Rapp. Zu den Parkgebühren erklärte Veerle Buytaert vom Umweltamt: Jeder Parkplatz koste auch jetzt schon richtig Geld, im Moment zahle das die Allgemeinheit. „Warum nicht umlegen, auf diejenigen, die die Parkplätze nutzen, also quasi die aktive Förderung der Stadt zurückbauen?“ ......
Sabine Buchmann-Mayer von den Parents4Future fragte, wohin man denn als Bürger mit guten Ideen und Vorschlägen gehen solle. Denn: „Menschen sollten nicht auf Bäume steigen müssen, um gehört zu werden“. Das Umweltamt - laut Amtsleiterin Buytaert arbeiten dort 14 Fachleute - müsse mehr Präsenz zeigen. .......
BLIX hier den ganzen Artikel lesen
Die Podiumsdiskussion auf dem Ravensburger Rivoliplatz zum Thema „Klimawandel in Ravensburg - Was können wir gemeinsam tun?“ war spannend besetzt mit Oberbürgermeister Daniel Rapp, Sabine Buchmann-Mayer, Parents4Future, Stephan Frisch, ein Vertreter von Scientist4Future, dem Klimaaktivist Samuel Bosch und der Leiterin des städtischen Umweltamtes Veerle Buytaert.
Diskutiert wurde unter der Moderation von Anja Twardokus die Frage, welche konkreten Klimaschutzmaßnahmen in Ravensburg umgesetzt werden und wie die Bevölkerung gemeinschaftlich daran mitwirken kann. Etwa 50 Zuhörer:innen hatten sich auf dem umsäumten, schattigen Areal des Rivoliplatzes eingefunden, teilweise auch außerhalb in Sicht- und Hörweite.
Pressemitteilung
Die Ortsgruppe der Scientists4Future und der Parents4Future lädt zur Podiumsdiskussion am
Samstag, den 09.10.2021 auf dem Rivoliplatz in Ravensburg ein. Um 15.30 Uhr soll es um die
Fragen gehen, welche konkreten Klimaschutzmaßnahmen in Ravensburg umgesetzt werden und
wie die Bevölkerung gemeinschaftlich daran mitwirken kann. Moderiert wird die Diskussion von
Franziska Preiss. Bestätigte Zusagen für die Teilnahme auf dem Podium liegen bereits von Dr.
Daniel Rapp (Oberbürgermeister), Sabine Buchmann-Mayer (Parents4Future), Dr. Stephan Frisch
(Scientists4Future) und Samuel Bosch (Klimaaktivist) vor. Die Veranstaltung findet unter
Berücksichtigung der aktuellen Coronaverordnung statt.
Pressekontakt
Saskia Mayer
saskia_mayer@ymail.com
015751345358
Text des BUND-Vorstandsmitgliedes Manfred Walser zur Demo am 3.7.21
Der Regionalplan ist verabschiedet.Fast 3.000 Einwendungen haben keine substantiellen Verbesserungen gebracht. Es gab nur redaktionelle Veränderungen. Das ist frustrierend. Die Politik zeigt sich absolut beratungsresistent.
• Im südlichen Vorarlberg wurde das Projekt „Sanierungslotse“ ins Leben gerufen. Der berät zu Fragen wie Bedarf, Nutzung, Energie, Folgekosten und Förderungen. Zu Beginn wird ein kostenloses Impulsgespräch zum gegenseitigen “Beschnuppern” und Festlegen des ungefähren Beratungsbedarfs durchgeführt. Erst danach entstehen Kosten.
• In Götzis entstand in Zusammenarbeit mit einer Universität das Projekt „Unter der Bahn“. Da ging es um Strategien zur Verdichtung in einer Einfamilienhaussiedlung. Es hat gezeigt, dass in einem Gebiet mit derzeit elf Einfamilienhäusern knapp 180 zusätzliche Personen leben könnten, ohne dass der Charakter der Einfamilienhausstruktur vollständig verloren geht. Aber am interessantesten waren die Gespräche mit den Bewohnern. Da haben vier Familien, die sich gut miteinander verstehen, vorgeschlagen, dass man neue Wohnungen als Reihenhäuser am Rand herum anordnen könnte, sodass in der Mitte ein großer gemeinsam genutzter Garten auf den 4 Grundstücken entsteht. Und in einem andern Fall haben die Kinder eines Ehepaars ein Haus in den Garten gebaut. Die Nachbarn haben gesagt: „Wie kann man bloß –– der schöne Garten!“
Als man das Ehepaar gefragt hat, haben sie gesagt. „Gottseidank, der Garten ist uns eh‘ über den Kopf gewachsen und jetzt haben wir die Enkel ums Haus,, das ist schön.“... man muss sprechen mit den Leuten…
• In Krumbach im Bregenzerwald haben sie im Dorfzentrum ein Mehrfamilienhaus mit einem kleinen SPAR-Markt im Erdgeschoß gebaut, damit die alten Leute aus ihren großen Häusern ausziehen konnten und jetzt in der Dorfmitte wohnen und alles zu Fuß erreichen können –– die Nachfrage war groß, die Wohnungen schnell vergeben.
• Wohnmodule Q4: In Wolfurt hat ein älterer Herr eine große Obstwiese am Ortsrand, die bereits als Bauland gewidmet ist. Die Kinder brauchen sie nicht, aber sie soll später für die Enkel da sein. Da plant die Gemeinde in Absprache mit ihm zwischen den Obstbäumen eine Erschließung für vorgefertigte, wieder abbbaubare Holzhäuser, die für einen begrenzten Zeitraum –– 25 Jahre –– da stehen dürfen. Das sind 20 Wohneinheiten in 5 Gebäuden. Dann werden sie wieder abgeräumt und die Obstwiese kann von den Enkeln genutzt werden.
• In der Vorarlberger Gemeinde Röthis wurde eine stillgelegte Tischlerei, die in Wohnraum umgewandelt werden sollte, als Zwischennutzung mit einem Festival zum Thema 'Leerstand und Unternutzung' bespielt. Die Veranstaltungen umfassten einen Spaziergang mit einer Schulklasse, Ausstellungen, Musik, Impulsvorträge, Diskussionen und weitere Aktivitäten zur Werbung für die Nutzung von Leerstand.
• In allen 14 Gemeinden der Vorarlberger Region Walgau werden Workshops mit Bürgermeister, Gemeindevertretern und Verwaltungsmitarbeitern durchgeführt. Dabei wird das Siedlungsgebiet flächendeckend auf seine Verdichtungspotentiale hin betrachtet. Dabei beginnt „Verdichtung“ schon im Einfamilienhaus -Gebiet (Aufstockungen, Zubauten) und reicht bis zum Geschosswohnungsbau.
• Das Land Vorarlberg hat einen Bürgerrat zum Thema „Umgang mit Grund und Boden“ durchgeführt, den 1.400 Bürgerinnen und Bürger mit ihren Unterschriften eingefordert haben. Bei einem Bürgerrat setzen sich etwa 40 zufällig ausgewählte Laien über mehrere Tage zusammen und erarbeiten Ziele. Sie werden von verschiedenen Experten unterstützt und bekommen für ihr Engagement eine bezahlte Freistellung vom Beruf oder sonstige Unterstützung, damit sie sich ganz dem Anliegen widmen können. Die Ergebnisse waren von hoher Qualität; die zentrale Aussage lautete: „Mehr Nutzen, statt Besitzen“. Sie fanden Eingang ins „Raumbild Vorarlberg“ und wurden von verschiedenen Initiativen im Land aufgegriffen.
Wirtschaftlichkeit kontra Klimaschutz in der Region Bodensee-Oberschwaben - die Katholische Arbeitnehmerbewegung lud zum digitalen Dialog.
Obwohl sich die Katholische
Arbeitnehmerbewegung (KAB) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart eher
auf der Seite der Klimaaktivisten im Altdorfer Wald sieht, will sie zwischen
unterschiedlichen Positionen vermitteln. So rief der Verband zusammen mit
der Erwachsenenbildung und
der Betriebsseelsorge ökumenisch ein zunächst dreiteiliges
digitales Dialogformat ins Leben. Die Möglichkeit eines moderierten Gesprächs
zwischen den Parteien unter Beteiligung der Bevölkerung sei ein Novum, erfuhr
KAB-Diözesansekretärin Svenja Gruß von verschiedenen Seiten.
"Es geht um die
Grundsatzfrage: Wie wollen wir leben?", brachte Moderator Ulrich Mendelin
von der Schwäbischen
Zeitung am Dienstagabend das Dilemma auf den Punkt. In der
Diskussion zwischen Wilfried Franke, Direktor des Regionalverbands
Bodensee-Oberschwaben, und Verwaltungswissenschaftler Manfred Walser
von Scientists for Future (Wissenschaftler für die Zukunft)
vor bis zu 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Videokonferenz wurde
deutlich, dass es zwischen Wirtschaftswachstum, freier Wohnortwahl und
Klimaschutz abzuwägen gilt.
Erhalt des Waldes oder Kiesabbau
Hintergrund der
Kontroverse, wo bei diesen Themen der Schwerpunkt zu setzen sei, ist die
Fortschreibung des Entwicklungsplans der Region Bodensee-Oberschwaben für die
nächsten 20 Jahre. Am Freitag soll der Plan in die Regionalversammlung zur
Beratung und eventuell zur Abstimmung kommen. In der aktuellen Vorlage des
Regionalplans wird beispielsweise auf einer elf Hektar großen Fläche im
Altdorfer Wald Kiesabbau grundsätzlich erlaubt. Dagegen und gegen andere aus ihrer
Sicht nicht klimagerechte Vorgaben gehen Aktivistinnen und Aktivisten seit
Monaten auf die Bäume.
Im Wald selbst bauten
die meist jungen Menschen aus der ganzen Bundesrepublik bei Vogt ein Dorf aus
15 Baumhäusern und befestigten Transparente. Sie kletterten zwischenzeitlich
auch in Ravensburg, Weingarten und am Bodensee ohne Genehmigung auf Bäume, um
auf notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz aufmerksam zu machen, was
Polizeieinsätze auslöste. In der ersten Videokonferenz am 2. Juni schaltete
sich Samuel Bosch direkt aus einer Buche zu, argumentierte sehr sachlich und
zeigte auch in Detailfragen hohe Kompetenz, wie die KAB berichtet.
Moderator Ulrich Mendelin (Schwäbische Zeitung - o.l.), Wilfried Franke (Regionalverband Bodensee-Oberschwaben - o.r.) und Manfred Walser (Scientists for Future - u.) - Screenshot: Dr. Anja Hirscher
Kirchlicher Verband als Moderator
"Wir verstehen
uns hier als Moderierende, die zwischen den Fronten den Austausch
befördern", erklärt Anja Hirscher, bei der KAB Bildungsreferentin für
Nachhaltigkeit. So zeigte sich, dass sich die beiden Referenten am Dienstag in
der Sache einig waren. Der Klimaschutz müsste eine stärkere Rolle spielen.
Wilfried Franke verwies dabei aber auf die lange Vorlaufzeit und hält zuerst
politische und gesetzliche Vorgaben für notwendig, um das Ziel zu erreichen. Er
hätte sich ein früheres Aufbegehren der Kritiker gewünscht, um ihre Einwände zu
bverücksichtigen.
Manfred Walser setzt
eher auf kreative und innovative Beteiligungsprozesse, wie er sie
beispielsweise aus Vorarlberg kennt. Den Wunsch nach stärkerer
Bürgerbeteiligung kann auch die KAB erkennen. Er tauchte in den Fragen und
Anmerkungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Chat auf und zeigt sich in
der aktiven Unterstütung der Baumaktivisten durch die Anwohner. In der
Regionalversammlung sind etwa die Hälfte Bürgermeister und Landräte. Frauen und
junge Menschen sind unterrepräsentiert. Bei diesem kontrovers diskutierten
Thema wollte die KAB Akteure und Interessierte direkt ins Gespräch bringen.
"Dies ist uns gelungen", freut sich Svenja Gruß.