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Donnerstag, 4. September 2025

Live-Tracker zeigt Unterstützung der Banken für fossile Brennstoffe

 

Lara Cuvelier  hier LinkedIn
Sustainable Investments Campaigner at Reclaim Finance - ONG 

Möchten Sie sehen, welche Investmentbank hinter den jüngsten klimaschädlichen Deals steckt?
 
Ich bin froh, dass ich mit Reclaim Finance - ONG Finance an diesem neuen Live-Tracker gearbeitet habe.
 
👀 Ein Live-Tracker, der nahezu in Echtzeit die wiederkehrende Unterstützung der Banken für die Expansion fossiler Brennstoffe durch den Anleihenmarkt aufzeigt.

Samstag, 14. Dezember 2024

Besser heute Geld ausgeben für die Zukunft?

 hier  12.12.2024, Leon Werner

Analyse: Schuldenbremse und die junge Generation: Belastung oder Chance?

Kein WLAN und keine funktionierenden Whiteboards sind in einigen deutschen Schulen noch die geringsten Probleme. Immer wieder gibt es Berichte über undichte Fenster oder nicht funktionierende Heizungen. Das ist kein Zufall, denn in Deutschland gibt es einen massiven Investitionsstau im Bildungssystem.

Donnerstag, 12. Dezember 2024

Optimistisch machende Entwicklung in Indien

Bei uns möchten einige Altvorderen die Uhren zurückdrehen und einfach in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts landen und stehen bleiben -  und dafür werden populistische Nonsense-Parolen entwickelt und auch noch erfolgreich verbreitet: wie "Ausstieg aus dem Verbrenner-Verbot" oder "Heizungshammer" oder "Wir lassen uns das Grillen nicht verbieten", um nur mal die dümmsten paar zu nennen. Wenn das nur mal kein Fehler ist, unter dem unsere Kinder leiden werden.

In Indien und China sieht man die Notwendigkeit einer Transformation viel klarer und man ist bereit, die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Vorteile als große Chance zu nutzen (siehe dazu hier). Vielleicht hilft dabei die Dauerepidemie Luftverschmutzung, die in Indien natürlich deutlich sichtbarer ist als bei uns......

hier Empfehlung von Rico Grimm in seinem Newsletter 6. Dezember 2024

Indien überholt China bei grünen Investitionen, da erneuerbare Energien zunehmen

Indien hat China in den letzten Monaten als Ziel für die Finanzierung sauberer Technologien überholt, da die Bemühungen zur Förderung der heimischen grünen Fertigung dazu beitragen, Investoren anzuziehen.

Im dritten Quartal wurden Transaktionen im Wert von rund 2,4 Milliarden US-Dollar abgeschlossen, mehr als viermal so viel wie in China und nach den USA die zweithöchste Summe weltweit, wie von BloombergNEF zusammengestellte Daten zeigen.

Die Dynamik wird durch Indiens Vorstoß angetrieben, lokale Kapazitäten für saubere Energie auszubauen, um die Abhängigkeit von China zu verringern, und durch die Aussichten, ein Exporteur der Technologien zu werden, sagte Raj Pai, Gründungspartner von GEF Capital Partners, einem klimaorientierten Private-Equity-Fonds.


"Die Attraktivität des Klimasektors
sowohl für öffentliches als auch für privates Kapital
ist sehr hoch"

sagte er.

Donnerstag, 28. November 2024

Das Verschmutzer-zahlen-Prinzip muss kommen

Standard hier  Benedikt Narodoslawsky  26. November 2024,


Fossile Konzerne sollen für Klimaschäden zahlen, fordert Greenpeace

Allein sieben große Öl- und Gasunternehmen verdienten im Vorjahr 148 Milliarden US-Dollar. Mit einer "Klimaschädensteuer" könnte man Unwetteropfer entschädigen

Nach einer schweren Geburt kam auf der Klimakonferenz in Baku (COP 29) eine Zahl auf die Welt: "300 Milliarden US-Dollar" (285,6 Milliarden Euro) – mindestens so viel soll jährlich in arme Länder fließen, damit sich diese gegen die Klimakrise wappnen und Klimaschutz vorantreiben können. Woher das Geld genau kommen soll, steht noch nicht fest. Der Beschlusstext von Baku bleibt vage. Darin heißt es lediglich, die Summe komme "aus einer Vielzahl öffentlicher und privater Quellen". Die Industriestaaten – die historisch größten Klimasünder – sollen dabei die wichtigste Rolle spielen, damit das Geld zusammenkommt.

Deindustralisierung oder Gesundschrumpfung?

FOCUS-Video hier

Marcel Fratzscher im „MUT-Talk“ - Panik wegen Rezession? „Nein, wir werden nur gesund geschrumpft“, sagt DIW-Chef

Deutschlands Wirtschaft steht mit dem Rücken zur Wand – genau darin liegt laut Marcel Fratzscher eine große Chance. Der DIW-Chef erklärt das „Gesundschrumpfen“ unseres Landes – und warnt vor dem „größten Fehler, den Deutschland jetzt machen kann“. 

Samstag, 23. November 2024

Überraschende Wahrheit: Die Energiewende wird sehr viel günstiger als alle dachten

Focus hier  Freitag, 22.11.2024,

Dieser Beitrag erschien durch Kooperation mit The Economist

Neue Berechnungen zeigen: Die Kosten der Energiewende werden drastisch überschätzt. 

Dank technologischer Fortschritte und niedrigerem Energiebedarf können wir die Dekarbonisierung viel günstiger erreichen als bisher angenommen.

Sonntag, 3. November 2024

Was, wenn die Märkte für unsere Produkte verschwinden?

Dieser Artikel gilt nicht nur für Österreich...

Standard hier  Renate Graber András Szigetvari, 3. November 2024

Längste Flaute in Österreichs Geschichte

Österreichs Wirtschaft wächst seit mehr als zwei Jahren nicht. Viele erklären das mit hohen Lohnkosten und teurer Energie. Doch die Anzeichen mehren sich, dass die Gründe ganz woanders liegen könnten

Montag, 28. Oktober 2024

Der realitätsferne Wirtschaftsnobelpreis rückt der Realität ein kleines Stück näher

TAZ hier Kommentar von Ulrike Herrmann  14.10.2024

Es kommt Bewegung in den Wahnsinn

Die Volkswirtschaftslehre ignorierte lange Probleme wie Ungleichheit und Klimaschutz. Die neuen Nobelpreisträger stehen für ein Umdenken.

Samstag, 26. Oktober 2024

Eine innovative Idee zur Rettung der Wälder

hier  Jakob Pallinger 23. Oktober 2024,

Brasilien will mit einem innovativen Fonds Milliarden Dollar für den Schutz der Wälder mobilisieren

Der Tropical Forests Forever Fonds soll künftig Entwicklungsländer dafür belohnen, ihre Tropenwälder vor Rodungen zu schützen. Noch sind jedoch einige Fragen offen

Donnerstag, 17. Oktober 2024

Geld ist also da, es fließt nur in die falsche Richtung

 Zeit hier  Aus der Kolumne "Fünf vor acht" Petra Pinzler, 17. Oktober 2024

Schuldenkrise: Eigentlich müsste Afrika uns die Schulden erlassen

In den wohlhabenden Gegenden der Welt glauben viele, dass wir dem Süden mit viel Geld helfen. Doch das Gegenteil stimmt: Das Geld fließt in die falsche Richtung.

Dienstag, 3. September 2024

Klimakrise: Grüne Transformation – eine Chance für Deutschland

hier  t-online  Meinung von Christine Holthoff  am 19.08.2024

wer sich auf den Weg nach Paris macht, tut das in der Regel freiwillig und gern. Ein Spaziergang entlang der Seine, Café au Lait im Künstlerviertel Montmartre oder ein Besuch berühmter Wahrzeichen wie der Kathedrale Notre-Dame – Gründe für eine Reise gibt es viele. Und die ist von Deutschland aus auch noch schnell und günstig. Keine zwei Stunden dauert zum Beispiel ein Flug von Berlin und kostet mitunter nicht einmal 40 Euro. Doch leider ist nicht jeder Weg nach Paris so bequem.

Für die meisten Unternehmen ist er eine riesige Herausforderung. Ihr Weg nach Paris führt in Richtung Klimaneutralität. Und dafür reicht es nicht, ein Ticket fürs Flugzeug oder den Eurostar zu lösen. Sie müssen kräftig investieren, teilweise ihr ganzes Geschäftsmodell hinterfragen, um weniger CO2 auszustoßen und so daran mitzuwirken, die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu erfüllen. Nach Einschätzung des Expertenrats für Klimafragen der Bundesregierung reichen die bisherigen Anstrengungen jedoch nicht.


Nachhaltigkeit ist überlebensnotwendig

Donnerstag, 4. Mai 2023

Zehn Klima-Signale, die - ein bisschen - Hoffnung geben

ZEIT ONLINE  30. April 2023,  dpa

Angesichts von Überschwemmungen, Dürren und schmelzenden Gletschern kann leicht die Hoffnung schwinden, dass der menschengemachte Klimawandel noch zu bremsen ist. Doch es gibt sie, die Signale, die Hoffnung geben können - wenn auch nicht gerade zahlreich.

«Die Menschheit geht immer noch in die falsche Richtung: Der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen steigt weiterhin, es bräuchte internationale Kooperationen, davon gibt es aber leider immer weniger», sagt Klimaforscher Mojib Latif im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

«Als Wissenschaftler bin ich relativ frustriert und ohne große Hoffnung. Als Mensch sage ich: Wir müssen die positive Sicht stärken und dynamisieren. Wir wissen, wie wir die Pariser Klimaziele erreichen, setzen das Wissen aber nicht oder nicht konsequent um. Bei vielem stimmt die Richtung, aber die Geschwindigkeit nicht.»

Deutschland habe eine historische Verantwortung und als große Industrienation eine Vorbildrolle. Daher sei es durchaus sinnvoll, nationale Erfolge im Klimaschutz zu betonen, auch wenn die weltweite Bilanz ein anderes Bild zeige, sagt Latif, der am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (Geomar) tätig ist. «Und Deutschland hat da tatsächlich einiges erreicht.»

Dienstag, 25. April 2023

Klimaschutz:Versicherer verlassen Umweltinitiative

Süddeutsche Zeitung  23. April 2023  hier Von Katrin Berkenkopf, Friederike Krieger und Jonas Tauber, Köln

Große Versicherer schlossen sich 2021 auf Initiative der UN einer Vereinigung an, die mithilfe der Versicherungsverträge gegen den Klimawandel vorgehen will. Jetzt verlassen drei wichtige Mitglieder den Verbund. Es gibt Druck von der Industrie und republikanischen Politikern in den USA.

Freitag, 14. April 2023

Klimafinanzierung in kleinen Schritten

Spiegel hier

Erst einmal die gute Nachricht: Nach Monaten der Stille wird endlich wieder ernsthaft Weltklimapolitik gemacht. Seit der Uno-Klimakonferenz von Sharm al-Scheich (S+) im vergangenen November wurde zwar hinter den Kulissen verhandelt und weiter etwa an Energiepartnerschaften (JETP) gearbeitet. Echte Beschlüsse für tief greifende Reformen gab es aber nicht – obwohl die bitter nötig sind.

Ein großer Brocken ist die Klimafinanzierung. Der Globale Süden benötigt bis 2030 jährlich 2,4 Billionen Dollar für Energiewende, Kohleausstieg, die Anpassung an Dürren, Stürme und Starkregen. Rund eine Billion Dollar müsste von Industrieländern, Investoren und Entwicklungsbanken kommen. Zum Vergleich: Derzeit zahlen die reichen Staaten nicht mal 100 Milliarden Dollar Klimahilfen pro Jahr an den Süden.

Seit der zurückliegenden Klimakonferenz liegt ein Vorschlag aus Barbados vor, der ärmeren Ländern den Zugang zu Finanzmitteln erleichtern soll. Die sogenannte Bridgetown-Agenda sieht vor:

  • Entwicklungsländer sollen leichter an Kredite kommen können, um damit die Energiewende zu beschleunigen
  • Weltbank, der Internationale Währungsfonds und multilaterale Banken sollen günstige Kredite im Katastrophenfall schneller auszahlen.
  • Schuldentilgungen sollen nach einer Naturkatastrophe ausgesetzt werden können
  • Ein Treuhandfonds mit 500 Milliarden Dollar soll entstehen, mit dem Projekte wie der Bau von Wind- und Solarparks abgesichert werden könnten.

Fast vier Monate später kamen in dieser Woche nun der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank zu ihrer Frühjahrstagung in Washington zusammen, um immerhin erste kleinere Reformen anzustoßen. So wurden die Regeln bei der Weltbank so verändert, dass ärmern Staaten künftig bis zu vier Milliarden Euro mehr an Krediten zur Verfügung stehen – pro Jahr.

Petition: An die Regierenden der G20 und die Finanzminister*innen

Avaaz hier  unterschreiben!   Verfasst am: 11 April 2023

links: in derselben Mission unterwegs: extinction rebellion im Hotel Adlon, Berlin

Als Bürgerinnen und Bürger der Welt, denen die zunehmende Ungleichheit Sorgen macht, fordern wir Sie auf, das gesamte Vermögen der Superreichen jetzt zu besteuern. Eine solche Steuer könnte jährlich Milliarden einbringen, genug, um dringende soziale Bedürfnisse und Umweltkrisen auf der ganzen Welt anzugehen. Es ist an der Zeit, dass die Ultra-Reichen zahlen, was sie schulden.

In den letzten Jahren hat das reichste Prozent der Weltbevölkerung fast doppelt so viel Geld angehäuft wie die übrigen 99 Prozent zusammen.

Während Elon Musk jahrelang einen tatsächlichen Steuersatz von etwa drei Prozent entrichtete, zahlte eine Reishändlerin in Uganda 40 Prozent. Sie verdient umgerechnet etwa 80 US-Dollar im Monat. Musk besitzt ein Vermögen von 180 MILLIARDEN Dollar!

Donnerstag, 13. April 2023

Milliarden für Klimaschutz und sozialen Ausgleich nutzen

hier  27. März 2023

 Einnahmen aus CO2-Preis positiv einsetzen

Aktuelle Diskussionen um Klimaschutzmaßnahmen kreisen um Instrumente wie Tempolimit und eFuels. Dabei gerät der CO2-Preis mit seinen Potenzialen für hohe Einnahmen und Verteilungsgerechtigkeit aus dem Blickfeld. Für die Zeit von 2021 bis 2030 können die Einkünfte aus dem nationalen und europäischen Emissionshandel für Deutschland bis zu 227 Milliarden Euro betragen, zeigen Berechnungen des vom BMBF geförderten Kopernikus-Projekts Ariadne

Mit diesen Mitteln könnte über ein Klimageld die gesellschaftliche Akzeptanz für den CO2-Preis gestärkt, Kosten für einkommensschwache Haushalte abgefedert, Klimaschutzinvestitionen erhöht oder Einkommenssteuern gesenkt werden. Damit politische Entscheidungen über einen effektiven Einsatz der Finanzmittel getroffen werden können, werden laut einer Medienmitteilung vom 27.03.2023 die Konsequenzen auf Klimaschutz, Verwaltung und Wirtschaft in einem neuen Ariadne-Papier skizziert.

„Klimageld, Strompreissenkungen, Verringerung der Einkommenssteuer, Härtefall-Kompensationen oder Förderprogramme: „Wir haben fünf konkrete Optionen zur Verwendung der Mittel aus der CO2-Bepreisung untersucht und auf ihre Effekte durchleuchtet“,

Mittwoch, 12. April 2023

Bridge-Town-Initiative: Vielleicht gibt`s ja doch noch Hoffnung?

hier Zeit /5. April 2023
Ein Gastbeitrag von Vanessa Nakate und Luisa Neubauer 

Finanzsystem und Klimakrise: Fragt endlich nach dem Geld!

Das globale Finanzsystem befeuert die Klimakrise. Das muss sich ändern. Ein Appell von Vanessa Nakate und Luisa Neubauer

Fatalerweise wird in der Klimadebatte kaum über das globale Finanzwesen gesprochen. Dabei lassen sich die nötigen Billionen für die Klimawende ohne kleine und große Revolutionen nicht beschaffen. Dieses Jahr könnten sich hier Welten bewegen. Erstmals liegen pragmatische und doch weitreichende Vorschläge auf dem Tisch, wie sich die Spielregeln von multilateralen Entwicklungsbanken so ändern lassen, dass es eine Chance gibt, die Klimakrise zu bewältigen. In diesen Tagen werden die Ideen bereits dort diskutiert, wo der Wandel ankommen muss: in den Zentralen von Finanzinstitutionen wie der Weltbank und an runden Tischen politischer Gipfeltreffen.

Sonntag, 19. Februar 2023

"Bridge-Town-Initiative": Wie Barbados das Klima retten will

ZDF  hier  von Elisa Miebach  17.02.2023 Quelle: AP

Eine Idee aus Barbados könnte zur Klima-Reform des internationalen Finanzsystems führen - und soll nun sogar auf der Münchner Sicherheitskonferenz diskutiert werden.

Die Premierministerin der Karibikinsel Barbados hat Erfahrung mit Hurrikans. Doch die Stürme werden stärker, die Überschwemmungen größer und der steigende Meeresspiegel nagt an der Insel, die so groß ist wie das Bundesland Bremen.

Mia Mottley weiß, wenn auf ihrer Insel langfristig ein gutes Leben möglich sein soll, darf die Erde sich nicht mehr viel stärker erwärmen.

Milliarden gegen den Klimawandel

Mittwoch, 18. Januar 2023

Umweltorganisationen gründen eigenes „grünes” Finanzlabel

Handelsblatt  hier  18.01.2023  dpa

Nach der umstrittenen EU-Einstufung von Gas- und Atomkraftwerken als klimafreundliche Geldanlagen gründen Umweltorganisationen ein eigenes „grünes” Finanzlabel.

Damit können Banken, Investoren und Versicherer nachsehen, ob ihre Investitionen basierend auf wissenschaftlichen Kriterien klimafreundlich sind, wie aus einer Mitteilung von mehrerer Organisationen wie dem WWF und Ecos am Mittwoch hervorgeht.

„Die Initiative soll Klarheit für Investoren schaffen, nachdem die EU Gaskraftwerke, Kernkraftwerke, das Verbrennen von Bäumen, intensive Abholzung und andere schädliche Aktivitäten in der EU-Taxonomie als "nachhaltig" bezeichnet hat”, schrieben die Organisationen.

Investments, um den Klimawandel zu bekämpfen

In der Taxonomie listet die EU Sektoren, in die investiert werden kann, um den Klimawandel zu bekämpfen. Seit Anfang Januar werden darin auch Investitionen in Gas- oder Atomkraftwerke als klimafreundlich eingestuft. Das hatte für große Diskussionen und Kritik von Umweltorganisationen geführt, da beim Verbrennen von Gas klimaschädliches CO2 ausgestoßen wird und bei der Kernspaltung radioaktiver Müll entsteht. Österreich und Luxemburg sowie mehrere Organisationen klagen gegen die EU-Taxonomie.

Der WWF, Ecos und andere Umweltorganisationen wollen mit ihrer eigenen Taxonomie nun „strenge Kriterien” schaffen, damit Finanzinstitute besser einschätzen können, was klimafreundlich ist und was nicht. Konkret sollen nach und nach alle wirtschaftlichen Aktivitäten nach einem Ampel-Prinzip grün, gelb oder rot eingestuft werden. Die Kriterien dafür sollen regelmäßig überprüft werden von einer Gruppe unabhängiger Experten.

Freitag, 3. Dezember 2021

Klimafreitag der Süddeutschen Zeitung vom 3.12.21

Wissen Sie, was mit Ihrem Geld passiert? Klar, Sie haben gestern den Wocheneinkauf bezahlt und vergangene Woche die neue Winterjacke Ihres Sohnes. Aber das Geld meine ich nicht. Ich meine das Geld, das womöglich (hoffentlich gut verstreut) in Anlagefonds steckt, damit es sich dort immerhin noch ein bisschen vermehrt.


Ich sag’s Ihnen ganz ehrlich: Ich wusste es bis vor Kurzem nicht. Und das, obwohl ich Wirtschaftsjournalistin bin und ständig Texte von Kollegen lese, die mir unter die Nase reiben, dass es nun wirklich nicht so schwer ist, ein Portfolio auf Nachhaltigkeit zu überprüfen.

Falls Sie sich jetzt gerade fragen, ob das hier wirklich der Klimafreitag-Newsletter ist und nicht etwa der Geld-Newsletter der SZ (den Sie hier abonnieren können, wenn Sie mögen): Ja, Sie sind hier nach wie vor richtig, wenn Sie sich mehr fürs Klima interessieren als für Finanzen. So richtig lässt sich beides aber nicht voneinander trennen. Schließlich macht auch beim Klima Geld allzu oft den Unterschied.