Samstag, 30. April 2022

Die Klimaaktivisten unterstützen unseren Kampf um einen zukunftsfähigen Regionalplan

 


"Kleine und große Katastrophen"

Bezug: Museum Humpisquartier zeigt Kulturgeschichte des Ravensburger Wetters  (letzter Bericht hier)

Die Bildschirmzeitung berichtet nun darüber hier 

....Und da sind wir bei der zentralen Frage der Ausstellungsmacher, wie die Menschen über die Jahrhunderte das Klima interpretiert haben.
Natur als übergeordnete Macht, mit Launen und Schwankungen, die es immer gab und geben wird, biedermeierlich verklärt von Künstlern in der Romantik und im Impressionismus. 

Aber Klimawandel, von den Menschen gemacht? Die Schuldigen? Wir alle, mit unserem Lebensstil, unserem Wachstumswahn? Da gibt es die Klimaleugner, einen wie Donald Trump, mit denen im Sinne der Konzerne das Wachstumsmodell unbehelligt bleiben kann.

 


Gute Idee: "Verbrauchtes Wasser heizt ganze Siedlung"

 Kurier hier von Sabine Salzmann

Ein Salzburger Energietechniker entwickelte ein revolutionäres Konzept für Heizanlagen im Wohnbau.

Die Siedlung an der Friedrich-Inhauser-Straße in Salzburg-Aigen war in die Jahre gekommen: Beheizt wurden die ursprünglich 75 Wohnungen noch mit Gas. Jetzt ist gleich in mehrfacher Hinsicht eine neue Ära angebrochen. Neben der Aufstockung auf 99 Wohnungen durch die Heimat Österreich ist schon vor der Energie-Krise der Abschied von fossilen Quellen gelungen. „Da hatten wir den richtigen Riecher“, sagt Dietmar Stampfer und lacht. Mittlerweile drängt beim Ausstieg aus Gas (siehe dazu auch Seite 3) ja immer mehr die Zeit.

Jennifer Morgan über Klimaschutz: „Wir brauchen Aktivismus“

 TAZ  hier  

Ex-Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan hat die Seiten gewechselt. Ein Gespräch über Allianzen und den Krieg, der die Energiewende beschleunigt.

taz am wochenende: Frau Morgan, als Chefin von Greenpeace International haben Sie nach dem Klimagipfel von Glasgow gesagt: Ohne die Aktivisten wäre er ein Flop gewesen. Jetzt vertreten Sie als Staatssekretärin ein Industrieland. Sind Sie auf die Seite gewechselt, die für die Flops verantwortlich ist?

Jennifer Morgan: Nein. Ich würde immer noch sagen, dass Glasgow ein Flop gewesen wäre ohne die Aktivisten. Wir brauchen in der aktuellen Klima­krise alle an Bord: Regierungen, Wissenschaft, gesellschaftliche Unterstützung. Wir brauchen Aktivismus.

Freitag, 29. April 2022

Das steckt im milliardenschweren Entlastungspaket

Ich muss mich schon wundern -  eine Förderung des ÖPNV als Ausgleich der Subventionierung fossiler Energien? ÖPNV muss gefördert werden, ganz klar, im Sinne der Verkehrswende! Und eine Subventionierung fossiler Energien gehört grundsätzlich abgeschafft im Sinne der Energiewende!
Selbst Wirtschaftsfachleute wundern sich über diese Subventionspolitik, die durch die FDP erzwungen wird. Denn das wirkt kontraproduktiv.

Tagesspiegel  hier

Von 9-Euro-Ticket bis Familienbonus 

Wegen der gestiegenen Energiepreise hat das Bundeskabinett am Mittwoch Entlastungen beschlossen. Die Energiesteuer auf Kraftstoffe etwa wird gesenkt.

 Die Mindestabstandsregel von Windrädern soll in Bayern nun doch gelockert werden. Damit könnten bis zu 800 neue Anlagen gebaut werden.

GUTE NACHRICHT   hier  in Watson

Bayern lockert Mindestabstandsregel für Windräder

Warum so viele Lebensmittel im Müll landen

Ein sehr guter Bericht zum Thema Lebensmittelverschwendung mit sehr vielen ermittelten Zahlen.
Danke dafür, lieber Südkurier, denn es ist wichtig nicht nur über Lebensmittelverschwendung zu schimpfen, sondern sich notfalls an der eigenen Nase zu fassen, um Gewohnheiten zu ändern!
Es ist zu wünschen, dass Minister Özdemir endlich seine Ankündigungen wahr macht, um die Verschwendung auch durch politische Vorgaben einzubremsen.


28.04.2022  |  VON MARKUS KEIMEL  hier im Südkurier

In Deutschland landen zwölf Millionen Tonnen Lebensmittel pro Jahr im Müll. Weltweit sind es sogar unglaubliche 1,3 Milliarden Tonnen. Das ist in Summe ein Drittel aller weltweit produzierten Lebensmittel. Eine Katastrophe angesichts der Tatsache, dass laut Welthungerhilfe alle dreizehn Sekunden ein Kind unter fünf Jahren an den Folgen von Hunger stirbt und bis zu 811 Millionen Menschen hungern. Zudem geht damit eine enorme Verschwendung von Ressourcen wie Wasser, Energie, Arbeit oder Land einher. Laut einer Rechnung des WWF bedeutet dies für Deutschland, dass jährlich 2,6 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche völlig zwecklos bewirtschaftet werden. Eine Fläche, die der Größe von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland zusammen entspricht. Hinzu kommt, dass durch die Produktionskette von Lebensmitteln jährliche Treibhausgasemissionen in Höhe von 18 Milliarden Tonnen CO2 entstehen.

Podcast: "Versagt der Journalismus in der Klimakrise?"

Tagesspiegel  hier  28.04.2022   R

Klimapodcast Gradmesser

Wie Medien zu oft ein falsches Gefühl von Sicherheit schaffen, was besser werden muss, und eine neue Klimacharta, die zum Umdenken anregen will.

In Südasien sind die Temperaturen so hoch wie noch nie zuvor um diese Jahreszeit, bis zu 50 Grad heiß kann es diese Woche noch werden. Die Vize-UN-Generalsekretärin sieht „die Menschheit auf einer Spirale der Selbstzerstörung“, weil sie die Gefahren der Klimakrise nicht richtig einschätzt, und in Brandenburg wird das Wasser so knapp, dass an manchen Orten nicht mehr gebaut werden kann. Dass unsere Art zu leben gerade an ihre Grenzen kommt, ist in der Breite der Bevölkerung aber immer noch nicht angekommen.
Das, sagt Journalistin und Autorin Sara Schurmann,
 liegt auch an den Medien. Und darum geht es im Podcast.

Sara Schurmann ist Mitgründern des Netzwerks Klimajournalismus Deutschland.
Zusammen mit Kolleginnen und Kollegen hat sie jetzt eine Klimacharta erarbeitet und am vergangenen Dienstag vorgestellt.
Die Charta betont die grundsätzliche Verantwortung von Klimajournalismus, die wissenschaftlichen Grundlagen, und schlägt Änderungen vor, damit in vielen Medien nicht weiter ein Gefühl von Sicherheit angesichts der Erderhitzung erzeugt wird, das so nicht der Realität entspricht.

Wieso gerade im Klimajournalismus die „False Balance“, eine „falsche Ausgewogenheit“, ein großes Problem ist, warum die Kenntnisse über die grundlegenden Zusammenhänge der Klimakrise in Redaktionen viel weniger verbreitet sind als beispielsweise Grundlagenwissen über Corona, und warum das trotzdem Anlass zur Hoffnung gibt, auch darüber spricht Sara Schurmann. 

Die Autorin von „Klartext Klima“ geht davon aus: „Solange wir die Krise nicht darstellen, wie sie ist, und angemessen in die Medien heben, solange werden wir auch nicht anfangen, angemessen darauf zu reagieren als Gesellschaft.“

Sara Schurmann, Journalistin und Autorin des Buches „Klartext Klima“, ist Mitbegründerin des Netzwerks Klimajournalismus Deutschland und hat die Klimacharta mitverfasst.
Sara Schurmann, Journalistin und Autorin des Buches „Klartext Klima“, ist Mitbegründerin des Netzwerks Klimajournalismus...FOTO: JULIA STEINIGEWEG

Außerdem im Podcast: Jakob Schlandt, Leiter des Tagesspiegel Background Energie und Klima erklärt, warum die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossenen Energiesubventionen „Quatsch“ sind, wie diese sogar dazu führen könnten, dass wir mehr Gas aus Russland importieren, und warum er trotzdem damit rechnet, dass insgesamt die Energiewende jetzt schneller vorangeht.


hier geht`s zum Podcast

Donnerstag, 28. April 2022

Gute Idee: Das Pendlerportal

 



Der Erde gehen die Böden aus

Taz hier

 UN-Bericht zur Wüstenbildung

40 Prozent der Landfläche weltweit sind geschädigt, warnen die Vereinten Nationen.
Grund sei vor allem die landwirtschaftliche Praxis.

Neben dem Klima- und dem Artenschutz gehört der Kampf gegen die Wüstenbildung zu den großen globalen Aufgaben. Und auch um ihn steht es nicht gut. Das zeigt der „Global Land Outlook: Bereits 70 Prozent der Landfläche der Erde sind vom Menschen verändert worden, 40 Prozent sind geschädigt und nicht mehr so fruchtbar wie ursprünglich. Von diesem Problem ist mittlerweile die Hälfte der Menschheit betroffen.

Der Report ist eine Art „IPCC-Bericht“, ein Bericht des Weltwüstenrats. Denn herausgegeben hat ihn die UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), die wie die UN-Klimakonvention und die UN-Artenschutzkonvention im Jahr 1992 beim Erdgipfel in Rio de Janeiro begründet wurde.

Hauptverantwortlich für den schlechten Zustand der Böden sei die Landwirtschaft, sagt UNCCD-Chef Ibrahim Thiaw: 

Wir müssen dringend unsere globalen Lebensmittelsysteme überdenken,
die für 80 Prozent der Entwaldung und 70 Prozent des Süßwasserverbrauchs verantwortlich sind
 
und die größte Ursache für den Verlust der biologischen Vielfalt auf dem Land darstellen.“

Und diese Belastungen werden bei einem einfachen Weiter-so deutlich zunehmen.

In diesem Fall würden weitere 12 Prozent der Böden weltweit bis 2050 geschädigt, eine Fläche so groß wie Südamerika. Außerdem würden bis dann weitere 253 Milliarden Tonnen CO2 emittiert durch einen Verlust an Kohlenstoff in den Böden, die Rodung von Wäldern und die Trockenlegung von Feuchtgebieten. Das entspricht den aktuellen Emissionen in fünfeinhalb Jahren. 

Der Bericht kommt daher zu dem Schluss:
„Ein Weiter-so ist kein gangbarer Weg
für unser weiteres Überleben und unseren Wohlstand.“

Gelbe Engel auf grüner Welle

im Pressreader gefunden  hier

ADAC ruft zum Spritsparen und zu weniger Autofahrten auf

Mittwoch, 27. April 2022

Ostrachs Einwände wurden nicht berücksichtigt

Hier ist ein Blog-Post aus Ostrach zum Regionalverbands-Einspruch der Stadt.
Fast möchte ich den Verfasser beruhigen, indem ich ihn auf die vielen tausend abgewiesenen Einwände des Natur-, Umwelt- und Klimaschutzes verweise. Oder die der nicht weniger wichtigen Landwirtschaft, die hauptsächlich das Ziel verfolgten, den Flächenfraß zu begrenzen.
Es waren nur ganz wenige Einwände, denen gefolgt wurde, z.B. dem des Industrieverbands Steine und Erden.
Die vielen tausend Einwendungen wurden ja auch in Rekord-Tempo unmittelbar vor der Abstimmung durchgewunken, möchte ich sagen, ohne großen Vorlauf für die Regionalverbandsmitglieder. Die hatten nur ganz wenig Zeit sich thematisch damit zu beschäftigen. Schade eigentlich.....



SOFA Ostrach  

Schulnoten und Stellungnahme des Regionalverbands zu Ostrachs Einwänden zum Regionalplan

Wer bremst, verliert

 Spiegel hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  26.09.2021

 Klimakrise 

Sah man sich den Bundestagswahlkampf im deutschen Fernsehen an, musste man den Eindruck gewinnen, Klimaschutz sei furchtbar teuer. Dabei zeigen diverse aktuelle Studien Erfreuliches: Das Gegenteil ist richtig.

Özdemir wirbt für Pflanzenkost

NTV hier

Grüne wollen Gemüse ohne Mehrwertsteuer

Weil der Gang zum Supermarkt die Bürger immer mehr kostet, dringen die Grünen auf eine Mehrwertsteuerbefreiung gesunder Lebensmittel. Agrarminister Özdemir serviert dazu passend ein Plädoyer für kulinarischen Einfallsreichtum beim Fleischverzicht.

Die Grünen machen in der Ampel-Koalition weiter Druck für eine Mehrwertsteuerbefreiung bestimmter Lebensmittel. "Wir müssen jetzt etwas gegen die Preisspirale beim Essen unternehmen und dies mit gesundheitlichen Aspekten verbinden", sagte Ernährungsexpertin Renate Künast. Eine Steuerbefreiung für besonders gesunde Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte wäre außerdem ein Beitrag zu einer umweltfreundlichen Lebensmittelproduktion. "Eine Befreiung sollte auch für Babynahrung gelten." Das Finanzministerium sei nun gefragt, diese Maßnahme auf den Weg zu bringen.

Durchbruch bei der EU-Zukunftskonferenz

Ich trau mich schon fast nicht mehr, mich über gute Nachrichten aus der EU zu freuen.
Die Enttäuschung beim Gas- und Atomkraftpocker war einfach zu groß, nachdem es so gut angefangen hatte  hier  und dann gab es auch noch das Landwirtschaftsgeklüngel  hier.
Wir werden sehen ob es dieses Mal hält was versprochen wurde.


Vorschläge für umfassendes Reformpaket beschlossen

 

Liebe Europäer*innen,

Abschaffung nationaler Vetos, Initiativrecht für das Europaparlament, mehr EU-Investitionen in Klima und Soziales, eine ambitionierte Reform der EU-Agrarpolitik:
am Dienstagabend hat sich das Präsidium (Executive Board) der EU-Zukunftskonferenz auf ein umfassendes Paket von Reformvorschlägen für die EU geeinigt. Das finale Papier umfasst insgesamt 49 Vorschläge mit mehr als 200 konkreten Maßnahmen.
Eine ganze Reihe davon erfordern für die Umsetzung eine Änderung der EU-Verträge. 

Sie sind das Ergebnis der seit einem Jahr tagenden Konferenz zur Zukunft Europas. Aus den Wünschen und Forderungen von 800 zufällig ausgelosten Bürger*innen wurden in den Arbeitsgruppen von Vertreter*innen des Europaparlaments, den Regierungen der Mitgliedstaaten, nationalen Abgeordneten und Europäischen Bürger*innen nun diese konkreten Reformvorschläge erarbeitet. Sie werden am kommenden Samstag (30.04.) vom Plenum der Zukunftskonferenz bestätigt und am 9. Mai an Macron, Von der Leyen und Metsola übergeben.

 

Daniel Freund, Vertreter der Grünen/EFA im Präsidium der EU-Zukunftskonferenz, kommentiert: 

Diese Einigung ist historisch. Sie ebnet den Weg für einen Europäischen Verfassungskonvent. Europas Bürger*innen standen von Anfang im Zentrum der Konferenz. Ihre Vorschläge bilden jetzt das Herz des Reformpaketes.
Die Bürger*innen haben sich laut für eine demokratischere und handlungsfähigere EU ausgesprochen. Alle EU-Institutionen und die Mitgliedstaaten sind jetzt in der Pflicht, diese Reformvorschläge auch umzusetzen. Dann macht die EU einen guten Schritt nach vorn, hin zu einer Föderalen Republik Europa. Die Abschaffung nationaler Vetos muss dabei von höchster Priorität sein. Sie ist die Kernforderung der Zukunftskonferenz und würde der Europäischen Handlungsfähigkeit einen enormen Schub verschaffen.”

 

Alle 49 Entwurfs-Vorschläge der Konferenz hier  (in englisch)

Klimademo in Überlingen

 

Hallo Freunde des Klimaschutzes,


Am Freitag den 6. Mai gibt es wieder eine Demonstration zum neuen IPCC Bericht, welcher zeigt, dass wir nur noch 3 Jahre haben um das Ruder rumzureißen.

Die Demo beginnt um 15:30Uhr am Busbahnhof in Überlingen.

Es besteht keine Maskenpflicht mehr, trotzdem würden wir euch bitten zum Schutz aller weiterhin eine Maske zu tragen.
Wir freuen uns schon auf euch!



Lemke kündigt Plan für Kreislaufwirtschaft an

 ARD  hier   Stand: 29.03.2022


Umwelt- und Ressourcenschutz 

Produkte sollen nach dem Willen der Umweltministerin als neue Rohstoffquelle dienen, statt im Müll zu landen. Dafür will die Bundesregierung eine entsprechende Strategie auf den Weg bringen.


Bundesumweltministerin Steffi Lemke strebt einen deutlich effizienteren Umgang mit Ressourcen an. Wenn sich der Konsum weltweit nicht grundlegend ändere, würden weder die Klimaziele erreicht noch der Verlust der Artenvielfalt gestoppt, mahnte die Grünen-Politikerin auf einer Veranstaltung zur Agenda der G7- und G20-Staaten in Berlin.


Die Grünen-Politikerin kündigte an, dass die Bundesregierung eine Strategie zur Kreislaufwirtschaft beschließen werde. "Damit sollen der Primärrohstoffverbrauch Deutschlands gesenkt und Stoffkreisläufe effizient geschlossen werden", sagte Lemke. Ein konkretes Datum nannte sie zunächst nicht.


Es gehe grundsätzlich darum, "Ressourcen möglichst nachhaltig zu gewinnen, sparsam einzusetzen und so lange wie möglich im Kreislauf zu halten". Produkte müssten so gestaltet sein, dass sie nicht zu Müll würden und in erster Linie als Rohstoffquelle für neue Produkte dienten. "Die Natur kennt keinen Abfall", sagte Lemke.


"Eine Frage der globalen Gerechtigkeit"


Deutschland habe sich für seine G7-Präsidentschaft in diesem Jahr Ressourceneffizienz zum Schwerpunktthema gemacht. Die Volkswirtschaften der G7-Staaten seien für einen Großteil des weltweiten Ressourcenkonsums verantwortlich, sagte Lemke. Der G7-Gruppe gehören neben Deutschland auch Kanada, Frankreich, Italien, Japan, die USA und Großbritannien an.


Etwa die Hälfte aller globalen Treibhausgasemissionen sowie 90 Prozent des Artensterbens und der Wasserknappheit gingen auf die Gewinnung und Verarbeitung von Ressourcen zurück, sagte Lemke und verwies auf internationale Studien. "Drei Planeten wären notwendig, wenn alle Menschen auf der Welt so konsumieren würden wie wir in Deutschland." Mehr Sparsamkeit sei auch "eine Frage der globalen Gerechtigkeit".


Lemke betonte auch den Zusammenhang zum aktuellen russischen Angriffskrieg auf die Ukraine: Der Krieg habe Deutschland die Abhängigkeit von Rohstoffen klar vor Augen geführt. Auch deshalb brauche es einen effizienteren Umgang mit Ressourcen, sagte die Ministerin. 


#mobilitätswende für Klimagerechtigkeit

 Weil wir es können 


Sehen wir uns ? 
Radeln für die Energiewende und für Frieden  setzt  positive Energien frei.       
Setzt Zeichen für die Notwendigkeit neuer Radwege, zur Sicherheit. 

Markdorf: Plädoyer für Kooperation in großer Runde

26.04.2022  |  VON HELMAR GRUPP  hier 
im Südkurire

Plädoyer für Kooperation in großer Runde

 „Ein hohes Maß an Problembewusstsein, Handlungsbereitschaft und Solidarität“: Das müssen laut Franz Beer vom Ortsverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) Stadtverwaltung, Gemeinderat, Gewerbe und Bürger gleichermaßen aufbringen, damit das große Ziel Klimaneutralität für Markdorf bis 2035 erreicht werden kann. „Die Aufgabe ist riesig und muss sofort begonnen werden“, findet Beer deutliche Worte. Dass bei der Stadt eine Stelle für den Klimaschutz geschaffen wird, findet Beer richtig. Wichtig ist dem Naturschützer aber auch, dass deren Aufgaben transparent gemacht werden. Beers Wunsch: „Die Ergebnisse sollten unabhängig zertifiziert und öffentlich sein.“

Um die Kräfte zu bündeln, empfiehlt Franz Beer außerdem eine Art Forum. Vertreter etlicher Gruppen und Zusammenschlüsse – etwa Bürgerschaft, Gewerbe, Agenda 21, Nachhaltigkeitsteam der evangelischen Kirche, Sonnenkraftnetzwerk, German Zero, Fridays for Future, Verkehrsclub Deutschland (VCD) und BUND – sollten dann darin gemeinsam Vorschläge und Konzepte erarbeiten. Parallel dazu müsste die Stadt auf eigene CO 2 -intensive Projekte verzichten und Minderungs- und Kompensationsmaßnahmen zügig umsetzen.

Doch Beer hat auch noch weitere in seinen Augen dringliche Aspekte auf dem Schirm.
Private Solaranlagen müssten finanziell unterstützt werden, ebenso weitere Bürgersolardächer auf öffentlichen Gebäuden. Beim Verkehr hat Beer eine klare Meinung: Vorrang für Fußgänger, Radfahrer und E-Autos sowie durchgängig Tempo 30 in der Stadt. Der projektierte Stadtbusverkehr müsse zudem kräftig gefördert werden.

Klar ist für Franz Beer, dass die Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen müsse:
durch vorbildhaftes Handeln, finanzielle Anreize, Informationen und eventuell auch durch Vorschriften. Denn nur so könne man auch die Bürger dazu animieren, ihr Verhalten klimaneutraler zu gestalten. „Klimaschutz gibt es nicht zum Nulltarif“, mahnt Beer. Eine unbegrenzte Klimaerhitzung werde noch zu unabsehbar höheren Lebenskosten in allen Bereichen führen. Etwaige soziale Härten könne die Stadt durch „sorgfältiges Management und kluge Gebührengestaltung“ ausgleichen.

Die Serie

Nach dem Beschluss des Gemeinderates zur klimaneutralen Stadt bis 2035 lassen wir in einer vierteiligen Serie Akteure der Markdorfer Umweltinitiativen Sonnenkraftnetzwerk, Klimaplan Markdorf, BUND und VCD-Ortsverband mit ihren Vorstellungen, wie dieses Ziel anzugehen ist, zu Wort kommen.
Heute Franz Beer für den BUND-Ortsverband. 

Bodo-Chef befürchtet Überlastungen durch 9€-Ticket

 26.04.2022  |  VON KATY CUKO KATY.CUKO@SUEDKURIER.DE  hier

..... Der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Bodo befürchtet, dass das von der Bundesregierung versprochene Neun-Euro-Ticket den gleichen Effekt haben könnte. Es soll im Juni kommen und drei Monate lang ebenfalls bundesweit gelten.

Freilich sei dieses Super-Sonderangebot bestens geeignet, um neue und alte Kunden wieder für den öffentlichen Nahverkehr zu begeistern. „Die Pandemie hat uns Fahrgäste gekostet, bis heute“, sagt Jürgen Löffler, der den ÖPNV in den Landkreisen Ravensburg, Lindau und im Bodenseekreis verantwortet. Zirka 20 Prozent weniger Menschen steigen seither in Bus und Bahn ein, nicht nur am Bodensee. Doch der wird im Sommer zum touristischen Hotspot. Gerade hier könnte das Neun-Euro-Ticket für einen Ansturm sorgen, dem die Verkehrsbetriebe nicht gewachsen sind, befürchtet der Bodo-Chef. Denn sie verfügen über keine Reserven, weder beim Personal noch bei den Fahrzeugen.

Das ist eines der Probleme, die aktuell für Missstimmung sorgen. Für den öffentlichen Nahverkehr sind eigentlich die Bundesländer zuständig. Doch die hat der Bund vorher nicht gefragt, als er im März das Energie-Entlastungspaket für die Bürger mit dem Neun-Euro-Ticket versprach. Jetzt gibt es Ärger zwischen Bund und Ländern über die Abrechnung der enormen Kosten, die das Sonderangebot verursacht.....

Die Länder fordern in Summe 5,6 Milliarden Euro vom Bund, der bislang nur 3,7 Milliarden Euro zahlen will. Das reiche aber nicht, um das ermäßigte Ticket zu kompensieren und die bestehenden Lasten im öffentlichen Nahverkehr aufzulösen, beklagt auch der Deutsche Städtetag.

Welche Folgen dieses Hickhack um die Finanzierung des Neun-Euro-Tickets haben kann, rechnet Bodo-Geschäftsführer Jürgen Löffler vor. Wenn der Kunde für ein Monats-Abo, das regulär 60 Euro kostet, nun nur neun Euro bezahlt, fehlen 51 Euro in der Kasse. „Das wird ein Problem der Liquidität für die Verkehrsunternehmen“, so Löffler. ...

Nicht zu unterschätzen sei obendrein der Verwaltungsaufwand. „Es gibt noch keinen nationalen Ticket-Standard“, erklärt Jürgen Löffler, warum auch der Verkauf der Monatskarte nicht einfach wird.....

Dienstag, 26. April 2022

»Wir müssen über alle Lösungen reden«

 Spiegel hier  Eine Analyse von Susanne Götze  04.04.2022

Dritter Teil des Weltklimaberichts

Der Welt bleiben nur noch zehn Jahre, um die schlimmsten Folgen der Erderwärmung zu verhindern. Fachleute haben nun umfassende Klimaschutzstrategien erarbeitet.
Einige sind jedoch extrem unpopulär.

Deutschland hat ein Wasser-Problem, für die Lösung muss jeder auf Gewohnheiten verzichten

 Focus hier  24.04.2022

Viele Regionen kämpfen mit Engpässen

In der bayerischen Gemeinde Hurlach wird das Wasser knapp. Die Bürger sind aufgerufen, bei der Toilettenspülung zu sparen und ihre Pflanzen nach Möglichkeit nur noch mit Regenwasser zu gießen. Was in dem 2000-Einwohner-Ort passiert, droht womöglich auch anderen deutschen Regionen.
...
Hurlach bekommt sein Wasser im Gegensatz zu anderen Gemeinden aus Quellen. Diese führen aktuell deutlich weniger Wasser als noch im vergangenen Jahr. „Im März haben wir 19,4 Liter pro Sekunde gemessen, 2021 waren es zum Vorjahreshoch noch 35,5 Liter“, sagt Glatz....


Nicht nur in Hurlach wird das Wasser knapp

Hurlach ist nicht die einzige Gemeinde, die mit Wasserknappheit zu kämpfen hat. Wie der „Bayerische Rundfunk“ (BR) berichtet, weisen 63 Prozent aller bayerischen Messstellen, die das oberflächennahe Grundwasser kontrollieren, derzeit niedrige oder sehr niedrige Wasserstände auf. Aus dem Grundwasser speist sich nicht nur ein Großteil unseres Trinkwassers, es ist auch wichtig für die Bewässerung von Pflanzen und Bäumen sowie die Schifffahrt.


....Nikolaus Geiler, Biologe und Gewässerkundler aus Freiburg, erklärte vor wenigen Wochen im „SWR“, dass es auch im rheinhessischen Hügelland zu Enpässen kommt. In manchen Dörfern und Kleinstädten gibt es dem Experten zufolge nicht mehr genügend Grundwasser, um die Einheimischen zu versorgen. Verbundleitungen, die das Wasser aus anderen Regionen ins Hügelland transportieren, sollen Abhilfe schaffen.


In Brandenburg ist das Grundwasser sogar so knapp, dass der Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) damit begonnen hat, in neuen Verträgen mit Privathaushalten eine Deckelung der Wasserversorgung zu vereinbaren. Das sei notwendig für den Fall, dass nicht mehr Wasser aus dem Boden gepumpt werden dürfe, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen, hieß es.


Deutschland hat ein Wasser-Problem. Das legen nicht nur niedrige Grundwasserpegel, Rationierungspläne und Wasser-Spar-Briefe nahe, sondern auch Daten der sogenannten Grace Satelliten (Gravity Recovery And Climate Experiment). (siehe auch hier).....

Ravensburg: Rat stimmt für Parkgebühren auf der Kuppelnau

Schwäbische Zeitung hier  Von Annette Vincenz und Lena Müssigmann

Parken auf der Fläche kostet künftig - Gemeinderat hat nach großem Krach entschieden

Jetzt also doch: Trotz aller Kritik wird Parken in Ravensburg ab 2023 teurer, und auf den bislang kostenlosen Parkplätzen auf der Kuppelnau werden dann erstmals überhaupt Gebühren fällig. Das hat der Ravensburger Gemeinderat nach langem Ringen am Montagabend entschieden. Die CDU-Fraktion wollte die Regel mit einem Antrag im letzten Moment kippen, scheiterte aber knapp.

Petition für Tempolimit und autofreie Sonntage kommt in den Bundestag

Tagesspiegel  hier von 

Mehr als 55.000 Unterschriften

  - 

Die FDP lehnt das weiter ab.

Eine Petition, die wegen des Ukraine-Krieges unter anderem ein Tempolimit, autofreie Sonntage und ein Verbot von Inlandsflügen fordert, setzt die Bundesregierung weiter unter Druck. Am Montag, einen Tag vor Ablauf der gesetzlichen Frist, wurde das nötige Quorum von 50.000 Unterschriften erreicht. Damit muss sich nun der Petitionsausschuss des Bundestags mit dem Antrag beschäftigen.

Die Petition, die am frühen Montagabend mehr als 58.000 Unterzeichner hatte, fordert die Bundesregierung auf, wegen des Ukrainekriegs die Mobilitätswende rasant voranzutreiben. Unter anderem fordern die Unterstützer ein Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf Autobahnen, sowie 80 beziehungsweise 30 Stundenkilometer außer- und innerorts.

Als Sofortmaßnahme werden zudem autofreie Sonntage, ein Verbot von Inlandsflügen und ein sofortiges Ende der Plug-In-Förderung gefordert. "Die Maßnahmen tragen schnell, mehrheitlich aufwandsarm und wirksam dazu bei, die Energieabhängigkeit von Russland zu mindern, in dem sie dazu führen, dass weniger Kraftstoffe verbraucht werden", heißt es in dem Antragstext, der am 11. März veröffentlicht wurde.

Außerdem sollen Pop-Up-Radwege in Städten und auf dem Land errichtet werden und der Öffentliche Nahverkehr für drei Monate kostenfrei werden.

"In der letzten Woche hatte ich schon ein bisschen Zweifel, dass wir nicht genug Stimmen zusammen bekommen, aber es zeigt sich, wie viele Menschen hierzulande ernsthaften Klimaschutz wollen", sagte Tino Pfaff dem Tagesspiegel. Pfaff hat den Antrag gemeinsam mit der Mobilitätsexpertin Katja Diehl eingebracht. Er studiert seit 2018 in Jena Gesellschaftstheorie und bezeichnet sich selbst als "Vollzeit-Klimaschutzaktivisten."

Dass seine Petition, die er im Petitionsausschuss des Bundestags verteidigen wird, auch eins zu eins umgesetzt wird, glaubt Pfaff nicht. "Ich erwarte eine Debattenverstärkung und, dass der Druck auf die Regierung zunimmt", sagt er.
Pfaff zufolge würde sich durch die Umsetzung der sieben Sofortmaßnahmen 30 Millionen Tonnen Co2 einsparen. Umgerechnet auf Treibstoff würde dies Einsparungen von 13,4 Millionen Tonnen bedeutet, sagt Pfaff und verweist auf Berechnungen von Greenpeace.

Für Pfaff sind nun vor allem die Grünen in der Pflicht. Dort hat die Parteispitze zuletzt öffentlich für ein Tempolimit von 130 Stundenkilometer geworben. Dem müssten nun Taten folgen. "Die Grünen sind in der Pflicht, sich da jetzt gegen die FDP durchzusetzen. Als ökologische Partei müssen sie nicht liberale Ideologien verteidigen", sagt Pfaff.

Brief an den Landtag: Region Bodensee-Oberschwaben trocknet langsam aus

An die Mitglieder des Landtags Baden Württemberg

 

Sehr geehrte Mitglieder des Landtags,

Die Dokumentarsendung im ARD mit Titel "Bis zum letzten Tropfen" (hierhat deutlich zum Ausdruck gebracht, wohin die Entwicklung der Wasservorräte in Baden-Württemberg – und hier vor allem in Oberschwaben – gehen wird, wenn keine einschneidenden Veränderungen vorgegeben und umgesetzt werden.

 

Jay Famiglietti, der Direktor des Global Institute for Water Security an der Universität im kanadischen Saskatoon, kommt in dieser Dokumentation mit seinen Feststellungen zu Wort. Er wertet im Auftrag der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Daten der Grace-Satelliten aus. Und seine Ergebnisse sind erschütternd, wenn er aussagt, dass "Deutschland hat in 20 Jahren Wasser im Umfang des Bodensees verloren.

 

Das ist unvorstellbar viel Wasser.

In Zahlen ausgedrückt sind das in 20 Jahren: 48 km³ Wasser (hier) (=48.000.000.000.000 Liter). Dies stellt einen jährlichen Wasserrückgang in Deutschland von etwa 2,5 km³ Wasser dar. Damit gehört Deutschland – und hier vor allem der Süden - zu den Regionen mit dem höchsten Wasserverlust weltweit. Und an dieser Entwicklung ist Baden-Württemberg und hier vor allem die Region Bodensee-Oberschwaben überdurchschnittlich beteiligt!

 

Der Altdorfer Wald als größtes zusammenhängendes Waldgebiet stellt einen überragenden Wasserspeicher für diese Region dar. Auch hier nehmen die Wasservorräte besorgniserregend ab.

Als Gründe für diesen Wasserschwund können u.a. genannt werden:

  • globale Erwärmung und Klimaveränderungen 
  • Kiesabbau in weiten Teilen des Waldes führen zu Versiegung von Quellen und Verschmutzung von Wasservorräten
  • Ein zu hoher Holzeinschlag lässt die Waldfläche austrocknen, da der Wald seine Klimafunktionen nur noch eingeschränkt erfüllen kann. Die Wiederaufforstung ist teilweise noch nicht zukunftsgerecht.
  • Die Holzverarbeitung durch Vollernter führt zu einer Bodenverdichtung und dessen Austrocknung.


Auch das LPG 2003 (hier) weist bereits auf die überragende Bedeutung des Schutzes von Wasser hin.
In Zi.4.3 wird vorgeschrieben, dass „Trinkwassereinzugsgebiete großräumig …. vor 
allem oberschwäbische Wasservorkommen nachhaltig zu schützen sind“!

An diesen Gesetzesvorgabe haben sich die am „Prozess Wasser“ Beteiligten – also Planer,

Politiker und Verwaltungen - zu halten.


Der Regionalplan RVBO vom 25.6.2021, der derzeit dem Ministerium für Landesplanung zur Genehmigung vorliegt, kommt dieser Gesetzesvorgabe nicht ausreichend nach und darf deshalb nicht genehmigt werden.

Aber auch weitere Entscheidungen auf landes- oder kommunalpolitischer Ebene kommen

dieser gesetzlichen Vorgabe nicht nach!

Vielmehr sind die regional endlichen Ressourcen – und hierzu gehört auch Wasser – durch den Regionalplan, das Parlament und die Ministerien so zu schützen, dass auch in den nächsten Jahrzehnten für unsere Kinder noch ausreichend davon vorhanden ist.


Leider hat die allzu mächtige Wirtschaftslobby nur einen kurzfristigen Gedanken, den der

Gewinnmaximierung und Kapitalrendite. Diesem Profitstreben werden unsere Lebensgrundlagen in dramatischer Art und Weise geopfert. Da hat der dringend erforderliche Ausweis von Vorranggebieten von Wasserschutz und Wasserschutzgebieten keinen Platz mehr in einem politischen System, welches von Wirtschaftslobbyisten und deren Interessen bestimmt sind.


Die Wälder – allen voran der Altdorfer Wald - sind nun mal in Oberschwaben die größten Wasserspeicher. Eine vorbehaltlose Schutzausweisung und deren Einhaltung ist für diese Gebiete unabdingbar. Deshalb müssen diese Waldflächen zukunftsfähig umgebaut

werden zu Gebieten

  • ohne Rohstoffabbau
  • ohne Zubetonieren und Flächenversiegelung durch Windkraftanlagen
  • mit einer wirklichen – im ökologischen Sinn - nachhaltigen Forstwirtschaft

Jeder Baum trägt zum Klima- und Wasserschutz bei! Die zurzeit aufgrund des hohen

Holzpreises stattfindende „Ausdünnung“ der Wälder durch übertriebenen Holzeinschlag ist

unter Klima- und Wasserschutzaspekten kontraproduktiv. Eine Wiederaufforstung durch

zukunftsfähige Baumarten ist an vielen Orten nicht zu sehen.


Auch der ausufernde Flächenverbrauch durch Ausweis von Straßen- und Bauflächen muss beendet werden und auf ein notwendiges und sparsames Maß zurückgefahren werden.

Wird jetzt nicht zum besseren Schutz des Wassers gehandelt, gehen weiterhin

deutschlandweit  jeden Tag 6.850. 000.000.000 Liter Wasser (i. W. sechs Milliarden

achthundertfünfzig Millionen )  aus den Grundwasserspeichern für uns und unsere Nachkommen verloren gehen.

Heruntergebrochen auf die Fläche des RVBO bedeutet dies, dass jeden Tag ´67.150.000 Liter Wasser (i. W.siebenundsechzig Millionen einhundertfünzig Tausend )

aus den Grundwasserspeichern des Kreises für uns und unsere Kinder verloren gehen.



links Abbildung: Wasserverluste in Deutschland

- Oberschwaben weiß gekennzeichnet –


Berücksichtigen Sie bitte in Ihren Entscheidungen – unabhängig auf welcher Ebene diese getroffen werden - diese ethische und auch politische Verpflichtung zum Schutz des so lebensnotwendigen Klimas und Wassers.
Es geht ja um unsere gemeinsame Zukunft.


Sagen Sie bitte der Bevölkerung, dass Einsparungen an Wasser, Rohstoffen und Energie bitter notwendig sind.
Die Bürger haben ein Recht auf diese Information.

Hat die Politik nicht so viel Mut dies kund zu tun? Müssen unabhängige Reporter Berichte wie eingangs zitiert auswerten, die von öffentlichen Stellen in Auftrag gegeben und dann wieder in deren Schublade verschwinden?


Freundliche Grüße

i.A. Helmut Fimpel

Natur- und Kulturlandschaft Altdorfer Wald e.V.