Posts mit dem Label Ravensburger Intitiative gegen den 1000-Kühe-Stall Ostrach werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ravensburger Intitiative gegen den 1000-Kühe-Stall Ostrach werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 16. Februar 2022

BUND erleichtert über endgültiges Aus für 1000-Kühe-Stall Hahnennest

Pressemitteilung

Der BUND Baden-Württemberg ist erleichtert, dass in Ostrach kein Megastall gebaut wird. Der Umweltverband hatte negative Auswirkungen für das Grundwasser und die Artenvielfalt befürchtet.

Ravensburg/Stuttgart. Die Betreiber des Milchparks Hahnennest haben sich von ihrem Projekt des 1000-Kühestalls verabschiedet. Der BUND ist darüber sehr erleichtert, denn der Stall in Ostrach wäre in seiner geplanten Dimension eine Bedrohung für Natur und Umwelt gewesen. „Die Nitratwerte sind in diesem Gebiet schon jetzt sehr hoch“, beschreibt Ulfried Miller, Regionalgeschäftsführer des BUND Bodensee-Oberschwaben. „Durch den landwirtschaftlichen Industriebetrieb mit den großen Mengen an Gülle und Abwässern wären möglicherweise das Grundwasser und die nahen Schutzgebiete mit ihrer Artenvielfalt gefährdet worden.“

Montag, 14. Februar 2022

Geplanter Groß-Kuhstall in Ostrach ist Geschichte

Das war ein harter Kampf  für den BUND! Warum hatte das Sigmaringer Landratsamt so ein Projekt ohne vorgeschriebene Umweltprüfung genehmigt? Dachte man da, dass es keine Rolle spielt?
Oder hatte man nicht mit Widerspruch gerechnet, nachdem das Projekt begonnen war?
So oder so - es wirft kein gutes Licht auf die Kompetenz der Behörde.
Mit dieser Nachlässigkeit haben sie  nicht nur der Umwelt massiv geschadet, sondern auch den Landwirten, die viel Zeit in die Pläne investiert haben. Genauso wie die Naturschützer. 

Die aktiven Naturschützer äußern sich erleichtert: 
"Es lohnt sich, sich zu engagieren -  auch wenn es immer wieder Atempausen benötigt…. ✊🏽💫💚 ach und egal was wer vorhersagt"


SWR aktuell   hier

In Ostrach-Hahnennest (Kreis Sigmaringen) wird es keinen "1.000-Kühe-Stall" geben. Die vier Landwirtschaftsfamilien, die ihn bauen wollten, geben eigenen Angaben zufolge auf.
Hintergrund seien vor allem Widerstände von Umweltverbänden sowie eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Mannheim. Das hatte den Mitte 2019 begonnenen Bau vor einem Jahr gestoppt, wegen einer fehlenden Umweltverträglichkeitsprüfung durch das Sigmaringer Landratsamt. Der Stall hätte zu den größten des Landes gehört. Die Gegner befürchteten negative Folgen vor allem fürs Grundwasser. In erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Sigmaringen waren eine Petition gegen das Projekt sowie ein Widerspruch des BUND gegen das Bauverfahren zunächst erfolglos geblieben.


Sendungsbezug: BW Studio Friedrichshafen, 14.2.2022, 16:30 Uhr

Samstag, 19. Juni 2021

Logo

Baustopp für 1000-Kühe-Stall

17.06.2021 ∙ odysso - Wissen im SWR ∙ SWR Fernsehen
Logo odysso

Nach sechs Jahren Protest wurde der Bau eines 1000-Kühe-Stalls zwischen zwei Naturschutzgebieten bei Sigmaringen gestoppt. Grund sind fehlende Prüfungen zur Umweltverträglichkeit.

Doku über den 1000 Kühe Stall in Hahnennest  hier

Sonntag, 2. Mai 2021

Ganz andere Proteste in Ravensburg

Pressemitteilung

Heute Samstag, 1.Mai, wurde  um 10 Uhr auf dem Marienplatz vor der Nordsee ein 3,60m x 2,60 m großes Transparent mit der Aufschrift „Kein Megastall in Ostrach und Anderswo“ befestigt.
Auch wenn der inzwischen vom Verwaltungsgerichtshof BaWü gestoppte Bau des 1000 Kühestalls im Landkreis Sigmaringen liegt, hätte er Auswirkungen auf Klima, Umwelt, Bewohner*Innen der Stadt bzw. des Landkreises Ravensburg. 

Es wäre dann der erste Megastall im BaWü, würde jedoch der Agrarindustrie  für ähnliche Vorhaben die Tore öffnen. In dem geplanten 1000 Kühe Stall in Ostrach fielen bei einer
angestrebten Produktion von 30 Litern pro Kuh am Tag 30.000 Liter Milch am Tag an, also 9 Mio Liter im Jahr. Wahrscheinlichster Abnehmer wäre der französische Konzern Lactalis, der 2017 die Ravensburger Omira gekauft hat. Exporte von Milchpulver gehen von hier aus nach Afrika, in den
Nahen Osten, nach China...

Das Fleisch der ausrangierten Rinder wird auch in Ravensburg auf dem Markt kommen. Preisdumping ist bei der hohen Menge an Fleischzulieferungen nicht auszuschließen. Von den 1000 Kälbern, die für
die Milchproduktion jährlich geboren werden müssten, blieben nur die zur Nachzucht auf dem Hof. Alle anderen würden dann schon nach wenigen Tagen unter katastrophalen Bedingungen über 100-1000nde von Kilometern z.B. nach Spanien, Türkei, Libyen, Naher Osten, etc. transportiert werden. Die  Sammelstelle für den wöchentlichen Transport ist Bad Waldsee.

Für die Fütterung in Megaställen wird als Eiweißquelle oft Soja verwendet, das v.a. aus den USA und Brasilien importiert wird. Amerikanisches Soja ist zu 95% genmanipuliert und für brasilianisches
Soja wird der Regenwald abgeholzt.
In einem 1000 Kühe Stall fallen jährlich 20.000 Kubikmeter Gülle an, mit der in Agrargasanlagen "grüne Energie" erzeugt werden soll. Voraussichtlicher Abnehmer wäre hier die in Ravensburg ansässige TWS. Um dieselbe Energiemenge zu produzieren, benötigt man für Agrargas 80 Mal
mehr Fläche wie beim Kohletagebau! D.h. Agrargas treibt die Bodenpreise hoch. Darunter leiden v.a. kleinere Betriebe. Agrargas wäre ohne Subventionen unrentabel! 

Die Gärreste mit dem in der Anlagen nicht abgebauten Nitrat werden auf die Böden ausgebracht und erhöhen das ohnehin schon sehr belastete Grundwasser. Zudem werden in Gülle und Gärresten Tierarzneimittel (u.a. Antibiotika) analytisch nachgewiesen, die wegen höherem Keimvorkommen in größeren Ställen eingesetzt werden müssen. Zunehmende Antibiotika-Resistenzen werden u.a. auch darauf zurückgeführt.
Damit die Gülle „vergast“ werden kann benötigt man gehäckselte Energiepflanzen (Mais, Silphie...), die in Monokulturen angebaut werden und als „Vermaisung der Landschaft“ auch in Ravensburg zu betrachten ist. Ausgelaugte Böden und eine reduzierte Artenvielfalt sind die Folge.
Hinzu kommen synthetisch hergestellte Stickstoffdünger, die in der Landwirtschaft die höchsten Emissionen verursachen. Die langen Transportwege für Futter, Energieplanzen, Kälber, etc. erhöhen das
Verkehrsaufkommen und belasten weiter das Klima, die Umwelt und die Bewohner*Innen.

Und all das wurde ohne Umweltgutachten vom Landratsamt Sigmaringen vorangetrieben ??????



Sonntag, 28. März 2021

Teil 4: 1000 KüheStall, Scientists4future, fff und Übergabe an Petra Krebs

Für die Ravensburger Initiative gegen den 1000KüheStall sprach  Frank Matschinski

Link zur Rede  (kurze Einführung)

Hauptrede

Da ging es nicht mehr darum Lebensmittel zu produzieren sondern die waren in dem Hype "wir müssen grüne Energie produzieren" und haben sich da sicher was vorgenommen und haben eine der größten Agrargas-Anlagen von BW da hingestellt....Die beackern 1000 ha Land und bauen da nachwachsende Rohstoffe an, die produzieren pro Std. bis zu 1000 m³ Agrargas - also alles super gigantomanisch - und was uns eben erschreckt ist,dass sie seit 5 Jahren planen einen Mega-Kuhstall dort zu installieren mit 1000 Kühen - nicht auf der Weide (das hat A. Notz sehr gut dargestellt dass eine Kuh die auf der Weide lebt  alles andere ist als ein Klima-Killer, sondern sehr wichtig ist für unsere Landschaftsgestaltung und auch für die Ökologie)


Für die Scientists4future sprach ganz spontan W. Ertel


Nur ganz kurz ein paar News zur Wissenschaft.....
Ich war in der Vergangenheit deutlich zu naiv was das Thema Klimawandel und Klimaschutz betrifft.... die Studien haben einen gewissen Grad an Unsicherheit. ...Die Berechnungen waren basierend auf einer Wahrscheinlichkeit von 50%  das 1,5° Ziel zu erreichen.
Und so langsam wachen wir Wissenschaftler jetzt auf... Wie kann es sein dass wir fordern 1,5° - nur durch nen Münzwurf, mit 50:50 Wahrscheinlichkeit zu erreichen?
Beim Thema Corona da erwarten wir Tests mit einer Sicherheit von 99%...

Und noch eine spontane Sprecherin für FFF Ravensburg


Wir befinden uns in der globalen Klimakrise und unsere Zeit zu handeln ist genau jetzt! Unser wichtigstes Klimaziel ist die Einhaltung des 1,5° Zieles.
Aber haben wir nicht noch Zeit?... Nein, da wir nicht wissen wann wir an den Point of no return kommen müssen wir jetzt handeln!
(Symbolisches Glockenläuten beginnt im Hintergrund!)







Petitionsübergabe von Barbara Herzig an Petra Krebs, Vorsitzende des Petitionsausschusses des Landes BW

Link zur Verlesung der Petition durch Barbara und Übergabe an Petra Krebs.











Dienstag, 2. März 2021

Pressemitteilung: BUND-Beschwerde stoppt Bau des Megastalls Hahnennest in Oberschwaben

Das Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat die Bedenken des BUND Baden-Württemberg bestätigt und im Eilverfahren festgestellt, dass die Erteilung der Genehmigung zum Bau des Kuhstalles in Ostrach wohl rechtswidrig ist.

Stuttgart/ Ravensburg. Die Betreiber des Milchparks Hahnennest in Ostrach müssen den Bau des Megastalls für 1000 Kühe und 80 Kälber stoppen. Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH) hat am 23. Februar 2021 in einem Eilverfahren entschieden, dass der Widerspruch des BUND vom 4. April 2019 weiterhin aufschiebende Wirkung hat. Damit wird der Beschluss des Verwaltungsgerichts Sigmaringen vom 23. März 2020 geändert.
 
Unzureichende Vorprüfungen
Der Stall in Ostrach wäre in seiner geplanten Dimension eine Bedrohung für Natur und Umwelt. Der VGH kritisiert, dass das zuständige Landratsamt die Auswirkungen auf geschützte Lebensräume und ihre Artenvielfalt nicht ausreichend geprüft hatte, weil keine Umweltverträglichkeitsprüfung erfolgt war. Die Überwachung des Grundwassers alleine kann einer Gefährdung des Grundwassers nicht wirksam entgegenwirken.
 
Der BUND ist sehr erleichtert über den Beschluss. „Der VGH hat klargestellt, dass die Erteilung der Genehmigung zum Bau und Betrieb des Megastalls voraussichtlich rechtswidrig war. Die Vorprüfung zum Stallbauvorhaben in Ostrach war nicht sorgfältig gemacht. Es darf nun keine weiteren Baumaßnahmen geben. Nach den klaren Aussagen des VGH gehen wir davon aus, dass auch in der Hauptsache die Genehmigung keinen Bestand haben wird und der 1.000 Milch-Kühe nicht wie beabsichtigt gebaut werden kann“, beschreibt Sylvia Pilarsky-Grosch, Landesgeschäftsführerin des BUND Baden-Württemberg. „Mit dem Beschluss hat der VGH auch die Klagerechte der Umweltverbände gestärkt.“
 
Bedrohung für Natur und Umwelt
„Wir hätten uns gewünscht, dass Planer*innen, Genehmigungsbehörden und der Petitionsausschuss unsere Bedenken und Hinweise auf die rechtswidrige Planung viel früher ernst genommen und eine Umplanung erwirkt hätten – mit einem deutlich kleineren Stall und Maßnahmen zur Verbesserungen für Grundwasser und Biodiversität. Den Weg in eine industrielle Landwirtschaft geht der BUND nicht mit“, betont Ulfried Miller, Regionalgeschäftsführer des BUND Bodensee-Oberschwaben.
 
Weitere Megaställe in Planung
Der geplante Megastall in Ostrach ist nicht der einzige in Baden-Württemberg. Mehrere Mängel, die der VGH in diesem Fall rügte, sind auch beim Kobeleshof bei Ellwangen und beim 8000-Schweine-Stall in Langenburg-Nesselbach vorhanden. Gegen das Bauvorhaben des Kobeleshofes geht der BUND juristisch vor. Die Haltungsbedingungen in solchen Ställen, in denen Tiere auf engem Raum zusammengepfercht sind, führen zu großem Leid. Zudem beschleunigen solche industriell geführten Anlagen das Sterben von kleineren Höfen und treiben die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen nach oben.


Hintergrund:
Die 
Beigeladene im Prozess, eine bürgerlich-rechtliche von vier Landwirten verfasste Gesellschaft, betreibt in unmittelbarer Nähe zum Kuhstall eine Biogasanlage, in der sie die Rindergülle und den Rindermist des Stalles verfeuern will. Dazu beantragte sie eine immissionsschutzrechtliche Änderungsgenehmigung. Das Landratsamt hielt damals eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht für notwendig. Im Februar 2019 erteilte es den Betreibern eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung. Dagegen erhob der BUND am 4. April 2019 Widerspruch. Das Verwaltungsgericht Sigmaringen lehnt seinen Antrag auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab – zu Unrecht, wie das VGH jetzt urteilte.
 
Weitere Informationen:
Webseite des BUND Baden-Württemberg zu Landwirtschaft: https://www.bund-bawue.de/themen/natur-landwirtschaft/landwirtschaft/
Webseite des BUND Bodensee-Oberschwaben zum Stall in Ostrach: https://www.bund-bodensee-oberschwaben.net/themen-projekte/naturschutz-planung/planungsvorhaben/


10 Gründe gegen 1.000 Kühe 

Lesen Sie hier, warum wir den Mega-Stall in Ostrach-Hahnennest ablehnen

Donnerstag, 28. Januar 2021

"Ravensburger Intitiative gegen den 1000-Kühe-Stall Ostrach" stellt seine Broschüre vor


Die Gegner des 1000 Kühe Stalls sind Teil unseres Aktionsbündnisses für einen Zukunftsfähigen Regionalplan!



Hier ist der Link zur Broschüre:

Broschüre Hahnennest

                                                         Barbara Herzig auf Instagramm