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Donnerstag, 19. Februar 2026

Anderswo, aber doch nicht bei uns: Biosphärengebiete dürfen auch wachsen....

Zeit hier  15. Februar 2026, Quelle: dpa Sachsen

Naturschutz: Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wächst

Naturschutz: Die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft wurde 1996 offiziell als Biosphärenreservat anerkannt.


Freitag, 9. Januar 2026

Kinofilm zum Biosphärengebiet Schwäbische Alb mit überwältigender Resonanz

Ausverkaufte Vorstellungen und anhaltende Nachfrage  hier


Seit September läuft der Film „Was die Alb uns erzählt - Die faszinierende Welt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb“ des preisgekrönten Filmemachers Dietmar Nill in den Kinos der Region. Viele der Vorstellungen waren und sind weiterhin ausverkauft. 

Insgesamt kamen bereits mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher in die Lichtspielhäuser in Bad Urach, Balingen, Ehingen, Geislingen, Hechingen, Metzingen, Mössingen, Münsingen und Rottenburg – weitere Kinos auch weit über die Grenzen des Biosphärengebiets hinaus sind angefragt und kommen in Kürze hinzu.

Der Filmemacher aus Mössingen am Fuße der Schwäbischen Alb zeigt in seinem neuen Film einzigartige Lebens- und Kulturräume und legt ein weiteres Augenmerk auch auf die Menschen und ihre Geschichten in der UNESCO-Modellregion. Nill vermittelt in eindrucksvoller Weise, welchen großartigen Schatz wir direkt vor der Haustüre haben und nimmt die Zuschauer 90 Minuten lang mit auf eine faszinierende Reise durch das Biosphärengebiet Schwäbische Alb. 

https://www.biosphaerengebiet-alb.de/presseportal/detail/kinofilm-zum-biosphaerengebiet-mit-ueberwaeltigender-resonanz

Trailer und Kinotermine



Freitag, 2. Januar 2026

Die Pirsch nach dem Profit: Der Tag, an dem das Biosphärengebiet (BSG) Oberschwaben beerdigt wurde.

Hermine fragt: wie können wir das so verbreiten, dass auch wirklich jeder in Oberschwaben diesen Text liest?

Blix  hier  Autor: Josef-Otto Freudenreich  erschienen in BLIX Januar/Februar 2026

Den Schuss gehört

Oberschwaben – Das Biosphärengebiet Oberschwaben ist gescheitert. An einer nahezu perfekten Kampagne, gesteuert von einer Adelsallianz, die ihren Feldherrn auf Schloss Zeil hat. 

Der Fürst habe nur zwei kleine Bier getrunken. Das ist dem Wirt im Bad Waldseer „Hasen“ wichtig zu betonen. Keine Siegesrunde, keine Jubelreden. Er erinnert sich deshalb so gut, weil er genau hingeschaut hat. Erich von Waldburg-Zeil, 63, scheut normalerweise die Öffentlichkeit und war noch nie im „Hasen“, aber an diesem Abend des 10. Novembers 2025 musste er raus aus seinem Schloss. Es war der Tag, an dem das Biosphärengebiet (BSG) Oberschwaben beerdigt wurde. 

Geschafft hatte es der Waldseer Gemeinderat, dessen CDU- und Freie-Wähler-Mitglieder dagegen stimmten und nun mit dem Fürst, seinem Verwandten Ludwig Erbgraf von Waldburg-Wolfegg-Waldsee sowie dem Bauernchef Franz Schönberger ihren Triumph feierten.
Ein Ratsherr, der Kontext um Anonymität bittet, verlässt die Festgesellschaft vorzeitig. Die „Schadenfreude“, sagt er, sei „unerträglich“ gewesen. 

Sonntag, 7. Dezember 2025

Die Chance ist leider vertan. Ein Unesco-Moor-Biosphärengebiet wird es in Oberschwaben/Allgäu nicht geben.

 


Aus den Begleitgesprächen zum Film wurde folgendes klar: 
Die Gegner waren zu übermächtig: zu viel Geld wurde zur Abwehr investiert, die Schwäbische berichtete einfach nicht zum Thema (wen wundert das noch, sind doch die Besitzer selbst die größten Gegner und zum Zustand der Schwäbischen siehe ganz unten)) und am Schluss hieß es dann: jetzt schnell den Prozeß abwürgen, bevor die Öffentlichkeit das mitbekommt.

Ja diesen Fehler haben die Befürworter gemacht: sie haben zugelassen dass die Öffentlichkeit zu lange außen vor blieb. Viele Ideen wurden bereits erarbeitet, mit denen man dann, später, an die Öffentlichkeit gehen wollte... Nun wird es keine Unterstützung bei der Umsetzung mehr geben, viele Bereiche gehen leer aus, nur die Großgrundbesitzer werden wohl durch Brüssel!s Agrarzirkus sowieso genug Geld bekommen. Denen kann`s egal sein. Den "Kleinen" hätte es schon geholfen....

Trotzdem war der Film klasse und sehenswert. Ich hab mich beim Schauen daran erinnert, dass Estland seine Moore als Verteidigungslinie gegen Rußland nutzen will. Wer weiß, vielleicht nutzt ja diese Idee auch mal der Natur und dem Klimaschutz?  hier

Samstag, 8. November 2025

Am Montag entscheidet der Gemeinderat Bad Waldsee über den Ausstieg aus dem Prozess zum Biosphärengebiet Oberschwaben.

Es wäre prima, wenn wir das Feld nicht den Gegnern (Getreue des Fürsten, Bauern und Jäger) überlassen wie in Bad Wurzach. 

Nicht jeder und jede hat einen so großen Garten und so viel Geld, um eine Stellwand PRO Biosphäre auszustellen. Die finanzierte Kampagne der Gegner verzerrt das Bild.

Vor allem dass jetzt, wo die Bürgerbeteiligung stattfinden soll, aus dem Prozess ausgestiegen werden soll, ist in meinen Augen eine Frechheit.

Dominiert der „Adel“ und die Bauern das Volk und ich frage mal provokativ: Leben wir in einer Demokratie oder in einem Fürstentum?

Die wirtschaftlichen Fakten aus anderen Biosphärengebieten zeigen die Wertschöpfung vor Ort. Gut für Menschen, Wirtschaft und Natur.

Kommt am Montag nach Bad Waldsee zur Gemeinderatssitzung



Dienstag, 14. Oktober 2025

Leserbrief: Das Biosphärengebiet ist eine Chance, Wirtschaft und Heimat zu stärken

 hier  Aus der Bildschirmzeitung

Leserbrief veröffentlicht am 12. Oktober 2025 von Lukas Häfele

Zum Leserbrief “Warum Bad Wurzach kein Biosphärengebiet braucht” (DBSZ am 11. Oktober)

Im Leserbrief “Warum Bad Wurzach kein Biosphärengebiet braucht” wurde betont, dass wir vor großen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen stehen. Das stimmt – genau deshalb sollten wir das geplante Biosphärengebiet als Chance begreifen. Es kann uns als Modellregion helfen, Wirtschaft, Umwelt und Tourismus zusammenzudenken und unsere Heimat zukunftsfest zu machen.

Sonntag, 17. August 2025

Das Biosphärengebiet wackelt gewaltig

 

Hermine meint dazu: Und auch hier nutzt die CDU ihre Mehrheit im Gemeinderat.
Fällt Wurzach, fällt das gesamte Biosphärengebiet.
Im Allgäu verhindert der Fürst das Biosphärengebiet ( er ist der Großgrundbesitzer mit den relevanten Moorflächen) und hier der CDU dominierte Bauernverband.
Woher die wohl das Geld für die großflächigen Plakate im ganzen Landkreis haben??
Es wird nicht diskutiert. Wer Geld hat bestimmt.

Sonntag, 10. Juli 2022

Chris Kühn in Oberschwaben

Liebe Freundinnen und Freunde, 

es freut mich sehr, Euch einen spannenden Besuch ankündigen zu dürfen:  

am Mittwoch, den 20. Juli besucht Chris Kühn,
mein Kollege aus dem Bundestag und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
Oberschwaben und das Allgäu, um sich über das geplante Biosphärengebiet, Naturschutz und den Windkraftausbau in der Region zu informieren. 

Dazu sind wir erst auf dem Moorerlebnispfad in Wilhelmsdorf und dann zu einem Spaziergang im Altdorfer Wald unterwegs und ihr seid natürlich herzlich eingeladen! 

Hier eine kleine Übersicht zu den geplanten Terminen mit Chris Kühn. Ich würde mich sehr freuen, viele von Euch zu sehen. 

10:00 - 11:15 Uhr  Besuch des Naturschutzzentrums Wilhelmsdorf 

Riedweg 3, 88271 Wilhelmsdorf 

12:45 - 14:00 Uhr  Gespräch zu allen Fragen rund um unseren Altdorfer Wald 

Treffpunkt: Parkplatz Elend / Eichermösle, dann Spaziergang zur Raupenhütte 


Liebe Grüße 

Agnieszka Brugger, Mitglied des Deutschen Bundestages 

Dienstag, 31. Mai 2022

"Der Startschuss ist gefallen: Jetzt geht’s ums Biosphärengebiet Oberschwaben"

Schwäbische Zeitung  hier  von Philipp Richter  am 20.6.22
Auszüge aus dem Artikel

Oberschwaben macht sich auf den Weg und prüft, ob in der Region ein Biosphärengebiet entstehen kann. Der Startschuss für diesen ergebnisoffenen Dialogprozess ist am Montag in der Durlesbachhalle in Reute bei Bad Waldsee gefallen. ....

Entscheidet sich die Region dafür, ein Biosphärengebiet Oberschwaben zu installieren, dann würde das den Bekanntheitsgrad der Region erheblich steigern, wenn es dann auch noch von der Unesco anerkannt werden würde. Insgesamt gibt es in Deutschland 18 solcher Modellregionen, die biologische Vielfalt, nachhaltiges Wirtschaften sowie Forschung in den Fokus stellen. Beispiele sind etwa die Schwäbische Alb, der Schwarzwald, die Rhön oder der Spreewald.

Montag, 16. Mai 2022

Kretschmann streitet für das Biosphärengebiet

Schwäbische Zeitung  hier   Von Emanuel Hege
in diesem Post werden nur kurze Auszüge wiedergegeben, bei denen es um Biosphärenreservat und Altdorfer Wald geht

Ministerpräsident bekommt in Oberschwaben Beifall, Kritik und hat einen Wutanfall - Der Besuch im Zeitprotokoll

14.16 Uhr: ....: „Ich habe schon viele Briefe voller Bedenken wegen des Biosphärengebiets Oberschwaben bekommen. Wir müssen uns das einmal abgewöhnen: Immer erstmal dagegen zu sein.“ Zustimmendes Nicken. Es werde die Zeit der Kritik kommen, jetzt sei ihm das alles aber zu früh.

14.30 Uhr: Der Tross setzt sich in Bewegung - und kommt nach wenigen Schritten zum Stehen. Die Klimaaktivisten aus dem Altdorfer Wald haben sich aufgereiht. Kretschmann ist interessiert, aber auch herausfordernd. Der Kiesabbau im Kreis müsse beendet werden, die Abholzung gestoppt, so die Aktivisten. „Eine Sorge kann ich Ihnen gleich nehmen: Der Wald im Land wird nicht kleiner“, sagt Kretschmann. „Sie meinen also, diese mickrigen Bäume, die nachgepflanzt werden, haben den gleichen Wert wie jahrzehntealte Bäume?“, erwidert Aktivistin Charlie Kiehne. Die Arbeit der Gruppe sei gut, so der Ministerpräsident. „Konzentrieren Sie sich aber lieber auf Argumente, die nicht so leicht widerlegbar sind.“ Kretschmann moderiert die Diskussion ab. „Was ein Arschloch“, zischt jemand. Er hört es nicht.

14.43 Uhr: Der Spaziergang schafft 50 weitere Meter, da warten die Landwirte. Sie seien gegen das Biosphärengebiet Oberschwaben, sagt Winfried Müller, Obmann des Bauernverbandes. Ihre Flächen seien durch die Vorgaben jetzt schon total entwertet. „Und was für Ängste haben Sie jetzt wegen des Biosphärengebiets um Gottes Willen?“, fragt Kretschmann laut. „Das erhält doch die Kulturlandschaft.“ Diese ganze Dynamik mache den Landwirten Sorge, sagt Müller. Es gebe schon viele Richtlinien, und nun sollen weitere der Unesco hinzukommen. Kretschmann wird lauter. „Wenn wir jetzt beim Klimaschutz nichts tun, dann können Sie in 20 Jahren hier gar keine Landwirtschaft mehr machen.

Ein anderer Landwirt schaltet sich ein, trägt seine Argumente vor und provoziert: „Nicht nur der russische Präsident hat schlechte Berater.“ Jetzt platzt Kretschmann der Kragen: „So nicht. Das kann nicht sein, dass Sie mich in diese Nähe rücken.“ Die Diskussion ist beendet.


Das meinen die Aktivisten zum Kretschmann Besuch:

Sabine meint zum Wutanfall:  "scheinbar berechtigt in diesem Moment.  Zumindest hatte er gegenüber Charlie keinen Wutanfall"

meine Ergänzung: er sagte doch laut SZ sogar zu den Altdorfer Wald Aktivisten:
"Die Arbeit der Gruppe ist gut"

Hermine: "Immerhin hat er Mannes Aussage, dass die Baumbesetzung gegen Kiesabbau im Alti und für Windkraft (wenn unbedingt nötig) ist, wahrgenommen, hat extra nochmals nachgefragt.
Ich habe ihn angesprochen wegen Regionalplanung und Flächenverbrauch."

"Und unsre "Oma"-Kletteraktivistin hat ihn bzgl. der Weißenbronner Quellen angesprochen"


Martin: "Kretschmann hat sich nach meinem Statement argumentativ leider nur auf die Wald Fläche in BaWü gesamt zurück gezogen.  Dass er keinen Unterschied zwischen 100 Jährigen Bäumen und Setzlingen macht war skurril und  ignoriert die Dramatik des Klimawandels."

Hermine: "Ja, das war blöd. Da wollte er Recht haben…..
allerdings ist die Argumentationslinie gegen Kiesabbau im Alti vielleicht besser im Trinkwasserschutz zu sehen und an der Stelle nicht mit den überwiegenden Fichtenbäumen...
Was auch stimmt ist, dass Ba-Wü jeden gefällten Baum nachsetzt, in Weingarten versuchen wir 1:2 nachzusetzen. Ersetzt natürlich nicht die Qualität einer alten Buche oder so. 

Generell kam der Regionalplan  gar nicht zur Sprache. Sehr schade. Er ist der Quell allen Übels.
Durch weiteren geplanten Straßenbau verlieren wir unglaublich Bäume.
Versiegelung durch 13 b Einfamilienhaussiedlungen sind echt dramatisch. Und weil das in Außenbezirken geschieht, werden da oft auch noch alte Steuobstbäume gefällt.
Geschweige denn Gewerbeflächenausweisungen.

Eigentlich müsste an jeder Ecke eine Baumhausbesetzung sein!
Kretschmann hat sehr wohl registriert, dass das Klimacamp gegen den Kiesabbau im Alti ist, solange es Alternativen gibt (kein Export, Betonrecycling, Einsparen von Ressourcen), nicht aber generell gegen Windkraft ist. Hoffentlich bleibt das hängen.....


Montag, 11. April 2022

"Der Ruhm der Moore"

In der Süddeutschen Zeitung geht es vordergründig um Bayern, aber natürlich gilt das Gesagte auch für die Moore bei uns.

Der große Unterschied zwischen den Artikeln: in der Schwäbischen geht es offenbar ausschließlich um  Hochmoorflächen - in der Süddeutschen wird die Bedeutung der Regenerierung der Anmoore und Niedermoore herausgehoben. 

Niedermoore sind aber nicht nur in Oberschwaben zu finden sondern auch in der Bodenseegegend. Was passiert dort?

Und noch eine letzte Frage: Warum musste der Artikel  in der Online-Ausgabe der Schwäbischen Zeitung eine so negative Überschrift bekommen? In der Print-Ausgabe war der Artikel mit "Der Ruhm der Moore" überschrieben - das scheinen mir 2 verschiedene Welten zu sein.



Naturschutz in der Süddeutschen Zeitung  hier  Von Florian Fuchs, Auszüge daraus

Ohne Moor nix los 
Die bayerischen Moore sind extrem wichtig für den Klimaschutz und die Artenvielfalt - aber großflächig zerstört. Ein Projekt nahe Augsburg soll nun Perspektiven für ihren Erhalt aufzeigen.

Moorböden sind komplexe Ökosysteme, sie sind - was vielen nicht bewusst ist - extrem wichtige Kohlenstoffspeicher, viel wichtiger als die Vegetation oberhalb der Erde. Die Moorböden in Bayern sind allerdings auch stark in Mitleidenschaft gezogen. 95 Prozent aller bayerischen Moore befinden sich nicht mehr in der sogenannten Unterwassersättigung, wie es BN-Regionalreferent für Schwaben, Thomas Frey, formuliert. Organisches Material ist dort also nicht mehr unter Wasser, reagiert somit mit Sauerstoff, zersetzt sich - und der Kohlenstoff entweicht.

Sechs Prozent - das sind fünf Millionen Tonnen - des bayerischen CO₂-Äquivalentausstoßes stammen aus kaputten Mooren. Weniger aus den Hochmooren im Alpenvorland, die ihre Feuchtigkeit vornehmlich aus Regenwasser beziehen. Sondern vor allem aus den sogenannten Anmooren, also Mineralböden mit hohem Anteil organischer Masse, und den Niedermooren, die besonders entlang der großen Flüsse wie Isar, Donau oder eben Lech bestehen und so gut wie entwässert und zerstört wurden, vor allem für die Landwirtschaft. "Der Niedermoorschutz ist für den Klimaschutz ganz entscheidend", sagt Frey. Moorböden müssten, fordert der Bund Naturschutz, in Zusammenarbeit mit Landwirten wieder so genutzt werden, dass sie Kohlenstoff anreichern - und so im Übrigen auch Heimat bleiben für seltene Tierarten.

Freitag, 11. Februar 2022

„Reden wir mit, gestalten wir Oberschwaben“ - ein Leserbrief

in der Schwäbischen Zeitung

Zu „Widerstand gegen das Biosphärengebiet“ (28. Januar):

Höchste Zeit, die vielen kleinen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebiete in einer größeren Einheit zu vereinen. So können wir unseren Enkeln und Großenkeln eine Landschaft mit vielfältiger Flora und Fauna und die so wichtigen Moore und Feuchtgebiete erhalten und endlich den Schutz verstärken, den sie benötigen. Wie wichtig sie sind, zeigen uns die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die CO2-Speicherfähigkeit dieser Landschaften.

Nach über 30 Jahren hat Oberschwaben endlich die Möglichkeit, nachhaltig die Naturschutzgebiete zu erhalten, den Tourismus zu stärken, der Zersiedelung Einhalt zu gebieten, das Klima zu schützen, im Großen zu handeln, mitzubestimmen und das Gesamte zu betrachten.
Land- und Forstwirtschaft wird im Großteil der Gebiete möglich bleiben unter den Prämissen des Gesamten. Es bietet die Chance, große Teile des Altdorfer Waldes zu schützen. Windkraft ja, aber nicht verstreut und überall. Nutzen wir mehr die Solarenergie. Kies ja, aber nicht zehn Hektar oder in naher Zukunft 100 Hektar Neuaufbruch im größten Waldgebiet Oberschwabens. Unter Windkraftanlagen können auch Mais oder ein großes Gewerbeindustriegebiet stehen.

Reden wir mit, gestalten wir unser wunderschönes Oberschwaben, und bedenken wir, dass es einmalig ist, unwiederbringlich, einzigartig (Artenvielfalt und Schönheit). Unsere Heimat, die Landschaft, gehört uns allen. Wirken wir alle mit, Politiker, Bürger, Gemeinderäte, Kindergärten und Regionalplaner. Jetzt und nicht erst wieder in 20 oder 30 Jahren, wenn die letzten seltenen Tier- und Pflanzenarten verschwunden sind.

Roland Seyboldt, Alttann

Mittwoch, 9. Februar 2022

Ganz viele Grundlagen- Infos zum Biosphärengebiet

Werte Interessentinnen und Interessenten am Online-Dialog "Biosphäre Allgäu-Oberschwaben",

Heute möchten wir Ihnen im Nachgang zum Dialog "auf die Schnelle" einige wichtige Basis-Infos zur Verfügung stellen.

Die "Frequently asked questions" (FAQs) dauern noch ein bisschen, da Sie so zahlreiche Fragen gestellt haben. Das freut uns, bedeutet aber auch zugleich, dass wir diese nicht komplett kurzfristig beantworten können. Kommt aber, ist versprochen! 

Freitag, 4. Februar 2022

Alle wollen das Biosphärengebiet

Schwäbische Zeitung  hier KARA BALLARIN

Alle Landtagsfraktionen wollen ein Biosphärengebiet in Oberschwaben und Allgäu 

Beschlossen ist nichts. Das angedachte neue Biosphärengebiet in Oberschwaben und dem Allgäu birgt dennoch bereits Zündstoff. Zuletzt ist eine Allianz aus Forstbesitzern und Landwirtschaftsverbänden gegen ein solches Reservat laut geworden.

Im Stuttgarter Landtag haben sich derweil am Donnerstag ausschließlich Fans eines solchen Reservats zu Wort gemeldet – quer durch alle fünf Fraktionen. Manche knüpften ihre Unterstützung aber an Bedingungen.....

Donnerstag, 27. Januar 2022

Widerstand gegen Biosphärengebiet: Land- und Forstwirtschaft wehren sich

 Schwäbische Zeitung hier von Philipp Richter

Oberschwaben ist eine Märchenlandschaft. Die Region der Landkreise Ravensburg, Biberach und Sigmaringen hat mit dieser Kulisse beste Voraussetzungen, mit einem Namen geadelt zu werden, den bisher nur 24 Landschaften in Deutschland bekommen haben: Biosphärengebiet. Doch genau dieser Titel entzweit die Region. Wo Gastronomen, Touristiker und manche Kommune Chancen sehen, ruft bei Landwirten und manchen Landeigentümern Existenzängste hervor. Sie haben sich zu einer Allianz zusammengeschlossen, um ein solches Biosphärengebiet zu verhindern. Droht jetzt ein Projekt zu scheitern, das bei einem Vorstoß im Allgäu 2010 schon einmal gescheitert ist?



Donnerstag, 20. Januar 2022

Einladung zur Online-Fragestunde zum Biosphärengebiet Allgäu-Oberschwaben am 3.2.

Die grün-schwarze Landesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass in Oberschwaben aufgrund der herausragenden naturräumlichen Ausstattung mit zahlreichen Mooren gemeinsam mit der Region der Prozess zur Ausweisung eines dritten Biosphärengebietes initiiert werden soll.

Biosphärengebiete sind Modellregionen, in denen das Zusammenleben von Mensch und Natur weltweit beispielhaft entwickelt und erprobt wird. Die bestehenden Biosphärengebiete (in anderen Ländern "Biosphärenreservate") sind Erfolgsmodelle. Der Wunsch nach Beitritt zahlreicher Kommunen in der Region Schwäbische Alb, in der brandenburgischen Schorfheide und auch länderübergreifend in der Rhön machte und macht das deutlich. Das Land und die grüne Regierungsfraktion möchten deshalb einer weiteren Region die Chance geben, Biosphärengebiet zu werden und auch die "Goldplakette" und Auszeichnung als „UNESCO-Biosphere reserve“ zu erhalten.

Fragen beantworten der Landtagsabgeordnete und Großschutzgebiets-Experte Dr. Markus Rösler sowie Michael Geier, der Leiter des Biosphärenreservates Bayerische Rhön.
Die Moderation der Online-Fragestunde übernimmt die Wangener Wahlkreisabgeordnete Petra Krebs.

Wir laden Sie und Euch herzlich zu dieser Online-Fragestunde zum Biosphärengebiet Allgäu-Oberschwaben ein.

Freitag, 24. Dezember 2021

Im neuen Jahr beginnt der Weg zum Biosphärengebiet Oberschwaben

Schwäbische Zeitung hier  Philipp Richter

Im ersten Quartal 2022 geht’s los mit dem Projekt Biosphärengebiet Oberschwaben. Doch ob dieses Gebiet tatsächlich kommt, ist zum heutigen Stand noch ungewiss. Klar ist nur, dass es ein langer Prozess ist, der ohne den Willen aus der Region scheitert. Befürworter und Kritiker bringen ihre Argumente vor.

Die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg kann sich ein neues Biosphärengebiet im Land vorstellen und unterstützt dies auch finanziell. So steht es im Koalitionsvertrag. So könnte die Region Oberschwaben nach der Region Schwäbische Alb und der Region Schwarzwald das dritte Biosphärengebiet im Land werden.....

Im neuen Jahr nimmt das sogenannte Startteam seine Arbeit auf, das den Prozess koordinieren und betreuen soll. Zwei Planstellen entstehen in einer neuen Geschäftsstelle in Oberschwaben. Angesiedelt ist diese beim Landkreis Ravensburg. ...