Wenn wir doch nur "sachlich" über die Probleme mit Jens Spahn diskutieren könnten ..... nun vermutlich wäre er dann schon längst aus dem Bundestag geflogen, wo er sich immer noch auf Kosten des Steuerzahlers tummelt.
Auf einer Nebenschiene insbesondere für unsere Region interessant: Spahn und Bareiß werden in einem Zug genannt, mit dem Wunsch, sie sollten sich doch endlich aus der Politik verabschieden.
Falls Sie das noch nicht mitbekommen haben: nach seiner Drogen-Affäre sitzt Bareiß wieder im Bundestag.(siehe ganz unten) obwohl ihm aus internen Kreisen des CDU Verbands Albstadt Sigmaringen ein Rücktritt nahegelegt wurde.
Janosch Dahmen @janoschdahmenmdb.de
Nach Spahns unfreiwilligem Rückzug auf Raten, stellt sich die Frage, wer schützte ihn so lange, wie, warum?
Letzte Woche ereignete sich ein Schauspiel, das selbst für das Spahn-Ronzheimer-Döpfner-Senst-Netzwerk von Springer erstaunlich schamlos war. Rekapitulation in 5 Akten:
Mittwoch - BILD bringt einen Scoop: Deutschlands größter Skandal-Politiker, Jens Spahn, weilt auf Sardinien, während er eigentlich im Haushaltsausschuss arbeiten sollte.
Dann LÖSCHT Bild den Artikel nach wenigen Minuten wieder und macht Spahns Privatsphäre geltend.
Ausgerechnet BILD & Springer die Menschen sonst mit Heerscharen von Reportern und Fotografen bis an den letzten Winkel des Planeten verfolgen.
Text links: Süddeutsche Zeitung: Wenn sich das reichweitenstärkste Medium des Springer-Verlages nun offensichtlich die Regel gegeben hat, keine Bilder von Prominenten und Nicht-Prominenten mehr zu zeigen, die im privaten Rahmen entstanden sind, wäre das eine Zeitenwende in der deutschen Boulevardgeschichte. Und würde be-deuten: Neben vielen anderen Artikeln über Politikerinnen, Wirtschaftslenker, Schauspielerinnen und Sportler, über Opfer von Unfällen oder Verbrechen und über andere Menschen, die unfreiwillig in den Fokus der Öffentlichkeit gerieten, müsste die Redaktion zum Beispiel auch jenen ....
Spahns Büro gibt daraufhin kryptische Statements heraus, nichts Genaues weiß man nicht. Dabei ist der Mann da schon auf Bewährung, verlor den Fraktionsvorsitz, weil er privat tat, was er beruflich kritisierte; und offenbar setzte er auch Abgeordnete im Bundestag unter Druck…
Im Parlament klärt die CDU derweil exakt nichts auf. War Spahns Reise nun beruflich? Ehrlich, mit Säugling & Ehemann? Stimmt es, dass es eine Party mit Peter Thiel auf Sardinien gab? Thorsten Frei klärt nichts auf, nur die AG Haushalt der CDU „freut sich“, dass sie ihn los istZum Wochenende erhielt Spahn trotz aller Doppelstandards die x-te “letzte Chance” von den eigenen Leuten.
Selbst BILD betrauerte am Rande die ganze Misere, vergaß natürlich aber, die eigene Rolle auch nur zu erwähnen.
Wie heißt es noch gleich von der Döpfner-Truppe rund um die Uhr auf bild.de?
“Unser Versprechen: Vertrauen durch Transparenz”.
Statt dem von Ronzheimer & Piatov herbeigeraunten „Kanzlertausch“ kam bisher nur der Rückzug auf Raten von Spahn.
Eine gewisse Ironie des Schicksals ist es, dass ausgerechnet die BILD Spahn jetzt schon das zweite Mal innerhalb weniger Wochen aus Versehen selbst erledigt hat.
Ihrer Fraktion und auch sich selbst sollten Spahn und Bareiß jetzt einen letzten Gefallen tun und sich nach dem Rückzug aus dem Haushaltsausschuss ganz aus Parlament und Politik verabschieden.
Absehbar Voraussetzung zur Rückkehr von Vertrauen und Glaubwürdigkeit der Union.
PS: Auffällig wie konsequent die AFD zu Spahn schweigt. Woran das liegen könnte?
Doch nicht etwa daran, dass er regelmäßig ihre Takes salonfähig machte? Oder die Tür immer ein Stück offen hielt? Oder die Korrumpierbarkeit verkörperte, die das Vertrauen in die CDU zerstörte?
Zu den Hintergründen dieses Threads empfehle ich insbesondere u.a. den Artikel von Baumstieger in der Süddeutschen Zeitung. hier
Süddeutsche Zeitung 24. September 2026, Von Moritz Baumstieger
Freunde des Hauses
Jens Spahn wird auf Sardinien statt im Bundestag gesichtet, „Bild“ löscht einen Artikel dazu, weil das Foto dazu im „privaten Rahmen“ entstanden sei. Das wäre die Zeitenwende im Boulevard – oder gilt die Regel nur für enge Kontakte der Redaktion?
Wunder gibt es immer wieder, sogar mitten in Berlin. Eines der jüngsten dürfte auch Angela Merkel interessieren, neben vielen anderen Menschen, die ihr Gesicht auf einer Zeitungs- oder Internetseite des Springer-Verlages wiederfanden, obwohl sie da gar nicht hinwollten. Auf der Unterseite „In eigener Sache“ von bild.de schreibt die Redaktion: „Trotz großer Sorgfalt passieren auch uns Fehler. Hier korrigieren wir sie und bitten um Entschuldigung.“ In der Nacht zum Donnerstag kam ein bemerkenswerter Eintrag hinzu: „Mit dieser Veröffentlichung hat BILD gegen seine eigenen Regeln verstoßen“, ist da über einen Artikel zu lesen, der am Mittwochabend auf der Homepage von Deutschlands größter Boulevardzeitung stand. „BILD hat den Artikel kurz nach der Publikation gelöscht und bittet um Entschuldigung.“
Warum das Merkel interessieren sollte? Wegen der Begründung, die Bild für die Löschung angibt: „Das Foto war in einem privaten Rahmen entstanden.“ Es zeigte: den CDU-Politiker Jens Spahn an einem Flughafen, dem Schriftzug „Sardegna“ nach zu urteilen auf Sardinien, im Hintergrund sind drei Rollkoffer zu sehen. Er trägt seinen kleinen Sohn Georg, blickt nicht in die Kamera. „Hier hält Jens Spahn sein Baby auf dem Arm“, war der Beitrag getitelt. Der Politiker wurde mutmaßlich ohne sein Wissen in einem privaten Moment fotografiert.
Wenn sich das reichweitenstärkste Medium des Springer-Verlages nun offensichtlich die Regel gegeben hat, keine Bilder von Prominenten und Nicht-Prominenten mehr zu zeigen, die im privaten Rahmen entstanden sind, wäre das eine Zeitenwende in der deutschen Boulevardgeschichte. Und würde bedeuten: Neben vielen anderen Artikeln über Politikerinnen, Wirtschaftslenker, Schauspielerinnen und Sportler, über Opfer von Unfällen oder Verbrechen und über andere Menschen, die unfreiwillig in den Fokus der Öffentlichkeit gerieten, müsste die Redaktion zum Beispiel auch jenen Beitrag löschen, der am 6. September prominent auf der Homepage stand. Die AfD hatte gerade in Sachsen-Anhalt einen historischen Wahlerfolg errungen, ein Bild.de-Video dazu trug die Überschrift „Um 20.42 Uhr gab es den Kuss auf den Siegmund“ – und was tat die Politrentnerin Angela Merkel? Sie aß etwas.
Auf wessen Veranlassung das Bild gelöscht wurde, dazu schweigen Spahn und Springer
„Mitten im Wahlkrimi! Merkel speist beim Chinesen“, titelte Bild – zu einem Foto, auf dem eine am Restauranttisch sitzende Angela Merkel und eine brennende rote Kerze im Vordergrund zu sehen ist. Ein offenbar mit einer Handykamera aufgenommenes Bild, das ohne die Zustimmung der Bundeskanzlerin a. D. entstanden sein dürfte. „Für Merkel ist der Abend gegessen, für ihren Nachfolger Merz noch nicht“, schreibt Bild. Und insinuiert damit: Merkel hat uns die AfD eingebrockt, die nun in Sachsen-Anhalt fast 44 Prozent geholt hat. Während sie fein in Berlin-Mitte speist, müssen andere die Suppe auslöffeln.
Wie genau nun Jens Spahn diesen Sieg über die Praktiken des Boulevards errungen hat, dazu schweigt sich der CDU-Politiker genauso aus wie Springer. Dass die Drähte zwischen dem Politiker und dem Verlag ziemlich kurz zu sein scheinen, zeigte sich zuletzt, als Jens Spahn in Bild bekannt machte, gemeinsam mit seinem Ehemann Vater geworden zu sein – dank einer Leihmutter aus den USA. „Eine Nachricht voller Liebe, Glück und einer großen Veränderung im Leben von Jens Spahn (46) und seinem Ehemann Daniel Funke (44)“, verkündete Bild-Unterhaltungschefin Tanja May im Juli exklusiv. Dass Spahns Partei sich erst fünf Monate zuvor gegen eine Lockerung der Leihmutterschaftsregeln ausgesprochen hatte, war in der Jubelmeldung kein Thema.
Als sich dann schnell eine Diskussion entspann und Spahn Doppelmoral vorgeworfen wurde, reagierte der in einem Podcast-Interview mit Paul Ronzheimer. Der Bild-Vize befand sich damals in Kiew, Spahn in den USA, per Telefon fand man zusammen und siezte sich im Gespräch. Was in der Berliner Politik- und Medienszene nicht wenige verwunderte, da sich die beiden doch sonst duzen. Man sah sich schließlich nicht nur in beruflichem Kontext: Ex-Bild-Chef Julian Reichelt und auch Paul Ronzheimer seien etwa 2018 in der Privatwohnung von Spahn und dessen Ehemann zu Gast gewesen, gemeinsam mit dem damaligen US-Botschafter Richard Grenell, berichtete der Hauptstadtjournalist Michael Bröcker 2018 in einem Buch, in dem er auch vom „Spahn-freundlichen Axel-Springer-Verlag“ sprach. Nun, acht Jahre später, wird eben der sein Arbeitgeber, Springer verkündete im Sommer, dass Bröcker zeitnah ins Haus wechseln werde.
Abgekühlt scheint die Beziehung über die Jahre nicht zu sein: Noch im Dezember 2025 wurde Spahn nach SZ-Informationen als Gast auf einer „Christmas Jumper Party“ im Privathaus einer hochrangigen Springer-Führungskraft gesehen. Sowohl Spahn als auch der Springer-Verlag beantworteten SZ-Fragen zu diesem Abend nicht.
Warum war Spahn die Löschung des Artikels so wichtig?
Ob die Löschung des Beitrags und des Fotos nun auf sehr direktem Wege von Spahn erreicht wurde – oder ob er, wie in solchen Streitfällen zwischen unfreiwilligen Objekten der Berichterstattung und Verlagen sonst oft üblich, einen Medienrechtler eingeschaltet hat –, dazu schweigen sich Springer und der Politiker aus. Man habe den Vorgang „in unserem Fehlerchannel transparent dargestellt, dem ist nichts hinzuzufügen“, schreibt ein Springer-Sprecher der SZ. „Bild hat die Gründe für die Löschung erläutert, dem ist aus Herrn Spahns Sicht nichts hinzuzufügen“, antwortet das Büro von Spahn fast gleichlautend.
Damit scheint in dem Fall eine geräuschlose Lösung erreicht worden zu sein – eine ziemliche Ausnahme. „Bild lässt sich im Regelfall auch bei eindeutigen rechtswidrigen Veröffentlichungen normalerweise immer erst verklagen, sodass die Bilder oder unwahre Aussagen weiter online stehen können“, kommentiert der Medienanwalt Christian Schertz den Fall auf SZ-Anfrage.
Debatte:Diese beiden Herren hatten ein Geheimnis hier
Im Internet kursieren Namenslisten eines verschwiegenen Elitenetzwerks rund um den libertären Strippenzieher und Tech-Milliardär Peter Thiel. Offenbar schon seit Jahren mit dabei: Jens Spahn.
Von Philipp Bovermann
Eine weitere Frage wäre, warum Spahn die Löschung des Artikels samt Fotos so wichtig war. Auf den im Juli auf Bild.de veröffentlichten Fotos von Spahn mit seinem Partner und dem Baby lag es in einem Kinderwagen, das Gesicht war nicht zu sehen. Dieses Mal auch nicht, Bild.de hatte das Gesicht seines Sohnes verpixelt. Bundestagskollegen von Spahn legen nahe, dass ihm das Foto nicht aus privaten, sondern auch aus beruflichen Gründen unangenehm sein könnte. „Familienurlaub statt Bundestag“ hatte Bild.de über den Artikel geschrieben, Abgeordnete der Grünen und der Linken aber echauffierten sich auf X, dass Spahn am Mittwoch eine Sitzung des Haushaltsausschusses verpasst habe, weil er krankgemeldet gewesen sei.
Das Bundestagspräsidium verwies bei einer SZ-Anfrage auf Datenschutz, Abgeordnete müssten zudem „der Bundestagsverwaltung oder der Bundestagspräsidentin seine Arbeitsunfähigkeit im Falle von Krankheit nicht nachweisen“. Das Büro von Jens Spahn schrieb der SZ, dass der „aus familiären Gründen“ nicht teilnehmen konnte. „Er war entschuldigt, eine Vertretung wurde organisiert.“
taz
Jens Spahn zieht sich aus dem Haushaltsausschuss des Bundestags zurück. https://buff.ly/XgWF0ePDiese Nachricht zeigt zweierlei: Spahn hat seit seinem Rücktritt als Fraktionschef nichts dazugelernt. Und es ist noch Leben in der Union.
Jens Spahn war vergangene Woche am Flughafen von Sardinien fotografiert worden – während der Sitzungswoche im Bundestag. Die Bild hatte das Foto veröffentlicht und dann gelöscht – vorgeblich, weil es in einem privaten Rahmen aufgenommen worden sei. Bei einer Boulevardzeitung, deren Geschäftsmodell die Missachtung von Privatsphäre ist, ist das ein guter Witz.
Und es war zu spät. Nicht nur die Öffentlichkeit entrüstete sich über den Kurzurlaub während der Sitzungswoche, auch in der Unionsfraktion verlangten viele Konsequenzen. Diesem Druck gibt Spahn nun nach. Er hat angekündigt, sich auf die Arbeit im Wahlkreis zu konzentrieren. Hoffentlich ist ihm bewusst, dass dieser nicht Sardinien heißt, sondern Steinfurt I – Borken I.
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