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Dienstag, 23. Juli 2024

Gestern, Schwörmontag Ulm

Die Münsterkletteris waren auch mit einem Gefährt und Bannern beim Nabada am Start.

Eigentlich wollte die Kirche auch mitmachen...

Auch ohne die Kirche haben wir mit unserem Banner "Diese Wirtschaft tötet" ein kapitalismuskritisches Zitat von Papst Franziskus platziert. Der Papst meint, um die Wirtschaft gerechter zu machen, müsse sie aus der Perspektive der Würde jedes Menschen und des Gemeinwohls gestaltet werden. Es reiche nicht, "auf die blinden Kräfte und die unsichtbare Hand des Marktes zu vertrauen".

Also höchste Zeit, die sichtbare Hand, die Faust, zu erheben und für den Erhalt der Schöpfung (=unsere Lebensgrundlagen) zu kämpfen!


Mehr zu Kirche und Antikapitalismus:

- Antikapitalistische Papst-Zitate  hier

- Ausführlicher Sammelband   hier

- Und zu CDU und Antikapitalismus (ja, richtig gelesen!) lässt sich immer prima ihr Gründungspapier zitieren.  hier

Donnerstag, 11. Juli 2024

Ulmer Münsterdekan plant Zusammenarbeit mit Klimaaktivisten

 SWR Aktuell  hier  10.7.2024, Dennis Bechtold

Nach der illegalen Kletteraktion am Ulmer Münster vergangene Woche hat sich Dekan Torsten Krannich mit den verantwortlichen Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten getroffen.

Der Ulmer Dekan Torsten Krannich hat am Dienstagnachmittag mit der Klimaaktivistengruppe gesprochen, die für die illegale Kletteraktion am Münster vergangene Woche verantwortlich ist. Er hat erneut die Aktion verurteilt, aber auch Verständnis für das Anliegen gezeigt. Deshalb wollen beide Seiten nun zusammen legal für den Umweltschutz werben.

Umweltschutz - gleiches Ziel, unterschiedliche Wege

Eine erste gemeinsame Aktion können sie sich schon für das Nabada am Schwörmontag vorstellen, erzählte Klimaaktivist Samuel Bosch. Was genau und ob das mit Blick auf die kurze Vorbereitungszeit überhaupt funktioniert, steht aber noch nicht fest. Grundsätzlich verfolgten beide Parteien mit dem Klimaschutz ein gleiches Ziel, nur die Wege seien bisher unterschiedlich.

Nach dem Treffen stellten sich Dekan Torsten Krannich und die Klimaaktivistengruppe (Samuel Bosch, Lima Koch, Lino Kürger und Lena Mapler ) der Presse für Fragen zur geplanten Zusammenarbeit.

Der Ulmer Münsterdekan Torsten Krannich bezweifelte in dem Gespräch, dass Aktionismus zu einer "Bewusstseinsänderung" in der Gesellschaft führe. Er geht das Thema eher über die "demokratischen Spielregeln" an. Deshalb bezeichnete er die Kletteraktion am Ulmer Münster mit einem Schaden in bisher unbekannter Höhe auch als "No-Go" und betonte, dass die Anzeige wegen der illegalen Aktion bestehen bleibe. Die Klimaaktivisten akzeptierten das und wollen die Verantwortung übernehmen.

Grundsätzlich waren beide Parteien mit dem Gespräch und dem Austausch ihrer Ansichten zufrieden, auch wenn noch keine konkreten Pläne für eine langfristige Zusammenarbeit entstanden sind. Die Klimaaktivistengruppe steht noch mit weiteren Kirchengemeinden aus den Städten Stuttgart, Ravensburg, Göppingen und Tübingen in Kontakt. Sie wollen dort legal Banner an historischen Kirchen aufhängen.

Ziviler Ungehorsam bleibe aber trotzdem weiterhin ein Mittel der Klimaaktivistengruppe, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, bekräftigte Samuel Bosch. Der Ulmer Dekan Torsten Krannich appellierte daraufhin, die Gruppe solle sich genau überlegen, was sie macht. Zumindest das Ulmer Münster soll aber künftig verschont bleiben.

Dienstag, 9. Juli 2024

Ziel ist es, dass Banner an weiteren Kirchenfassaden hängen

Augsburger Allgemeine hier  Von Dominik Prandl | 08.07.24,

Ulmer Klima-Kletterer setzen Münster-Aktion fort und kritisieren CDU/CSU

In einem offenen Brief konfrontieren die Aktivisten die Parteien direkt. Nach der Kletteraktion aufs Münster treffen sie sich zudem mit dem zuständigen Dekan.

Die Ulmer Klima-Kletterer machen weiter: Nachdem sie am vergangenen Dienstag auf das Ulmer Münster geklettert waren, um in rund 65 Meter Höhe ein Banner auszurollen mit der Frage „Wäre Jesus Klimaaktivist?“, treffen sie sich nun eine Woche später mit Münster-Dekan Torsten Krannich. Dabei wollen sie Wege ausloten, „wie wir gemeinsam christliche Werte in die deutsche und europäische Klimapolitik tragen können“, teilen sie mit.

Ihre Gesprächspositionen hätten sie im Vorfeld mit Pfarrern verschiedener Gemeinden in Süddeutschland abgestimmt, die aktuell mit ihren Kirchenräten im Gespräch seien, um ein Angebot der Kletterer anzunehmen. 

Diese wollen nämlich auch Banner an weiteren Kirchenfassaden aufhängen.

Donnerstag, 4. Juli 2024

„Wäre Jesus Klimaaktivist?“ - der Münster-Dekan redet lieber über seinen Frust

Regio-TV  hier  als Video  Mi, 03.07.2024 

Spektakuläre Protestaktion: Klimaaktivisten beziehen Stellung

Drei Klimaaktivisten haben gestern für Aufsehen gesorgt. Sie waren auf den Turm des Ulmer Münsters geklettert und hatten dort auf 70 Metern Höhe ein großes Protestbanner aufgehängt. Ihr Ziel war es, mit der Frage „Wäre Jesus Klimaaktivist?“ auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Nun äußern Sie sich erstmals zu der Aktion.



Schwäbische Zeitung hier  03.07.2024  Philip Hertle

Großeinsatz am Ulmer Münster: „Würden für unsere Strafe pleitegehen“: Klima-Kletterer verteidigen Aktion

„Wäre Jesus Klimaaktivist?“: Die Antwort auf die Frage der Klima-Aktivisten ist Ja. Aber um welchen Preis? Ihre Banner-Aktion löste einen Großeinsatz aus - auch der Münsterdekan übt harsche Kritik.

Dienstag, 2. Juli 2024

Das Banner hängt jetzt! : "Wäre Jesus Klima-Aktivist?" fragen die Alti-Aktivisten

 2. Update am 2.7.24: Jetzt also doch!


Schwäbische Zeitung hier Levin Schröder, Philip Hertle 2.7.24

Klimaaktivisten klettern auf Ulmer Münster und hissen riesiges Banner

Bereits vergangenen Mittwoch sollte das Banner hängen. Seit dem frühen Dienstagmorgen hängt es jetzt. Einer der Klimaaktivisten schickt sogar eine Video-Botschaft.

Viel Rummel am frühen Morgen: Klimaaktivisten sind am Dienstagmorgen gegen 6 Uhr auf den Kirchturm des Ulmer Münsters geklettert, um dort ein großes Banner mit der Aufschrift „Wäre Jesus Klimaaktivist?“ anzubringen. Die Polizei geht aktuell von drei bis vier Klettern aus. 

Die Motivation für die illegale Aktion gab Kletterer Samuel Bosch, bekannter Klimaaktivist aus Ravensburg, preis: im Video hier




Kommentar vom KlimaCamp  hier
Jetzt aber wirklich: Auf dem höchsten Kirchturm der Welt steht: "Wäre Jesus Klimaaktivist?" 

Nachdem wir letzte Woche verpfiffen wurden, konnten wir unsere Füße nicht mehr stillhalten - wir brauchen dringend Zeichen für Klimagerechtigkeit!✊

Unser Appell an alle Gläubigen: Schafft politischen Wind für Klimagerechtigkeit! Die CDU wurde bei den Wahlen stärkste Kraft und nennt sich "christlich". Wie viele Jahrhunderthochwasser braucht es noch, bis sich die CDU auf christliche Werte besinnt?

Jesus leistete zivilen Ungehorsam und schmiß Händler aus dem Tempel: "Kam es zum Konflikt zwischen Gesetz und Menschenwohl, war Jesus auf der Seite des Menschen", so Jesuit Jörg Alt. Ziviler Ungehorsam und Widerstand seien Wege, das Recht mit dem Richtigen in Einklang zu bringen.

Christ*innen überall: Organisiert euch in Gruppen gegen eine Politik, die für das Sterben anderer Menschen verantwortlich ist.
Wir finden: Jesus würde der CDU das 'C' klauen und vielleicht auch mal Öl-Pipelines zudrehen.

Samstag, 25. November 2023

Aktivisten müssen 200 € zahlen – "Wir machen weiter bis Klimagerechtigkeit erreicht ist!"

Ravensburger Baumhausklimacamp

Pressemitteilung vom 23.11.2023

Am heutigen Donnerstag, 23.11.2023 fand eine Verhandlung gegen Samuel Bosch aus Ravensburg am Amtsgericht Ulm statt. Bosch wurde zu 200€ Geldbuße verurteilt. Zusätzlich muss er die Kosten des Verfahrens tragen. 

Es ging um einen angeblich ausgesprochenen Platzverweis der am 18.7.2023 ausgestellt wurde. Dieser wurde einer Klettererin von der Adenauer Brücken Aktion auf der Demonstration vor dem Stadthaus ausgestellt. Am Morgen hatte eine spektakuläre Kletteraktion für die Verkehrswende und gegen das "rechtswidrige Nichtstun der Bundesregierung" stattgefunden. Am Abend gab es noch weitere Proteste vor dem Stadthaus gegen Wissings Politik.

"Solange die Regierung keine angemessenen Maßnahmen gegen die Erdaufheizung unternimmt, bleibt unser Protest notwendig. Wir machen weiter bis Klimagerechtigkeit erreicht ist!" sagt Samuel Bosch (20), der auch bei der Besetzung des Uniwaldes/Eichenwald am Eselsberg beteiligt war.

Dienstag, 18. Juli 2023

DEMO IN ULM VOR BESUCH VON BUNDESVERKEHRSMINISTER WISSING

Hier  SWR aktuell  18.7.2023,

links : SEK beendet Protest von Klimaaktivisten in Ulm

Die Polizei hat am Dienstag eine unangemeldete Demonstration an der Adenauerbrücke in Ulm beendet. Die Aktion richtete sich gegen die aktuelle Politik von Bundesverkehrsminister Volker Wissing.

Das Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei Baden-Württemberg hat eine Aktion von Klimaaktivisten gegen die Politik von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) beendet. Eine Demonstrantin und ein Demonstrant waren am Dienstagmorgen auf die Schilderbrücke an der Adenauerbrücke in Ulm geklettert. Sie überklebten sie mit eigenen Botschaften.

SEK im Einsatz: Protestaktion sorgt für lange Staus auf der B10 und B28

Eine junge Frau und ein junger Mann waren auf die Schilderbrücke an der B10/B28 geklettert. Die Polizei sperrte den Bereich am Vormittag zeitweise komplett. Das SEK der Polizei Baden-Württemberg holte die beiden Demonstrierenden gegen 10 Uhr mit einer Drehleiter von der Brücke. Sie wurden vorläufig festgenommen....

Die Aktivisten beklagen nach eigener Darstellung, dass Minister Wissing den Ausbau von Autobahnen und Bundesstraßen vorantreibe, statt CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu reduzieren. Ein Beispiel dafür sei der umstrittene achtspurige Ausbau der Adenauerbrücke über die Donau zwischen Ulm und Neu-Ulm.

rechts: Bei der Protestaktion am Dienstagfrüh haben die Demonstrierenden die Schilderbrücke mit eigenen Botschaften überklebt.

Bundesverkehrsminister im Stadthaus: Weitere Protestaktion angekündigt

Bundesverkehrsminister Volker Wissing will am Dienstagabend bei einer Veranstaltung im Ulmer Stadthaus sprechen. Die Protestgruppe hat dazu eine weitere Aktion angekündigt: Verschiedene Klimagruppen, darunter auch "Fridays for Future" und "Parents for Future" wollen unter anderem den Weg zum Stadthaus mit Bobby Cars verstellen, "als Spiegel von Wissings infantiler und frecher Autopolitik", heißt es von Seiten der Demonstrierenden.

Verantwortlich für die Aktion an der Schilderbrücke auf der Ulmer Adenauerbrücke sind nach eigenen Angaben etwa 15 Menschen einer Aktionsgruppe aus der Region Ulm. Es sei keine Aktion der "Letzten Generation".

Mittwoch, 22. September 2021

Die Aktivisten melden sich zu Wort

Unsere Pläne, das Ulmer Münster mit einem gigantomatischen Banner "€DU: unchristlich, unsozial, klimaschädlich" zu dekorieren, wurden heute Morgen leider von der Polizei
 vereitelt.

Grund war die Südwestpresse, die sich vor Ablauf der Sperrfrist unserer Pressemitteilung über die Aktion berichtete. Gönnt euch den Diss in dem angehängten Artikel der Augsburger Allgemeinen dazu.

Der eigentliche Skandal ist aber weder die SWP noch die Polizei, die hier eine legale (!) Aktion verhinderte (wir klärten rechtlich ab, dass es sich nicht um Hausfriedensbruch handelt).

Der eigentliche Skandal ist, dass von den 18 seit 2019 als korrupt entlarvten Politiker*innen 17 von der CDU/CSU (hier) stammen. 


Die Union ist keine politische Partei, sondern (hier) ein Wirtschaftsverband mit dem Ziel, Unternehmen und Reiche noch reicher zu machen und sich gegenseitig gute Posten zuzuschustern. Dabei schreckt sie vor einer Befeuerung der Klimakrise nicht im geringsten zurück.

Stand etwa Jesus für Korruption, Ausbeutung und Schöpfungszerstörung ein?