Posts mit dem Label Agrosprit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Agrosprit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 15. Juni 2022

Lemke will Biosprit abschaffen –Problem für Wissing

KRAFTSTOFF  hier im Handelsblatt

Die drohende Nahrungsmittelkrise veranlasst die Umweltministerin zu drastischen Maßnahmen. Der Verkehrsminister dürfte Probleme mit seinen Zielen bekommen.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) will den Einsatz von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen in den kommenden Jahren schrittweise reduzieren und bis 2030 ganz auslaufen lassen. Das geht aus einem Papier ihres Ministeriums hervor. Die Regelung soll nach Angaben aus Regierungskreisen bis Mitte Juni in Kraft treten.

Es ist geplant, die zulässige Obergrenze für die Beimischung von Biokraftstoffen, die aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen hergestellt werden, zur Erfüllung der Treibhausgasminderungs-Quote (THG-Quote) von derzeit 4,4 Prozent bereits im kommenden Jahr auf 2,5 Prozent und in den Folgejahren bis 2030 schrittweise auf null Prozent zu senken.   

Zur Begründung heißt es in dem Papier, es gehe darum, „deutlich weniger Nahrungs- und Futtermittelpflanzen in die energetische Verwendung im Verkehr zu lenken, so die Rohstoffverfügbarkeit zu erhöhen und den Druck auf Preise insbesondere für Nahrungsmittel und Agrarflächen zu verringern“.

Dienstag, 14. Juni 2022

Wie clevere Landwirtschaft das Klima retten könnte

Ein toller Artikel! Wenn die Klimawende so aussieht, dann freu ich mich darauf! Keine Agrarwüste mehr sondern lebende Flächen mit großer Biodiversität. Und das bei zumindest gleichem Ertrag. So kann man Bauern und Umwelt schützen!

Handelsblatt hier

SERIE: GRÜNER UMBRUCH

Angus-Beef mit 66 Prozent weniger Emissionen

Seine Kühe machen den Boden fruchtbar und regen das Gras zum Wachsen an – weil Öko-Bauer Benedikt Bösel eine entscheidende Sache anders macht als die allermeisten.

Benedikt Bösel greift in den Boden seines Versuchsfelds in der Mark Brandenburg. „Hier ist der Humus schön feucht und kühl, obwohl es seit Monaten kaum regnet“, sagt der Öko-Landwirt. Nebenan auf dem Feld mit Bio-Roggen zeigen sich Risse im Boden fast wie in der Sahara.
In Bösels Agroforst-Kulturen wachsen diverse Pflanzen in vier Etagen. Ganz unten Kräuter, dann Nutzsträucher wie Hasel oder Himbeeren, darüber Obstbäume und ganz oben Pappeln und Birken. Deren Laub dient als Windschutz gegen Erosion. Es spendet Schatten und nährstoffreiche Biomasse für Kräuter, Nüsse und Beeren.

Montag, 30. Mai 2022

Teller oder Tank – Nützt Biosprit überhaupt der Umwelt?

 BR 24  hier   Von  Lorenz Storch

Seit dem Ukraine-Krieg und der Weizen-Krise heißt es: kein Getreide mehr in den Tank. So hatte etwa Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) ein Ende der Nutzung von Nahrungs- und Futtermittelpflanzen für die Produktion von Biokraftstoffen gefordert. Die Grünen-Minister Steffi Lemke (Umwelt) und Cem Özdemir (Landwirtschaft) wollen den Anteil an Biokraftstoffen absenken.

Biosprit gibt es an jeder Tankstelle

Diskutiert wird vor allem über Biosprit, der aus Nahrungs- oder Futtermitteln hergestellt wird. Aus Reststoffen hergestellte Varianten gelten als weitgehend unkritisch. Bisher sind Biokraftstoffe fester Bestandteil der Strategie, CO2 einzusparen und die deutschen Klimaziele zu erreichen. Beinahe in jedem Treibstoff an der Tankstelle sind derzeit pflanzliche Anteile als Beimischung enthalten: bei Diesel meist sieben Prozent Pflanzenöl und bei Benzin zwischen fünf und zehn Prozent Bioethanol. Dieses wird meist aus Getreide oder Rüben gewonnen. Das soll die CO2-Bilanz des Verkehrs entlasten.

Studie: Energiepflanzen sind keine gute Idee

Ob das auf diese Weise gelingt, ist umstritten. Die Zweifel daran stärkt eine Studie zur Klimawirkung von Biokraftstoffen, verfasst vom ifeu-Institut für Energie- und Umweltforschung im Auftrag der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Nach Darstellung des Autors Horst Fehrenbach ist die Produktion von Biokraftstoffen sinnlos. Dem Bayerischen Rundfunk sagte er: "Mich hat es selbst auch überrascht, dass das Ergebnis so eindeutig ist. Von daher ist es einfach keine gute Idee, Pflanzen wachsen zu lassen für die Energienutzung."

Solarzellen brauchen viel weniger Fläche

Sonntag, 29. Mai 2022

Agrosprit - Kein Essen mehr in den Tank!

 Foodwatch  hier

Agrosprit ist Irrsinn: Jeden Tag landet Getreide für umgerechnet 15 Millionen Brote in Europas Autotanks. Gleichzeitig drohen in Ländern im Nahen Osten und in Afrika katastrophale Hungersnöte. In diesen Wochen wird die Bundesregierung entscheiden, ob Essen im Tank bald der Vergangenheit angehört. Denn „Bio“-Diesel und Co. werden noch immer staatlich gefördert. Damit muss endlich Schluss sein!


Stern hier  24.02.2022

Neue Studie Deutsche Umwelthilfe
Agrosprit ist schädlicher fürs Klima als fossile Kraftstoffe

Agrosprit soll eigentlich zum Klimaschutz beitragen. Eine von der Deutschen Umwelthilfe in Auftrag gegebene Studie ist allerdings zu dem Ergebnis gekommen: Der pflanzenbasierte Kraftstoff ist klimaschädlicher als fossile Kraftstoffe.

"Pflanzenbasierte Agrokraftstoffe sind noch klimaschädlicher als bisher bekannt". So heißt es in einer aktuellen Studie des ifeu-Instituts. Grund dafür ist demnach der "enorme Flächenbedarf".

Derzeit seien über 1,2 Millionen Hektar Agrarflächen in der Welt für den Anbau von Raps, Getreide und Co. zur Produktion von Agrosprit für deutsche Diesel- und Benzinautos belegt. "Dieser immense Flächenverbrauch macht den angeblichen Klimavorteil von Agrokraftstoff gegenüber fossilem Sprit mehr als zunichte", so die Studie. Schließlich könnte sich dort auch natürliche Vegetation entwickeln, welche CO2 binde.

  Deutsche Umwelthilfe fordert sofortiges Ende von Agrosprit

Montag, 2. Mai 2022

"Darf Getreide trotz Ukraine-Krieg im Tank statt auf Tellern landen?"

Deutschlandfunk     hier   29.04.2022

Bundesumweltministerium will landwirtschaftliche Erzeugnisse im Biosprit reduzieren

Wegen des Kriegs in der Ukraine erwägt die Bundesregierung offenbar, die Nutzung landwirtschaftlicher Erzeugnisse in Benzin und Diesel einzuschränken.

Bundesumweltministerin Lemke sagte der „Augsburger Allgemeinen“, sie arbeite mit dem Landwirtschaftsministerium daran, den Einsatz sogenannter Biokraftstoffe aus Nahrungs- und Futtermittelpflanzen zu reduzieren. Agrarflächen seien weltweit begrenzt, man brauche sie dringend für die Ernährung. Deshalb sollten landwirtschaftliche Flächen für die Produktion von Nahrungsmitteln und nicht für den Tank genutzt werden, betonte die Grünen-Politikerin.

Momentan werden Diesel meist sieben Prozent Pflanzenölerzeugnisse zugesetzt, um die CO2-Bilanz zu verbessern. Bei Benzin sind es bis zu zehn Prozent Bioethanol, der aus Getreide und Rüben gewonnen wird. Der Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Resch, sagte, allein für die in Deutschland getankten Biokraftstoffe würden weltweit etwa 1,9 Millionen Hektar Agrarland genutzt.