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Montag, 8. Dezember 2025

Aufzeichnung Gewässerschutzforum der Umweltverbände am 28. November 2025

 

Die Aufzeichnung des diesjährigen Gewässerschutzforums, die Vorträge unserer Referentinnen und Referenten, sowie weitere Informationen zur Wasserschutzrahmenrichtlinie sind ab sofort auf der Homepage des Gewässerschutzforums der Umweltverbände zu finden:

www.gewaesserschutzforum.de 

www.wrrl-forum.de/aufzeichnung-2025/ 

www.wrrl-forum.de/vortraege-2025/ 

 

Mittwoch, 12. März 2025

"Überraschung" : Bei der Wasserversorgung besteht in den kommenden 20 Jahren ein Investitionsbedarf von 10.000 Euro je Einwohner

Oha, nun bringt sich jeder in Stellung um möglichst viel von dem wunderbaren Merz-Geldsegen abgreifen zu können. Ich habe keine Ahnung, warum diese Zahlen nicht vor der Wahl bereits Thema waren. Gerade weil mir dieses Anliegen für die Bevölkerung natürlich besonders wichtig erscheint und es nicht erst seit gestern existiert.

Und dann kommt noch ein Punkt  ins Spiel, der bisher doch recht nachlässig gehandhabt wurde: "Des Weiteren müssten Produzenten, deren Produkte das Wasser belasten, stärker und konsequenter an den Kosten für den Schutz der Wasserressourcen vor der Belastung mit Chemikalien und anderen Stoffen beteiligt werden".


Zeit hier  10. März 2025, Quelle: ZEIT ONLINE, KNA, iyf

Infrastruktur: Wasserversorgung muss für Hunderte Milliarden Euro saniert werden

Nicht nur Straßen und Schienen, auch viele Wasserleitungen sind marode. Ein Gutachten der Wasserversorger rechnet mit einem Investitionsbedarf von 800 Milliarden Euro.

Freitag, 6. Oktober 2023

EU: Wie kann Abwasser bei Wasserknappheit helfen?

 DW  hier  Tim Schauenberg  20.08.2023

Mehr Hitze und Wassermangel in Europa führt immer öfter zu Auseinandersetzungen. Dabei gibt es genug Wasser, wenn man es effizienter nutzt und mehr aufbereitet. Welche Lösungen helfen?

Die Zusammenstöße zwischen Umweltaktivisten und Bauern im Süden Frankreichs im Frühjahr diesen Jahres markierten eine neue Eskalationsstufe um immer knapperes Wasser in Europa.

....Nach mehreren zu heißen Sommern ist es auch dieses Jahr in weiten Teilen Europas zu trocken, vor allem im Süden. In einigen Regionen in Italien, Spanien und Frankreich herrscht sogar extrem Dürre.

In Spanien wurde die Wassernutzung in einigen Landesteilen eingeschränkt. Laut dem Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft stehen die Wasserreserven inzwischen nur noch bei 41 Prozent. Die Dürre trifft 60 Prozent aller Landwirte und werde zu erheblichen Ernteverlusten führen, so der spanische Bauernverband. 

Ein Grund für den Wassermangel in Europa und anderen Teilen der Welt ist der menschengemachte Klimawandel, denn dadurch gibt es immer häufiger extreme Hitze und Dürren. Gleichzeitig entnehmen Industrie und Landwirtschaft mehr Wasser aus Boden, Flüssen und Seen, als sich natürlich wieder auffüllen kann. Laut Marc Bierkens, Hydrologe an der Universität Utrecht, verbraucht die Industrie europaweit die Hälfte des Wasser, 40 Prozent nutzt die Landwirtschaft und 10 Prozent werden von Haushalten verbraucht.

Während in Südeuropa besonders viel Wasser für die Landwirtschaft benötigt wird, trifft die Wasserknappheit in Frankreich und Bulgarien auch den Energiesektor.

Sonntag, 19. März 2023

Pestizide in Deutschland: Zu viel, zu verbreitet und gefährlicher als gedacht

Spektrum hier  von Christian Schwägerl  13.3.23

In rund der Hälfte der Kleingewässer liegt die Konzentration an Pestiziden über den Höchstwerten, 30 Prozent der Lebewesen reagieren extrem empfindlich darauf. Eine Studie zeigt: Die Grundannahmen zur Sicherheit von Pflanzenschutzmitteln sind womöglich falsch.

Pflanzenschutzmittel sind in der Landwirtschaft allgegenwärtig und oft kaum zu ersetzen. Studien zeigen aber massive negative Auswirkungen der Agrarchemikalien.

Gummistiefel, Regenjacke, Pipette, Becher: Mit dieser Ausrüstung war Matthias Liess mit seinem Team vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Leipzig (UFZ) über zwei Jahre hinweg landauf, landab in Feld und Flur unterwegs. Sein Interesse galt den ganz kleinen Fließgewässern, also den Bächen und den Gräben, die entlang von Wegen und zwischen Äckern verlaufen und wie ein Kapillarsystem die Landschaft durchziehen.

Damit tat er das, was eigentlich die Bundesländer bis 2018 hätten erledigen sollen: Sie hatten versprochen, bis zum Jahr 2018 herauszufinden, wie stark die Kleingewässer in Deutschland mit Pestiziden aus der Landwirtschaft belastet sind und ob Schäden für Ökosysteme und Artenvielfalt drohen. Das scheiterte aber an fehlenden Mitteln und Mitarbeitern. »Deshalb haben das wir jetzt gemacht«, sagt Liess.

Mittwoch, 8. Februar 2023

Bäche und Flüsse im Kreis Ravensburg sind in mäßigem Zustand

Schwäbische Zeitung  hier  Bernd Adler  05.02.2023

Wenn der Wald leidet, dann sieht man das. Bächen sieht man ihr Innenleben hingegen nicht an. Dennoch ist deren Situation oftmals nicht unproblematisch.

links: so sieht ein idealer Lebensraum aus, mit Galeriewald am Ufer. Hier gibt es sogar einen Biber-Damm, der das Wasser länger in der Landschaft hält. Das angestaute Wasser wird im trockenen Sommer für Fische und Kleinstlebewesen zur Überlebensmöglichkeit, wenn das Wasser im Bach knapp wird.

Als „Stiefkind der Umweltpolitik“ bezeichnet Werner Baur den Gewässerschutz in Baden-Württemberg. Der Ravensburger Kreisvorsitzende des Landesfischereiverbandes beklagt: Die Politik interessiere sich zu wenig für den Zustand von Flüssen und Bächen. Doch der sei großteils desolat. Dabei seien Gewässer elementar für den Erhalt der Biodiversität und zudem für das Eindämmen der Klimaerwärmung.

Wenn der Rasen im Sommer austrocknet oder der Wald leidet, dann nimmt das der Mensch unmittelbar wahr. Nicht so bei Bächen und Flüssen. Sie fließen ohnehin; was sich dort allerdings verändert, bleibt weitestgehend unbeachtet.

Gewässer werden zunehmend wärmer

Donnerstag, 8. September 2022

Wasserverschmutzung ist ein großes Problem: Deutschland verfehlt EU-Umweltziele

Tagesspiegel hier  08.09.2022

Die EU-Kommission mahnt Deutschland zum besseren Schutz seiner Flüsse und Seen. Die Nitratbelastung ist durch intensive Düngung hoch.

Deutschland muss seine Gewässer nach Ansicht der EU-Kommission besser schützen. „In Deutschland sind nur 8,1 Prozent aller Oberflächengewässer in gutem ökologischen Zustand“, hieß es am Donnerstag in einer Auswertung der Brüsseler Behörde, die von Ursula von der Leyen als Präsidentin geleitet wird.

Bei vielen Gewässern seien Umweltziele bis zum Jahr 2021 nicht erreicht worden und könnten auch 2027 verfehlt werden. Auch die Wasserverschmutzung durch Nitrate bleibe besorgniserregend.

Die Nitratbelastung in Gewässern ist beispielsweise durch intensive Düngung hoch. Derzeit geht die EU-Kommission gegen die Bundesrepublik vor, weil sie der Ansicht ist, dass die Nitratrichtlinie nicht vollständig umgesetzt wird.

Zudem könnte sich Deutschland aus Sicht der EU-Kommission ambitioniertere Ziele für besondere Schutzgebiete setzen. Darüber hinaus wird kritisiert, dass Deutschland im Vergleich zu anderen EU-Staaten wenig Umweltsteuern erhebt.

Hier macht Deutschland Fortschritte

Fortschritte werden hingegen in den Bereichen Luftqualität (ein Dankeschön geht an die deutsche Umwelthilfe!), Abfallmanagement und den Klimazielen gesehen. „2020 wurden bei Feinstaub (PM10) keine Grenzwerte mehr überschritten“, hieß es am Donnerstag.

Sonntag, 26. Dezember 2021

Kein ausreichender Schutz des Grundwassers vor Nitrateinträgen

BUND  hier

Kommentar: Bundeslandwirtschaftsministerium muss jetzt nachbessern

Anlässlich der heutigen Veröffentlichung der bundesweiten Pläne zum Gewässerschutz zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) an unseren Flüssen, Seen und für das Grundwasser erklärt Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

"Mehr als ein Viertel der Grundwasserkörper in Deutschland ist wegen Nitratwerten von 50 mg Nitrat je Liter und mehr in einem schlechten chemischen Zustand.

Mittwoch, 30. Juni 2021

EU-Agrarbeschlüsse erzürnen Wasserversorger

Pestizide im Trinkwasser 
hier: Beschlüsse zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union 

aus der Süddeutschen Zeitung  hier

Ohne Umstieg auf Öko-Landbau zumindest in Schutzgebieten seien Giftstoffe im Trinkwasser bald unausweichlich, klagen Wasserwerke am Rhein. Ministerin Klöckner sorgt sich indes um die Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte.

Am Tag der Einigung schrieb Wolfgang Deinlein ...... Geschäftsführer der Internationalen Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke im Rheineinzugsgebiet IAWR ..... "Das ist eine Politik der Realitätsverweigerung, die sich den aktuellen Problemen nicht stellt."

Monatelang hatten Unterhändler aus den 27 EU-Staaten, des EU-Parlaments und der EU-Kommission im sogenannten Trilog darüber gestritten, wie die 387 Milliarden Euro Agrarsubventionen in den kommenden sechs Jahren verteilt werden sollen. Das ist ein Drittel des gesamten EU-Haushalts. Die Kernfrage lautete, wie viel Geld für ökologische Leistungen umgeleitet werden soll....

... 25 Prozent der Direktzahlungen sollen künftig für sogenannte Eco-Schemes verwendet werden, etwa für das Anlegen von Blühstreifen. Dazu müssen Landwirte vier Prozent ihrer Flächen brachlegen. Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) erklärte: "Es ist gut und wichtig, dass sich die Partner auf einen Kompromiss verständigt haben." Dieser verbinde ein Mehr an Umwelt- und Klimaschutz mit wirtschaftlichen Perspektiven für die Landwirte und die ländlichen Räume. Sind nun alle glücklich? Mitnichten.

Wolfgang Deinlein schreibt in seiner E-Mail an Klöckner sowie an die EU-Kommissare Janusz Wojciechowski (Landwirtschaft) und Stella Kyriakides (Gesundheit) von einer "historischen Chance, die man nicht verpassen sollte". Er findet, künftige Agrarpolitik müsse so ausgelegt sein, dass zumindest in Wasserschutzgebieten nur Öko-Landbau betrieben werde. Denn für die Wasserversorger ist hauptsächlich die konventionelle Landwirtschaft daran schuld, dass sie immer mehr Aufwand betreiben müssen, um die Trinkwasserqualität zu halten. Der übermäßige Eintrag von Gülle vor allem aus der Massentierhaltung führt dazu, dass sich Nitrat im Wasser anreichert. Deutschland überschreitet seit Jahren in vielen Regionen den Grenzwert von 50 Milligramm pro Liter Trinkwasser. Eine neue Düngeverordnung soll dem entgegenwirken.

Doch Nitrat lässt sich, wenngleich mit teuren Verfahren, aus dem Wasser filtern. Für Deinlein ist deshalb ein zweites Problem ebenso schwerwiegend: die Pestizide. Laut Umweltbundesamt ist der Einsatz in Deutschland leicht rückläufig und lag im Jahr 2019 bei etwa 27 000 Tonnen. "Zu glauben, dass davon auf Dauer nichts im Trinkwasser ankommt, ist realitätsfern", sagt der Geoökologe.


Auch interessant zum Thema Wasser: Nationale Wasserstrategie  hier

:Zu trocken. Zu nass. Zu teuer?Die erste nationale Wasserstrategie offenbart, wie schwierig es wird, im Zuge des Klimawandels überall genügend sauberes Wasser bereitzustellen. Klar ist: Es wird sehr kostspielig.