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Mittwoch, 23. September 2026

Was, wenn Frauen nicht mehr gegen ihre Interessen wählen? 51,4 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland sind Frauen.

 

Süddeutsche Zeitung

Den Unterschied im Wahlverhalten von Frauen und Männern gab es natürlich früher auch schon

und in Deutschland kann man das sogar genau belegen, weil das Wahlverhalten von Frauen auch in der Weimarer Republik bereits untersucht wurde. 

Nur war die Verteilung früher anders, Frauen wählten eher konservativ. In den Siebzigerjahren nahm der Vorsprung der Konservativen bei den Frauen deutlich ab, inzwischen hat sich das Phänomen in sein Gegenteil verkehrt. Es ist aber neu, dass die Abstände so groß sind.

Update: Es ist wirklich spannend zu beobachten, welches Wahlergebnis bei wem für größere Schnappatmung gesorgt hat

Raphaël Schmeller / LinkedIn

25,7 Prozent für die Linke – und Teile der Hauptstadtpresse reagieren, als drohe Berlin eine Koalition aus SED, Hamas und Clankriminalität.

In meinem neuen Substack-Text schaue ich mir diese Reaktionen genauer an: wie Antisemitismusvorwürfe zum politischen Kampfmittel werden, warum dabei auffällig oft auch die Eigentumsfrage auftaucht – und wie nun Druck auf SPD und Grüne aufgebaut wird, nicht mit der Linken zu koalieren.

Zum Text: hier Raphaël Schmeller  Sept. 23, 2026

Berlin-Wahl: Warum die Hauptstadtpresse nach dem Linken-Sieg die Nerven verliert

Geplantes Vergesellschaftungsverbot: Enteignung als "Privileg der CDU" für das Auto und den Kohleabbau

 Peter W. / LinkedIn

"Ein solches Gesetz wäre demokratisch fragwürdig und juristisch heikel."

"Man kann Vergesellschaftung für den falschen Hebel gegen hohe Mieten halten. Aber es lässt sich nicht leugnen, dass die Forderung große demokratische Legitimität hat. Die Berliner haben sich in einem Volksentscheid dafür entschieden."

"Sollte die Bundesregierung nun ein Verbot der Vergesellschaftung beschließen, könnte das die Reihen in Berlin schließen. Den Grünen etwa dürfte es dann noch schwerer fallen, trotz linker Mehrheit in der Stadt einen CDU-Mann zum Regierenden zu wählen. Die Berliner SPD würde es weiter von ihren Genossen im Bund entfremden."

Montag, 21. September 2026

Es geht um die Frage, wer welchen Anteil an den Kosten des gesellschaftlichen Umbaus trägt

Thomas Reinsch LinkedIn

Merz hat die Wahlniederlagen verstanden – aber nicht ihre Botschaft

Friedrich Merz hat die Wahlniederlagen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin eingeräumt. Er hat sie offenbar nur nicht verstanden.

Denn seine Konsequenz lautet nicht, den eingeschlagenen Reformkurs zu überprüfen. Im Gegenteil - die Reformen müssten jetzt schneller, entschlossener und konsequenter umgesetzt werden. Ein Zurück könne es nicht geben.

Nicht jeder Unsinn wird bereits dadurch zur "Reform" geadelt, dass er unbeliebt ist.


Werner Koller, LinkedIn

Mir will es nicht in den Kopf, warum die Parteistrategen der Union nicht kapieren, dass auch für ihre Partei die Uhr immer lauter tickt. Und dass sie daran selbst Schuld sind.

Natürlich können notwendige Reformen unpopulär sein. Politik ist keine Wünsch-dir-was-Veranstaltung mit anschließendem Stimmungsprotokoll. 

Aber nicht jeder Unsinn wird bereits dadurch zur "Reform" geadelt, dass er unbeliebt ist. Eine Blinddarmoperation wird schließlich auch nicht medizinisch sinnvoller, nur weil der Patient wie am Spieß schreit.

Sonntag, 13. September 2026

»Im Westen wird die AfD nicht regieren« - ein ungewöhnlicher Erklärungsversuch

Zeit hier Interview: Philipp Daum 12.9.26

»Im Westen wird die AfD nicht regieren«

Schon lange vor der Teilung hätten sich West und Ost fundamental unterschieden. Aber die Deutschen, sagt der britische Germanist James Hawes, wollten das nicht wahrhaben.

Bei den Wahlmotiven und Gründen für die 44 % der AfD in #SachsenAnhalt geht viel durcheinander – räumen wir auf.

Dr. Hitzelsberger gibt eine Prognose ab, mit der er meines Erachtens gar nicht so falsch liegt. hier 
Schade eigentlich um das Land, das zukünftig wirtschaftlich ein Gewinner der Energiewende hätte sein können (na ja, die Frau Reiche bremst noch....)  hier.
Es hätte gute Chancen gehabt, neue Industriebranchen und Investitionen anzuziehen. Aber so?

Wir werden es erleben.

Dr. Franz Hitzelsberger

Mit 43,8 % Afd stirbt Sachsen-Anhalt aus. 

Weil die AfD-Wähler/-innen drei Bevölkerungsgruppen abschrecken, welche für das Überleben eines (Bundes-)Landes unersetzlich sind.

Donnerstag, 10. September 2026

Update: Es ist wirklich nicht mehr auszuhalten

 Kalle Pipoh / LinkedIn

„Wer die Demokratie retten will, der muss die Interessen der gesamten Bevölkerung im Blick haben – und nicht nur die Renditeerwartungen der Vermögenden.“

Marode Straßen, unbezahlbare Mieten, kaputte Schulen und eine Bahn, die kaum noch fährt. Auf der anderen Seite: Steuergeschenke für Milliardenerben und Krisengewinne für Großkonzerne.

In meinem aktuellen Artikel "Verkaufte Demokratie - Gründe für die Politikverdrossenheit" gehe ich der Frage nach, warum die parlamentarische Demokratie unter einer „selektiven Responsivität“ leidet und wie dieser Zustand den Nährboden für rechtsextreme Kräfte bereitet.

Mittwoch, 9. September 2026

Man zeigt sich schockiert über die Wahlergebnisse, hält aber stur an derselben Politik fest.

Frankfurter Rundschau  hier  Artikel von Steffen Herrmann 

Zu viel Aufrüstung, zu wenig Zukunft: Ökonom sieht AfD-Aufstieg als Folge falscher Wirtschaftspolitik


„Der politische Diskurs – insbesondere im konservativen Lager, in weiten Teilen der wirtschaftsliberalen Presse und bei Lobbyverbänden – ist völlig von der Realität abgekoppelt“, sagt Patrick Kaczmarczyk.

Montag, 7. September 2026

Eine bemerkenswerte Konsequenz aus einer Wahlniederlage

 Thomas Reinsch

Die Wähler sind das Problem? 

60 Prozent gegen die Demokratie? Oder 60 Prozent gegen die Politik der Bundesregierung?

Friedrich Merz hat nach der Wahl in Sachsen-Anhalt auf der Pressekonferenz einen bemerkenswerten Satz gesagt - fast 60 Prozent der Wählerinnen und Wähler hätten Parteien gewählt, die „unsere demokratischen Institutionen infrage stellen“.

Wer erst emotional eskaliert und anschließend Sachlichkeit einfordert, hat wohl verspielt ....

 

Prof. Dr. Dr. Oliver Hoffmann / Wirtschaftspsychologe auf LinkedIn

Demokratie beginnt mit der Zumutung, den anderen politisch ernst zu nehmen und den Wähler nicht zu verachten.

Das Ergebnis von Sachsen-Anhalt ist vor allem anderen eine Lektion in politischer Psychologie. 

Wer Politik erfolgreich betreiben will, sollte zwei Dinge lernen: politische Probleme von ihrer permanenten Emotionalisierung zu lösen – und vor allem aufhören, den Wähler zu verachten.
Das klingt trivial. Offenbar ist es das nicht.

Gefordert ist eine ehrliche und schonungslose Selbstkritik aller demokratischen Parteien

 


Cem Özdemir / Ministerpräsident von Baden-Württemberg / LinkedIn

Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Das heißt, die AfD ist Wahlsieger in Sachsen-Anhalt. Und das muss für alle demokratischen Kräfte bedeuten, dass nichts mehr bleiben kann, wie es ist, dass wir unsere Politik und unseren Politikstil grundlegend überdenken müssen.

Donnerstag, 3. September 2026

Das ist keine Energiepolitik. Das ist Heimwerken mit der Kettensäge am eigenen Tragbalken

Achim B.C. Karpf

Die AfD nennt die Förderung erneuerbarer Energien eine „noch nie dagewesene Umverteilung von unten nach oben”. 

Steht so im Regierungsprogramm. 20 Seiten Energiepolitik, „Kehrtwende um 180 Grad”.


Wunderbar. Dann rechnen wir das mal durch. Für einen einzigen Hof in der Altmark.

AFD - 90% wählen sie (noch) nicht, aber sie ist trotzdem eine Gefahr

 

Stefan Lohmann

Wie wäre es mit einer Politik für über 90% der Deutschen? 

Danke an alle stabilen Wähler*innen! 

Danke an alle, die sich für den Erhalt der Demokratie einsetzen, für Gleichstellung, Inklusion und eine lebenswerte Zukunft für alle.

Quelle: Danke an Ruprecht Polenz für diesen Hinweis. 

Danke an Bundeswahlleiter.de 

Dienstag, 25. August 2026

Podcast: Drei Wählertypen erklären den AfD-Erfolg

Zeit hier Podcast  Von Philip-Johann Moser / Aus der Serie: Was jetzt?   am 23. August 2026,

Wer wählt die AfD? Forscher haben drei Gruppen identifiziert, keine davon wählt die Partei aus Protest. Warum dann? 
 
Die AfD liegt in Umfragen für die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vorn. Dort würden sie derzeit mehr als 40 beziehungsweise etwa 35 Prozent der Befragten wählen. In Berlin kommt die Partei auf 16 Prozent. 

Eine neue Studie unterscheidet drei Gruppen innerhalb der AfD-Wählerschaft. 
  • Die größte Gruppe sind konservative Hardliner. Sie besteht vor allem aus Menschen mittleren Alters aus Klein- und Mittelstädten. 
  • Die radikal-rechten Autoritären haben sich weit von demokratischen Werten entfernt und wünschen sich eine autoritäre Führung. 
  • Die moderaten Konservativen sind am ehesten über die Programme anderer Parteien erreichbar. 
Was diese Gruppen an die AfD bindet und warum die Partei in manchen Regionen besonders erfolgreich ist, weiß Sasan Abdi-Herrle. Er ist Leiter der Redaktionsleitungen der ZEIT.



Dr. Tobias Schillinger

hier Surplus (mit Anmeldung 1 Woche kostenlos)

So lesenswert

"Die Unzufriedenheit, die die AfD groß gemacht hat, richtet sich demnach nicht gegen vermeintlich ausufernde Staatsausgaben. 
Sie richtet sich gegen eine Politik, die beim Schutz vor der Inflation versagt hat"

Es ist eben doch diese hirnrissige Politik, welche die Menschen nach rechts treibt 

Sonntag, 16. August 2026

Na, liebe AfD, was ist euer Plan gegen Dürre und Fluten?

Ich muss ganz provokativ fragen: An welcher Stelle kann man bitte erkennen, dass CDU und SPD einen Plan zum Klimaschutz verfolgen? Der Umweltminister, der sich nie durchsetzen kann, nun gut - aber sonst?

Thomas Frey/dpa : Die lagen mal im Wasser: Sportboote im Hafen von Koblenz-Ehrenbreitstein.

Christoph Bals / Germanwatch

Lesenswerter Kommentar von Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung : 

„Was in Deutschland und Europa gerade passiert, wird auch AfD-Wählern nicht entgehen: wenn Autobahnen wegen Waldbränden gesperrt werden. Wenn der Elbpegel bei Magdeburg mittlerweile noch bei 37 Zentimetern liegt. Wenn Maisfelder nicht mehr grün sind, sondern hellbraun. Wenn der Opa nur mit Not Hitzewelle um Hitzewelle übersteht, oder der Hitze gar zum Opfer fällt; wie jene 12 500 Menschen, die nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts bis Anfang August daran starben. Das könnte doch manchem zu denken geben, ob nicht diese „Klimareligion“ vielleicht doch mehr ist als eine Glaubensfrage.

Samstag, 18. April 2026

Es wird vorgeführt, wie demokratische Verantwortung ausgehöhlt werden kann, ohne formell Regeln zu brechen.

Mirko Lange /  LinkedIn

Überall auf der Welt erleben wir die Aushöhlung der Demokratie. Meistens sprechen wir dabei von Angriffen von außen: Bots, Desinformation, autoritäre Einflussnahme. 

Dass demokratische Prinzipien auch von innen ausgehöhlt werden, zeigt sich gerade im Ländle. Darüber berichten aktuell diverse Medien.

Rund um die Regierungsbildung nach der Landtagswahl zeichnet sich aktuell ein Verfahren ab, das aus vielerlei Perspektiven demokratisch hoch bedenklich ist: 

In Baden-Württemberg wird gerade nicht nur eine Koalition verhandelt. Es wird vorgeführt, wie demokratische Verantwortung ausgehöhlt werden kann, ohne formell Regeln zu brechen.

Mittwoch, 8. April 2026

Floskeln ohne Ende

 Regierungsbildung in BW  hier

Wer bist du, CDU?

Von Johanna Henkel-Waidhofer|  08.04.2026

Die Christlich-Demokratische Union Deutschlands gehört zu Baden-Württemberg wie Hirsch und Greif zum Landeswappen. Schon seit Längerem aber lässt ihre Führung den ernsthaften Willen zur Gestaltung der Zukunft vermissen. Auch deshalb fällt es so schwer, diese neue grün-schwarze Regierung zu bilden.

Mittwoch, 18. März 2026

Koalitionsverhandlungen mit der Heulsusen-Truppe in BW? Dem Anfang wohnt kein Zauber inne

Also ich erinnere mich hauptsächlich an Zugeständnisse, die die Grünen machten: §13b z.B., dem unseligen Bau-Paragrafen, der von der EU nach einigen Jahren Bautätigkeit für nicht rechtens erklärt wurde.
Bis dahin hatte die BW-Union ihn feste unterstützt, um auf der grünen Wiese weiter zu bauen, auch wenn die Grünen dagegen waren...Ein klarer Fall für eine gebotene  Koalitions-Enthaltung - eigentlich...

Kontext hier  Von Johanna Henkel-Waidhofer| Datum: 18.03.2026

Wirbel nach Landtagswahl

Mit der Behauptung, die Grünen vergifteten das Klima in Baden-Württemberg, vergiftet die CDU das Klima. Und die gemeinsame Arbeit in den vergangenen fünf Koalitionsjahren wird umgedichtet in eine phantasievolle Story von anhaltender Nötigung.