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Donnerstag, 2. Juli 2026

Uganda will Vorreiter bei der Elektromobilität werden und Indien sorgt für die öffentliche Gesundheit

 

Daniel Mautz / LinkedIn

Uganda elektrifiziert seinen Verkehr, Deutschland seine Ausreden

Während hierzulande jede Ladesäule ein Politikum ist und „Technologieoffenheit" als Synonym für Vertagung dient, passiert in Uganda etwas Bemerkenswertes. 

Mittwoch, 12. November 2025

Hoffnung in der Klimakrise: Diese Länder gehen voran

"Ein weiterer positiver Trend sei, dass sich die Veränderung der Landnutzung, insbesondere die Abholzung von Wäldern, durch umweltpolitische Maßnahmen stark verringert hat" - Doch gerade eben haben  wir aus den Sitzungsberichten der EU erfahren, dass Manfred Weber/CSU mit seiner EVP genau an diesem Fortschritt sägt, und das durch Zusammenschluss mit der extremen Rechten (hier). Eine Blaupause für die Zusammenarbeit der CDU mit der AFD?

Dafür macht uns die frühere UN-Klimachefin im TAZ-Artikel unten etwas neue Hoffnung. Sie sagt: " wir leben in beängstigenden Zeiten " - aber auch: "Wir befinden uns erst seit 10 Jahren in einem Prozess der sich über Jahrzehnte erstrecken wird."

Utopia hier  Von dpa und Benjamin Hecht  13. November 2025

Klimabericht: „35 Länder konnten ihre Emissionen reduzieren bei gleichzeitigem Wirtschaftswachstum“

Die globalen CO2-Emissionen sind 2025 weiter gestiegen. Auch die Konzentration des Treibhausgases in der Atmosphäre dürfte einen neuen Rekord erreichen, so ein Bericht. Es gibt aber auch ermutigende Signale.

Mittwoch, 5. November 2025

Die Mehrheit hat den Klimaschutz noch nicht aufgegeben

Tagesspiegel hier  Von Jan Kixmüller   04.11.2025,

Umfrage in neuem Klimafaktenpapier: Der Wunsch nach ambitionierterer Klimapolitik ist weltweit offenbar immens

Das neue Klimafaktenpapier zeigt, wie nah wir an den größten Risiken sind und warum entschlossener Klimaschutz jetzt entscheidend ist. Die öffentliche Meinung gibt Anlass zur Hoffnung.

Klimafaktenpapier: hier

Es besteht noch Hoffnung, zumindest wenn es nach den Menschen geht. Die Mehrheit hat den Klimaschutz noch nicht aufgegeben. Trotz schleppender Politik fordern weltweit 89 Prozent der Bevölkerung von ihren Regierungen ambitionierte Klimamaßnahmen.

Donnerstag, 2. Juni 2022

Stockholm+50 - Umweltgipfel soll Geist von 1972 wiederaufleben lassen

 WIRTSCHAFT im Handelsblatt hier

ROUNDUP

50 Jahre nach der ersten UN-Konferenz zum Thema Umwelt lädt die schwedische Hauptstadt Stockholm erneut zu einem internationalen Spitzentreffen ein.
Ab Donnerstag will sich die Konferenz Stockholm+50 zwei Tage lang mit Umweltthemen befassen.
Dabei soll es in der Heimatstadt von Klimaaktivistin Greta Thunberg vor allem um die Frage gehen, wie das Tempo beim Kampf gegen die Erderwärmung, das rasante Artensterben und die Vermüllung des Planeten drastisch erhöht werden kann. Neue konkrete Verpflichtungen und Beschlüsse werden nicht erwartet. Klima- und Umweltschützer wittern bereits ein Greenwashing-Event ohne echte Fortschritte.

Dienstag, 13. Juli 2021

UN-Naturschutzabkommen- erster Entwurf veröffentlicht

Riffreporter  hier
Staaten sollen Verlust der Artenvielfalt bis 2030 weitgehend stoppen

Verhandler legen erstmals weitreichende Vorschläge vor / Abbau von 500 Milliarden Dollar Subventionen gefordert / Entscheidungen statt im Oktober erst im März?



und in der Zeit hier
Naturschutz: Neue Strategie gegen alarmierenden Verlust der Artenvielfalt

Ein neues internationales Abkommen soll den dramatischen Verlust von Arten und ihrem Lebensraum bremsen oder möglichst sogar stoppen. Der erste Entwurf dazu wurde am Montag veröffentlicht.

Er sieht unter anderem vor, ansteigend bis 2030 mindestens 30 Prozent der für die Biodiversität besonders wichtigen Landflächen und Meere zu bewahren und zu schützen. Ziel sei, dass die Welt 2050 wieder im Einklang mit der Natur lebe, sagte die Leiterin des Sekretariats der UN-Konvention über die biologische Vielfalt (CBD), Elizabeth Maruma Mrema. «Ohne Biodiversität gibt es kein Leben», sagte sie. 

Dienstag, 8. Juni 2021

Methan: Der übersehene Klimakiller

 hier Süddeutsche Zeitung

Wenn die Methan-Emissionen zurückgehen, könnte das die globale Erwärmung fast sofort bremsen

So ähnlich ist es mit den Treibhausgasen Kohlendioxid (CO₂) und Methan (CH₄). Während CO₂ Hunderte Jahre in der Atmosphäre verbleiben kann und entsprechend lange den Klimawandel anheizt, zersetzt sich Methan innerhalb weniger Jahre. Dafür heizt Methan die Atmosphäre auf 20 Jahre betrachtet 87-mal so stark auf wie die gleiche Menge CO₂. Methan ist sozusagen das offene Fenster des Planeten, das man schnell schließen muss, um die Erderwärmung noch zu bremsen.

Wobei es sich eher um ein offenes Scheunentor handelt, wie ein neuer Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) deutlich macht, an dem 22 Wissenschaftler von elf Institutionen mitgearbeitet haben. Die Konzentration von Methan in der Atmosphäre steige derzeit rasant, der Gesamtausstoß liege bei 380 Millionen Tonnen pro Jahr, ein Rekordwert. ...."Wir brauchen eine dramatische Kehrtwende, von stark steigend hin zu stark fallend", sagt der Klimatologe Drew Shindell von der Duke University, einer der Autoren des UNEP-Berichts.

Diese Herausforderung anzunehmen, kann sich auszahlen, denn es gibt wohl kaum einen anderen Bereich im Klimaschutz, in dem Maßnahmen so schnell Wirkung zeigen wie beim Methanausstoß. Weil das Klimagas nur kurz, aber dafür stark wirkt, dämpft es den globalen Temperaturanstieg rasch, sobald sein Ausstoß sinkt. "Die Klima-Effekte sind zwar nicht sofort, aber sehr viel schneller sichtbar als bei CO₂", sagt Shindell. So rechnen die Autoren vor, dass rasche Maßnahmen allein in den nächsten 20 Jahren einen Temperaturanstieg um 0,3 Grad verhindern könnten - und damit womöglich manche Hitzewelle oder Dürre in naher Zukunft.

Akute Maßnahmen müssten zudem gar nicht teuer sein oder würden unter dem Strich sogar Geld einsparen, vor allem im Bereich der Öl- und Gasindustrie, wo ein Drittel der Methan-Emissionen anfallen. Häufig entweicht das Methan schon bei der Förderung der Bodenschätze.....

Diese "Flaring" genannte Praxis setzt jedes Jahr allein 350 Millionen Tonnen CO₂ frei, so viel wie 75 Millionen Autos. ...

Die Internationale Energieagentur IEA schätzt, dass die Öl- und Gasindustrie mit existierender Technik wie modernen Sensoren und elektrischen statt mechanischen Bauteilen mehr als zwei Drittel ihrer Emissionen innerhalb kurzer Zeit einsparen könnte....

Eine besondere Verantwortung kommt der EU zu, die anders als etwa Kanada, die USA oder Mexiko bislang keine umfassende Methan-Gesetzgebung hat. Vor allem ist Europa der größte Abnehmer von Erdgas weltweit. "..

Ohne Einschränkungen beim Fleischkonsum lässt sich das Problem wohl nicht lösen

Allerdings geht es nicht nur um Methan aus fossilen Quellen, wie der UNEP-Bericht deutlich macht. Immerhin 40 Prozent der anthropogenen Emissionen stammen aus der Landwirtschaft, 20 Prozent von Müllkippen oder Kläranlagen. In Indien und großen Teilen Asiens, aber auch innerhalb Europas gibt es bei der Müllverwertung das größte Potenzial, um den Ausstoß zu verringern. "Wir sollten da vor der eigenen Haustür kehren", mahnt Jutta Paulus, Europaabgeordnete der Grünen. Verstreut über Europa gasen etliche alte Mülldeponien Methan aus, auch aus stillgelegten Kohlebergwerken strömt das Treibhausgas noch. Paulus schlägt einen Sonderfonds vor, um diese Altlasten zu beseitigen.

Weitaus schwieriger dürfte es werden, das Methan aus der Landwirtschaft loszuwerden. Es stammt größtenteils aus den Mägen von Kühen, hängt also mit dem hohen Fleischkonsum in vielen Staaten zusammen. "Die industrielle Landwirtschaft ist der Elefant im Raum", sagt Paulus. 

Montag, 31. Mai 2021

Uno-Report: Mit acht Billionen Dollar ließe sich der ökologische Kollaps verhindern

Spiegel-Artikel  hier

Auszüge:

Weltweit verändert der Klimawandel die Ökosysteme. Die Vereinten Nationen fordern deshalb in einem neuen Klimareport ein Investitionsprogramm in die Natur – 0,1 Prozent der Weltwirtschaftsleistung genügen. 

Donnerstag, 3. Dezember 2020

UN-Chef Guterres zum Klimawandel "Unser Planet ist kaputt" vom 02.12.2020

Mit deutlichen Worten hat UN-Generalsekretär Guterres zu mehr Klimaschutz aufgerufen. Bereits jetzt seien apokalyptische Feuer und Überschwemmungen die neue Realität. Bestätigung erhält er von neuen Studienergebnissen.

Zum Ende eines Jahres der Wetterextreme mit Hurrikanen, Waldbränden und Hitzewellen hat UN-Generalsekretär António Guterres die Menschheit zu einem Ende ihres "Krieges gegen die Natur" aufgerufen. Sie solle sich verpflichten, den Ausstoß von Treibhausgasen zu beenden, sagte er in einer Rede an der New Yorker Columbia University. "Apokalyptische Feuer und Überschwemmungen, Zyklone und Hurrikans sind zunehmend die neue Normalität."

Guterres fand deutliche Worte zum Zustand der Erde: "Unser Planet ist kaputt!" Der Weg aus der Corona-Krise biete in dieser Hinsicht aber eine Chance. "Die Corona-Erholung und die Reparatur des Planeten können zwei Seiten derselben Medaille sein", sagte der UN-Chef.

Hohe Erwartungen an Klimakonferenz in Glasgow

Der Präsident der Pariser Klimakonferenz und ehemalige französische Premierminister Laurent Fabius forderte die Regierungen dazu auf, mittel- und kurzfristige Klimaziele zu setzen und zu erfüllen. Es reiche nicht aus, langfristige Ziele zu setzen, bei denen unsicher sei, ob sie jemals umgesetzt würden. Das sei die Herausforderung für die UN-Klimakonferenz in Glasgow im kommenden Jahr.

Der nächste Gipfel gilt als besonders wichtig: Die Staaten sollen bis dahin ihre Klimaschutzpläne ehrgeiziger machen. Denn noch reichen sie in der Summe längst nicht aus, um das Ziel des Pariser Klimaabkommens von 2015 zu erfüllen, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.

Aktuelles Jahr ist eines der wärmsten

Unterdessen wurden mehrere neue Klimaberichte vorgestellt, die ein düsteres Bild vom Zustand des Planeten zeichnen. Das Jahr 2020 dürfte nach vorläufigen Analysen der Weltwetterorganisation (WMO) eines der drei wärmsten seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen Mitte des 19. Jahrhunderts werden. Klar sei schon jetzt, dass die Jahre seit 2015 die sechs wärmsten seit Messbeginn seien. Der Temperaturrekord wurde 2016 mit plus 1,2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau erreicht.

Das UN-Umweltprogramm UNEP warnte, die derzeit geplante weltweite Produktion von fossilen Brennstoffen sei viel zu hoch, um die Pariser Klimaziele bis 2030 erreichen zu können. Um den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, müsse die internationale Gemeinschaft ihre Produktion von fossilen Brennstoffen jährlich bis 2030 um rund sechs Prozent reduzieren. Derzeit sei aber ein jährlicher Anstieg um zwei Prozent geplant - damit würde bis 2030 doppelt so viel fossiler Brennstoff produziert werden, wie mit dem Pariser Klimaziel vereinbar.

Grüne Investitionen in der Corona-Krise gefordert

Die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) sieht den Klimawandel mittlerweile als größte Bedrohung der Weltnaturerbestätten. Die IUCN ist das weltweit größte Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Umweltorganisationen. Die globale Erwärmung sei bei einem Drittel der Gebiete eine "hohe oder sehr hohe Bedrohung". 2014 war das erst bei einem Viertel der Fall. Auch das Weltnaturerbe Wattenmeer an der Nordsee gehört zu den betroffenen Regionen mit einer "sehr hohen Bedrohung" durch den Klimawandel.

UNEP-Chefin Inger Andersen sagte zugleich, die Corona-Pandemie biete eine umweltpolitische Chance. So könnten die Volkswirtschaften weltweit mithilfe von "Investitionen in kohlenstoffarme Energien und Infrastruktur" wiederbelebt werden.