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Donnerstag, 31. Juli 2025

Offener Brief an den Bundeskanzler Friedrich Merz

 

Dirk Tangemann  hier  auf LinkedIn

Betreff: Humanität, Völkerrecht und das christliche Gewissen der CDU

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

dies ist kein gewöhnlicher Brief. Es ist ein Appell. Eine Stimme aus der Mitte dieser Gesellschaft, die sich fragt, wie viel Scham eine Regierung, eine Kanzlerschaft, eine Partei mit dem Wort „Christlich“ im Namen eigentlich ertragen kann, bevor sie handelt.

Täglich erreichen uns Berichte aus Gaza, die das menschliche Maß überschreiten. Menschen hungern. Kinder sterben. Mütter stehen stundenlang für ein Stück Brot an. 

Freitag, 26. April 2024

Annalena Baerbock verdient Anerkennung

 hier  Zeit Fünf vor 8:00 /Eine Kolumne von Jörg Lau  25. April 2024

Israels Regierung versucht mithilfe eines Leaks, die deutsche Außenministerin als naiv zu diskreditieren. Dabei war ihre Kritik hinter verschlossenen Türen angemessen.

Nach dem siebten Besuch der deutschen Außenministerin im Nahen Osten seit Kriegsbeginn hat es mächtig gerumst. Ein israelischer Sender berichtete letzte Woche von einem heftigen Streit zwischen Annalena Baerbock und Benjamin Netanjahu hinter verschlossenen Türen. Der Bericht enthielt so viele Details, dass sofort klar war: Jemand aus dem Umfeld des israelischen Premiers musste die Informationen durchgestochen haben.

Der deutsche Botschafter in Israel, Steffen Seibert, protestierte und erklärte den Bericht für verzerrend. Dass es Streit gegeben habe, dementierte er nicht. Verständlich, dass Seibert sich über den schlechten Stil der israelischen Regierung beschwerte. So geht man nicht mit Freunden um, die ohne Rücksicht auf die eigene Reputation seit Monaten an der Seite Israels stehen.

Mir geht es allerdings anders mit der Nachricht über den Clash hinter geschlossenen Türen. Ich finde es richtig, dass die deutsche Außenministerin eine Korrektur der deutschen Israel-Politik vornimmt – und dass sie sich dabei nicht von einem Bully wie Benjamin Netanjahu einschüchtern lässt. Das war längst überfällig.
Was genau sich abgespielt hat, wird man wohl nie erfahren