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Sonntag, 28. Juli 2024

GEBÄUDETYP E für einfaches Bauen: Das e steht für experimentell, einfach und effizient

WiWo  hier Interview von Harald Schumacher  25. Juli 2024

„Wir können nicht mehr weitermachen wie bisher“

Bundesbauministerin Klara Geywitz will die Überregulierung kappen. Bauverbands-Chef Tim Oliver Müller beschreibt im Interview den Ausweg aus einem jahrzehntelang gewucherten System aus 4000 Normen und rigider Rechtsprechung.


Sonntag, 21. April 2024

Demografischer Wandel: Geywitz: Wohnungsbau nicht vorbereitet

Gut dass der demografische Wandel thematisiert wird, aber vergisst die Ministerin nicht etwas ganz Grundsätzliches? Wir brauchen mehr kleine Wohnungen, für alte Menschen, die dann alleine wohnen werden. Das heißt aber: in den nächsten Jahren /Jahrzehnten  wird die Nachfrage nach großen Familienwohnungen abnehmen. Daher also nicht bauen,bauen,bauen sondern umbauen, umbauen, umbauen! Aus 1 mach 2 und mehr!

hier  20.04.2024 

Angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland müsse mehr Geld in den Wohnungsbau investiert werden, findet Bundesbauministerin Klara Geywitz.

Bundesbauministerin Klara Geywitz sieht den Wohnungsbau in Deutschland "überhaupt nicht" auf den demografischen Wandel vorbereitet. "Die Themen Barrierefreiheit und altersgerechter Umbau stecken noch in den Kinderschuhen", sagte Geywitz dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Montag, 13. November 2023

Fachgespräch "Kreislaufwirtschaft im Bau - Vom wollen ins machen"

Liebe Interessierte für das Thema Kreislaufwirtschaft im Bau, 

Dr. Sandra Detzer, MdB und Gudula Achterberg MdL, beide BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN, laden zu einem Fachgespräch "Kreislaufwirtschaft im Bau - Vom wollen ins machen"
am 06.12.2023 ab 18:00, digital oder in Präsenz in Stuttgart, Im Haus der Abgeordneten, Fraktionssaal ein. 

Der folgende Link, führt Euch direkt zur Registrierung für die Veranstaltung: 

https://termine.gruene-landtag-bw.de/Fachgespraech/event.php?vnr=131-10a  

Dieser Link bringt Euch auf die Landingpage mit Informationen und bietet eine Anmeldemöglichkeit für die Veranstaltung. 

Wir würden uns freuen wenn Ihr den Link auch in Euren Verteilern verteilt, um die Reichweite unseres gemeinsamen Engagements zu erhöhen. 

Grüne Grüße aus Tettnang sendet Euch 

Johannes Übelhör 


Samstag, 21. Oktober 2023

„Architektur ist viel politischer, als wir denken“

Tagesspiegel hier  Von Barbara Halstenberg  18.10.2023

„Wir bauen, als gäbe es kein Morgen“: Warum die Ökobilanz im Bausektor so verheerend ist

Die Architektin und Gastprofessorin Elisabeth Broermann spricht im Interview über gesundes und soziales Bauen.

Wie sieht ein gesunder Bausektor aus?

Das lässt sich auf mehrere Ebenen beziehen. Unmittelbar persönlich betrachtet verbringen wir 90 Prozent unserer Lebenszeit in Innenräumen, da macht es schon einen Unterschied, ob die Materialien und Farben um uns herum natürlichen Ursprung sind, atmungsaktiv, feuchteausgleichend und schadstofffrei. Mit nachwachsenden, biobasierten Baustoffen liegt man da schon mal richtig. Doch global gesehen verbraucht der Bausektor 90 Prozent aller nicht nachwachsenden, mineralischen Rohstoffe. Gleichzeitig verursacht er mehr als die Hälfte des Müllaufkommens in Deutschland sowie 40 Prozent der CO2-Emissionen.

Mittwoch, 18. Oktober 2023

Anders wohnen – Ein Tiny-House-Dorf entsteht |

 hier SWR Doku  07.07.2023

Bezahlbares und nachhaltiges Wohnen in den eigenen vier Wänden. Diesen Traum wollen Mane und Wolfgang Huchler mit der Gründung des ersten großen Tiny-House-Quartiers in Baden-Württemberg verwirklichen. Die künftigen Bewohner dürfen bei der Gestaltung mitreden.

Mane und Wolfgang Huchler hatten eine mutige Wohn-Idee und stehen kurz davor, ihren großen Traum zu verwirklichen. Die beiden Cousins aus Oberschwaben realisieren in Burgrieden-Rot das erste große Tiny-House Quartier in Baden-Württemberg. Ihre Mission: Wohnen in den eigenen vier Wänden nachhaltig und bezahlbar machen.

In ihrer Ideenschmiede in Gutenzell laufen alle Fäden zusammen. Mane Huchler ist der erfahrene Planer, sein Vetter Wolfgang Huchler der Macher in der Werkstatt. Die Tiny-Häuser für das zukünftige Quartier stellen sie nach eigenen Entwürfen mit kleinem Team selbst her. Aus nachhaltigen Rohstoffen, vom Holz bis zur Dämmung.

Aber wie soll das Leben im zukünftigen Tiny-House-Quartier aussehen? Diese Frage wollen Mane und Wolfgang Huchler nicht allein beantworten, daran wollen sie die Bewohnerinnen und Bewohner beteiligen. Wie wollen sie das Leben auf kleinem Raum vom Carsharing mit E-Autos bis Gemeinschaftsgarten gestalten?


0:00 – 8:13 die Planung

8:14 – 12:12 die erste Tiny-House-Begehung

12:13 – 17:15 in der Werkstatt

17:16 – 19:50 Aufstellen eines Tiny-House

19:51 – 24:58 die Baustelle

24:59 – 27:16 der Einzug

27:17 – 30:05 das erste Tiny-House im Dorf


Diese Doku aus der SWR-Reihe "Made in Südwest" trägt den Originaltitel: Anders wohnen – Ein Tiny-House-Dorf entsteht, Ausstrahlungsdatum: 28.6.23. #swrdoku #swr

Alle Aussagen und Fakten entsprechen dem damaligen Stand und wurden seitdem nicht aktualisiert.

Sonntag, 1. Oktober 2023

Landschaften: Die Verhässlichung ....

Möglicherweise hat Österreich noch mehr Straßen gebaut als wir (unglaublich!) -  das Versieglungsproblem ist bei uns aber ebenso ein ziemlich großes.  

Anhand des §13b wurde bekannt, dass dieser  Paragraph vor allem in Oberschwaben zu einer überdimensionalen Bautätigkeit geführt hat.
Da wurden noch ganz viele Einfamilienhäuser beschleunigt und ohne Umweltprüfung gebaut, obwohl der Paragraph ursprünglich mit Blick auf die Flüchtlingsunterbringung geschaffen und durchgedrückt wurde. 

Ich glaube, der Text passt perfekt zu unserer einmaligen Landschaft im Regionalgebiet Bodensee-Oberschwaben, die langsam aber sicher wahrnehmbar an Reiz verliert.
Er passt  auch zur Unterschriftensammlung "Ländle leben lassen" - haben sie schon unterschrieben?

Süddeutsche Zeitung  hier  29. September 2023,Kolumne von Karl-Markus Gauß

Die Verhässlichung Österreichs

Es gilt die Regel: Je mehr Natur eine Gemeinde zerstört, umso reicher wird sie. Und so schreitet die Versiegelung der Heimat unseres Autors voran.

Montag, 25. September 2023

Gemeinschaftliche Wohnprojekte: Eine Antwort auf die Immobilienkrise?

Tagesschau ARD  24.09.2023 Von Lukas Wiehler, hr  hier  22.09.2023 

Günstige Mieten, demokratische Mitbestimmung und ein lebenslanges Wohnrecht versprechen Wohnprojekte. Doch die Gemeinschaft kann auch Zeit und Energie kosten. Lohnt sich das Engagement im Wohnprojekt? Ein Überblick.

Die Mieten in Deutschland sind auf einem Rekord Niveau, und die hohen Zinsen kündigen bereits den nächsten Preisschock an. Doch es gibt eine Alternative: Gemeinschaftliche Wohnprojekte wie Genossenschaften und Mietshäusersyndikate entziehen dem freien Markt Immobilien und bieten günstigeren Wohnraum.

Bauvorhaben: Riskante Beschleunigung - erleben wir damit §13b.2 ?

Süddeutsche Zeitung hier von Michael Bauchmüller, Berlin •24.9.23

Um Genehmigungsverfahren schneller zu machen, wollen Bund und Länder auch an das Umweltrecht ran. Nun schlagen Grünen-Politiker und Umweltverbände Alarm.

Riskante Beschleunigung

Planungen, Genehmigungen, Bauvorhaben - vieles soll künftig schneller gehen im Land. Einen ersten Vorschlag dazu hat das Kanzleramt gemacht, seit voriger Woche gibt es dazu auch die Vorschläge und Anmerkungen der Länder. Teils gehen sie über die Beschleunigungsideen des Kanzleramtes sogar noch hinaus. Wird da womöglich am Ende zu viel der Beschleunigung geopfert?

Die Sorge, dass es so kommen könnte, wächst - jedenfalls bei Umweltverbänden und Umweltpolitikern. "Die Vorschläge sind überzogen und gehen auf Kosten der Rechtssicherheit", sagt etwa der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Jan-Niclas Gesenhues. "Ein Kahlschlag beim Umweltschutz ist das falsche Instrument, wenn man Planungen beschleunigen will." Letztlich verlören so Bauprojekte die Akzeptanz.

Sonntag, 24. September 2023

Serielles Bauen als Hoffnungsträger

WiWo hier von Horst von Buttlar  15.9.23

Der Neubau in Deutschland droht zu kollabieren. Das Bauen in Serie gilt nun als Hoffnungsträger in der Immobilienkrise. Mit Recht?

Bild links von hier

Wenn man so will, hat Jan-Hendrik Goldbeck eine seiner Lieblingsbeschäftigungen aus Kinderzeiten zum Beruf gemacht. Damals spielte er gern mit Lego, baute mit den Plastiksteinchen Ritterburgen und Raumschiffe. Heute baut er immer noch gerne – aber die Steine sind größer geworden. 

Goldbeck ist einer von vier Geschäftsführern des gleichnamigen Bauunternehmens aus Bielefeld. Die Gebäude, die Goldbeck baut, werden wie Lego zusammengesteckt. Serielles Bauen nennt man das.

Mittwoch, 13. September 2023

Treibhausgase: Städtebau soll klimafreundlich werden

Zeit hier  12. September 2023, Quelle: dpa

Der Bausektor könnte einem Bericht zufolge bis 2050 weltweit klimaneutral werden. Möglich sei dies, wenn Material gespart, Baustoffe wie Beton und Stahl klimafreundlicher hergestellt und zudem mehr nachwachsende Rohstoffe genutzt würden. Das betont ein am Dienstag veröffentlichter Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) und des Zentrums für Ökosysteme und Architektur (CEA) der US-Universität Yale.

37 Prozent des CO2-Ausstoßes aus dem Bausektor

Demnach entstehen weltweit so viele neue Gebäude, dass rechnerisch alle fünf Tage eine Stadt von der Größe der französischen Hauptstadt Paris hinzukommt. Der Bausektor sei derzeit insgesamt für 37 Prozent des CO2-Ausstoßes verantwortlich. Bis 2060 soll sich die Bodenfläche ebenso wie die Verwendung von Rohstoffen nach Schätzungen so gut wie verdoppeln.

Montag, 17. Juli 2023

Warum Friedrichshafen einen Flächenmanager einstellen will

 hier  16.07.2023   Florian Peking  im Südkurier

Unterstützung im Rathaus

Wo gibt es Baulücken? Wo kann nachverdichtet werden? Für solche Fragen brauche es einen „Kümmerer“, findet die Verwaltung – weshalb eine neue Stelle her soll.

Die Stadt Friedrichshafen will einen sogenannten Flächenmanager einstellen. Mithilfe der geförderten Stelle soll die Strategie der Stadt hinsichtlich der Innen– und Außenentwicklung aufgehen.

Der Gemeinderat muss den Plan noch absegnen, vom Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt (PBU) gab es allerdings bereits eine einstimmige Empfehlung dafür.

Wo wird in Friedrichshafen in Zukunft noch gebaut — und wo nicht? Wo gibt es Potenziale und welche Flächen kommen infrage? Diese und viele weitere Fragen will die Stadtverwaltung in ihrem „Strategieprozess zur Stadtentwicklung“ beantworten.

Große Parkplätze könnten bebaut werden

Im PBU stellte Stefanie Fritz, Leiterin des Stadtplanungsamts, Zwischenergebnisse hierzu vor. Der Fokus liege klar auf der Entwicklung innerhalb der Stadt. „Aber es wird wohl zunächst nicht ohne eine moderate Außenentwicklung gehen“, so Fritz.

    Ein spezielles Thema in Friedrichshafen sind die großen Parkplatzflächen.

Stefanie Fritz

Sonntag, 1. Mai 2022

"Runter vom Holzweg"

 Tagesspiegel  hier 

Plädoyer für ein neues Bauen der Zukunft 

Was wäre wirklich klimaneutral? Der Ingenieur Werner Sobek liefert verlässliche Daten zur Umwelt- und Baupolitik – und fordert einen radikalen Systemwechsel.

Er hat als Ingenieur das Sony Center in Berlin gebaut, den Thyssenkrupp Aufzugtestturm in Rottweil, das Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart, das WM-Stadion in Sao Paulo, das Nationalmuseum in Katar und Hochhäuser in aller Welt. Werner Sobek arbeitete dabei jeweils mit den namhaftesten Architekten, hat Preise und Ehrendoktortitel gesammelt.

Was bewegt einen der erfolgreichsten Tragwerksplaner, mit Großbüro in Stuttgart und zwölf Standorten von New York bis Dubai, die Arbeit an innovativen Tragwerken, die Erforschung neuer Baumaterialien und smarter Konstruktionsweisen seinen Nachfolgern am Lehrstuhl und im Büro zu überlassen und sich der Forschung zuzuwenden?

Sobek hat festgestellt, dass es Wichtigeres zu tun gibt. Bei der Entwicklung energiesparender Bauweisen und Nullenergiehäuser hat er den Blick stets aufs Ganze gesucht und erkannt, dass umweltbezogene Daten und Fakten, mit denen allgemein gearbeitet und argumentiert wird, häufig falsch sind.

Es fehlt an Verknüpfungen, an Bewertungen, an der konsequenten Interpretation der verfügbaren Daten. Und er hat festgestellt, dass die besorgniserregenden Erkenntnisse der Wissenschaft nur höchst unzureichend in die politische Öffentlichkeit kommuniziert werden.

Samstag, 2. April 2022

Bauland für Millionen Wohnungen

Alle schreien nach Bauland um der Wohnungsnot zu begegnen - doch gleichzeitig wissen wir, dass wir nicht unbegrenzt Flächen ausweisen können. Wir stehen mit dem Rücken zur Wand.

Wie stellt sich das  Bundesbauministerium die geforderte Bebauung vor? Wie können wir unseren Flächenverbrauch mindern ?


Schwäbische Zeitung  hier  Von Claudia Kling

Bauland für Millionen Wohnungen

... Bauland gilt in Deutschland als das Nadelöhr auf dem Weg zu mehr Wohnraum. Eine Studie, die vom Bundesbauministerium in Berlin in Auftrag gegeben wurde, belegt nun: Platz zum Bauen wäre theoretisch da, selbst in größeren Städten. Doch es gibt einige Gründe, warum das Potenzial praktisch nicht genutzt werden kann. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu der Studie.

Liegt es tatsächlich am fehlenden Bauland, dass in Deutschland nicht mehr gebaut wird?

...Mindestens 99 000 Hektar Fläche könnten in Städten und Gemeinden potenziell bebaut werden, hat eine Befragung von Kommunen ergeben. Die Hälfte dieser Fläche sei kurzfristig nutzbar und zwei Drittel seien für Wohnungen vorgesehen. „Es gibt ausreichend Bauland in Deutschland“, sagte dazu Bauministerin Klara Geywitz (SPD) am Dienstag in Berlin. Das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung und das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hatten für die Studie die Antworten von fast 700 Kommunen ausgewertet.

Welche Ziele verfolgt die Regierung in der Wohnungspolitik?

SPD, Grüne und FDP haben sich auf das Ziel verständigt, dass in Deutschland jährlich 400 000 neue Wohnungen entstehen sollen, 100 000 davon als öffentlich geförderte Sozialwohnungen. Am Bauland dürfte ihr Vorhaben nicht scheitern, wie die Studie nahelegt. Zwischen 900 000 und rund zwei Millionen Wohnungen könnten auf den potenziell bebaubaren Flächen entstehen. „Wenn dichter gebaut würde, wären sogar vier Millionen Wohnungen realistisch“, so Geywitz.

Passen beim Bauland Angebot und Nachfrage zusammen?

Auch in Ballungsgebieten gibt es viele freien Flächen für den Wohnungsbau, hat die Studie ergeben. In kreisfreien Großstädten könnten abhängig von der Bebauungsdichte 370 000 bis 770 000 Wohnungen gebaut werden, so Markus Eltges, Leiter des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung. „Das vorhandene Baupotenzial ist auch da, wo es gebraucht wird.“

Und was wird aus dem Vorhaben, den Flächenverbrauch in Deutschland auf 30 Hektar pro Tag bis 2030 zu reduzieren?

Auch dieses Ziel findet sich im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP. Die Lösung, mehr Wohnungen und weniger Flächenverbrauch unter einen Hut zu bekommen, liegt für Geywitz in den Innenstädten. Dort will sie Baulücken schließen, auf Flachbauten wie Discounter aufbauen und nicht mehr genutzte Gewerbeobjekte zu Wohnraum umfunktionieren. Auch Büroflächen, die im Zuge von Homeoffice nicht mehr benötigt würden, könnten zu Wohnungen werden. 

Aus Sicht der Kommunen liegt darin ein großes Potenzial. Wenn es gelänge, die innerstädtischen Potenziale zu nutzen, dann könnte Deutschland den Flächenverbrauch eindämmen, sagte Eckart Würzner, Vizepräsident des Deutschen Städtetags und Heidelberger Oberbürgermeister.
Die Kommunen sollten dem Versuch widerstehen, landwirtschaftliche Flächen im Außenbereich als Bauland zu nutzen.

Sieht die Bauministerin eine Zukunft für das Einfamilienhaus?

Ja. Ministerin Geywitz betonte, sie wisse aus eigener Erfahrung um die Vorteile eines Einfamilienhauses gerade für Familien mit Kindern.

Problematisch sei allerdings, dass viele Menschen in ihren Häusern blieben, wenn die Kinder längst ausgezogen seien. Dies habe einerseits zur Folge, dass pro Person immer mehr Wohnfläche in Deutschland gebraucht werde, andererseits würden die Häuser oft nicht energetisch saniert und modernisiert. „Deshalb wünsche ich mir einen Kreislauf bei der Nutzung von Einfamilienhäusern“, sagte die Ministerin.....

Dienstag, 22. März 2022

"Zwischen Klimaschutz und dem Traum vom Einfamilienhaus"

Unsere junge, jetzt studierende Generation will langfristig  Abschied nehmen von der "Großen Stadt". Sie will wieder ins Ländliche zurück und ganz konservativ leben wie ihre Eltern und Großeltern, mit Garten, mit viel Platz und Abstand zum Nachbarn. Die jungen Leute wollen durchaus Nachbarn, die Anteil an ihrem Leben nehmen, aber das mit ausreichendem Sicherheitsabstand.
So kann man die Ergebnisse der Masterarbeit wohl zusammenfassen. Vielleicht hat die Corona-Erfahrung hier einen  Ausdruck gefunden, wer weiß das schon.

Im Moment kommt das ziemlich ungelegen, denn neue Einfamilienhäuser stehen den Flächen- und  Klimazielen entgegen. Wenn heute noch gebaut wird, dann sollte das verdichtet und flächensparend sein. Und die Städte mit ihren Stadtplanern haben das auch verinnerlicht.

Vielleicht ist die Zukunft aber gar nicht so gespalten, vielleicht sind die Ziele gar nicht so unüberbrückbar, denn wo gibt es schon wirklich erlebbare Vorbilder für gelungene Alternativprojekte? In großen Städten vielleicht vereinzelt, nicht aber hier auf dem Land. Woher soll diese Generation denn wissen wie es sich anders lebt? 

Ich möchte behaupten: Im Moment leiden wir alle unter diesem Mangel an Vorstellungsvermögen, wie man denn anders leben könnte. Beim Verkehr, beim Bauen und Wohnen, beim Essen......  doch höchst wahrscheinlich werden  wir uns schon in wenigen Jahren über unser lange eingeschränktes Sichtfeld wundern. Es gibt viele Aspekte, die nahelegen, dass wir unser Lebensumfeld in großen Bereichen verbessern könnten, auch wenn es dann nicht mehr ganz so bequem sein wird.

Schwäbische Zeitung hier  Birgit van Laak

Wohnwünsche junger Menschen: Zwischen Klimaschutz und dem Traum vom Einfamilienhaus

Klimaschutzgerechtes Bauen heißt flächen- und ressourcenschonend zu bauen und damit Abstand zu nehmen vom freistehenden Einfamilienhaus. Aber sehen so auch die Wohnträume der jungen Generation aus? Christina Lohr, Studentin im Studiengang Betriebswirtschaft Immobilien und Bau an der Hochschule Biberach, hat für ihre Masterarbeit Studierende befragt.

Freitag, 11. März 2022

Überlingen: Wurden mehr Wohnungen gebaut als erforderlich?

 10.03.2022  |  VON HANSPETER WALTER  hier im Südkurier

Wenn man den Zahlen des Statistischen Landesamts glauben darf, so lag der Zuwachs am Wohnungsbestand in den Jahren 2018 bis 2020 weit über dem Ziel, das selbst die Stadt Überlingen in ihrem Wohnbaulandmodell bis 2030 ausgegeben hat.
Dass 126 Wohnungen pro Jahr für das festgestellte Bevölkerungswachstum (53 Menschen pro Jahr) mehr als ausreichend sein müssten, heißt zwar noch nicht, dass jede Familie eine geeignete und bezahlbare Wohnung findet. Doch sind die Zahlen für die Gemeinderatsfraktion LBU/Grüne Grund genug, von der Verwaltung Klarheit zu verlangen über die Entwicklung. Insbesondere,
weil an mehreren Standorten in der Stadt die Ausweisung von neuen Bauflächen sehr umstritten ist.

Donnerstag, 10. Februar 2022

Viel Geld ausschütten um die "Flächenknappheit" anzugehen - und die Begrenzung des Flächenfraßes?

Ich weiß nicht so recht von welchem Systemwechsel die Rede ist, wenn Frau Razavi davon redet. 
Ja natürlich: jetzt müssen dringend niedrig-preisige Wohnungen gebaut werden. In den letzten Jahren eiferten die Gemeinden um hoch-preisigen Wohnungsbau. Jede Kommune wollte da noch besser aufgestellt sein, selbst wenn es am Ende "nur"  um hochpreisige Wochenend-Domizile ging. Diese Bauten haben große Flächen aufgefressen. Ebenso wie die Profit-bringenden Gewerbeflächen. Dabei wurden die bezahlbaren Wohnungen  einfach vergessen.

Und jetzt stehen wir vor der Entscheidung: bauen wir auch noch bezahlbaren Wohnraum mit dem  Flächenfraß-§13b in die Streuobstwiesen? Subventioniert mit Steuer-Millionen?
Es gibt so viele Überlegungen und Ansätze um genau das zu vermeiden.
Es würde mich sehr beruhigen wenn Frau Razavi auch die Worte "Begrenzung des Flächenbedarfes" in den Mund genommen hätte. Hat sie nur leider nicht....

07.02.2022  |  VON WALTHER ROSENBERGER WALTHER.ROSENBERGER@SUEDKURIER.DE
hier

„Ich will den Systemwechsel“

Dass Nicole Razavi da ist, wo sie gerade ist, hat die 56-Jährige einem ziemlich verdrießlichen Umstand zu verdanken: In Deutschland, aber besonders in Baden-Württemberg, ist der Immobilienmarkt aus den Fugen geraten. Seit gut einem Jahrzehnt steigen die Preise für Bauland, Häuser und Wohnungen. In manchen Regionen müssen Käufer jedes Jahr zweistellige Aufschläge in Kauf nehmen, wenn sie Eigentum erwerben wollen. Und bei den Mieten sieht es ähnlich aus. 16 der 30 teuersten deutschen Miet-Metropolen liegen zwischen Wertheim und Konstanz.

Samstag, 5. Februar 2022

Wolpertswende: Bau­land statt Streu­obst­wie­se

Leider wird im Artikel nicht erwähnt ob auch dieses Gebiet, mit seinen  ökologisch hochwertigen Baumbestand, unter §13b fällt - schummelt man sich auch hier um einen  angemessenen Ausgleich?  

Schwäbische Zeitung  hier  MICHAELA MILLER

In Wol­perts­wen­de gibt es eine Ein­woh­ner­ver­samm­lung

In Wolpertswende sollen für ein Neubaugebiet alte Streuobstbäume weichen. Gegner dieses Vorhabens haben eine Einwohnerversammlung beantragt. Diese soll auch stattfinden. Ein Teil der Bäume wurde allerdings schon gefällt.

Samstag, 29. Januar 2022

Wohnungsnot: Mehr Bauen allein löst die Probleme nicht

 Die Zeit  hier Eine Kolumne von 

Fünf vor acht 

Preiswert, schön und grün wohnen – das geht nur, wenn künftig anders gebaut wird. Und wenn der Staat endlich klügere Regeln erlässt, statt wild zu subventionieren.

Was ist passiert bei der Förderung der energetischen Gebäudesanierung?

Frankfurter Rundschau  hier zur Regierungsbefragung Habeck

Habeck erklärt, dass die alte Regierung noch im November angekündigt habe, dass die Förderung der energetischen Gebäudesanierung Ende Januar ausläuft. „Das hat zu einem beispielslosen Antragssschub und Boom geführt“, sagt Habeck.
Er nennt zahlreiche Zahlen. Er sagt, es gebe bei den hohen Antragszahlen eine „Überförderung“.
„Der Vorstand der KfW konnte in der Situation nicht anders entscheiden, als das Programm über das Wochenende vom Markt zu nehmen, weil er sonst weiter ungedeckte Haushaltsversprechen gegeben hätte.“

Auf Nachhaltigkeit bauen

 Architects for Future im Deutschlandfunk hier



Der Bau und die Nutzung von Gebäuden machen rund 40 Prozent aller CO2-Emissionen aus. Deshalb sieht der Ingenieur Michael Wicke hier einen großen Hebel, um die Klimaziele zu erreichen. 

Er fordert die Bauwende. Und zwar jetzt.