Frankfurter Rundschau hier 04.11.2025 Lennart Niklas Johansson Schwenck
Asiens grüner Vorsprung: Wie Klimapolitik zum Wachstumsmotor wird – und Europa hinterher hinktDie 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Mittwoch, 5. November 2025
Deutschlands Energiewende verliert an Schwung und Europa verliert industrielle Wettbewerbsfähigkeit
Freitag, 31. Oktober 2025
Scientists For Future #S4F LinkedIn
Im Webinar „Rohstoff-Recycling – Sekundärrohstoffe & Urban Mining“ zeigen Expert:innen, wie wir wertvolle Materialien zurückgewinnen und Ressourcen schonen können.
🔹 Nachhaltig denken. Kreisläufe schließen. Zukunft sichern.
📅 12. November 2025 | 18:00 Uhr | Online
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Wir brauchen eine strategische, langfristige Rohstoffpolitik - doch Regierung knausert bei Rohstoffen
Dr. Franziska Brantner LinkedIn
Unsere Rohstoffabhängigkeit von China ist ein Sicherheits- und Wirtschaftsrisiko, das uns teuer zu stehen kommen kann
China kontrolliert große Teile der weltweiten Verarbeitung seltener Erden. Ganze Branchen könnten hierzulande zum Erliegen kommen, sollte der Nachschub aus China einmal ins Stocken geraten oder ganz ausbleiben. Dabei geht es nicht nur um Autos. Jeder Bildschirm, jede Batterie, jede Drohne – all das braucht Metalle, die fast ausschließlich in China verarbeitet werden.
Freitag, 30. August 2024
Deutschland hat riesige Vorkommen an Kupfer und Lithium – für Millionen E-Autos
Erst vor Kurzem hat Scholz Serbien besucht, um Lithiumexporte voranzutreiben. Die Bevölkerung in Serbien ist nicht begeistert "Ihr werdet nicht graben": Massendemo gegen Lithiumabbau in Belgrad | Euronews
Auch bei uns ist man nicht begeistert, wenn große Mengen Rohstoffe abgebaut werden, um sie ins Ausland zu verscherbeln, siehe dazu unseren umstrittenen Kiesabbau in der Bodenseeregion. Wer könnte das besser verstehen als die betroffenen Gemeinden bei uns?
Aber vielleicht ist es doch ein Lichtblick, wenn wir über diese wichtigen Rohstoffe im eigenen Land verfügen und - vorausgesetzt das Recycling funktioniert irgendwann auch mal - nur das absolut notwendige Maß abbauen müssen.
Sehr interessant in diesem Zusammenhang ist übrigens das Buch
Klima-Bullshit-Bingo von Jan Hegenberg, der Fakten sehr amüsant näher bringen kann.
Bullshit Nr. 3 behandelt das Thema: "Aber in e-Autos ist Lithium" und stellt Lithium in einen faktenbasierten Vergleich zu anderen Abbau-Produkten.
Der Umweltschaden durch den weltweiten Lithiumabbau
macht einen winzigen Bruchteil des Schadens aus,
den die Förderung von Erdöl verursacht....
Basicthinking hier 28. Aug 2024 geschrieben von Beatrice Bode
Deutschland ist bei vielen kritischen Rohstoffen auf Importe aus dem Ausland angewiesen. Das gilt bislang auch für Lithium und Kupfer. Wie eine aktuelle Studie zeigt, gibt es hierzulande jedoch riesige Vorkommen.
Samstag, 9. März 2024
"Am Abgrund" - eine Doku zur Rohstoffversorgung
Eine Empfehlung der DUH: Einschalten! Spannender Beitrag von ARD Mediathek & Das Erste / vom SWR zur Rohstoffversorgung der Zukunft mit dem Fernsehfilm "Am Abgrund" und der gleichnamigen investigativen Doku im Anschluss. Beide wurden vom Autor und Regisseur Daniel Harrich gedreht, der 2022 von uns den UmweltMedienpreis erhielt.
in der ARD-Mediathek hier
Gerd Meineke (Hans-Jochen Wagner) ist engagierter Bundestagsabgeordneter und Mitglied der parlamentarischen Versammlung im Europarat. Und er hat ein Problem: Leyla (Luna Jordan), die Tochter seiner Lebensgefährtin Alina (Jasmin Tabatabai), wurde in ihrem Herkunftsland Aserbaidschan als Oppositionelle verhaftet. Begleitet wird der investigative Spielfilm von der vierteiligen Dokuserie "Kampf um Rohstoffe – Am Abgrund", die aufdeckt, wie wir von Deutschland aus um "kritische Rohstoffe" für die Energiewende kämpfen und wie Menschen und Natur darunter leiden.
Mittwoch, 7. Juli 2021
aus dem Südkurier
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Rohstoffabbau wird zum Gesprächsthema
Martin Hahn, Landtagsabgeordneter der Grünen, diskutiert am
Montag,
12. Juli von 19 bis 20.30 Uhr online
mit Thomas Beißwenger,
Hauptgeschäftsführer des Industrieverbandes Steine und Erden und Ulfried
Miller, Geschäftsführer des BUND Regionalverbandes
Bodensee-Oberschwaben. Die Bodensee-Oberschwaben Region ist eine
rohstoffreiche Region. Rohstoffabbau in der Region ist für das
alltägliche Leben notwendig. Doch viele Rohstoffe, vor allem Kies und
Sand, werden nach Österreich und in die Schweiz exportiert, da die
Rohstoffe dort erheblich teurer sind. Könnte dieser Export eingedämmt
werden und Rohstoffe wieder stärker regional verwendet werden? Sind
Neuausweisungen von Abbaugebieten notwendig oder wäre der Bedarf durch
Rohstoffrecycling zu decken? Diese und andere Fragen sollen erörtert
werden.
Den Zugangslink gibt es unter www.martin-hahn-mdl.de.
Mittwoch, 19. Mai 2021
Kupfer, Alu oder Holz: Warum in der Corona-Krise auf einmal viele Rohstoffe knapp sind
hier aus RND
"Auch der Klimaschutz benötigt eine Menge Rohstoffe:
Preistreibend wirkt ferner, dass Stahl und Aluminium, die wichtigsten Vorprodukte für die Bikefertigung, ebenfalls mehr kosten. Da kommt ins Spiel, was eigentlich fürs Radeln spricht: der Klimaschutz. Goldman-Sachs-Experte Currie hat darauf aufmerksam gemacht, dass China als weltweit wichtigster Produzent von Stahl und Aluminium die Produktion trotz steigender Nachfrage drosselt. Grund dafür sei, dass die Regierung die CO₂-Emissionen schnell drücken wolle – und die Gewinnung der beiden wichtigsten Industriemetalle gehört nun mal zu den energieaufwendigsten Verfahren in der Industrie: Bei der Stahlerzeugung wird Kohle in den Hochöfen zwingend benötigt, der Strom für die Aluminiumproduktion kommt in China vor allem aus Kohlekraftwerken."
Mittwoch, 5. Mai 2021
Das Beteiligungsportal Rohstoffkonzept Baden-Württemberg hat nun geschlossen
die gesamte Stellungnahme zum Rohstoffkonzept BW vom Altdorfer Wald kann hier abgerufen werden.
Weiterhin sind unter diesem Link auch die Kommentare der "Architects for future" und der "Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen" zu finden.
Massive Kritik wurde benannt: Zusammensetzung des Arbeitskreises
Die einseitige und schon im Ansatz falsche
Zielsetzung des Entwurfs erklärt sich bereits aus der Zusammensetzung der 27
Arbeitskreismitglieder (Seite 128; lt. Seite 7 des Entwurfs allerdings 70
Teilnehmer ??) , die an diesem Konzept mitgearbeitet haben:
9 Mitglieder kommen aus dem Bereich
Rohstoffförderung/ -Verarbeitung und deren Interessenvertreter, den IHKs.
3 Mitglieder (BUND, NABU,
Landesnaturschutzverband) vertreten Interessen des Naturschutzes.
Der Rest kommt aus Ministerien und
anderen öffentlichen Institutionen.
Diese Zusammensetzung des Arbeitskreises
deutet eindeutig auf die Interessenlage des Konzepts hin. Die Kapazitäten der
Rohstoffförderung/-verarbeitung sollen langfristig zugunsten der
Rohstoffindustrie festgeschrieben und gesichert werden. Auch das kann eine –
allerdings falsch interpretierte - Definition von Nachhaltigkeit sein. Es
spiegelt eine nachhaltige Interessenvertretung und Lobbyarbeit der
Rohstoffbranche zu deren langfristiger wirtschaftlicher Absicherung.
Wichtige Teilnehmer aus dem
wissenschaftlichen Bereich (Technik und Ethik), aus der alternativen
Holzbauindustrie oder Gesellschaft und unabhängigen Umwelt- und
Bürgerorganisationen (z.B. Fridays-Gruppen, lokale Initiativgruppen) waren bei
der Ausarbeitung nicht hinzugezogen. Das ist genau das Problem des Entwurfs:
Bei der Ausarbeitung sind weitgehend nur einseitige Interessen der
Rohstoffindustrie vertreten und die Bürger dürfen sich dann in einem späten
Stadium, an denen das Konzept weitgehend im Sinne des Arbeitskreises
ausgearbeitet ist, auch noch beteiligen. Kosmetische Änderungen können
vielleicht noch am Konzept vorgenommen werden.
Mehr geht aus Erfahrung eh nicht.
Bürgerbeteiligung geht anders!
Donnerstag, 15. April 2021
Vorlesungsreihe: Rohstoffwende statt Rohstoffwahnsinn
Wöchentliche digitale Vorlesungsreihe: „Rohstoffwende statt Rohstoffwahnsinn – Zeit für eine menschenwürdige und ressourcenschonende Zukunft“ mit der Umweltinitiative tuuwi an der TU Dresden
hier geht`s zur Internetseite
Samstag, 27. März 2021
Gute Nachrichten
Hoffnungsvoll machende Nachrichten gibt es für den Kiesabbau im Ländle.
Das Land hat auf seinem Beteiligungsportal eine breite Öffentlichkeitsbeteiligung ermöglicht, ähnlich wie das schon zum Biodiversitätsgesetz abgelaufen war. Es geht dieses Mal um die Rohstoffstrategie.
Lasst uns diese Möglichkeit nutzen um an der Fortschreibung mitzuwirken!
Das Umweltministerium hat als Fortschreibung der Rohstoffstrategie des Landes das Konzept „Nachhaltige Nutzung mineralischer Rohstoffe in Baden-Württemberg“ erarbeitet. Bürgerinnen und Bürger, interessierte Stellen und Behörden können sich über das Beteiligungsportal über das Konzept informieren und sich mit ihrer Meinung einbringen.


Und auch: Neue Verhaltensmuster hin zu nachhaltigem Leben und Wirtschaften
Bis heute stehen als Inbegriff des menschlichen Handelns und Wirtschaftens weitgehend die einseitige Ausrichtung auf Profit und eine nicht endende Wachstumsspirale. Aber die Grenzen dieser Wachstumsspirale scheinen bald erreicht zu sein. Der Earth Overshoot Day tritt jährlich – mit Corona-Ausnahme – immer früher ein. Wir können nicht natürliche Ressourcen weiterhin so ausbeuten und die Fundamente des Lebens in Frage stellen. Die Menschen müssen ihre Vorstellung an ein materielles „Weiter so wie bisher“ weitgehend ablegen. Es reicht nicht nur, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und ansonsten weiterzumachen wie bisher.
Um die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern, müssen wir unser Verbräuche ändern und zurückschrauben . Dies bedeutet im Bereich Bau z.B. den Wohnraumbedarf zu verkleinern, neue Wohnformen zu suchen und diese zeitgemäß und lebensaltersmäßig flexibel zu gestalten. Im gewerblichen Bereich können hierzu auch eine Reduzierung von Büroflächen durch mehr Einführung von Home-Office und Digitalisierung etwas beitragen.
„Reduzieren“ aber allein reicht nicht aus. Vielmehr müssen wir jetzt der Erde mehr zurückgeben als wir von ihr nehmen. Zukunftsfähig wäre es, Wälder stehen zu lassen, viele Bäume zu pflanzen, Humus und Böden aufzubauen, für die Erholung der Meere zu sorgen, zerstörte Ökosysteme zu heilen und eben CO2-Emissionen einzusparen. So können wir die Erde als größtes Ökosystem als Lebensbasis für unsere Kinder und Kindeskinder sichern. Die Menschheit steht vor einem transformativen Wandel. Und der vorliegende Entwurf NNmR zeigt den Weg in diese Veränderung nicht oder nur ansatzweise auf. Er ist mutlos und zeigt den Bürgern nicht den Weg in eine lebenswerte Zukunft.