Montag, 17. August 2026

Äußerst erfolgreicher Vorläufer der Agroforst-Bewegung

Stefan Schwarzer / LinkedIn

Landschaften gegen die Dürre - Stalins „Großer Plan zur Umwandlung der Natur“ und seine Lehren für heute

Ich habe immer wieder Geschichten und Zahlen zu Stalin's großen Wiederaufforstungsprojekten in der UdSSR bzw. in der Ukraine gehört, und wie dies beigetragen hat u.a. den Grundwasserspiegel wieder anzuheben.

Der neue Klimabericht aus Brüssel : Wie aus dem Klimanotstand die Kettensäge wurde

Peter Jelinek / LinkedIn

Die Folgen der Klimakrise (und des Wetterphänomens El Niño) sind im eigentlichen Sinne nicht politisch.

Sie sind lediglich physikalische Gesetzgebungen, vor denen uns eine Reihe an Klimaforscher*innen konstant seit den 1980er Jahren warnen. 

Das Schweigen des Kanzlers und des EU-Rates – und folglich auch der EU-Kommission – wiederum schon. 

Kein Hitzegipfel in Berlin oder Brüssel, nicht einmal ein Notfalltreffen zur kürzlich aufgetretenen Stromkrise in Ungarn oder Rumänien oder zur sich anbahnenden historischen Ernteausfällen, die preislich früher oder später in den Backstuben und damit den Verbraucher*innen landen werden. 

Aber es passt zur Zeit und eben jene Zeit müssen wir uns genauer anschauen, um zu verstehen, wieso das Schweigen so groß wie die derzeitigen Folgen der Klimakrise ist. 


Der neue Klimabericht aus Brüssel  hier 
Peter Jelinek  16. August 2026

Wie aus dem Klimanotstand die Kettensäge wurde

Sonntag, 16. August 2026

Merz will mehr Investitionen - Reiche offensichtlich nicht...

 Joachim Plesch / LinkedIn

... denn mit diesem nun nochmals als verfassungswidrig eingeschätzten Netzpaket werden bereits genehmigte und im Bau befindliche Investitionen v.a. in Windkraft plötzlich zunichte gemacht. 

Von 71 Mrd Euro Investitionsvolumen reden Branchenkenner.

Das neue Rechtsgutachten des Bundesverband WindEnergie e.V. zeigt nun auf, dass das verfassungswidrig ist:

"Die Bundesregierung greift in geschützte Rechtspositionen von Vorhabenträgern ein, die ihre Projekte bereits jahrelang planen und teilweise bereits Genehmigungen und Zuschläge erhalten haben. "

Lieber Bauernverband, wo sind die Traktoren-Proteste für MEHR KLIMASCHUTZ?!

Jan Schmirmund  /LinkedIn

Angesichts der aktuellen Forderungen des Deutscher Bauernverband e.V. möchte ich mal den Landwirt Martin Jucker mit den Worten zitieren, die er mir für mein Buch "Regenerative Wirtschaft" gesagt hat: 

 "Wir haben immer großen Wert darauf gelegt, langfristig zu denken. Wir sind hier die fünfte Generation, und der Hof soll noch für viele Generationen erhalten bleiben. 

Da bringt es nichts, in 5-Jahres-Zyklen zu planen. Ich bin überzeugt, dass wir mittelfristig mit weniger Aufwand mehr Ertrag erwirtschaften werden. 

Wir haben den degenerativen Prozess umgekehrt, bauen wieder fruchtbare Böden auf und schaffen ein insgesamt resilienteres Produktionssystem. 

Batterie-Weltmeister Bulgarien exportiert Rekordmengen Strom

Ein Nazi-Schiff ragt aus der Donau heraus: Die niedrigen Wasserstände haben Südosteuropa in eine Energiekrise geführt. (Quelle: IMAGO/Sasa Djordjevic/imago)

Michael Poeck / LinkedIn

Kritische Infrastruktur endet nicht an der Landesgrenze

Rumäniens Kernkraftwerk Cernavodă musste wegen des historisch niedrigen Wasserstands der Donau heruntergefahren werden. Damit fehlte zeitweise eine Anlage, die normalerweise rund 20 Prozent des rumänischen Stroms erzeugt.

Unterstützung kam aus Bulgarien: Dort aufgebaute Batteriespeicher nahmen tagsüber überschüssige Solarenergie auf und stellten sie in den kritischen Abendstunden auch den Nachbarländern zur Verfügung.

Mehr Wasserrückhalt in der Fläche

 Stefan Schwarzer

Baggern für das Klima

Wir brauchen mehr Wasserrückhalt in der Fläche - sei es über Humusaufbau in landwirtschaftlich genutzten Böden sowie im Wald, über Rückstau von Drainagen und Gräben, über Agroforst und Keyline Design, Wiedervernässung von Mooren und auch Auen, oder über neue Retentionsflächen.

Und plötzlich ist der Klimawandel da

 Martin Reinecke / LinkedIn

Die Einschläge kommen näher: Wenn Südeuropa brennt, fragen wir uns ja nur, wo wir nun alternativ Urlaub machen oder ob der Heimflug noch geht. Aber was ist, wenn´s daheim lodert?

Köln in der Klimafalle: Die Lebensader der Stadt, der Rhein, trocknet immer weiter aus.
Und nun beginnt es im Eifler Umland zu brennen.

Plötzlich ist der Klimawandel kein Problem mehr für Staaten und Regionen, in denen es im Sommer schon immer heiß und trocken war, oder deren Landflächen knapp über oder sogar unterhalb des Meeresspiegels liegen.

Beim Klima haben wir kein Wissens-, sondern ein Umsetzungsproblem

Niels Werdenberg

Ist Klimaanpassung wirklich nur die kleine Schwester von Klimaschutz? Wird das Wort Anpassung (es suggeriert Symptombekämpfung) dem Inhalt tatsächlich gerecht? Ich bin überzeugt, dass da viel mehr drin liegt. 

Ein neuer Umgang mit Wasser in der Landschaft ist nicht nur unausweichlich, sondern schafft reale, konkret erlebbare Verbesserungen. 

Wenn wir vom Verzweifeln ins Handeln kommen, treffen wir vermehrt auf Verbündete und offene Türen und lassen die Apathie und unser krisengeplagtes, verunsichertes Mindset hinter uns. Und es gibt so viele Handlungsmöglichkeiten und Synergien, die motivierend und erreichbar sind. 

Mit naturrichtigen Maßnahmen für uns alle DAS Lebensmittel Nummer 1 "anbauen", nämlich Wasser!

 

Niels Werdenberg LinkedIn

Wir brauchen mehr Wasserbäuerinnen.

Wenn die Niederschläge dann wieder kommen, müssen wir sie in der Fläche bremsen, sie versickern lassen, Böden und Grundwasser sättigen, und erst den Überschuss, möglichst zeitverzögert dann in die Gewässer leiten. Hier ist v.a. die Landwirtschaft gefragt.

Slow Water in der Schweiz: Wie hält man Wasser dort, wo es später fehlen wird?

 

Jürg Vollmer / LinkedIn Aug. 11, 2026 (Schweiz)

Das Wasser soll nicht von Feld und Wiese abfliessen.

Das «Slow Water»-Projekt will es bremsen und speichern.

https://www.food-revolution.info/p/trockenheit-duerre-2026-slow-water

Slow Water: Wie Bauern im Dürresommer 2026 das Wasser auf dem Acker halten

Na, liebe AfD, was ist euer Plan gegen Dürre und Fluten?

Ich muss ganz provokativ fragen: An welcher Stelle kann man bitte erkennen, dass CDU und SPD einen Plan zum Klimaschutz verfolgen? Der Umweltminister, der sich nie durchsetzen kann, nun gut - aber sonst?

Thomas Frey/dpa : Die lagen mal im Wasser: Sportboote im Hafen von Koblenz-Ehrenbreitstein.

Christoph Bals / Germanwatch

Lesenswerter Kommentar von Michael Bauchmüller, Süddeutsche Zeitung : 

„Was in Deutschland und Europa gerade passiert, wird auch AfD-Wählern nicht entgehen: wenn Autobahnen wegen Waldbränden gesperrt werden. Wenn der Elbpegel bei Magdeburg mittlerweile noch bei 37 Zentimetern liegt. Wenn Maisfelder nicht mehr grün sind, sondern hellbraun. Wenn der Opa nur mit Not Hitzewelle um Hitzewelle übersteht, oder der Hitze gar zum Opfer fällt; wie jene 12 500 Menschen, die nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts bis Anfang August daran starben. Das könnte doch manchem zu denken geben, ob nicht diese „Klimareligion“ vielleicht doch mehr ist als eine Glaubensfrage.

Donnerstag, 13. August 2026

Bade-Warnung am Bodensee. Wie steht es um Europas wichtigsten Trinkwasserspeicher?

 

Daniel Mautz / LinkedIn

Schleimklumpen, Rekordtiefs, tote Saison.
Am Bodensee ist alles ganz normal.


Juli 2026. Grün-braune Schleimklumpen treiben auf dem Wasser in Lindau. Das Gesundheitsamt warnt vor dem Baden, weil Cyanobakterien sich in den überhitzten Flachwasserzonen explosionsartig vermehren. 

Gemeinschaftsaufgabe Hitzeschutz im Grundgesetz verankern: Städte fordern 20 Millionen

 


Deutschlandfunk hier  13.08.2026

Skepsis aus der Union nach Vorschlag von Bundesumweltminister Schneider zu Grundgesetzänderung zu Klimaanpassung

Der Vorstoß von Bundesumweltminister Schneider, die Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe des Staates in das Grundgesetz aufzunehmen, sorgt für unterschiedliche Reaktionen. Kritik kommt aus der Union.

Entwurf zur Weiterentwicklung des Natürlichen Klimaschutzes. Genau zum richtigen Zeitpunkt?




Jan Oliver Löfken / LinkedIn

Aktionsprogramm hier

Moore wieder vernässen, Flussauen renaturieren, Wäldern mehr Resilienz verleihen – Das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) will das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz in einer neuen Fassung vorstellen. 

Hier der Entwurf. Genau zum richtigen Zeitpunkt. 

Wiederherstellung zwischen Angriffen und wachsender Unterstützung

Niklas Stoll /  NABU  auf LinkedIn

Ich habe einen Blogbeitrag für den Naturschätze Retten Blog des NABU geschrieben, der einen guten Einblick in meine aktuelle Arbeit beim NABU gibt. Dort arbeite ich seit Mai zur EU-Wiederherstellungsverordnung (W-VO), die am 18.8 zwei Jahre alt wird.


Die W-VO soll die (trotz teils seit Jahrzehnten geltender umfangreicher Naturschutzrichtlinien) voranschreitenden Abwärtstrends von Biodiversität und des Zustands von Ökosystemen und Arten aufhalten und umkehren. 

Hierzu schreibt sie erstmals im Naturschutz verbindliche Ziele und Fristen zur Zielerreichung fest und setzt das Ziel, degradierte Lebensräume und Arten von einem schlechten in einen guten Erhaltungszustand zu versetzen.
Dabei überlässt sie den Mitgliedstaaten aber freie Hand in der Umsetzung. 

Die entscheidende Frage müsste vielmehr lauten - was braucht das Kind?

 

Thomas Reinsch / LinkedIn

Wenn Politik die Wechselwirkungen nicht mehr sehen will

Über eine Regierung, die Probleme nicht löst, sondern verschiebt

Mittwoch, 12. August 2026

Das Muster der "fossilen Panik": Wenn im eigenen Interview die Eingangsbehauptung widerlegt wird

Fast schon lustig ist die Wortwahl des Evonik-Chefs wenn im Zusammenhang der Energiewende-Maßnahmen von "verbranntem Geld" die Rede ist.....

Cleanthinking hier   MARTIN JENDRISCHIK  18.7.26

Hat die Energiewende nichts gebracht? 

Kullmanns Rechnung kippt: 1.000 Milliarden Euro verbrannt, so rechnet Evonik-Chef Christian Kullmann. Hat die Energiewende nichts gebracht? Sein eigenes Interview liefert die Gegenargumente, die Daten des ersten Halbjahrs 2026 auch.

Ein brennender Wald zwingt Zehntausende zum Wasserverzicht. Aufschrei bleibt aus.

 

Daniel Mautz  12. August 2026

In Südhessen brennt ein Waldstück zwischen Ober- und Niederrodenbach auf einer Fläche von 55 Hektar. 

Die Behörden schicken eine amtliche Warnung an Zehntausende Menschen in der Region um Hanau. 

Andere Länder investieren in klimaneutrale Infrastruktur, während Deutschland für seine Untätigkeit bezahlt


Daniel Mautz / LinkedIn

38 Milliarden Euro Strafe, weil Klimaschutz angeblich zu teuer war

Deutschland hat 2025 seine Emissionen um exakt 0,1 Prozent gesenkt. Null Komma eins. 

Das Schlimmste an diesem Sommer ist nicht die Dürre selbst. Sondern die Duldungsstarre, mit der sie hingenommen wird.

 


Spiegel hier  Meinung 11.08.2026, Der SPIEGEL-Leitartikel von Arno Frank

Die letzte Phase des Sterbens ist erreicht

Unseren Flüssen geht das Wasser aus. Doch das ist nicht die eigentliche Katastrophe dieses Sommers.

Kuba schreitet voran in die Solar-Zukunft

 

Gavin Mooney

Als die importierten Treibstoffversorgungen unzuverlässiger wurden, begann Kuba eine der weltweit schnellsten Solaranlagen- Expansionen

Das Land erlebt die schlimmste Energiekrise seit Jahrzehnten, mit schweren Stromausfällen und wiederholten landesweiten Stromausfällen.

Dienstag, 11. August 2026

Hitze, Dürre, Brände und die Politik - Ein Trauerspiel

Wolfgang Ertel <ertelw@gmail.com>   Gesendet: Sonntag, 9. August 2026 20:15

Vorlesung zur Einführung in die Nachhaltigkeit 

und zwar ab dem 8. Oktober, immer Donnerstags um 16 Uhr
im Raum H002 an der RWU
in Weingarten in der Doggenriedstraße

Schlichte Demografie ....

 

Werner Koller, LL.M.

Der uns bevorstehende, massive Wegfall von Arbeitsstunden ist zum Großteil keine Frage der Angebotsbedingungen für die Unternehmen. 

Sondern schlichte Demografie. 


Selbst unter der positiven Annahme einer forcierten Fachkräftezuwanderung, mehr Automatisierung zur Produktivitätssteigerung sowie einer Ausweitung der Lebensarbeitszeit wird der Effekt auf die Wirtschaftsleistung voraussichtlich nicht kompensierbar sein.

In Deutschland sieht es nicht besser aus als in Ungarn. 64 Prozent aller Pegel melden extrem niedrige Wasserstände

Daniel Mautz LinkedIn

Ungarn schaltet sein einziges Atomkraftwerk ab, weil die Donau kein Kühlwasser mehr liefert

Das AKW Paks versorgt die Hälfte des Landes mit Strom. Jetzt steht es still, zum ersten Mal in 44 Jahren, weil der Fluss zu wenig Wasser führt. Wer bis hierhin noch glaubte, die Klimakatastrophe sei ein Problem für übermorgen, bekommt gerade eine sehr konkrete Rechnung serviert.

In Deutschland sieht es nicht besser aus. 64 Prozent aller Pegel melden extrem niedrige Wasserstände. Der Bodensee liegt bei 285 Zentimetern, das historische Mittel für diese Jahreszeit beträgt 412 Zentimeter. 

Dürre in Österreich: Eine Mrd. Euro Schaden in der Landwirtschaft

 

Marcus Wadsak  9.7.26  hier

Grafik: APA/ORF; Quelle: Österreichische Hagelversicherung

Klimaschutz ist teuer, das höre ich oft und es ist wohl richtig. 

Kein Klimaschutz kommt uns aber fix teurer - wie heuer auch klar zu sehen: 

Die heimischen Bauern und Bäuerinnen verzeichnen dürrebedingte Rekordschäden. Der Gesamtschaden in der Landwirtschaft liege bisher bei einer Milliarde Euro, teilte der Agrarspezialversicherer Hagelversicherung heute mit.

Wärme für Wochen statt Strom für Sekunden: Ein neuartiges Energiespeichersystem hat sich bewährt

 Focus hier  09.08.2026


Enorme Emissionssenkung

Größte Sandbatterie der Welt beendet Ölverbrauch

Der Markt regelt? Wirtschaftsmythen im Check

 


ZDF hier

Montag, 10. August 2026

Wenn über Wasser verhandelt werden muss

Peter Magyar kündigt eine Kehrtwende in der Energiepolitik an: "Diese Situation hat die Vorgängerregierung durch Vernachlässigung und absichtlich schlechte Entscheidungen herbeigeführt" sagt er und will Batteriespeicher schnellstmöglich voranbringen.

Kann Frau Reiche, unsere Fossillobbyistin, die wesentlich lieber Treffen der Atomfreunde als die der Erneuerbaren Branche besucht, bitte etwas daraus lernen? Es wäre ja nur im Sinne der Bürger, die sie bezahlen...

ARD hier  08.08.2026 Von Mathias von Lieben,

Wenn über Wasser verhandelt wird Niedrigwasser in der Donau 

Welche Rolle die Slowakei für Ungarns Atomkraftwerk spielt

Wer bekommt wie viel Wasser? Zukünftig dürfte immer häufiger über die Verteilung knapper Mengen verhandelt werden. Wie komplex das sein kann, zeigen die aktuellen Gespräche zwischen Ungarn und der Slowakei.

Die Flut von damals ist die Dürre von heute

 


Kolumne: Das Altpapier am 7. August 2026 hier  von Antonia Groß

Flächendeckender Wassermangel und zu viele Hitzetote: Die Effekte des Klimawandels sind in diesem Sommer offensichtlich. Große Medien und rechte Plattformen aber haben ihre jeweils eigenen Verleugnungs-Muster. Heute kommentiert Antonia Groß die Berichterstattung.

Neuer Verkehrsminister Bilger: "Am Wetter können wir nichts ändern"

Der Begriff "Wetter" mutiert zum neuesten Kampf-Narrativ der CDU - Hauptsache man muss den Begriff  Klimawandel nicht in den Mund nehmen! Und damit - womöglich - auch noch den Grünen einen Punkt überlassen, siehe Wiebke Winter ganz am Ende. 
Lieber Nebelkerzen zünden....
Wenigstens solange das halt noch funktioniert - und dann?  

Wer will schon so weit vor raus denken, das ist ganz schön anstrengend! Und dann auch noch die vielen Fakten und Hintergründe bedenken..... Lieber ganz schnell irgendwas machen, was für die Bevölkerung nach Lösung aussehen könnte - Wählerstimmen sichern halt. Geld spielt bekanntlich keine Rolle.
Also sorry: Ich fühle mich bei Herrn Bilger  nicht in guten Händen aufgehoben...


Ferhat Kacmaz /SPIEGEL-Bestseller-Autor  / LinkedIn

Der Rhein steht am Pegel Kaub bei 17 bis 19 Zentimetern – unter dem bisherigen Rekordtief von 2018. 

Das klingt nach Wetterbericht, ist aber Industriepolitik

Frachter fahren mit rund einem Fünftel ihrer Ladung, die Kosten pro transportierter Tonne haben sich verdrei- bis vervierfacht, und Chemie, Stahl und Kraftwerke bekommen ihre Rohstoffe nur noch tröpfchenweise. 

Deutschland debattiert über KI, Rechenzentren und Standortqualität – und scheitert währenddessen an einer Fahrrinne, deren Vertiefung am Mittelrhein seit 2018 angekündigt ist. (Anmerkung: ob das die tatsächliche Lösung sein könnte siehe unten) Ausweichen auf Bahn oder Lkw funktioniert nicht, weil dort die Kapazität ebenfalls fehlt. Wer Infrastruktur als Kostenposten behandelt statt als Produktionsfaktor, bekommt die Rechnung eben nicht im Haushalt, sondern in der Fabrik.

Klimopass: Singen gestaltet klimaangepasst um

 


Sonntag, 9. August 2026

Wir brauchen eine neue Stadtbilddebatte: wie soll denn eigentlich unsere Stadt der Zukunft aussehen?

Sehr interessant zum Anhören. Empfehlenswert !

Deutschlandfunk hier   Rabhansl, Christian | 08. August 2026,



Staatsrechtler Alexander Thiele

Der Staatsrechtler Alexander Thiele erklärt, warum die Demokratie besser funktionieren muss.
Fehlende Schwimmbäder und Eckkneipen stärken den Rechtspopulismus, sagt er.
Eine neue „Stadtbilddebatte“ sei wichtiger als ein Verbotsantrag gegen die AfD.


Schuld an Hitzetoten? Hamburger Rentner erstattet Anzeige gegen Friedrich Merz

 t-online hier am 09.08.2026 

Dieser Rentner hat genug: Er geht mit einer Strafanzeige gegen Friedrich Merz und die Bundesregierung vor. 

Was hinter dem Vorstoß des 71-Jährigen steckt.

Energie-Gesetze in Schieflage, Erneuerbare im Quintett und Atomstrom auf dem Trockenen

 

Klimareporter hier 9.8.26

Hummels Woche:

Kalenderwoche 32: Auch das entschärfte "Netzpaket" lässt weiter die Anlagenbetreiber die Netzprobleme ausbaden und schont weitgehend die Netzbetreiber als Verursacher, 

kritisiert Oliver Hummel, Vorstand beim Ökoenergieversorger Naturstrom und Mitglied im Herausgeberrat von Klimareporter°.

Konventionelle Kraftwerke sind für ihn anfälliger gegenüber dem Klimawandel als erneuerbare Energien mit Ausnahme der Wasserkraft.

Verursacher werden zu Opfern: Polen schaltet Kohlekraftwerke ab

 

Euronews hier Liam Gilliver 07/08/2026

Dürre in Europa zeigt Schwächen fossiler Energie

Kraftwerk Kozienice
Copyright Unfortunately Named, CC BY 3.0 via Wikimedia Commons

Polen drosselt die Stromproduktion in Kohlekraftwerken, weil die Weichsel ungewöhnlich wenig Wasser führt und Kühlung kaum noch möglich ist.

Nach der Dürre in Europa, die Polens Kohleindustrie schwer getroffen hat, fordern Fachleute das Land auf, deutlich stärker auf saubere Energien zu setzen.

Freitag, 7. August 2026

Die Aufgabe der Transformation: Das "Lebendige" zum Maßstab des Handelns machen

Thomas Reinsch

Die Verteidigung einer vergangenen Ordnung

Unsere Zeit wird als Epoche tiefgreifender Krisen wahrgenommen. 

Klimawandel, Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, geopolitische Konflikte, Migration, demografischer Wandel und die zunehmende Konzentration wirtschaftlicher Macht in den Händen weniger verbinden sich scheinbar zu einer immer unübersichtlicheren Gemengelage. Die Welt verändert sich mit einer Geschwindigkeit, für die es in der jüngeren Geschichte kaum ein vergleichbares Beispiel zu geben scheint.

e-Mobilität: Ein Gesetz für die Kommunen - die können jetzt bald, sofern sie es überhaupt wollen...

hier Futurezone  Artikel von Philipp Rall

Merz-Regierung beschließt Privilegien für Elektroautos – 4 Vorteile mit E-Kennzeichen

Mehr Elektroautos auf deutschen Straßen sollen für weniger klima- und gesundheitsschädliche Abgase im Verkehr sorgen. Um den Umstieg zu erleichtern, hat die Bundesregierung am 29. Juli die Novelle des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG) auf den Weg gebracht. 

Ein politisches Amt ist kein Besitzstand. Es wird auf Zeit übertragen und dient den Menschen im Land, nicht dem eigenen Ego.

CDU im Wahlkampf in Ostdeutschland: Nun ja, man fühlt sich sofort an den Wahlkampf  und die anschließenden Verhandlungen in  Baden-Württemberg erinnert...nichts Außergewöhnliches demnach. Und auch ein wenig denkt man an den Parteichef, der es "so schwer hat, wie keiner vor ihm"...Das scheint inzwischen zur DNA der Partei geworden  zu sein.

Peter Dabrock

"Himmelherrgottsakra!", würde man in Bayern schimpfen.

Wow!, da liest Mariam Lau den Granden (kein generisches Maskulinum!) der CDU Deutschlands auf der Titelseite der morgigen DIE ZEIT zu Recht die Leviten! "#Heulsusen"

Deren Agieren erinnere sie an die Piraten im Asterix-Comic, die angesichts eines drohenden Angriffs der Gallier in Panik das eigene Schiff versenkten. Dabei nennt sie den Renten-Vorstoß der drei ostdeutschen MPs „die letzte Volte dieser lustvollen #Selbstdemontage.“

Herr Bareiß, Sie sind mutmaßlich vollgedröhnt Auto gefahren und haben dabei die Leben anderer Menschen gefährdet. ....


 Rene E. / LinkedIn

Sehr geehrter Herr Thomas Bareiß MdB,

Sie sind mutmaßlich vollgedröhnt Auto gefahren und haben dabei die Leben anderer Menschen gefährdet. 

Das wäre für sich genommen bereits schlimm genug, aber Sie haben sich ja höchstpersönlich mehrfach gegen Drogenkonsum im Allgemeinen und die Legalisierung von Cannabis im Speziellen positioniert. 

Vom ökologischen Preis der KI spricht man lieber nicht

 

Andreas Andy Artmann

Handel & Wandel.

»80 Prozent der weltweiten KI-Rechenleistung kommen aus Serverzentren in den USA.
Aus der EU: gerade einmal fünf.
Hauptstandort in Europa: Deutschland. 

Milliarden werden hier in den Ausbau investiert. Die Politik spricht von Arbeitsplätzen und Strukturwandel. 

Vom ökologischen Preis, weniger.

Donnerstag, 6. August 2026

Deutschland wird systematisch entwässert – selbst in Zeiten von Dürre

 

RND hier  Markus Decker  06.08.2026,

Auen und Feuchtgebiete wiederherstellen

Ehemalige Bundesumweltministerin: „Deutschland wird systematisch entwässert“

Die Grünen-Politikerin Steffi Lemke nennt das extreme Niedrigwasser „gravierend“. Und sie fordert energische Gegenmaßnahmen: Das Wasser müsse in der Landschaft gehalten werden.

Der Andrang auf Ceuta sei ein »Test für die Sicherheit der europäischen Außengrenzen« gewesen

Zeit hier  4. August 2026 Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AFP, KNA, als

EU-Innenminister loben Spaniens Umgang mit Ceuta-Krise

Die EU-Innenminister haben Spanien bei ihrem Krisentreffen Unterstützung zugesagt.
Spanien wies Kritik zurück: Es habe keine Geheimdienstinformationen zu Ceuta gegeben.

Hagel haut`s mal wieder raus: Ceuta

 

Angelika Böhm

„Ceuta ist ein Warnsignal für Europa! – Manuel Hagel

Es wirkt schon lange fatal, dass und wie sich die CDU Deutschlands und die CDU Baden-Württemberg reflexartig auf das Thema Migration stürzen. 

Sowohl Friedrich Merz als auch ManuelHagel verstehen sich darauf, „hartes Durchgreifen“, „härtere Maßnahmen“ etc. zu fordern und zwar vorschnell. Ohne die außenpolitischen bzw. innen- und gesellschaftspolitischen Folgen zu bedenken.

So wirkt die CDU massiv daran mit, in der Gesellschaft Verunsicherung und Angst zu verbreiten. Wie zuletzt im Fall der Vorkommnisse in Ceuta deutlich wurde.

Die unrühmliche Rolle, die der Bundeskanzler in dem Zusammenhang gespielt hat, ist weithin bekannt. Die des baden-württembergischen Innenministers dagegen vermutlich eher nicht.

Früher hieß es oft, ein bisschen Klimaschutz könnten wir uns schon leisten. Aber zu viel davon schade der Wirtschaft....

RND hier  Ein Kommentar von Markus Decker  04.08.2026,

Niedrigwasser, AKW-Probleme, Ernteausfälle -
Wir können mit dem Klimawandel auch wirtschaftlich nicht leben

Allein die Beeinträchtigung der Schifffahrt auf dem Rhein durch Niedrigwasser zeigt, dass der Klimawandel immer größere ökonomische Schäden hinterlässt. Trotzdem ist von Klimaschutz selten die Rede. Hitzeschutz klingt einfach verheißungsvoller.

Rewilding‘ ist ein neuer Ansatz, der die klassische Naturschutzidee ergänzt

Euronews hier  Von Rafael Salido  04/08/2026 

Spaniens "wilder Feuerwehrmann":
Kann der Bison Waldbrände eindämmen?

Spanien kämpft mit schweren Waldbränden. Rewilding Spain prüft, ob Wisente oder Europäische Bisons Wälder besser vor Feuer schützen können.

Mittwoch, 5. August 2026

Landschaftsrenaturierung: Unterschätztes Mittel gegen Brände

 Euronews hier  Von Angela Symons  05/08/2026 

Unterschätztes Werkzeug: regenerative Bauern schützen Spaniens Land vor Bränden


Regenerative Landwirtschaft in Europa: Bäuerinnen und Bauern schützen Regionen vor verheerenden Bränden, erhalten aber noch zu wenig Unterstützung

Ab nächsten Sommer dann ..... vielleicht

 

Christoph Bautz / Campact

Ein einzelner Hitzetag kostet uns über 430 Millionen Euro. Diese Botschaft scheint nun auch bei der Merz-Regierung angekommen zu sein - zumindest in Teilen

Überfüllte Ambulanzen, Notaufnahmen und dramatische Szenen in Pflegeeinrichtungen: Das war das Ergebnis vor wenigen Wochen, als die Temperaturen in Teilen des Landes auf über 40 Grad schossen. 

Die Rekordhitze führte laut aktuellen Schätzwerten des RKIs zu einer Sterberate ungeahnten Ausmaßes. Fast 10.000 Hitzetote und der Sommer geht gnadenlos weiter.

"Die heißeste Region morgen in Europa ist der Alpenraum – nicht Spanien, oder Süditalien, oder Griechenland"

 

Martin Tillich / Utopia

Der österreichische Meteorologe Manuel Kelemen verliert im Fernsehen die Fassung, weil die Fakten jede vertraute Einordnung sprengen. 

Er erklärt, was gerade passiert: 

In Österreich wurde in drei Monaten hintereinander die 40-Grad-Marke erreicht. Der Alpenraum ist plötzlich die heißeste Region Europas. Ein Wetterereignis, das Kelemen in rund 20 Jahren als Meteorologe noch nicht erlebt hat.

Erst Milliarden bieten, die Konkurrenz aus dem Markt drängen und dann nada!?

 



TotalEnergies hat sich Offshore-Flächen gesichert – will dort jetzt aber nicht mehr Windkraft bauen. Das ist ein massives Problem für uns alle: Denn jede blockierte Fläche kostet wertvolle Zeit auf dem Weg hin zur Energiewende. Netzanschlüsse bleiben ungenutzt, Lieferketten geraten unter Druck und dringend benötigter klimafreundlicher Strom fehlt. 

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche muss unbedingt verhindern, dass fossile Konzerne Deutschlands Ausbauziele (und damit Klimaziele) torpedieren!

Jetzt Beitrag teilen und für eine echte Energiewende stark machen!

Wo bleiben die Bauern-Proteste fürs Klima? Aktuell ist kein Traktor in Sicht

 Dr. Martin Bethke

Deutschlands Landwirte sind für subventionierten Agrardiesel auf die Straße gegangen. Aber wenn es um Klimaschutz geht, hört und sieht man von ihnen nichts. 

Dienstag, 4. August 2026

Kleines Sammelsurium des Klimawandels: Waldbrände in Griechenland und den Niederlanden

Euronews hier 01/08/2026

Griechenland: Brände außer Kontrolle in Teilen des Landes

In Griechenland lodern weiterhin hunderte Brandherde. Trotz massivem Einsatz haben die Feuerwehren Probleme, die Feuer einzudämmen. Die meisten klassischen Ferienorte sind nicht direkt betroffen. Reisende sollten aber die lokale Lage prüfen, weil sich Waldbrände durch Wind schnell verändern können.

Jahrelang hat das IFG für wichtige Aufklärung gesorgt

Burkhard Ewert   /NOZ / mh:n MEDIEN

Die geplante Einschränkung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) durch die schwarz-rote Regierungskoalition ist ein Angriff auf die Kontrolle staatlichen Handelns.

Jahrelang hat das IFG für wichtige Aufklärung gesorgt – ob beim Dieselskandal, den RKI-Protokollen zum Corona-Krisenstab oder, ein Klassiker: beim Kauf von Edelfüllern durch Bundestagsabgeordnete. Nun soll das Gesetz nach 20 Jahren durch die Wiedereinführung eines „berechtigten Interesses“ faktisch abgeschafft werden. Das angebliche Ziel: Bürokratieabbau.

Kleines Sammelsurium des Klimawandels: Wassermangel in den Niederlanden

Daniel Mautz

Die Niederlande haben kein Wasser mehr. Ausgerechnet.

Ein Land, das seit Jahrhunderten gegen das Wasser kämpft, hat plötzlich zu wenig davon. In der Provinz Limburg ist der Vlootbeek komplett ausgetrocknet, ein Bach, der im deutschen Heinsberg entspringt und jetzt nur noch ein knochentrockenes Kieselbett ist. Die regionale Wasserbehörde rief „Code rood" aus, die höchste Warnstufe.