Die Bisha-Batterie in Saudi-Arabien wurde in nur 11 Monaten gebaut und in Dienst gestellt. Mit 2,6 GWh ist sie eine der größten Netzbatterien der Welt.
UNSER Ländle4Future - UNSERE Region Bodensee-Oberschwaben
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Sonntag, 19. Juli 2026
Zeit dass sich was dreht!
Dr. med. Eckart von Hirschhausen / LinkedIn
Finale! Oh-ho.ho.ho.
Könnte auch ein Husten sein.
In New York waren die letzten Tage dicke Luft. In Kanada brennen die Wälder. So wie an vielen Orten derzeit. Der Rauch tritt über Ländergrenzen.
Trump droht statt beim Löschen zu helfen wieder mal Zölle an. Oder doch besser gleich eine Mauer? Zaun wird nicht reichen. Es ist alles so irre.
Was sagt das über die Wirtschaftskompetenz der Regierung aus?
Wenn man als Bundesregierung eine Rechnung über 38 Milliarden für mangelhaften Klimaschutz übersieht und gleichzeitig den Klimaschutz auch noch mehr abbaut ....
Deutschland hat sich in der EU verpflichtet, in Verkehr, Gebäuden, Landwirtschaft und Abfall pro Jahr eine bestimmte Menge CO₂ nicht zu überschreiten. Nur schafft Deutschland das Ziel aktuell nicht einzuhalten:
Acht Industriestaaten, verantwortlich für rund 40 Prozent aller historischen Emissionen, wussten Bescheid
Die Generation, die alles wusste und trotzdem alles verbrannte, erklärt uns heute die Welt.
1957 warnten Wissenschaftler:innen westliche Regierungen vor steigenden Temperaturen, schmelzenden Polkappen und steigendem Meeresspiegel.
Der gerade veröffentlichte „What Countries Knew"-Bericht des Center for International Environmental Law belegt das schwarz auf weiß.
Acht Industriestaaten, verantwortlich für rund 40 Prozent aller historischen Emissionen, wussten Bescheid. Die USA nannten den steigenden CO2-Gehalt ein beispielloses und unumkehrbares Experiment.
Die Warnungen der Wissenschaft decken sich immer mehr mit der Alltagserfahrung der Menschen
Der Klimawandel verändert schon heute unseren Alltag – in unseren Städten, in der Landwirtschaft, in Krankenhäusern und in der Wirtschaft.
Im Interview mit dem SPIEGEL macht Bundesumweltminister Carsten Schneider deutlich: Deutschland muss sich besser auf extreme Hitze und zunehmende Trockenheit vorbereiten.
Entlasten durch Vereinfachen - Pauschalen statt Zettelwirtschaft
Das ist doch mal ein super Vorschlag zum Bürokratie-Abbau, geht auch ganz ohne zurückfahren der Klima- und Umweltstandards! So stell ich mir das immer vor!
Debbi Schanz
Lieber Dr. Danyal Bayaz, das sind kluge Worte!! Ein sehr gutes Interview. Danke auch dafür, die Ergebnisse der Expertenkommissionen „Bürgernahe Einkommensteuer“ und „Vereinfachte Unternehmenssteuer“ wieder in den Fokus zu rücken.
Dr. Danyal Bayaz /
Minister für Finanzen des Landes Baden-Württemberg
Wenn schon Reform der Einkommensteuer, dann bitte richtig: weniger Rechnungen sammeln, Arbeitszimmer vermessen oder Kilometer zählen, dafür mehr Pauschalen. Das entlastet Bürger und die Verwaltung. Über die Idee einer Arbeitstagepauschale habe ich mit dem DER SPIEGEL gesprochen.
Es ist eine Frage von Verantwortung.
Francesco Garita / LinkedIn
Unsere Gesellschaft kann sich den exzessiven Luxus der Reichsten nicht mehr leisten.
Für Kommunen wird Hitzeschutz zum Standortfaktor
Robert Habeck wird Senior Advisor bei Urban Partners.
Der Kopenhagener Investor verwaltet 25 Milliarden Euro und will mit ihm das skandinavische Modell nach Deutschland bringen: Pensionskassen als Langfrist-Investoren für Wohnungsbau und urbane Infrastruktur.
Warum stehen Windräder häufig still, obwohl wir eigentlich Strom brauchen?
Dieser Post ergänzt hervorragend den letzten bezüglich der Netzkapazitäten
Statkraft / LinkedInDie kurze Antwort: Wahrscheinlich liegt es nicht an der Nachfrage.
Bei stillstehenden Windparks könnte zwar der Eindruck entstehen, dass einfach „zu viel“ Windenergie produziert wird, tatsächlich liegt das Problem aber meistens an anderer Stelle: dem Stromnetz.
Wenn Leitungen ihre Kapazitätsgrenzen erreichen, kann Strom regional nicht mehr vollständig abtransportiert werden. Die Folge: Wind- und Solaranlagen werden gezielt heruntergeregelt.
Samstag, 18. Juli 2026
Update: Damit fällt übrigens auch die Argumentation für den Redispatch-Vorbehalt in sich zusammen.
Tim Meyer 19.7.26 / LinkedIn
Intelligenz schlägt Kupfer.
Infrastruktur, die höher ausgelastet wird, kostet spezifisch weniger.
Entgelte für ein Stromnetz, das z.B. zu 40% ausgelastet wird statt nur zu 20%, können um die Hälfte sinken.
Ein extremes Beispiel, aber in vielen ländlichen Regionen vermutlich nicht weit weg von der Realität.
Der Monitoringbericht der Bundesregierung weist aus, dass etwa 30% des Investitionsbedarfes in die Stromnetze durch Digitalisierung und Flexibilisierung eingespart werden könnten. Wobei vermutlich auch bei dieser Zahl mein Mantra zutrifft: Innovation wird unterschätzt.
Frankreichs Energieerzeugung hat ein zunehmendes Problem mit Hitze und Dürre....
Sehr spannend zu diesem Thema finde ich auch diesen Artikel hier, von dessen Inhalt ich vorher noch nie etwas von den Dimensionen gehört hatte. Die Kühlung der Kraftwerke führt gigantische Mengen an Wärme in die Umgebung ab: Luft und Wasser erwärmen sich. Das AKW Grundremmingen „entsorgte“ während seiner Laufzeit ca. 1.500 TWh Abwärme – das entspricht mehr als dem zweifachen jährlichen Heizwärmebedarf aller deutschen Haushalte. Wie sich das wohl im Umfeld bemerkbar machte?
Spiegel hier 17.07.2026,Kühlwasser
Französisches Gaskraftwerk muss wegen Hitze im Mittelmeer vom Netz
Wegen extremer Hitze mussten in Frankreich bereits Kernkraftwerke gedrosselt oder abgeschaltet werden.
Erstmals in diesem Sommer muss nun auch ein Gaskraftwerk den Betrieb einstellen.
Früher galt Wasser in Deutschland vielen als unbegrenzte Ressource. Dem ist nicht mehr so
So sieht Nicht-Erpressbarkeit beim Strom aus: Spanien machts vor
Alle reden immer von Unabhängigkeit, dass wir uns von Despoten, Autokraten, Diktaturen unabhängig machen sollen.
Spanien hat das ganz einfach gemacht, in dem es die Energiewende voll durchgezogen hat.
„Aus vom Verbrenner-Aus 2035“? Lächerlich. Das Verbrenner-Aus hat längst begonnen.
Ich frag mich nur: für die Totgeburt-Förderung von Wasserstoff-Autos wurden rund 300 Mio an BMW ausgeschüttet hier .Im Kommentar heißt es: "Kein global agierender Automobilhersteller kann es sich erlauben, Milliarden in veraltete Plattformen zu investieren, während sich die Kernmärkte rasant verändern." - unsere Politiker mit unseren Steuergeldern aber schon?
Dr. Franz Hitzelsberger
Die deutschen Autobauer investieren: in Deutschland.
In E-Technik
Die vielgescholtene deutsche Autoindustrie investiert in neue Produktionskapazitäten:
- In Deutschland
- In E-Technik
- Unbürokratisch schnell
- Digital
Seit Freitag wird der Wasserverbrauch in den Niederlanden reguliert.
Folgen der Klimakrise
Niederlande ringen ums Wasser
In den Niederlanden verschärft sich die Wasserknappheit. Nun greift der Staat ein. Sicherheit und Trinkwasserversorgung sollen gesichert bleiben.
Es habe »keine Fortschritte« beim Aufbau eines umfassenden Lobbyregisters gegeben, bemängelt die EU
Irgendwie schon lustig: die deutsche Regierung plant in die gegensätzliche Richtung zu marschieren, indem sie das Informationsfreiheitsgesetz abschafft. Ich muss einfach fragen: Wie gut passen wir mit unserer jetzigen Regierung eigentlich noch in die EU?
Zeit hier Quelle: DIE ZEIT, AFP, jsp 17. Juli 2026,
EU-Kommission kritisiert mangelnde Lobbykontrolle in DeutschlandIn einigen Fällen wird es der Taschenrechner gewesen sein, der davon abgehalten hat, noch einmal eine Gasheizung zu wählen
Golem hier 16. Juli 2026/ Mario Petzold
Heizungsgesetz der Ampel zeigt AuswirkungenFreitag, 17. Juli 2026
Update: Reiche lässt Studie zu Wind und Solar verschwinden - Die Studie zeigt, dass der Ausbau auch unserer Region zugutekommen würde
SÜDKURIER hier Von Benjamin Brumm | 17.07.26 -
Studie zeigt: Erneuerbare Energien könnten Millionen Euro in die Kassen der Kommunen spülen
36 Millionen Euro mehr könnten die Kreise in der SÜDKURIER-Region durch Erneuerbare einnehmen. Wirtschaftsministerin Reiche interessieren die Zahlen wenig.
Klimaschutz kann die Wirtschaft schwächen, heißt es. Dabei ist in vielen Branchen das Gegenteil der Fall
Süddeutsche Zeitung hier Kommentar von Thomas Hummel 29. Juni 2026,
41,7 Grad Celsius: War das jetzt heiß genug?
Diese Hitzewelle war brutal. Doch in ihr kann auch ein Momentum liegen.
Zeit, die Klimapolitik aus der Angstdebatte herauszuholen. Deutschland hat einiges zu bieten, um das Problem zu lösen.
Lieber Herr Bundeskanzler Friedrich Merz, Gesprächsangebot!
Ihre Äußerungen bei der Bundespressekonferenz machen mich etwas stutzig, weil Sie Dinge zu suggerieren scheinen, die nicht dem wissenschaftlichen Stand entsprechen.
Ich bin sicher eine Reihe von Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern wäre jederzeit bereit für ein kurzes Briefing zu aktuellen Lage der Klimakatastrophe und einem möglichem Umgang damit.
Klimaschutz und Hitzeschutz sind Gesundheitsschutzprojekte
Jörg Schmid / Notarzt
Ich habe als Notarzt in der Hitzewelle tote Menschen in ihren Wohnungen gefunden.
Deutschlandweit >5000 Hitzetote in der letzten Hitzewelle – und jetzt? Forderungen an die Politik reichen nicht. Wir müssen es wohl erst mal selbst in die Hand nehmen.
Klimaschutz ist kein rein ökologisches Thema mehr – es ist harte Wirtschafts- und Sicherheitspolitik.
Peter Fuermetz / LinkedIn
Bis zum Jahr 2030 rechnet eine Allianz-Studie mit wirtschaftlichen Hitzeschäden von 120 Milliarden Euro allein für Deutschland.Gleichzeitig fordert die Hitze auch gesundheitlich ihren Tribut: Wir verzeichnen mittlerweile mehr Hitzetote als Verkehrstote.
Donnerstag, 16. Juli 2026
Ein Viertel aller Landkreise hat hohen Hochwasser-Risikograd
Momentan wohl eher der falsche Zeitpunkt zur Veröffentlichung, das könnte aber schneller umschlagen als uns lieb ist..
Sabrina Schulz, DUH
Mein grandioses Team hat sich in die Hochwasserriskokarten der BfG | Bundesanstalt für Gewässerkunde und die Adressanalysen des Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V. (IÖR) gegraben und für euch den Risikograd für Flusshochwasser für jede/n der 400 Landkreise und kreisfreie Städte Deutschlands ermittelt.
Das Ergebnis? Rund 70 % müssen sich besser für die Gefahren eines so genannten Jahrhunderthochwassers rüsten. Zumal wir künftig mit häufigeren und heftigeren Starkregen-Wetterlagen rechnen müssen.
Was noch zu tun ist, verrät Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutsche Umwelthilfe.
Neues Kapitel im Naturschutz-Krimi: das versprochene Gegengewicht wurde "vergessen"
Was bisher geschah:
Am 26.6.2026 beschloss der Bundestag die nächste Abrissbirne für Naturschutzstandards, euphemistisch „Infrastrukturmodernisierungsgesetz“ (IZG) getauft.
Das IZG hebelt wichtige Verfahren für den Bau von Autobahnen, Flughäfen, Gaskraftwerken und LKW-Parkplätzen aus, um vorzugaukeln, Infrastruktur könne so schneller saniert werden. Das ist fraglich: Die Verfahren sorgten für Rechtssicherheit, lösten Konflikte und konnten lange Gerichtsverfahren vermeiden.
„Natürliche Infrastruktur“: Bundesweit verschlechtert sich die Arbeitsfähigkeit der Natur
Deutschlandfunk hier 15.07.2026
Nabu-Studie: Leistungsfähigkeit der Natur in Deutschland nimmt ab- die Spätsommergrünheit,
- der Jahresniederschlag und
- die Oberflächentemperaturen an heißen Tagen
Mittwoch, 15. Juli 2026
Was Hagel „Klartext“ nennt ist am Ende eine hoch einseitige und manipulative Darstellung
Mirko Lange
Manuel Hagel hat in der BILD und auf LinkedIn angekündigt, dass die Polizei in Baden-Württemberg künftig die Staatsangehörigkeit von Tatverdächtigen grundsätzlich nennen soll. Diese Maßnahme ist politisch umstritten, aber rechtlich grundsätzlich zulässig.
Mehr als 500.000 haben bereits die Petition von FragdenStaat unterzeichnet
Was wäre es mir doch peinlich, auf so einem Plakat gezeigt zu werden. Den betroffenen 3 Personen ist offenbar schon gar nichts mehr peinlich.....und das ist das vielleicht Schlimmste an der ganzen Sache.
Dr. Astrid Deilmann / Campact
Was ein Signal: Mehr als eine halbe Million Menschen unterzeichnen in nur einer Woche gegen die Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes.
Das haben sich Jens Spahn und Philipp Amthor sicher anders vorgestellt: In nur einer Woche haben mehr als eine halbe Million Menschen die WeAct-Petition gegen die faktische Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (#IFG) unterzeichnet.
Das zeigt nicht nur eine erfreulich erfolgreiche Kampagne von FragDenStaat, es macht auch deutlich, dass sehr viele Menschen einen entscheidenden Punkt teilen: Unsere Demokratie lebt nicht allein von Wahlen.
Mehr als ein demografischer Wandel: Eine historische Entwicklung von außergewöhnlicher Wucht
Republik hier Von Qing Wang (Text) und Monika Bolliger (Übersetzung), 13.07.2026
Chinas stille Revolution der GeschlechterWer verkennt, dass der weltweite Wandel zum erneuerbaren Strom eine Chance bedeutet, der hat die letzten Jahre verpennt.
Dirk Neubauer / LinkedIn
Während fossil orientierte Unternehmen und deren Lieferketten sterben, entsteht auch Neues.
436.000 Jobs bietet der grüne Sektor in Deutschland inzwischen.
Zukunftsfähige Jobs. Jobs, die Familien ernähren, Steuern generieren und dabei aktiven Klimaschutz erschaffen. Diese Transformation wird übersehen.
Die stetigen Kurswechsel der Bundespolitik sind das Einzige, was diese Entwicklung gerade gefährdet. Machen wir so weiter, wird dieser Erfolg vernichtet. Und dennoch kein einziger Job im fossilen Bereich gerettet.
Wir haben dann also nichts. Verbrenner verkaufen sich in den großen Märkten immer schlechter. Elektrische bedeuten eine Verschiebung des KnowHows zum Digitalen. Das aber können wir nicht. Das wiederum könnte man ändern. Aber nicht mit dem Fuß auf der Bremse und dem stetigen Mantra der „Technologieoffenheit“. Was nichts anderes bedeuten soll als „weiter so“.
Weil wir „anders“ nicht können. Oder Konzerne es nicht wollen. Wer verkennt, dass der weltweite Wandel zum erneuerbaren Strom eine Chance bedeutet, der hat die letzten Jahre verpennt.
Kein Haus wird mit Wasserstoff beheizt werden. Das ist nicht lösbar. Und nicht bezahlbar. Dem Strom gehört die Zukunft. In der Wärme. In der Mobilität. In der Digitalität der Wertschöpfung. Dies zu managen und umzusetzen bedeutet, Transformation und Digitalisierung zu leben und Zukunft zu machen. Los gehts. Noch ist alles möglich.
WIE EIN GANZER KONTINENT DEN VERBRENNER ÜBERSPRINGT UND ZUM ELEKTROPIONIER WIRD
Wolfgang Paul 7. Juli 2026
Es ist und bleibt einfach seltsam. Während wir in Europa noch leidenschaftlich über Technologieoffenheit, Ladezeiten von Luxus-SUV philosophieren, an Reichweitenangst laborieren und die fossilen Subventionen verteidigen, schüttelt ein anderer Kontinent die Fesseln der alten Öl-Elite im Rekordtempo ab. Einfach. Komplikationslos.
In Afrika bricht gerade eine fundamentale Revolution der Elektromobilität an.
Hier geht es nicht um Lifestyle, sondern um harte wirtschaftliche Geopolitik, Unabhängigkeit und die Erfindung neuer Märkte. Ein ganzer Kontinent überspringt das fossile Zeitalter – und die Welt schaut gebannt zu.
Dienstag, 14. Juli 2026
Wenn 𝐦𝐚𝐧 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐳𝐮𝐠𝐢𝐛𝐭, wie gefährlich Hitze ist, müsste man auch sagen: Wir haben versagt
𝐒𝐢𝐞 𝐰𝐞𝐫𝐟𝐞𝐧 𝐝𝐞𝐫 𝐏𝐨𝐥𝐢𝐭𝐢𝐤 𝐚𝐥𝐬𝐨 𝐯𝐨𝐫, 𝐝𝐢𝐞 𝐆𝐞𝐟𝐚𝐡𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐇𝐢𝐭𝐳𝐞 𝐛𝐞𝐰𝐮𝐬𝐬𝐭 𝐤𝐥𝐞𝐢𝐧𝐳𝐮𝐫𝐞𝐝𝐞𝐧?
"Ja. Wenn 𝐦𝐚𝐧 𝐣𝐞𝐭𝐳𝐭 𝐳𝐮𝐠𝐢𝐛𝐭, wie gefährlich Hitze ist, müsste man auch sagen: Wir haben versagt. Wir müssen unsere Schuld eingestehen. Und dann müsste man irgendwann zum Beispiel auch Frau Reiche fragen, ob sie mit diesem 𝐟𝐨𝐬𝐬𝐢𝐥𝐞𝐧 𝐒𝐜𝐡𝐰𝐚𝐜𝐡𝐬𝐢𝐧𝐧 aufhören und 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐚𝐬 𝐆𝐞𝐠𝐞𝐧𝐭𝐞𝐢𝐥 machen kann."
Interview des Jahres mit dem 𝐒𝐢𝐜𝐡𝐞𝐫𝐡𝐞𝐢𝐭𝐬𝐞𝐱𝐩𝐞𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐌𝐚𝐧𝐮𝐞𝐥 𝐀𝐭𝐮𝐠, Gründer und Sprecher der Arbeitsgruppe Kritische Infrastrukturen (AG Kritis).
Auf der Schiene mit 72% Ökostromanteil
Allianz pro Schiene e.V.
Dass die Schiene bei der E-Mobilität die Nase vorne hat ist klar – aber auch beim Ökostrom fahren die Bahnen mit gutem Beispiel voran: 72 Prozent Ökostromanteil hat der Bahnstrom und damit einen deutlich höheren Anteil als im öffentlichen Netz mit 55 Prozent.
Das macht die vielen elektrisch fahrenden Züge noch mal umweltfreundlicher und die Schiene auf ganzer Strecke zum Klimahelden!
Philippinen: Solche Ökonomien können eine schnelle Verbreitung vorantreiben
Steigende Strompreise und sinkende Panelpreise treiben einen Anstieg der Solaranlagen auf Dächern auf den Philippinen voran.
Die Philippinen haben einige der höchsten Strompreise in Südostasien, und sie steigen weiter.
In Verbindung mit sinkenden Panelpreisen bedeutet das, dass die Rückzahlungszeit für Solaranlagen auf dem Dach auf nur drei Jahre gesunken ist.
Vergesellschaftung: Wenn immer mehr Menschen sich nicht angemessen mit Wohnraum versorgen können destabilisiert das unsere Gesellschaft
Bezahlbarer Wohnraum ist knapp, obwohl immer noch unangemessen viele Flächen versiegelt werden.
Es braucht andere Konzepte und Lösungen, z.B. auch um Leerstand wieder nutzbar zu machen und um aus übergroßen Wohnungen oder ungenutzten Läden kleinere Wohnungen zu generieren.
Die übliche zeitliche Befristung des sozialen Wohnungsbaus in Deutschland auf 10,15 oder 20 Jahre ist eine teure Unsitte für die Allgemeinheit mit eng beschränkter Wirkungszeit - daher kein wirkungsvoller Ansatz.
In BW wurde in der letzten Legislatur aus der Not heraus sogar ein eigenes Wohnbau-Ministerium geschaffen, ohne großen Erfolg. Liegt es daran, dass Frau Ministerin Razavi eine Fehlbesetzung war? hier.
TAZ hier 12.7.2026 Interview von Jasmin Kalarickal
Professorin über Vergesellschaftung: „Wir wohnen radikal ungleich“
Schwarz-Rot will die Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen verbieten. Die Stadtplanungsexpertin Barbara Schönig ist darüber „doppelt erschüttert“.
Unsere schwäbische Frau Reiche
Ich habe gerade diesen Artikel gefunden, er ist noch vom Januar. Inzwischen hat Frau Razavi nach der Landtagswahl das Resort gewechselt und ist nun Ministerin für Verkehr. Ob sie da wohl mehr Kompetenzen aufweisen kann? Man hört von vielen Streichungen beim Schienenverkehr ....
Kontext hier Ausgabe 772 Politik Von Minh Schredle| Datum: 14.01.2026
Wohnbauministerin Nicole Razavi: Arroganz trifft Inkompetenz
Wäre Scheitern in Zahlen messbar, müsste die Einheit Razavi heißen: Benannt nach Baden-Württembergs Wohnbauministerin. Die Fehlbesetzung dieser wichtigen Position mit einer unbelehrbaren Parteisoldatin verschlechtert eine ohnehin katastrophale Lage.
Montag, 13. Juli 2026
Update: Die CDU will das Informationsfreiheitsgesetz loswerden
am 13.7.26:
Katapult-Magazin 8.7.26
Spahn will ein Gesetz loswerden, das ihm politisch zugesetzt hat.
Auch Amthor trieb dessen Abschaffung während der Koalitionsverhandlungen im letzten Jahr voran.
Spahn gehört zum Koalitionsausschuss von Union und SPD, der das Informationsfreiheitsgesetz (IFG) beschneiden möchte.
Das Gesetz gibt es seit 2006. Es ermöglicht es Journalistinnen und Journalisten, NGOs und Bürgern bei Behörden Akteneinsicht zu verlangen. Formlos und ohne Angabe von Gründen. Die Behörde muss innerhalb eines Monats reagieren.
Sonntag, 12. Juli 2026
Buchtipp: Strom von Tim Meyer
Stefan Rahmstorf
Elektrifizierung wird uns unfassbare Mengen an Geld sparen.
Allen die verstehen möchten, wieso und wie die Welt gerade in atemberaubenden Tempo eine Revolution der Energieversorgung durchmacht, kann ich nur dieses Buch empfehlen. Besonders allen, die Entscheidungen fällen müssen oder können.
Tim Meyer •
Danke Stefan Rahmstorf für die Empfehlung!
Und wer lieber hört als liest: „STROM“ gibt es mittlerweile auch als Hörbuch, gelesen von Harald Lesch.
Putin macht Wahlkampf für die AfD und für BSW
Russlands Botnetze machen mit viel Aufwand und teils grotesker, meist justiziabler Desinformation Wahlkampf für AfD und BSW. Die Kampagnen zeigen, was Putin will - und dass alle irren, die glauben, in den sozialen Medien ein Abbild der Gesellschaft erkennen zu können.
Spiegel hier Eine Kolumne von Christian Stöcker
12.07.2026
So wirbt Putin für AfD und BSW
Eine russische Desinformationskampagne richtet sich gegen alle Parteien – mit zwei Ausnahmen. Die Methoden sind manchmal unfreiwillig komisch, die Motivation glasklar: Wer AfD oder BSW wählt, stimmt für Wladimir Putin.
Man kann bei russischer Propaganda nie klar sagen, wie gut sie wirklich funktioniert.
Wer bezahlt eigentlich die Reformen ?
Volker Kunz
Die große Schwäche dieser Reformen liegt darin, dass sie den Status quo weitgehend zementieren. Sie sichern vor allem die Besitzstände jener, die ohnehin über Macht und Vermögen verfügen. Die Reformen machen in erster Linie verletzliche Gruppen zu den Sündenböcken. .........
Zeit hier Artikel von Marcel Fratzscher 11.7.26
Reformpolitik: Wer bezahlt die Reformen – und wer profitiert von ihnen?
Die Reformen der Bundesregierung zementieren den Status quo und schwächen das Vertrauen in die Demokratie. Denn sie behandeln verletzliche Gruppen als Sündenböcke.
Technologieoffenheit ist der Niedergang der deutschen Industrie, weil dadurch in keiner Technologie hinreichend investiert wird
André Reichel LinkedIn
Adam Tooze hat im Gespräch mit Surplus ausgesprochen, was in der deutschen Debatte untergeht:
Die Autoindustrie steckt nicht in der Krise, weil die Deutschen zu wenig arbeiten – sondern aufgrund gravierender Managementfehler, chinesischer Innovationskraft und geopolitischen Veränderungen.
Da ignoriert die Diskussion einen physikalischen Elefanten
Warum Kühltürme nicht kühlen!
Das klingt paradox, ist aber reine Thermodynamik. Ein „Kühlturm“ ist kein Kälteaggregat, sondern ein konvektiver Wärmeübertrager, der „Abfall“-Abwärme in die Atmosphäre pumpt.
Der Zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist unbestechlich: Bei einem elektrischen Wirkungsgrad von ca. 33 % emittiert ein Kernkraftwerk etwa das Doppelte seiner elektrischen Leistung als thermische Abwärme.
Aus der Regierung kein Wort zu den bedrückenden Zahlen von über 5000 Hitzetoten im Juni.
Dr. med. Eckart von Hirschhausen
Wieder ein heißes Wochenende. Aus der Regierung kein Wort zu den bedrückenden Zahlen von über 5000 Hitzetoten im Juni.
Hätte ich von Christdemokraten erwartet.
Und von einer Wirtschaftspartei eine Einordnung der Zahlen der Allianzstudie, dass uns jeder Hitzetag nicht nur Menschenleben sondern auch fast 500 Millionen Euro kostet.
Stattdessen ein fossiles weiter so, was unseren Rückstand auf die Weltwirtschaft und die Klimaziele betoniert und die Atmosphäre weiter aufheizt.
Wir sind auf keinem guten Weg. Und die Weichen, die wir dringend stellen sollten heißen: mehr Batteriespeicher, mehr Anpassung im Gesundheitswesen und Heizungen in Gebäuden, die auch kühlen können. Gibt es.
Klimaanlagen sind im Prinzip Wärmepumpen. Und moderne Geräte können sehr effizient beides. Überraschung. Und dafür braucht man weder Gas noch Wasserstoff. Es ist zum Hirn-Erweichen. Bitte behaltet dieser Tage einen kühlen Kopf! Habt einen schönen Sonn-Tag mit viel Schatten.
Samstag, 11. Juli 2026
KfW-Heizungsförderung: Ab heute herrscht offizieller Antragsstopp!
Wladimir Ustinow / LinkedIn
KfW-Heizungsförderung: Ab heute (9.7) herrscht offizieller Antragsstopp!
Nichts geht mehr – zumindest für die nächsten 12 Tage. Seit heute (09.07.) hat die KfW die Schleusen geschlossen, um das Fördersystem komplett umzukrempeln. Ab dem 21.07.2026 gelten dann völlig neue Spielregeln
Die Kraftwerksstrategie wird zum Blankoscheck für fossile Milliardenförderung
Sascha Müller-Kraenner
Heute im Bundestag: Union und SPD haben sich auf Änderungen am Gesetzentwurf für das Strom-Versorgungs- und Kapazitätengesetz, auch Kraftwerksstrategie genannt, geeinigt.
Dieses soll technologieoffen Versorgungssicherheit organisieren. Der neue Entwurf zeigt aber das Gegenteil: Fossile Wirtschaftsinteressen haben sich erneut durchgesetzt. Es läuft ausschließlich auf den Neubau von Gaskraftwerken hinaus. Wettbewerbsfähige Batteriespeicher ziehen den Kürzeren. Ob die Umstellung der Gaskraftwerke auf grünen Wasserstoff gelingen wird, bleibt unklar.
"Freiheit im Heizungskeller" verschweigt, dass die Gasheizung von heute die Kostenfalle von morgen ist.
Der Bundestag hat heute das Klimaziel im Heizungskeller beerdigt und es "Wahlfreiheit" genannt.
322 Abgeordnete haben dafür gestimmt, dass Öl- und Gasheizungen weiterhin unbefristet neu eingebaut werden dürfen.
Donnerstag, 9. Juli 2026
Und der Kanzler? Schweigt bis heute
Katharina Dröge, MdB
@katharinadroege.bsky.social
Mehr als 5500 Menschen, die im Juni an Hitze gestorben sind
Und wird er im Bundestag damit konfrontiert: Dreht er sich weg und liest Papiere... Eine erschreckende Gleichgültigkeit & Respektlosigkeit gegenüber den Rettungskräften
Armin Grau @armingrau.bsky.social
Was für ein missachtendes Verhalten von Bundeskanzler Merz. Katharina Dröge spricht von den vielen Hitztoten der letzten Wochen und dankt den Rettungskräften, für die Merz kein Wort übrig hat. Und was macht Merz, er wendet sich konsequent ab. Wir ignorant ist das denn!
Update: Seegraswiesen binden CO2 30- bis 50-mal schneller als ein Wald an Land
Grüne Halme wiegen sich auf dem Meeresgrund – und ziehen CO2 aus dem Wasser. Über die Photosynthese binden Seegräser das gelöste Kohlendioxid und lagern den Kohlenstoff im Meeresboden ein, wo er über Jahrhunderte eingeschlossen bleibt.
Solarstrom gleichmäßiger produzieren
Methan: Vorwurf der gebrochenen Absprache
Spiegel hier Von Markus Becker und Benedikt Müller-Arnold, 08.07.2026,
Minister
Schneider weist Ministerin Reiche öffentlich zurecht