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Mittwoch, 22. Juli 2026

Der regierungsinterne Streit über die EU-Methanverordnung spitzt sich zu

 

Spiegel hier 21.07.2026
Von Markus Becker und Benedikt Müller-Arnold, 

Reiche stellt sich gegen Vereinbarung, Schneider kritisiert Merz für Untätigkeit

 CDU-Wirtschaftsministerin Reiche ignoriert eine Ansage von SPD-Umweltminister Schneider. Der Zoff erreicht jetzt auch den Kanzler.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Methan: Vorwurf der gebrochenen Absprache

Spiegel hier Von Markus Becker und Benedikt Müller-Arnold, 08.07.2026,

Minister Schneider weist Ministerin Reiche öffentlich zurecht

Wirtschaftsministerin Reiche will eine Klimaschutzverordnung der EU stoppen, entgegen einer regierungsinternen Absprache. Umweltminister Schneider macht seinem Ärger im Bundestag Luft.

Dienstag, 7. Juli 2026

Wenn dein Plan ist, die Welt so schnell wie möglich abzufackeln, wäre es nur konsequent, den größtmöglichen Hebel anzusetzen ....

Fabian Holzheid

EU-Methanverordnung: Reiches Alleingang bedroht Klimaschutz und Koalitionsfrieden

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche wird immer untragbarer

Sie soll bei einem Treffen der EU-Energieminister am 26. Juni eigenmächtig zugesagt haben, dass Deutschland eine Aussetzung der EU-Methanverordnung unterstützt – obwohl sich die Bundesregierung zuvor intern auf eine andere Position geeinigt hatte. 

Montag, 16. Februar 2026

Vorsichtig optimistisch: Waldböden und Methanabbau

TAZ hier  15.2.2026  Von Jonas Waack

doppelblind: Warum der Waldboden noch besser fürs Klima ist als gedacht

Bakterien und Methan
For­sche­r*in­nen fürchten, dass Waldböden wegen des Klimawandels immer weniger Methan aufnehmen können. Doch eine Studie zeigt das Gegenteil.

Donnerstag, 11. Dezember 2025

Reversible Brennstoffzelle: "Wir nennen sie unseren Dunkelflaute-Killer"

Spannende Idee, die sogar schon umgesetzt wird. Besonders spannend finde ich die Aussage: "Damit bekommt das Gasnetz eine neue Rolle: nicht als fossile Restinfrastruktur, sondern als saisonaler Energiespeicher." Was könnte uns Besseres passieren, als wenn diese teure Infrastruktur, voraussichtlich bald überflüssig und  doch überall präsent in unseren Straßen, auch künftig für sinnvolle Zwecke genutzt werden könnte?

Futurezone hier  Artikel von Philipp Rall  10.12.25

„Dunkelflaute-Killer“ speichert Energie wochenlang – mit möglichen Folgen für ganz Deutschland

In Mühlacker läuft eine reversible Brennstoffzelle, die Strom in Methan umwandeln und aus Letzterem wieder Strom erzeugen kann. Diese Form der saisonalen Energiespeicherung könnte ein entscheidender Baustein für ein stabiles, erneuerbares Energiesystem werden.

Freitag, 10. Oktober 2025

Problem: Biogasanlagen mit Methanleck

 

Marc Meunier  LinkedIn

Das Ausmaß der Methanleckagen an deutschen Biogasanlagen ist massiv: So viele jährliche Treibhausgasemissionen wie Zypern!

Deutschland ist mit über 10.000 Biogasanlagen und rund 87 Terawattstunden Jahresproduktion Biogasweltmeister und liegt sogar vor den USA und China. Unsere neue Studie zeigt erstmals, wie groß das Problem der Methanleckagen ist.

Lasst euch die Ergebnisse auf der Zunge zergehen:

 🔹 Bis zu 370.000 Tonnen Methan entweichen jedes Jahr aus deutschen Biogasanlagen.

 🔹 Das entspricht 31,8 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalenten (über 20 Jahre gerechnet).

 🔹 Damit verursacht der deutsche Biogassektor so viele Emissionen wie ganze EU-Staaten, etwa Zypern oder Malta.

Diese Emissionen ließen sich fast vollständig vermeiden und würden den Betreibern sogar Geld sparen. 

Montag, 30. Juni 2025

Große Neuigkeiten für den Klimaschutz: Kanada tritt der EU als Co-Organisator des Global Methane Pledge bei!

 Marcelo Mena  hier auf LinkedIn

CEO, at the Global Methane HubCEO, 

Das spiegelt Kanadas wachsende Führungsrolle bei der Bewältigung eines der schnellsten und kostengünstigsten Hebel für den Klimaschutz wider: der Methanreduzierung.

Kanada hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt, die Methanemissionen aus Öl und Gas bis 2030 um mindestens 75 % zu senken. Mit neuen Vorschriften, die in diesem Jahr erwartet werden, sendet das Land ein klares Signal: Die großen Emittenten müssen handeln – und zwar schnell.

Sonntag, 22. Juni 2025

EU-Methan-Verordnung - die Lobby versucht sie auszuhebeln

 hier

Von Katrin Pribyl | 16.06.25

Weiteres Klimaschutzgesetz in Brüssel „unter Beschuss“

Einige EU-Länder wollen die bereits in Kraft getretene Methan-Verordnung abschwächen. Methan ist aber für ein Drittel der bisherigen Erderhitzung verantwortlich.

Eine Fackel zur Verbrennung von Methan aus der Ölförderung. Das Treibhausgas entsteht unter anderem in der Öl-, Gas- und Kohleindustrie.Foto: Matthew Brown/AP, dpa

Montag, 9. Dezember 2024

Klimakiller Methan: Treibhausgas könnte zum Rohstoff werden

Focus  hier 09.12.2024

Methan: Jetzt verwandeln Forscher den größten Klima-Killer in einen nützlichen Rohstoff

Der unsichtbare Killer: Das Treibhausgas Methan gilt als besonders schädlich für das Klima. Jetzt haben US-Forscher eine Möglichkeit gefunden, wie sich Methan aus der Atmosphäre entfernen lässt - und auch noch weiterverwendet werden kann.

Freitag, 25. Oktober 2024

Das Problem Methan

hier    23.10.2024  von Lars Fischer

Treibhausgas: Mikroben verursachen Methan-Rekord

Seit 2007 gelangt immer mehr Methan in die Atmosphäre. 2021 erreichte der Anstieg einen dramatischen Höchstwert. Nun zeigt sich: Mikroben waren verantwortlich. Doch der Mensch spielt dabei eine wichtige Rolle.

Tropische und subtropische Feuchtgebiete gehören zu den wichtigsten Methanquellen weltweit. Wenn das Klima wärmer wird, stoßen sie mehr des Gases aus.

In den Jahren von 2020 bis 2022 stieg die Konzentration des Treibhausgases Methan in der Atmosphäre so stark an wie nie zuvor. 

Dienstag, 6. August 2024

Klimakrise - EU-Verordnung zur Verringerung der Methan-Emissionen ist am 5.8.24 in Kraft getreten

Deutschlandfunk hier  05.08.2024

In der EU gilt ab heute die sogenannte Methan-Verordnung.

Sie verpflichtet etwa Unternehmen im Öl- und Gassektor, ihre Anlagen regelmäßig auf Leckagen zu überprüfen und undichte Stellen innerhalb kurzer Fristen zu reparieren. Verboten werden auch die routinemäßige Entlüftung und das Abfackeln des klimaschädlichen Gases. Ab 2027 wird zudem das Abfackeln im Steinkohlebergbau eingeschränkt. Die EU hat sich verpflichtet, zusammen mit anderen Ländern die Methan-Emissionen bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren.

Methan ist um ein Vielfaches klimaschädlicher als Kohlendioxid.

Diese Nachricht wurde am 05.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

Samstag, 3. August 2024

Überraschende neue Erkenntnisse zum globalen Methanausstoß

 Standard hier  David Rennert  31. Juli 2024

Neuer Plan soll Trendumkehr beim globalen Methanausstoß bringen

Die Reduktion von Methanemissionen ist enorm wichtig, um den Klimawandel zu bremsen. Der Ausstoß des Treibhausgases steigt jedoch – das ließe sich ändern

Donnerstag, 27. Juni 2024

Als erstes Land der Welt: Warum Dänemark es schafft, eine Klimasteuer auf Fleisch und Milch einzuführen

Irgendwie springt einen beim Lesen der Artikel  der Vergleich zur gescheiterten Borchert-Kommission in Deutschland an. Die Ergebnisse liegen in den Schubladen fest verschlossen, es hieß das sei zu teuer. Die Naturschutzseite hatte die Kommission zuletzt ganz verlassen, da der Schluss nahelag, dass sie mit viel Trickserei ausgebootet werden sollte. 

"Der Deutsche Bauern­verband hat mehrmals Zusagen für mehr Umweltschutz im wichtigsten Beratergremium der Bundesregierung zur Landwirtschaft gebrochen."   hier

Wie geht es nun weiter in Deutschland?   hier


Spiegel hier  Von Alexander Preker  25.06.2024

Ein CO₂-Preis für Fleisch- und Milchbetriebe: Fast alle in Dänemark sind zufrieden mit dieser Weltpremiere. Das Beispiel zeigt, wie eine solche Reform funktionieren kann und was sie für Bauern, Umwelt und Verbraucher bedeutet.

Freitag, 19. April 2024

Die Rechtbank Den Haag hat gestern die geplanten Gasbohrungen vor Borkum endgültig gestoppt.

 Der Newsletter der DUH enthält wieder einmal einige sehr kritische Punkte - und einen großen Sieg für die Umwelt und das Klima. Klimaklagen werden immer wichtiger, wenn schon die Politik in großen Teilen versagt. Daher nimmt auch die Bedeutung der Umwelthilfe zu. Ich hoffe sehr, dass wir noch andere Siege erleben, vor allem solche, die unserem Verkehrsminister ordentlich Dampf machen.


Über diese wichtigen Themen möchten wir Sie informieren hier

  1. Historisches Urteil zum Schutz des Wattenmeeres: Wir haben gegen den Ölkonzern One-Dyas gewonnen! 
     
  2. Das Märchen vom Ökogas: Wir gehen gegen „klimaneutrales“ Erdgas vor

  3. Wir decken auf: Methan-Ausstoß aus Braunkohletagebauen hundertfach höher als angenommen

  4. Solarpaket beschlossen: Ist der Weg jetzt frei für Balkonkraftwerke?

  5. Gesucht und gefunden: Das ist Deutschlands grünste Betriebskantine


© DUH / Grafe

Historisches Urteil zum Schutz des Wattenmeeres: Wir haben gegen den Ölkonzern One-Dyas gewonnen!

Mittwoch, 10. April 2024

Umwelthilfe: Methan-Ausstoß aus Tagebau höher als angenommen

Zeit hier  10. April 2024, Quelle: dpa

Der Ausstoß klimaschädlichen Methans aus dem Braunkohletagebau ist in Deutschland einer Untersuchung zufolge deutlich höher als angenommen. Wie aus der Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und des Instituts Ember Climate hervorgeht, könnte Deutschland in diesem Bereich etwa 184-mal mehr Methan emittieren als offiziell angegeben. Es handelt sich dabei laut DUH um eine Schätzung auf Basis von Satellitendaten.

Deutschland gebe bislang an, im Jahr 2022 für 1390 Tonnen Methan-Emissionen aus dem Braunkohletagebau verantwortlich zu sein - das entspreche einem Prozent der EU-weiten Methan-Emissionen aus diesem Bereich. Die Studienautoren gehen davon aus, dass es ihren Berechnungen zufolge knapp 256.000 Tonnen sein müssten. Sie verweisen dabei auch darauf, dass die deutsche Braunkohleproduktion im Jahr 2022 mehr als 40 Prozent der gesamten Produktion des Brennstoffs in der EU ausgemacht habe.

Mittwoch, 20. Dezember 2023

Methanverordnung: Großer Erfolg beim Kampf gegen den versteckten Klimakiller

Sven Giegold hier  16. November 2023

Das ist ein Erfolg für globalen Klimaschutz! Europa sagt Methanemissionen den Kampf an. Klimaschäden durch Methanschlupf bei der Öl-, Gas-, und Kohleförderung werden nun rechtsverbindlich reduziert. Erst in Europa und dann international. Das bedeutet einen Booster für die Klimakonferenz COP28.

Das ist passiert: Die in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zwischen Mitgliedsländern, Europaparlament und EU-Kommission geeinte neue Methanverordnung werden Methanemissionen im Energiesektor erstmals systematisch und verbindlich reduzieren.

Methan ist nach Kohlendioxid die zweitwichtigste Ursache menschengemachter Erderhitzung. Methanemissionen sind weltweit hauptsächlich auf Landwirtschaft (40%), Energiesektor, insbesondere Öl-/Gasindustrie und Kohleminen (35%) und Abfallwirtschaft sowie Klärwerke (20%) zurückzuführen. Wenn Methan entweicht statt verbrannt zu werden, wirkt Methan auf 20 Jahre betrachtet 80-mal so klimaschädlich wie CO2. Ca. 3% der globalen Methanproduktion entweichen als Methanschlupf oder entweichen in großen Mengen (Super Emitting Events) .

Die neue EU-Methanverordnung geht diesen oft übersehenen Beschleuniger der Klimakrise an und sieht nun vor:

Montag, 4. Dezember 2023

USA kündigen schärfere Regeln für Methanausstoß an

 hier  Spiegel  02.12.2023  dpa/AP/kik

Bei der Weltklimakonferenz haben die USA strengere Klimaschutzstandards angekündigt, der Ausstoß von Methan soll deutlich verringert werden. US-Vizepräsidentin Harris betont: »Die Uhr tickt nicht mehr nur. Sie hämmert.«

Im Kampf gegen die Erderwärmung wollen die USA die Senkung des Ausstoßes von klimaschädlichem Methan vorantreiben. Der Klimaberater von US-Präsident Biden, Ali Zaidi, und die US-Umweltbehörde EPA kündigten am Samstag auf der Weltklimakonferenz  in Dubai neue Standards an, die die Öl- und Gasproduzenten dazu verpflichten sollen, Methanlecks zu schließen.

Montag, 20. November 2023

LANGE GEFACKELT - Wie die Welt das Methanproblem noch in den Griff bekommen will

Standard hier Alicia Prager David Rennert 19. November 2023

Das Treibhausgas Methan heizt der Erde immer stärker ein, spät aber doch suchen Regierungen nach Lösungen: Die EU will strenge Regeln für den Energiesektor vorgeben – und auch China stellt eine Strategie vor.

Mit Optimismus in Sachen Klimapolitik ist Euan Nisbet vorsichtig geworden. Der britische Atmosphärenwissenschafter forscht seit Jahrzehnten zum Klimawandel, im Zentrum seiner Arbeit steht Methan. Während die Konzentration dieses starken Treibhausgases in der Atmosphäre seit Jahren rapide steigt und die Erderwärmung ankurbelt, wurde das Problem politisch lange vernachlässigt. Nun aber scheint Bewegung in den Umgang mit dem zweitwichtigsten Treibhausgas nach CO2 zu kommen. "Ich denke, wir sehen gerade eine sehr positive Entwicklung", sagt Nisbet.

Der Forscher spielt damit auf mehrere Signale an, die im Vorfeld der kommenden Weltklimakonferenz (COP 28) zu vernehmen sind, die Ende November in Dubai beginnt. Eine wichtige Nachricht kam am vergangenen Mittwoch aus Brüssel: Zwei Jahre lang hatten die EU-Kommission, die Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament verhandel, nun wurde ein Kompromiss zu einer weitreichenden Methan-Verordnung geschnürt. Sie gibt neue Regeln für Methan-Emissionen im Energiesektor vor, auf die Fachleute schon lange pochen.

Sonntag, 9. Juli 2023

Rinderzucht: So lässt sich der Methanausstoß reduzieren

Heute mal : Die Landwirtschaft im Focus des Klimawandels.

Unsere Landwirtschaft wird sich notgedrungen verändern  (hier) und sie muss sich schnell verändern  . Ebenso wie unsere Energie-  und unser Wärmeerzeugung.

Biogaserzeugung aus Gülle macht Sinn: Biogas ist  im Unterschied zu grünem Wasserstoff bereits verfügbar. Wichtige Bausteine der neuen Strategie von Biogas (hier) sind die Nutzung von pflanzlichen Reststoffen und Bioabfällen sowie die Abwärmenutzung in kommunalen Wärmenetzen. Also nicht extra  Anbaubiomasse erzeugen - das ist schlecht für den Artenschutz - sondern entstehende Bioabfälle nutzen.

Spannend ist auch der Zusammenhang zwischen  Alter der Milchkühe und CO2 Ausstoß. Ein Landwirt-Paar hat mir vor Kurzem erzählt, Berater würden sie regelmäßig darauf ansprechen, dass sie ihre Kühe früher austauschen müssten. Aus wirtschaftlichen Aspekten. Das Paar fand diese Vorschläge ziemlich dumm, weil junge, unerfahrene Kühe ihnen doch wesentlich mehr Arbeit bereiten als die Alten, Bewährten.

Tagesschau ARD hier  28.04.2023 Von Ursula Klement, BR

Die Rinderhaltung verursacht in Deutschland mehr als die Hälfte der Methan-Emissionen. Es gibt aber Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren, etwa Milchkühe länger leben zu lassen.

Insgesamt ist die Landwirtschaft nach Angaben des Umweltbundesamtes für rund zwei Drittel des Methan-Ausstoßes in Deutschland verantwortlich. Und den will Deutschland bis 2030 eigentlich um 30 Prozent reduzieren - dazu hat sich die Bundesregierung 2021 bei der Klimakonferenz in Glasgow verpflichtet - im Rahmen des Global Methane Pledge.