Werner Koller, LL.M. / LinkedIn
"Die Partei braucht ein neues Narrativ, eine neue Erzählung, wohin sie eigentlich will." So Friedrich Merz gestern über die CDU. Puh ...
Schon klar, Politik besteht seit tausenden von Jahren aus Tun und darüber Reden, bzw. Schreiben. Aber spätestens seit dem Siegeszug der Sozialen Medien ist Kommunikation meist nur noch Ersatzhandlung. Man kann nicht nur sprechen und dann in Talkshows auf der Meta-Ebene über die Wirkung des Sprechens sprechen. Das ist aber mittlerweile der Regelfall.
Und genau das führt gerade zu einer Spirale von sich immer schneller abwechselnden Ankündigungen und Rechtfertigungen. Der Anspruch an Politik ist aus Sicht des Bürgers eine erfahrbare und merkliche Verbesserung der Situation bei den wesentlichen Themen. Das schließt eine normative Rückbindung zur Prioritätensetzung nicht aus. Aber der beste Hinweis auf die Lösung eines Problems bleibt nun einmal dessen Verschwinden.
Die Qualität von Politik ist gemessen an den herbeigeführten Änderungen der sozialen Realitäten objektiv beurteilbar. Ebenso objektiv beurteilbar sind die dazu heranzuziehenden Maßstäbe. Nur muss man dazu erst einmal handeln.
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