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Freitag, 6. Februar 2026

"Zu Gitta Connemann hat der deutsche Mittelstand (…) weder ein Mindestmaß an Vertrauen noch ein Rest an Kompetenzvermutung"

Und schon wieder ist es passiert: solch deutliche Kritik der wirklich  Betroffenen führt zur unsäglichen Aussage des  stellvertretende Regierungssprechers: "Für uns erwachsen daraus keine Konsequenzen." Zur Kritik an Connemann hob er hervor, man sei sehr zufrieden mit ihrer Arbeit.

Noch mehr Vertrauensverlust geht eigentlich nicht.....In welchem Wolkenkuckucksheim ist die derzeitige Regierung zu finden?

Freitag, 30. Mai 2025

#Porschegate - war da was?

Lindner`s Porschegate ist schon Schnee von gestern, aber die Mühlen der Bürokratie mahlen eben langsam. Und Lindner`s Politik war eben alles Andere als seriös. Gut dass wir nun aus dem Kreis der Vermutungen heraustreten können um die traurigen Fakten zu studieren.

 hier  Christian Stoecker auf  LinkedIn

Nicht mehr überraschend, aber dadurch nicht weniger skandalös. Ein Bundesminister dient sich einem Automanager als Unterstützer an.
Hätte man #Lindner damals zum Rücktritt gezwungen, wäre die Ampel harmonischer und erfolgreicher geworden.

Erhard Tietel  hier auf LinkedIn

Warum wundert man sich darüber nicht mal mehr? Weil man sich Lindners Beziehung zu Porsche schon immer genau so vorgestellt hat. Soviel zur Frage der Politik(er)verdrossenheit und der Pervertierung von Liberalismus.


Dienstag, 13. Mai 2025

Wie viel E-Fuels werden wir für schwer zu dekarbonisierende Sektoren am Ende benötigen? „Weniger“.....

Das ist die Hoffnung, auf die ich baue: Der Markt regelt das schon, denn was wäre so einfach und günstig wie die Elektrifizierung?

Update: Michael Barnard  12.5.25  hier

Weltweite Elektrifizierung der Fähre beschleunigt sich: 70 % der Auftragseingänge werden elektrisch

70 % der neuen Fährbestellungen weltweit verfügen mittlerweile über elektrische Antriebsstränge – ein klarer Beweis dafür, wie schnell sich die Elektrifizierung der Schifffahrt von Nischenexperimenten zur Mainstream-Beschaffung verlagert hat.

Vollständiger Artikel: https://lnkd.in/g6Vvwwqs

Sonntag, 9. Februar 2025

E-Fuels: Die „Fata Morgana“ der Autoindustrie

sehr beeindruckende Fakten: Laut der Metastudie könnten 150 Windkraftanlagen an Land 240.000 E-Autos mit Strom versorgen, aber nur 37.500 Verbrenner mit E-Fuels. 

Muss man da noch ernsthaft diskutieren?

hier Frankfurter Rundschau  07.02.2025,Von: Leon Fasse

E-Fuels statt Verbrenner-Aus? Studie spricht klare Sprache - „Führt Autokäufer in die Irre“ 


Ab 2035 sollen in der EU keine Autos mit Verbrenner-Motoren mehr zugelassen werden. Doch der Plan wackelt: Forderungen werden laut, Ausnahmen für sogenannte E-Fuels zu machen.

Freitag, 18. Oktober 2024

E-Fuels -Förderung - oder doch lieber ein kosteneffizientes Abwrackprogramm mit gesundheitlichen Vorteile für die Gesellschaft.....

Das habe ich in diesem Artikel neu gelernt: "Zudem würden E-Fuels keinen Beitrag zur Verbesserung der Luft und damit der Gesundheit der Menschen leisten"  - ich muss gestehen, dass ich darüber gar nie nachgedacht habe, e-fuels sollen ja im Idealfall aus grünem Wasserstoff entstehen. Das ist gut, wenn es denn eingehalten wird.  Und dann? Dann werden sie im Verbrenner verbrannt - mit all den viel beschriebenen Effektivitätsmängeln. Und verbrannt im Verbrenner bedeutet offensichtlich auch: es gibt nach wie vor Abgase.

Tagesspiegel hier  16.10.24

 Als Maßnahme billiger als E-Fuels : Abwrackprämie für Verbrenner könnte Klimaziele voranbringen

Immer wieder wird über eine Abwrackprämie für Verbrenner diskutiert. Eine neue Studie zeigt: Diese könnte zur Erreichung der Klimazeile beitragen.

Eine Abwrackprämie für Verbrenner-Autos könnte einer neuen Studie zufolge einen erheblichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten - und im Vergleich zu E-Fuels deutlich billiger sein. Das geht aus der Untersuchung des Umweltforschungsverbunds ICCT hervor.

Freitag, 26. Juli 2024

Das Märchen vom hocheffizienten Verbrennungsmotor

ein Video auf Youtube  hier,
ist zwar von der Bild-Zeitung mit einem  erwartbar rückwärtsgerichteten Moderator, der hält das auch bis zum Schluss durch.
Aber  der Ford-Chef ist ganz klar in seiner Aussage und es lohnt sich zuzuhören!

Ford-Chef zum Verbrenner-Aus 2035



Spiegel hier  Von Haiko Tobias Prengel • 18.07.2024

Falsche Hoffnung auf alte Technik: Benzin- und Dieselfans träumen von einer neuen Motorengeneration, sauber und sparsam wie nie zuvor. Bald soll der Bundestag darüber abstimmen. Doch sind solche Wunderaggregate überhaupt machbar?


Mittwoch, 12. Juni 2024

Die Allianz hinter dem Angriff aufs E-Auto

hier  Standard  András Szigetvari   8. Juni 2024, 

Die ÖVP ist nicht allein (in Österreich).....

Wenn sich die ÖVP für den Erhalt des Verbrennungsmotors in den Ring wirft, macht sie damit nicht bloß Wahlkampf. Sie setzt sich für Interessen einer Reihe von Unternehmen aus der Autobranche wie der Landwirtschaft ein. Das ist legitim, aber es gibt dennoch einen Haken

Grafik zu Energiekette (der Standard)


Wie man sich die Kämpfer für die E-Fuels von morgen vorstellen muss? Es sind die Benzinbrüder von heute. Rund fünf Dutzend heimische Unternehmen haben sich unter Federführung der Wirtschaftskammer zur "E-Fuel-Alliance" zusammengeschlossen, die für den langfristigen Erhalt der Verbrennertechnologie in Europa kämpft.

Samstag, 8. Juni 2024

Auto-Experte mit krasser Prognose: Verbrenner werden bald "komplett verschwinden"

hier  CHIP Germany  Geschichte von Sebastian Feurer • Mai 2024

Auto-Experte mit krasser Prognose: Verbrenner werden bald "komplett verschwinden"

Einem Experten zufolge werden Verbrenner-Autos bald komplett der Vergangenheit angehören. Was das für die deutsche Branche bedeuten würde, lesen Sie hier.

Mittwoch, 29. Mai 2024

Der kürzeste E-Fuels-Crashkurs der Welt - Er passt perfekt in die Morgenmappe von Friedrich Merz

 hier  Rico Grimm  May 28, 2024  Auf der Originalseite mit Grafiken

Am vergangenen Wochenende hat die CDU eine Kampagne „Ja zum Auto-Verbrennerverbot abschaffen“ gestartet. Wichtiger Kontext für die Kampagne: Im Juni finden EU-Wahlen statt. Im Herbst folgen mehrere Landtagswahlen in Ostdeutschland.

Auf der Kampagnen-Seite heißt es: „Der moderne Verbrenner ist eine deutsche Spitzentechnologie. Sie muss technologieoffen weiterentwickelt werden können.“

Die Kampagne generierte viel Aufmerksamkeit, weil eine dazugehörige Umfrage mit mehr als 80 Prozent ergab, dass das „Verbrennerverbot“ beibehalten werden soll. Die CDU nannte das Ergebnis Manipulation.

Es gibt kein „Verbrennerverbot“. Verbrenner dürfen weiterfahren, über 2035 hinaus. Werden sie danach neu zugelassen, dürfen sie aber keine klimaschädlichen Abgase mehr ausstoßen.

Die CDU glaubt: „Saubere synthetische Kraftstoffe spielen dafür eine zentrale Rolle.“

🍏 Was ich denke

Saubere, synthetische Kraftstoffe werden keine zentrale Rolle im Pkw-Verkehr der Zukunft spielen.

Wir in der Cleantech-Bubble wissen das. Aber wer da draußen weiß es? Dieses Nichtwissen öffnet unsinnigen politischen Forderungen die Tür.

Sonntag, 26. Mai 2024

Mehr Effizienz – löst Technik unser Klimaschutzproblem?

Die Technikgläubigkeit der FDP wäre ja schon irgendwie goldig, wenn die Verfechter nicht an anderer Stelle massiv gegen das Prinzip der Effizienz verstoßen würden.
Die hochgelobten E-Fuels sind so ein Punkt. Und auch die nach Effizienz-Gesichtspunkten nicht nachvollziehbare Ablehnung der Wärmepumpen ist etwas verwunderlich - zumindest für Menschen die auf Fakten setzen.

Und dann ist da natürlich der eng gesteckte Zeitrahmen, der ja auch eine nicht zu unterschätzende Problematik abbildet: Da könnte man das Sehnsuchtspaket Atomstrom als Beispiel anführen, das dann mal in 20-30 Jahren wahnsinnig teuren und gefährlichen Strom liefern könnte. Was mit dem -völlig aus dem Blick geratenen - Sondermüll passiert, kann man gerade im Lager Asse mitverfolgen (hier)

Und mit der Natur haben es die Verfechter sowieso nicht so...,. Naturbasierte Lösungen, die nicht nur in der Klimakrise helfen, sondern auch in der Biodiversitätskrise, scheinen viel zu "normal" zu sein. Langweilig und geradezu überflüssig,  weil ja irgendwann die spannende  und finanziell einträgliche Technik kommen wird, die uns rettet.


hier  BR24 Von  Markus Langenstraß  am 27.5.24

Auto, Kühlschrank, Waschmaschine - alles wird effizienter. Das könnte helfen, viel Energie einzusparen. Wir erklären, warum das nur bedingt gelingt, und was wirklich helfen würde.

Samstag, 25. März 2023

Wer für E-Fuels und Gasheizungen ist, sollte diesen Bericht lesen

hier   Spiegel Ein Gastbeitrag von Niklas Höhne  17.03.2023

Abschlussdokument des Weltklimarates 

Zum sechsten Mal tragen Forscher das Wissen zum Klimawandel zusammen. Wie bedrohlich die Szenarien sind, haben viele Politiker noch nicht verstanden. Besonders die Verfechter des Marktes liefern zu wenige Lösungsideen.

Der Klimawandel ist bereits heute existenzbedrohend, und je mehr wir über ihn wissen, umso eindeutiger wird diese Bedrohung. Das zeigt der Synthesebericht des Weltklimarates (IPCC), der am Montag veröffentlicht werden wird, einmal mehr.

Für die weltweit größte Metastudie zur Klimakrise rechneten Tausende Forscherinnen und Forscher unzählige Szenarien durch, um herauszufinden, wie heftig die Klimakrise uns in den nächsten Jahrzehnten treffen wird.

Bei allen Unsicherheiten gibt es eine glasklare Erkenntnis: Das teuerste aller Szenarien ist das ohne Klimaschutz. Die Schäden übersteigen die nötigen Klimaschutzinvestitionen in diesem Szenario um ein Vielfaches, auch in Deutschland.

Und noch etwas ist nach dem mittlerweile sechsten Sachstandsbericht des Weltklimarates recht eindeutig: Das Szenario ohne Klimaschutz ist keine Option mehr, da wir das als Gesellschaft nicht überleben würden. In dieser Zukunft würde eine Kaskade von Kipppunkten im Klimasystem angestoßen, wären die Veränderungen so gravierend, dass eine Anpassung an den Klimawandel unmöglich wäre.

Diese fundamentale Bedrohung scheint jedoch von weiten Teilen der Gesellschaft und der Politik nicht verstanden zu sein. Denn viele sprechen davon, aber zu wenige handeln danach.

Dienstag, 14. März 2023

FDP vs. Grüne Ist die Verkehrswende am Ende?

 Spiegel hier Ein Podcast von Regina Steffens und Serafin Reiber  14.03.2023,


Veto zu Verbrenner-Aus, dafür Autobahnausbau: Volker Wissing scheitert beim Klimaschutz und legt sich mit den Grünen und der EU-Kommission an. Was ist los mit dem FDP-Verkehrsminister?

2021 ist die Ampel für den Fortschritt angetreten, den Klimaschutz – und die Verkehrswende. Denn kaum ein anderer Sektor ist so entscheidend für die Klimaziele der Bundesregierung wie der Verkehr.

Doch Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) schneidet beim Klima schlecht ab. Er setzt auf den Autobahnausbau und blockiert derzeit das Verbrenner-Aus auf EU-Ebene.

Dafür riskiert er Streit mit dem grünen Koalitionspartner und legt sich mit der EU-Kommission an. Klimaminister Robert Habeck ist genervt, Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen interveniert.

Als Reformer gestartet, ist Wissing jetzt eher zum Blockierer der Verkehrswende geworden. Warum? Wir zeichnen den Streit in dieser Folge des Podcasts Klimabericht von Beginn an nach.

Sonntag, 12. März 2023

Verkehrsminister Wissing irrlichtert weiter – und brüskiert Frankreich

Frankfurter Rundschau  hier  11.03.2023,  Moritz Serif

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) betont immer wieder, dass die EU-Kommission einen Vorschlag unterbreiten müsse, wie nach 2035 noch private Neuwagen zugelassen werden können, die sogenannte E-Fuels tanken.

Selbst Expertinnen und Experten können Verkehrsminister Volker Wissing nicht folgen. Er selbst bezeichnet das alles als „Klima-Bla-Bla“.

„Vollversagen“ sei die Klima-Politik von Verkehrsminister Volker Wissing, kritisierte die Umweltorganisation WWF. Wissing verstößt gegen das Klimaschutzgesetz, rügte der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages. Mehr noch: Der Verkehr in Deutschland stößt deutlich mehr CO2 aus, als erlaubt. Trotz bald anderthalb Jahren gibt es im Verkehrsministerium keinen Vorschlag, geschweige denn Plan, wie die Klimaziele erreicht werden sollen. Wissing selbst bezeichnete das alles auf dem jüngsten rheinland-pfälzischen FDP-Parteitag als „Klima-Bla-Bla“.

Verkehrswende: „Das Verbrenner-Aus war für die EU-Diplomaten eine Formsache“

Capital hier  11.03.2023  von Clara Suchy

Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) sorgt in Brüssel für reichlich Unmut, indem er das Verbrenner-Aus blockiert

Volker Wissing ist der Mann für die Verkehrswende, dazu gehört früher oder später auch das Verbrenner-Aus. In Brüssel galt das Aus längst als beschlossene Sache. Der FDP-Politiker sieht das anders. Warum eigentlich? 

Der Verkehrsminister hat ein Problem. Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages wirft Volker Wissing vor, angesichts der zu hohen Treibhausgas-Emissionen durch den Verkehr rechtswidrig zu handeln. Denn die Bundesregierung ist gesetzlich verpflichtet, die Treibhausgase in allen Sektoren zu senken. Der Verkehrsbereich als Sorgenkind der Klimapolitik hat seine Ziele deutlich verfehlt und muss nun aufholen. Doch statt umsetzbare und wirksame Vorschläge zu liefern, bietet der FDP-Politiker eine Scheinlösung an. 

Mittwoch, 8. März 2023

Warum E-Fuels?


Süddeutsche Zeitung hier  Von Jens Flottau und Christina Kunkel

Wer E-Fuels wirklich will - und wer nicht

Verkehrsminister Wissing macht sich für E-Fuels stark, um das Verbrenner-Aus zu verhindern. Doch Autohersteller sind von seinem Vorstoß nur teilweise begeistert. Begehrt ist der synthetische Sprit woanders.....

Doch selbst wenn es eine Ausnahme für E-Fuels nach 2035 in Europa geben sollte, löst das nicht das größte Problem des synthetischen Sprits: Das Angebot wird dann immer noch viel kleiner sein als die Nachfrage. Denn E-Fuels in industriellem Maßstab herzustellen, ist aufwendig, energieintensiv und teuer. Die ersten Anlagen sind gerade über die Pilotphase hinaus. Und neben der Autoindustrie, für die es mit Elektroautos eine viel effizientere Antriebsart gibt als Verbrenner mit E-Fuels, ringen bereits andere Branchen um Vorfahrt bei der Verteilung von klimafreundlichen Kraftstoffen. Denn für Schiffe, aber vor allem für Flugzeuge wird es perspektivisch keine Alternative zu synthetischem Sprit geben....

Das alles weiß sicher auch der Bundesverkehrsminister. Warum er dennoch unbedingt E-Fuels für Neuwagen will? "Klientelpolitik", vermuten einige in der Autoindustrie. Denn wie Umfragen zur Mobilität immer wieder zeigen, ist ein großer Teil der Menschen der E-Mobilität gegenüber immer noch skeptisch. Jede Aussicht, mit dem guten alten Verbrenner noch länger fahren zu dürfen, verfängt bei diesen Unentschlossenen, hofft man offenbar bei der FDP.



Montag, 6. März 2023

Der Verbrenner stirbt, ob die FDP will oder nicht

Spiegel hier  Eine Kolumne von Christian Stöcker  05.03.2023

Antriebstechnik: Die Autoindustrie hat sich von Verbrennungsmotoren für den europäischen Markt längst verabschiedet. Einzig die FDP fordert eine Zukunft für Verbrenner. Warum? Ein Erklärungsversuch.

Zum Einstieg eine Quizfrage. Wer hat das gesagt und wann?

»Wir müssen die verschiedenen Energieträger dort einsetzen, wo sie am effizientesten sind. Das ist beim Pkw der E-Antrieb.«

»Auf absehbare Zeit werden wir aber nicht genug E-Fuels haben, um die jetzt zugelassenen Pkw mit Verbrennungsmotor damit zu betreiben.«

Wenn Sie jetzt an Wirtschaftsminister Habeck von den Grünen gedacht haben, liegen sie falsch. Es war der Mann, der diese Woche mit einem weiteren Satz für große Unruhe gesorgt hat:

»Es gibt einen klaren Arbeitsauftrag an die EU-Kommission: Die Nutzung von klimafreundlichen E-Fuels in Pkw zu ermöglichen, und zwar sowohl für die Bestandsflotte als auch für Verbrennungsmotoren, die nach 2035 neu zugelassen werden.«

Die ersten beiden Sätze hat Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) vor gut einem Jahr dem »Tagesspiegel« gesagt. Den dritten Satz sagte er diese Woche der »Bild«-Zeitung.

Ist das noch derselbe Mann?

Freitag, 3. März 2023

Wie eine Fünf-Prozent-Partei die Klimaziele torpediert

SPIEGEL Klimabericht hier Freitag, 3. März 2023  Susanne Götze

Das Wichtigste zum größten Thema unserer Zeit 

Auf die Frage, wie Demokratie funktioniert, antwortet man meist mit dem Mehrheitsprinzip. Wer die meisten Stimmen bei einer Wahl bekommt, regiert, hat mehr Macht, gibt die großen Linien vor. Deutschland macht gerade vor, wie es auch anders gehen kann: Eine der kleinsten Parteien im Deutschen Bundestag, die FDP, torpediert gleich auf mehreren Ebenen erfolgreich jeden klimapolitischen Fortschritt. Nicht weil sie Mehrheiten hat, sondern weil sie es kann. Und weil es die Koalitions-Kolleginnen mit sich machen lassen.

Bei der Sonntagsfrage von Infratest dimap liegen die Liberalen bei sechs Prozent, bei Umfragen aus dieser Woche sogar gleichauf mit der LINKEN bei nur noch fünf Prozent. Fünf Prozent! Innerhalb von 15 Monaten hat es der Juniorpartner der Ampelkoalition geschafft, bundesweit ganze acht Prozentpunkte zu verlieren, aus mehreren Landtagen zu fliegen und aus Landesregierungen auszuscheiden. Bei Neuwahlen müsste die Partei fürchten, aus dem Bundestag zu fliegen.

Die FDP müsste eigentlich alles tun, um die Koalition zu pflegen – aber genau das Gegenteil ist der Fall. Die Liberalen tun alles, um überholte Positionen gegen die Partner durchzukämpfen, sogar entgegen bereits zugesagter Verabredungen.

Mittwoch, 1. März 2023

„Verkehrsminister Wissing rutscht immer tiefer in die Gesetzeswidrigkeit“

Heute mal aus der ansonsten überaus FDP-freundliche Zeitung: Die Welt  Stand: 09:58 Uhr hier

Bundesverkehrsminister Volker Wissing will die EU-Pläne zum Verbrenner-Aus blockieren. Demnach sollen ab 2035 keine neuen Verbrenner-Autos mehr auf den Markt kommen. Laut Wissing müsse aber die Nutzung von synthetischen Kraftstoffen auch nach 2035 möglich sein.

Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Stefan Gelbhaar, hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) wegen seiner Klimapolitik einen Bruch des Klimaschutzgesetzes vorgeworfen. „Verkehrsminister Wissing rutscht immer tiefer in die Gesetzeswidrigkeit, wenn sein Ministerium nicht endlich ernsthaft an der Umsetzung der Klimagesetze arbeitet“, sagte der Grünen-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Synthetische Kraftstoffe werden daran nichts ändern, denn es gibt sie jetzt und in absehbarer Zukunft nicht in ansatzweisen relevanten Mengen“, betonte Gelbhaar mit Blick auf die heutige Einigung der Ampel zu E-Fuels. Gelbhaar kritisierte die von Wissing angedrohte Ablehnung des Verbrenner-Aus auf EU-Ebene und forderte den Liberalen zur Achtung des Ampel-Kompromisses auf. „Ein Minister sollte die Beschlüsse sowohl der Bundesregierung als auch der EU-Institutionen ernst nehmen“, mahnte der Bundestagsabgeordnete. „Flatterhaftigkeit verbietet sich da.“

Wissing hatte gedroht, dem in der Europäischen Union geplanten Aus für Neuwagen mit Verbrennungsmotor nicht zuzustimmen. Wissing sagte am Dienstag, die EU-Kommission müsse jetzt liefern und Zusagen einhalten. Es gehe um eine Zulassung von Verbrennern nach 2035, wenn sie nachweislich mit synthetischen Kraftstoffen betankt werden. Die Kommission solle einen entsprechenden Regulierungsvorschlag machen. Ansonsten werde Deutschland nicht zustimmen.

Nach den bisherigen Plänen sollen ab 2035 in der EU keine neuen Pkw mit Verbrenner mehr zugelassen werden. Darauf hatten sich Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments im Oktober nach Verhandlungen verständigt. Das Europaparlament billigte die Einigung vor zwei Wochen. Die Zustimmung des Rats der EU-Staaten steht noch aus und ist eigentlich eine Formalie. Die Abstimmung darüber ist für kommende Woche Dienstag geplant.

Dienstag, 28. Juni 2022

"Christian Lindner gefährdet mit seinen Vorschlägen die Autoindustrie"

Muss man die Züge von Lindner und Wissing noch verstehen? Es ist gerade wenige Wochen her, dass Wissing die Kaufprämie für E-Autos unsinnig hochtreiben wollte (hier) und damit mit vollen Händen in die Staatskasse gegriffen hätte.
Geht es überhaupt noch darum, den Klimaschutz voran zu treiben? Mir vermittelt das alles einen wenig seriösen und wenig durchdachten Eindruck für die Planung unserer Zukunft.

businessinsider  hier  Don Dahlmann   29 Jun 2022

  • DREHMOMENT

Finanzminister Christian Lindner will die Kaufprämie für E-Autos streichen und dem geplanten Verbrennerverbot nicht zustimmen. Das hätte drastische Folgen.