Klimareporter hier
Vor genau einem Jahr stellte das der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag in einem Rechtsgutachten fest
Der Klimaspruch kann ein Instrument der internationalen Klimadiplomatie sein, diese aber nicht ersetzen,
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Klimareporter hier
Vor genau einem Jahr stellte das der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag in einem Rechtsgutachten fest
Der Klimaspruch kann ein Instrument der internationalen Klimadiplomatie sein, diese aber nicht ersetzen,
NTV hier 06.09.2025,
Der IGH stärkt Klimaklagen. Deutsche Autobauer? Freuen sichRiffreporter hier vom Recherche-Kollektiv Klima & Wandel: Björn Lohmann 26.07.2025
Klimaschutz: IGH-Gutachten macht 1,5-Grad-Grenze zur völkerrechtlichen Pflicht aller StaatenTAZ hier Kommentar von Nick Reimer 25.7.2025
IGH Klima-Gutachten: Deutschland ist haftbar
Dr. Martin Bethke LinkedIn
Klimaschutz ist ein Menschenrecht: Historisches Urteil des Internationalen Gerichtshofs! 🌍
Der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag hat in einem richtungsweisenden Gutachten bestätigt: #Klimaschutz ist ein grundlegendes Menschenrecht.Die Folgen des Klimawandels wurden als potenzielle Bedrohung für essenzielle Menschenrechte – wie das Recht auf Gesundheit und einen angemessenen Lebensstandard – eingestuft.
👉 Staaten tragen die Verantwortung, erhebliche Umweltschäden zu verhindern.
👉 Das Klimasystem der Erde ist als integraler Bestandteil der Umwelt für gegenwärtige und zukünftige Generationen zu schützen.
👉 Die Rechte besonders betroffener Staaten, wie Vanuatu, werden gestärkt.
Regierungen weltweit sind verpflichtet, ihre Anstrengungen im Klimaschutz deutlich zu erhöhen.
RND hier Barbara Barkhausen 06.06.2025,
Klimakrise in Vanuatu: IGH-Gutachten könnte globale Politik verändernRND hier Laura Beigel 19.12.2024
Kann man Länder rechtlich zum Klimaschutz verpflichten?hier Louise Osborne 2.12.24
Höchstes Gericht der Welt beginnt Klima-Anhörung
Im größten Fall seiner Geschichte hört der Internationale Gerichtshof Stellungnahmen von fast 100 Ländern zum Klimawandel an. Damit könnten die völkerrechtlichen Pflichten der Staaten für Klimaschutz verstärkt werden.
Früher lebten die Inselgemeinschaften im Pazifik in Einklang mit dem Meer. Jetzt sind ihre Häuser vom steigenden Meeresspiegel bedroht. Grund sind die steigenden Temperaturen im Zusammenhang mit dem Klimawandel, vor allem verursacht durch das Verbrennen von Öl und Gas.
Vereinte Nationen: Historisch: Höchstes UN-Gericht befasst sich mit Klimaschutz
Der Internationale Seegerichtshof in Nienstedten ist Teil der Vereinten Nationen (UN) und das bedeutendste Seegericht der Welt. Kürzlich wurde dort der vielleicht bisher wichtigste Fall verhandelt.
Lange Zeit war es ruhig um den Seegerichtshof in Nienstedten. Zwar herrschte von Anfang an beträchtlicher Stolz über diese UN-Organisation in der Nachbarschaft, aber nur wenige Fälle erregten die Aufmerksamkeit abseits der Fachwelt. Das hat sich in Zeiten des Klimawandels fundamental geändert. Nach der Klage kleiner Inselstaaten gegen Treibhausgase fällte der Gerichtshof ein Urteil, das zum Präzedenzfall wurde und die Welt verändern könnte.
hier im Spiegel Ein Interview von Fiona Ehlers 24.05.2024
hier Ein Kommentar von Maximilian Probst Aus der ZEIT Nr. 23/2024 / 22. Mai 2024
Internationaler Seegerichtshof: Klima? Das regeln die Richter!
Internationaler Seegerichtshof : Der Internationale Seegerichtshof hat am Dienstag ein Rechtsgutachten zu Maßnahmen zum Schutz der Ozeane vor dem Klimawandel abgegeben.
Das Recht wird es richten: In diesem Satz liegt zurzeit eine der größten Hoffnungen der Menschheit beim Eindämmen der Klimakrise. Nach einer Reihe wegweisender juristischer Entscheidungen – vom Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts bis hin zu den Schweizer Seniorinnen, die siegreich vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gegen den mangelhaften Klimaschutz ihres Landes klagten – befasste sich am Dienstag nun zum ersten Mal ein globales Gericht mit dem Thema.
Ein UN-Gericht in Hamburg könnte im Kampf gegen den Klimawandel Geschichte schreiben. Für die klagenden Inselstaaten ist es auch ein Kampf um die eigene Existenz.
Elbabwärts, im Hamburger Westen, steht eine weiße Villa, wie es an der Elbchaussee viele gibt. Doch diese weiße Villa könnte bald zum Schauplatz einer einzigartigen Entscheidung werden. Hier residiert der Internationale Seegerichtshof, ein eher unbekanntes UN-Gericht, das aber für 70 Prozent der Erdoberfläche zuständig ist: für die Meere und Ozeane. Das Gericht wurde 1996 gegründet und tagt bei Streitigkeiten über die Auslegung oder Anwendung des UN-Seerechtsübereinkommens, das Fragen zum Schutz und zur Erhaltung der Meere regelt.
Nun wird das Gericht eine Entscheidung von bahnbrechender völkerrechtlicher Tragweite bekannt geben: Am 21. Mai veröffentlicht es ein Rechtsgutachten, in dem es um die Pflichten der Staaten zum Schutz der Weltmeere vor dem Klimawandel geht. Und um die Frage: Können Treibhausgasemissionen, die von den Ozeanen aufgenommen werden, als Verschmutzung der Meere gelten?
Internationaler Gerichtshof soll staatliche Pflichten für Klimaschutz begutachten
Die UN-Vollversammlung hat eine aus Sicht von Beobachtern wegweisende Klima-Resolution an ihr oberstes Gericht erlassen. Was müssen Staaten zum Schutz der Umwelt tun?
Ein Plenarsaal mit vielen Stühlen und Reihen, ganz vorne ist eine Bühne auf der ein Rednerpult steht, an dem ein Mann spricht. Darüber ist ein Logo zu erkennen, es zeigt eine Weltkugel umringt von Zweigen
UN-Generalsekretär António Guterres spricht bei einer Veranstaltung der UN-Generalversammlung im März 2023
"Sie schreiben gerade gemeinsam Geschichte", sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Mittwoch nach Verabschiedung der Resolution in New York. Diese fordert den Internationalen Gerichtshof dazu auf, die rechtlichen Verpflichtungen der UN-Mitgliedstaaten im Kampf gegen den Klimawandelfestzulegen; zum Schutz des Weltklimas für derzeitige und künftige Generationen.
Bedrohte Inselstaaten im Fokus
Die in der UN-Vollversammlung einstimmig beschlossene Resolution betrifft die "Handlungen" von Staaten, die für die globale Erwärmung verantwortlich sind - sowie ihre "Verpflichtungen" gegenüber besonders betroffenen Staaten. Auf den Weg gebracht wurde sie von dem kleinen Pazifik-Inselstaat Vanuatu. Er und eine Kerngruppe von 18 Staaten - zu der Deutschland gehörte - machten sich für den Schritt stark.
Der Regierungschef von Vanuatu, Ishmael Kalsaku, sprach von einer "klaren und deutlichen Botschaft" für die Welt. Die "Völker der Vereinten Nationen" hätten beschlossen, "zusammenzuarbeiten, um die größte Herausforderung unserer Zeit, den Klimawandel, anzugehen".
Inselstaaten sind besonders von der Erderwärmung und damit einhergehenden Konsequenzen, wie dem steigenden Meeresspiegel und immer stärkeren Stürmen, betroffen. Der dort angerichtete Schaden solle daher im Fokus des Gutachtens stehen.
Weg frei für mutigeren Klimaschutz
Das Gutachten des höchsten UN-Gerichts wird in etwa zwei Jahren erwartet. Obwohl Verlautbarungen wie diese rechtlich nicht bindend sind, besitzen sie erhebliche juristische Bedeutung und werden oft von nationalen Gerichten berücksichtigt. Vanuatu und die anderen Unterstützerstaaten hoffen daher, dass das künftige IGH-Gutachten für einen erheblichen Schub bei der internationalen Klimapolitik sorgen wird.
Guterres sagte, auch wenn die Resolution nicht völkerrechtlich bindend sei, so werde eine Einschätzung des Gerichtshofes in Den Haag zur Klimagerechtigkeit doch "die Vollversammlung, die UNO und die Mitgliedstaaten dabei unterstützen, die mutigeren und kraftvolleren Entscheidungen zum Klimaschutz zu treffen, die unsere Welt so dringend braucht".
hier finanzen.ch
Der vom Untergang bedrohte Inselstaat Vanuatu im Südpazifik will im Kampf für mehr Klimaschutz den Internationalen Gerichtshof der Vereinten Nationen einschalten. Ein Rechtsgutachten der Richter in Den Haag solle klären, wer für Versäumnisse haftbar gemacht werden könne, sagte Aussenminister Ralph Regenvanu am Mittwoch auf der Weltklimakonferenz in Ägypten. Nach Angaben Vanuatus unterstützen bereits 80 Staaten den Plan, darunter auch Deutschland. Um das Gericht mit dem Plan zu befassen, soll sich die UN-Vollversammlung damit befassen - möglichst noch diese Woche.
Die Folgen des Klimawandels wie zum Beispiel jüngst ein verheerender Zyklon stellten eine enorme finanzielle Belastung für sein Land dar, berichtete Regenvanu. Es gehe nun um die Klärung rechtlicher Zuständigkeiten. Die Regierung sei deshalb nicht in der Lage, ihre Verpflichtungen aus internationalen Konventionen zu erfüllen. "Können wir als Vanuatu bestraft werden, weil wir dem Recht auf Bildung von Kindern nicht nachkommen, weil wir uns das nicht leisten können, weil wir mit den Folgen der Klimakrise zu tun haben?", fragte Regenvanu.
Regenvanu beschrieb die Verhandlungen in Scharm el Scheich als "ziemlich frustrierend". Am Ende gehe es um diese Frage: "Was sind die juristischen Verpflichtungen von Staaten?" Das angestrebte Rechtsgutachten wäre zwar kein bindendes Urteil, aber doch ein "sehr überzeugendes rechtliches Argument". Bis es soweit sei, könnten allerdings Jahre vergehen, schränkte er ein./toz/DP/jha