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Sonntag, 15. Oktober 2023

Niederlande stoppen fossile Subventionen nach Blockade von Extinction Rebellion

Und Ziviler Ungehorsam wirkt doch! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: zuerst wird die Gruppe mit allen Mitteln bekämpft - Wasserwerfer und Verhaftungen sind das Mittel der Wahl, obwohl 70% der Bevölkerung hinter dem Anliegen stehen. Es ist bekannt: Die Regierung verschleiert die Fakten.

Und dann bekommen  die Aktivisten Recht durch Abstimmung in der 2. Parlamentskammer, aber wann das Recht dann durchgesetzt wird, das steht in den Sternen. Wer schadet denn nun dem Staat?

GUTE NACHRICHT  hier in Watson  13.10.2023, Josephine Andreoli

Nach dem Willen des niederländischen Parlaments sollen die staatlichen Subventionen für fossile Energien abgebaut werden. Dafür stimmte eine große Mehrheit der Zweiten Parlamentskammer in Den Haag in einem entsprechenden Antrag.

Die Regierung wird darin aufgefordert, bis zu der Weihnachtspause Ende Dezember konkrete Vorschläge zum Abbau der Regelungen vorzulegen. Dieses Vorhaben geht auf eine wesentliche Forderung der Klimaschutzbewegung Extinction Rebellion zurück: Die Gruppe wirft der Regierung vor, ein Versprechen zum Abbau von Steuervergünstigungen und anderen Subventionsformen für die Luft- und Schifffahrt sowie die Stromerzeugung mit fossilen Energieträgern und die Ölförderung nicht einzuhalten.

Klimaministerium verschleierte Großteil fossiler Subventionen

Lange Zeit soll der Wirtschafts- und Klimaminister Rob Jetten die Höhe der Subventionen mit jährlich viereinhalb Milliarden Euro viel zu niedrig beziffert haben. Laut geleakten Dokumenten seines Ministeriums könnte die eigentliche Summe der Subventionen tatsächlich etwa zehn Mal so hoch sein, wie offiziell angegeben.

Erfolg für Extinction Rebellion: Regierung will fossile Subventionen beenden

Montag, 11. September 2023

Was bedeutet das Wetterphänomen El Niño?

DER STANDARD - Klimaklartext <klimaklartext@email.derstandard.at>  vom 5.7.23

Für all jene, denen jetzt schon zu heiß ist, bringt dieser Newsletter leider keine Abkühlung. Denn: Es wird noch heißer. Verantwortlich dafür ist das Wetterphänomen El Niño, das laut Weltwetterorganisation (WMO) mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit in der zweiten Jahreshälfte weiter bestehen wird. 

Im Durchschnitt tritt El Niño alle zwei bis sieben Jahre auf und hält neun bis zwölf Monate an. Das Wetterphänomen führt zu einer Erwärmung der Oberflächentemperaturen im zentralen und östlichen tropischen Pazifik – was sich in weiterer Folge auf die Temperaturen und das Klima rund um den Globus auswirkt.

Extinction Rebellion: Weitere Festnahmen bei Klima-Demonstrationen in Den Haag

Niederlande  im Deutschlandfunk hier 11.09.2023

In der niederländischen Stadt Den Haag sind bei verbotenen Protesten weitere 500 Umweltaktivisten festgenommen worden.

Wie die Polizei mitteilte, waren bereits gestern rund 2.400 Demonstranten der Gruppe Extinction Rebellion vorübergehend in Gewahrsam genommen worden, unter ihnen auch viele Minderjährige. Sie hatten aus Protest gegen die Politik der niederländischen Regierung eine Autobahn nahe dem Parlaments- und Regierungsviertel blockiert. An beiden Tagen setzten die Einsatzkräfte Wasserwerfer ein.

Nach Angaben der Aktivisten nahmen am Wochenende rund 25.000 Menschen an der Demonstration teil. Die Stadtverwaltung sprach von 10.000 Teilnehmern. Eigenen Angaben zufolge will Extinction Rebellion die A12 solange täglich blockieren, bis in den Niederlanden sämtliche staatlichen Subventionen für fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas gestrichen werden.

Diese Nachricht wurde am 11.09.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.


Donnerstag, 29. Juni 2023

Schadet die Letzte Generation wirklich dem Klimaschutz?

 hier  Film in der ARD Mediathek


Die Zeit hier
Von Lenz Jacobsen 28. Juni 2023,

Demos, Kartoffelbrei, Blockaden: Eine neue Studie untersucht, wie sich Protestformen auf das Ansehen von Aktivisten auswirken – und den Anspruch an Klimapolitik.

Zu den häufigsten Beschwerden über die Aktionen der Letzten Generation gehört, dass deren Aktionen – leider, leider – dem wichtigen Anliegen Klimaschutz schadeten. Wer sich auf die Straße klebt, erweise damit der Umwelt am Ende einen Bärendienst – das ist die Kritikformel, auf die sich Konservative bis Grüne in den vergangenen Monaten einigen konnten. "Dieser Protest verhindert eine Mehrheit für Klimaschutz", rief zuletzt Robert Habeck, Bundeswirtschaftsminister, Anfang Juni auf dem Kirchentag. "Er treibt die Leute weg." 

Aber stimmt das wirklich? Eine Forscherin und zwei Forscher vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) haben nun in einer experimentellen Umfrage versucht, das herauszufinden.

Sonntag, 28. Mai 2023

Update Straßenblockade in Den Haag: Polizei nimmt mehr als 1500 Klimaaktivisten fest

rechts: Video in NTV  hier

Tagesspiegel hier  27.05.2023

Die Aktivistengruppe Extinction Rebellion hat in den Niederlanden zum siebten Mal zu der Blockierung einer Schnellstraße aufgerufen. Die Polizei war mit Wasserwerfern im Einsatz.

Die niederländische Polizei hat bei einer Demonstration von Klima-Aktivisten in Den Haag insgesamt 1579 Menschen festgenommen, von denen 40 strafrechtlich verfolgt werden sollen. 

Mit der Aktion wollte die Gruppe Extinction Rebellion eigenen Angaben zufolge gegen die Energiepolitik der Regierung protestieren. Mehr als 3000 Menschen seien laut Schätzungen dem Aufruf zur Teilnahme gefolgt.

Laut Polizeiangaben wurden hunderte Demonstranten von der Straße entfernt und in bereitstehende Busse gebracht. Einige hatten sich aneinander festgekettet. Laut der Nachrichtenagentur ANP setzte die Polizei Wasserwerfer ein, um die Demonstranten an der Blockade des Autobahnabschnitts zu hindern.

Die Beamten hätten diesmal früher eingegriffen als bei vorherigen Störaktionen von Extinction Rebellion. Die Stadtverwaltung Den Haags hatte die Demonstranten zuvor gewarnt, dass eine Blockierung der Schnellstraße verboten sei. (dpa, AFP)

Sonntag, 21. Mai 2023

Absurder Vorwurf: Klimaprotest ist keine kriminelle Vereinigung

 TAZ hier

Die Ermittlungen gegen die Letzte Generation entbehren jeder Grundlage. Ein Berliner Staatsanwalt sieht keine schweren Straftaten.

Es ist ein unhaltbarer Vorwurf: Die Staatsanwaltschaft Neuruppin ermittelt gegen Mitglieder der Letzten Genration wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung; und auch das Landgericht Potsdam erklärte diesen Anfangsverdacht nun erst einmal für rechtmäßig und lehnte eine Beschwerde eines von einer Hausdurchsuchung betroffenen Aktivisten ab. Die Brandenburger Ermittler greifen damit zu dem schwerstmöglichen Vorwurf, der einer Kriminalisierung der Klimaaktivist:innen, vergleichbar etwa mit gewalttätigen Neonazi-Kameradschaften, gleichkommt und schwerwiegende Grundrechtseingriffe ermöglicht.

Sie stellen in den Raum, dass es sich bei den stets friedlichen und symbolischen Aktionen der Letzten Generation, um gewichtige Straftaten handele, die eine erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen. Mit der Realität hat das jedoch nichts zu tun, eher mit dem ungesunden Empfinden eines auf Rache für die Störungen trachtenden Mobs.

Montag, 17. April 2023

Bauwende JETZT

 hier  Geschrieben von Marcelo Ruiz für die Blog-Redaktion extinction rebellion am 25.02.2021

2021 wurde die Bauwende erfolgreich angehört - nur wo steht sie heute? Das ist noch nicht so ganz klar für mich. Gab es inzwischen Fortschritte? Die Wärmepumpen-Diskussion gehört bestimmt dazu, wo sich auch - wie bei allen Klimaforderungen - ein starkes Verharren beim Alten und Überholten zeigt.....

hipcravo

Damit die globale Erderwärmung, wie im Pariser Klimaschutzabkommen vereinbart, auf 1,5 Grad Celsius begrenzt werden kann, ist eine konsequente Bauwende erforderlich. Interview mit Isabel Dietsch von Architects for Future e.V. anlässlich des Anhörungstermins der Petition am 01.03.2021 im Bundestag.

Freitag, 30. September 2022

Wohin steuert die Klimabewegung?

ZDF  hier  26.09.2022  von Thomas Hauer

Protestverschärfung

Fridays for Future war gestern. Pandemie und Ukraine-Krieg scheinen der Klimabewegung den Wind aus den Segeln genommen zu haben. Nun fordern andere Gruppen eine Radikalisierung.

Die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer hatte bereits auf Instagram mit einer Bemerkung über Ökoterrorismus für Irritation gesorgt:

Natürlich denken wir darüber nach, wie man die längste Rohöl-Pipeline der Welt in die Luft jagen könnte.

Klima-Aktivistin Luisa Neubauer

Sie erklärte es hinterher als Witz, bezogen auf das Buch "How to Blow Up a Pipeline", des schwedischen Humanökologen Andreas Malm. Er gilt als Vordenker der "Extinction Rebellion", des radikalen Flügels der Klimabewegung. Für Malm ist das alles kein Witz. Er fordert Protestverschärfung auf Grund des globalen Klimanotstandes. "Kämpfen lernen in einer Welt in Flammen", so der Untertitel seines Buches. 

Samstag, 5. Februar 2022

Rückblicke: ein weiterer Autobahnbau ist unverantwortlich

 

Um die Aufmerksamkeit darauf zu richten, dass es unverantwortlich ist, in diesen Zeiten weitere Autobahnen zu bauen, und noch unverantwortlicher, dafür Bäume und ein Trinkwasserschutzgebiet zu opfern, fanden zwischen dem 31.1. und dem 20.3. an 49 Tagen in 49 Orten solidarische Aktionen zum Danni bzw. zur Verkehrswende und zum Klimaschutz statt. 






Hier geht es zu den Bildern der Abschlussaktion mit Kinderbildern an der Trasse.


Hier geht es zur Zusammenfassung als 12minütiges youtube Video!



Mittwoch, 5. Januar 2022

Extinction rebellion: Europas Wald in Flammen

Unsere Wälder verschwinden in einem alarmierenden Tempo. Anstatt Wälder zu pflanzen, verbrennt Europa sie im großen Stil. Die EU nennt es "grüne Energie" und zahlt der Industrie sogar noch Subventionen dafür! Im Jahr 2020 waren es satte €16 Milliarden.

Wusstest du dass mehr als ⅓ der ‘Erneuerbaren Energie’ in ganz Europa durch das Verbrennen von Bäumen produziert wird? Obwohl wir jetzt unsere natürlichen Wälder schützen sollten.

Komm zu dem Webinar und erfahre mehr über diesen Skandal. Karl Wagner (Kampagner mir #StopFakeRenewables) und Annemarie Botzki (Kampagnerin WeMove Europe & XR) werden uns informieren, was wir dagegen tun können. 

Freitag 14. Januar   18:00-19:45 

Anmeldung bitte kurz unter: presse@extinctionrebellion.de -
Den Link senden wir dann

‼️ In den nächsten Monaten wird entschieden- ob das Verbrennen unserer Wälder weiter als grüne Energie gelten soll, oder nicht. Das ist unsere Chance unsere Wälder zu retten.
Einer der führenden Klimatologen der Welt, Prof. Bill Moomaw, fasst zusammen: "Ich kann nicht verstehen, wie diese Politik zustande kam, es sei denn, man stellt fest, dass es eine totale Vereinnahmung der Regierung durch die Forstprodukte-Industrie gab." 

Hunderte von Wissenschaftler*innen haben sich bereits dagegen ausgesprochen- aber es fehlt der Aufschrei der Bevölkerung.hier

Freitag, 10. Dezember 2021

"Ziviler Ungehorsam und friedliche Sabotage"

Dieser Bericht stammt aus der äußeren Ecke der Klima-Rebellion und von einem, der sein eigenes Leben aktiv in die Waagschale wirft, um unserer aller Welt zu retten. Das sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man diesen Artikel liest.
Das ist der große Gegenpol zu den vielleicht eher "gesitteten", aber furchtbar langsam wirkenden Treffen am Verhandlungstisch, die immer noch von der #Klimaschmutzlobby beeinflußt werden.
Ich persönlich glaube, wir brauchen Beides ganz dringend.
Und jeder kleine Trippelschritt in die richtige Richtung führt uns näher an den Punkt heran, an dem ein positiver Kipp-Punkt für den Klimaschutz erreicht werden kann, und von dem an es dann alles viel schneller geht. Das soll selbstverständlich kein Plädoyer dafür sein, die Hände in den Schoß zu legen, ganz und gar nicht!

Klimareporter  hier   ein Gastbeitrag von Tino Pfaff 

Der Sozial­arbeiter, Sozial­pädagoge und Umwelt­aktivist war zwei Jahre Sprecher von Extinction Rebellion Deutsch­land. Zurzeit studiert er Gesellschafts­theorie an der FSU Jena. Unter anderem engagiert er sich in der Initiative Lobby­land und ist Neu­mit­glied bei den Grünen


Mit Olaf Scholz wird uns die SPD wieder verraten. Das Pariser Klimaabkommen ist gescheitert, "weiter so" geht nicht mehr.

Rational ist es, Widerstand zu leisten. Die Protestformen der sozialen Bewegungen müssen sich transformieren, ziviler Ungehorsam und friedliche Sabotage sollten dabei im Zentrum stehen.

Doch die Jungen werden weiterhin im Stich gelassen.
Egal ob von den Eltern, Onkeln und Tanten, Großeltern oder Kinderlosen.
Untätige Erwachsene, die heute noch stolz darauf sind, dass junge Menschen auf die Straßen gehen, haben es noch immer nicht verstanden.

Wie viel Zynismus sollen die Jungen eigentlich noch ertragen?
In einer solidarischen Gesellschaft kämen Erwachsene zu der Erkenntnis, den Jungen die erschlagende Last abzunehmen und an ihre Stelle, zumindest aber an ihre Seite zu treten.Doch das tut die Mehrheit nicht. Da ändert es auch nichts, dass es Gruppen wie die Scientists, Psychologists, Parents oder Grandparents for Future gibt.

Auch von der Politik werden die jungen Generationen im Stich gelassen. Der vorgebliche "Klimakanzler" Olaf Scholz hat noch vor Amtsantritt klargemacht, dass er nicht zur grundlegenden Lösung der Probleme beitragen wird. Indem er etwa den Bau weiterer Gaskraftwerke ankündigte, lässt er Zweifel daran, dass er an der Seite einer sozial-ökologischen Transformation zu einer gerechten, solidarischen und von Katastrophen verschonten Gesellschaft steht.

"Wer hat uns verraten?", hallte es am 22. Oktober durch die Straßen, als Aktivist:innen von Fridays for Future und anderen sozialen Bewegungen die Parteizentrale der SPD blockierten.
Auch der gerade veröffentlichte Koalitionsvertrag lässt zahlreiche Fragen offen. Wenn er auch weit über die bisherige CDU-Logik hinausreicht und aus dieser Perspektive als fortschrittlich zu bezeichnen ist, enthält er doch zu viele unkonkrete Aussagen. Umweltverbände, Fridays for Future und die Grüne Jugend kritisieren den Koalitionsvertrag scharf: Die Inhalte werden das Überschreiten der 1,5-Grad-Marke nicht verhindern.

Drittens sind es die Mächtigen der Welt, die die Jungen im Stich lassen. Das Fazit der COP 26, der 26. Weltklimakonferenz, ist katastrophal.
Wurde die COP 26 vor Beginn noch als die wichtigste seit der Klimakonferenz in Paris vor sechs Jahren angepriesen, ist das Ergebnis wenig richtungsweisend. So mag der weltweite Kohleausstieg "eingeläutet" sein, eine Initiative von mehr als 100 Staaten die Abholzung der Wälder bis 2030 stoppen wollen oder die Gesamtheit der Staaten versprochen haben, "ineffiziente" Subventionen für Öl, Gas und Kohle zu streichen.....

Viertens schließlich sind es die Konzernchefs, die die Jungen und die Gesellschaft im Stich lassen. Es sind jene, die mitten in der Coronapandemie alles dafür tun, ihren Aktionären die Dividenden auszuzahlen, und deren Lobbyist:innen durch die Parlamente streifen, um den Abgeordneten ihre Interessen unterzujubeln.

Sie sind es, die über die Zerstörung der Lebensgrundlagen entscheiden, trotz der immer wiederkehren wissenschaftlichen Warnungen und der unübersehbaren Folgen eintretender Katastrophen.

....Den Aktiven ist es nicht zu verdenken, wenn sie ernüchtert und enttäuscht sind. Doch die daraus wachsende Wut und die zunehmende Hoffnungslosigkeit dürfen nicht zur Inaktivität führen. Alle sind dazu angehalten, sich Gedanken darüber zu machen, wie es weitergehen kann und muss.

Den ganzen Artikel lesen hier

Samstag, 28. August 2021

Noch mehr zu den Aktionen von Extinction Rebellion in Berlin im Rahmen des August Rise up  hier
ein Spiegel- Video

Freitag, 27. August 2021

 


Was für ein Einsatz!
So sieht`s also aus wenn man als Klimaaktivist auf der Quadriga steht.... ,
gefilmt mit der Go-Kamera von Samuel  hier

Barbara meint: "Diese jungen Menschen haben meine ganze Bewunderung und Zuneigung. Was für ein Mut, was für eine Beharrlichkeit und was für ein Einsatz!!!!!"
Und ich muss gestehen, dass mir  sogar die Tränen kamen, als ich dieses Video geschaut habe. Danke an alle - oben und unten! Alle sind wichtig, die kein "Weiter so!" zulassen wollen.

 


hier  Aktion von Extincion Rebellion vor der CDU-Parteizentrale in Berlin

Montag, 23. August 2021

"Klimaaktivisten klettern auf Brandenburger Tor"

 VIDEO auf Stern online  hier



Klima-Aktivisten ketten sich an der Quadriga fest

Brandenburger Tor in Berlin  hier eine Gesamtübersicht der Proteste

Rund 200 Klimaschützer haben sich am Freitag vor dem Brandenburger Tor versammelt. Einige kletterten auf das Wahrzeichen und ketteten sich fest. Die Polizei holte die insgesamt zehn Personen herunter und leitete Ermittlungen ein.

Mehrere Klima-Aktivistinnen und -Aktivisten haben am Freitagmorgen das Brandenburger Tor erklommen und sich auf der Quadriga festgekettet. Das bestätigte die Berliner Polizei rbb|24. Sie zog Höhenretter hinzu, um die Demonstranten runterzuholen. "Die Polizei löste manche ab und holte sie herunter, andere verließen nach einer Ansprache selbständig das Objekt", sagte eine Polizeisprecherin am Freitagnachmittag auf rbb|24-Anfrage.

Zehn Personen hätten sich auf dem Brandenburger Tor an der Quadriga aufgehalten, so die Sprecherin weiter. Es seien "diverse Ermittlungsverfahren" eingeleitet worden, unter anderem wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands gegen Polizeibeamte.

Verkehr kam zum Erliegen

Laut Polizei hatten sich in den frühen Morgenstunden rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Platz des 18. März versammelt. Zunächst seien vier Personen auf das Brandenburg Tor geklettert und hätten sich dort festgekettet. Andere blockierten zeitgleich die vor dem Berliner Wahrzeichen verlaufende Ebertstraße und brachten den Verkehr zum Erliegen. Laut Polizei hatten sich Demonstranten an zwei Lastwagen festgekettet. Auf der Straße sei ein großes Dreibeingestell aufgestellt worden, in das sich eine Person eingehängt habe.

Die Polizei nahm hier 49 Protestierer vorläufig fest. Einige Demonstranten hätten bei ihrer Festnahme Widerstand geleistet, sagte eine Sprecherin am Nachmittag. Mehrere Menschen seien von der Fahrbahn getragen worden. Sie seien zuvor aufgefordert worden, die Straße zu verlassen.

Überdimensionaler Schlüssel vor dem Bundestag

Zu einer weiteren Aktion versammelten sich die Klima-Aktivisten am Freitagmittag vor dem Reichstagsgebäude. Mehrere in rot gekleidete Frauen der Gruppierung "Psychologists for Future" stehen neben einem riesigen Schlüssel, der die nötigen Schritte zur Einhaltung der 1,5 Grad-Grenze aufzeigt, wie "Extinction Rebellion" auf Twitter mitteilte. Auf dem Schlüssel stehen Begriffe wie "Verkehrswende, Agrarwende, Energiewende, Bauwende, Konsumwende, Grundgesetzänderung".

Teil der Protestwoche in Berlin

Die Aktionen waren Teil der Protestwoche in Berlin, mit der Umwelt-Aktivisten für mehr Klimaschutz demonstrieren. Die Aktionswoche des Bündnisses "AugustRiseUp" wurde nach eigenen Angaben unter anderem von Gruppen wie Extinction Rebellion, Parents for Future, Jugendrat, Berlin4Future und Sand im Getriebe organisiert.

Die Woche startete am Montag mit einer Blockade vor dem Brandenburger Tor und der Besetzung des Monbijouparks. Danach fanden unter anderem Sitzblockaden vor dem Sitz des Deutschen Bauernverbands und dem Landwirtschaftsministerium nahe dem Regierungsviertel statt.

"Ravensburger Klimaaktivist klettert aufs Brandenburger Tor"

Schwäbische Zeitung von Lena Müssigmann

Sechs Klimaaktivisten sind in Berlin auf das Brandenburger Tor geklettert. Ganz oben stand dabei am Freitag der Ravensburger Baumbesetzer Samuel Bosch, wie auf Bildern zu sehen ist und von ihm selbst auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ bestätigt wurde.


..Der inzwischen 18-jährige Bosch, der aktuell im Baumhauscamp im Altdorfer Wald lebt, indes wehrt sich gegen die „Kriminalisierung“ seiner Aktionen. Bosch will Besetzung als friedlichen Ungehorsam verstanden wissen.

Vor einem dreiviertel Jahr hat Bosch begonnen, mit der Besetzung eines Baums in Ravensburg auf die Forderungen seiner Generation nach wirkungsvollen Schritten gegen die Klimaerhitzung aufmerksam zu machen. Seither ist er schon auf weitere Bäume in Ravensburg geklettert, auf das Dach des Regionalverbandes in Ravensburg – und nun mit anderen Aktivisten, von denen auch schon welche zeitweise im Altdorfer Wald waren, auf das Brandenburger Tor.

Die Besetzung fand während der Aktionswoche „August Rise up“ in Berlin statt – Ankündigungsplakate dafür waren in Ravensburg auf Wahlplakate unter anderem von Grünen und CDU geklebt worden, woraufhin die Polizei Ermittlungen wegen Sachbeschädigung einleitete.
Bosch ist zu der Veranstaltungwoche nach Berlin gefahren, hinter der unter anderem die Organisation Extinction Rebellion steckt – die macht nach eigenen Angaben „mit friedlichem Ungehorsam auf den drohenden Klimakollaps und das massive Artensterben aufmerksam“. Genau so will Bosch seine Beteiligung daran auch verstanden wissen.

Über die rund vierstündige Besetzung des Brandenburger Tors sagte Bosch am Sonntag: „Wir sind sehr zufrieden mit der Aktion, weil wir viel Wirkung erzielt haben.“ Und: „Wir wehren uns dagegen, dass unsere Aktionen kriminalisiert werden.“ Aus seiner Sicht ist es ein legitimes Anliegen, „die Politik an ihre Ziele zu erinnern“. Dass sie mit ihrer Besetzung Gesetze überschreiten, war Samuel Bosch und den anderen Aktivisten klar. Man habe im Voraus mit anwaltlicher Unterstützung geklärt, was auf die Aktivisten zukommen könnte. Im aktuellen Fall lautet der Vorwurf nach Boschs Angaben Hausfriedensbruch.

...Dass er sich nicht einmal ein halbes Jahr nach seiner ersten Baumbesetzung in Ravensburg bei Aktionen in Berlin beteiligen wird, habe er „nie gedacht“. „Es ist krass, wie die Szene und die Klimabewegung vernetzt ist und sich bei Aktionen unterstützt“, sagte Bosch.

Eine Radikalisierung seines Klimaprotestes kann er aber nicht erkennen. Die Inhalte, für die er sich einsetze, seien von Anbeginn dieselben. „Um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen, mache ich jetzt halt so was“, so Bosch. Durch die Aktionen wolle er das Thema Klimaschutz auf der Agenda nach oben rücken. „Denn das setzt die Politik unter Druck“, so seine Meinung.




Sonntag, 22. August 2021



sehr bewegend! Mit Samuel ganz oben

Klima-Aktivisten klettern aufs Brandenburger Tor

hier ist der sehr bewegende Film von Extinction Rebellion mit Samuel ganz oben


 "Extinction Rebellion"  in t-online  hier

Mehrere Klimaschutz-Aktivisten sind am Freitagmorgen auf das Brandenburger Tor geklettert. Einige Menschen haben sich zudem an Lastwagen gekettet. Seit mehreren Tagen gibt es in der Hauptstadt Proteste und Blockaden.
Im Rahmen einer Aktionswoche haben Klimaschutz-Aktivisten den Platz am Brandenburger Tor blockiert. Am frühen Morgen kletterten zudem mehrere Personen auf das Brandenburger Tor. Laut einer t-online-Reporterin befanden sich sechs Menschen auf dem mehr als 20 Meter hohen Wahrzeichen Berlins.
Insgesamt sollen rund 200 Menschen im Umfeld protestieren, mehrere Aktivisten hätten sich außerdem an Lastwagen gekettet, so eine Sprecherin der Polizei am Morgen. Man werde den Demonstrierenden zudem einen Versammlungsort am Platz des 18. März zuweisen. Die Polizei sei vor Ort, diese werde "die Aktivisten auf dem Brandenburger Tor herunterbitten".
Doch das gestaltete sich offenbar schwierig: Erst nach mehr als vier Stunden brachten Polizisten der Höhenrettung die ersten Aktivisten vom Brandenburger Tor herunter.

Brandenburger Tor: Aktivisten werden in Gewahrsam genommen

Laut der t-online-Reporterin wurden zudem festgekettete Aktivisten nach und nach von der Polizei befreit. Mindestens drei Personen wurde von Beamten abgeführt.
Während der Protestwoche haben mehrere Klimaschutz-Gruppierungen, darunter "Extinction Rebellion" und "Ende Gelände", seit Montag zu Aktionen und Blockaden in Berlin aufgerufen. Bereits am Montag blockierten mehrere hundert Aktivisten den Platz am Brandenburger Torbei einer Aktion im Monbijoupark kam es zudem zu zwei Festnahmen, bei denen nach Angaben der Polizei mehrere Beamte verletzt wurden.


Samuel vom KlimaCamp - ganz oben!


Stern Bericht hier mit Video