hier Gastbeitrag von Dr. Marvin Klein Staats- und Verfassungsrecht 24. Juli 2026
Gebäudemodernisierungsgesetz -
Zustimmungsgesetz wider Willen?
Ist die Zustimmung des Bundesrates erforderlich?
Die 3 Kreise Ravensburg, Sigmaringen und Bodenseekreis haben trotz lauter Proteste keinen zukunftsfähigen Regionalplan bekommen. Wo steht Deutschland, Baden-Württemberg und seine Kommunen aktuell beim Klimaschutz? Welche Möglichkeiten gibt es und wo gibt es Anregungen, die übernommen werden könnten?
Der Bundestag hat heute das Klimaziel im Heizungskeller beerdigt und es "Wahlfreiheit" genannt.
322 Abgeordnete haben dafür gestimmt, dass Öl- und Gasheizungen weiterhin unbefristet neu eingebaut werden dürfen.
DPA hier Artikel von dpa 3.7.26
Linke will neues Heizgesetz vor Gericht vorerst stoppen
Die Linke-Fraktion im Bundestag will die Verabschiedung des geplanten neuen Heizgesetzes vorerst stoppen. Dazu sei vor dem Bundesverfassungsgericht eine Klage eingereicht worden, sagte Violetta Bock, klimapolitische Sprecherin der Fraktion, in Berlin.
t-online hier Artikel von Amy Walker 19.6.26
Neues Heizungsgesetz verstößt wohl gegen Grundgesetz
Gutachten des Bundestags: Das neue Heizungsgesetz aus dem Haus von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche ist einem neuen Gutachten zufolge verfassungsrechtlich problematisch. Auch in Bezug auf EU-Recht drohen Strafzahlungen.
Jochen Vorländer / LinkedIn
GModG: die Bundesratsausschüsse haben (59 Seiten) vorgelegt
Die Empfehlungen zur 1066. Sitzung des Bundesrates am 12. Juni 2026 des Bundesrats zum
„Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes, zur Änderung des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes und zur Änderung weiterer Vorschriften im Wärmebereich“
TAZ hier 1.6.2026 Anja Krüger
Entkernung des Heizungsgesetzes
Bundesregierung kann Frage zu Klimaschutz nicht beantworten
Das Bundeswirtschaftsministerium will kein Enddatum für Öl- und Gasheizungen. Wie so die Klimaziele eingehalten werden sollen, kann es nicht sagen.
T-online hier Artikel von Amy Walker 29.5.26
Städte laufen Sturm gegen neues HeizungsgesetzWärmewende vor Ort: Das neue Gebäudemodernisierungsgesetz kommt in den nächsten Tagen in den Bundestag. Doch die Widerstände gegen das Gesetz sind immer noch groß.
Die geplanten Änderungen am Gebäudeenergiegesetz (#GEG) zum Gebäudemodernisierungsgesetz (#GModG) bremsen die Bemühungen beim Klimaschutz im Gebäudesektor massiv aus.
Der aktuelle Entwurf verlängert unnötig die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten, verschätzt sich gewaltig bei der zur Verfügung stehenden Menge an Biomasse für die „Biotreppe“ und suggeriert Verbraucherinnen und Verbrauchern, dass Gas eine Zukunft hat.
Tim Meyer
Die Beschlüsse der Energieministerkonferenz von letzter Woche sind bemerkenswert.
Überraschend einmütig betonen sie die strategischen Ziele der Energiewende und lehnen wesentliche Eckpunkte der aktuell geplanten EEG-Reform und des sogenannten Netzpaketes ab.
Es ist offiziell bestätigt - Katherina Reiche ist krank
Ok, vielleicht nicht mit einer Wahrnehmungsstörung, wie so viele denken, aber zur Energieministerkonferenz war sie "erkrankt" und damit auch bloß keine auf blöde Gedanken kommt, hat sie nicht mal einen Vertreter hingeschickt.
Dass das Heizungsgesetz verfassungsrechtlich angreifbar sein könnte, haben nicht nur wir in unserer Stellungnahme zum GModG angemerkt.
Dennoch hat sich das Kabinett auf den Entwurf geeinigt. Ein großes Risiko?
Die Fraktionen im Bundestag haben es selbst in der Hand, im weiteren Verfahren für die nötige Rechtssicherheit zu sorgen. Für Verbraucher und Unternehmen der Baubranche wäre das von zentraler Bedeutung, da sie letztlich diejenigen sind, die die Investitionen in neue Heizungen und Sanierungen stemmen müssen.
Ein interessanter Artikel mit fragwürdigen Gedankenansätzen - nicht wirklich relevant im Ergebnis, auch wenn er im Spiegel publiziert wurde. (warum nur?)
Ja, die Entscheidung von Habeck erfolgte aus seiner Sorge um die Menschen heraus - er hat aber genau diesen Aspekt nicht ausreichend kommuniziert, denke ich heute. Das war sein größter Fehler damals.
Wie sonst konnte man aus der Bevölkerung heraus so dagegen schießen?
Ich denke sofort an die CO2 Bepreisung, die jahrelang als "ausreichende Maßnahme" hochgelobt wurde von seinen Kritikern. Und kaum stand sie dann praktisch im Raum, da war das Jammern groß: zu teuer, zu früh....und die früheren Befürworter versuchen seither mit allen Mitteln dagegen anzugehen.
Habeck hatte weiter gedacht und das voraus gesehen, seine Kritiker anscheinend nicht. Aber vielleicht war es ihnen auch einfach egal?
Und ich bleibe dabei: eine Regierung, die ausschließlich "Gegenwartspräferenz" betreibt, erweist sich in diesen Umbruch-Zeiten für uns Menschen im Land als vollkommen nutzlos. Da nützt es auch gar nichts, wenn der Autor auch noch versucht Frau Reiche in einer "feministisches Opferrolle" zu glorifizieren. Nein - sie wird bezahlt, um für uns Menschen die beste langfristige Lösung zu suchen!
Spiegel hier Eine Kolumne von Nikolaus Blome 18.05.2026,
Die Grünen sollten das Ende des »Heiz-Hammers« bejubeln
Die Regierung macht zentrale Teile der Energiewende wieder mehrheits- und gesellschaftsfähig. Das öffnet der Ökopartei den Weg zurück an die Macht, weil sie ihr Menschenbild korrigieren kann.
Spiegel hier
Reiches Pläne müssten eigentlich »Investitionsbremsegesetz« heißen
Katherina Reiches Politik folgt einem Muster: Verunsicherung erzeugen, Investitionen blockieren, Deutschlands Klima- und Wachstumsziele torpedieren. Die Gasbranche jubelt, das Kartellamt ist alarmiert.
Daniel Mautz / LinkedIn
Alle fünf Jahre fossiler Preisschock. Deutschland nennt es jedes Mal Überraschung.
ganzerText siehe unten
Frankfurter Rundschau hier 16.05.2026,:
ein Kommentar von Nils Thomas Hinsberger
Werner Koller, LinkedIn
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) hat die Novelle des Gebäude-modernisierungsgesetzes (GMG) scharf kritisiert.
NKR-Chef Lutz Goebel bezeichnete den Gesetzentwurf als eines der "handwerklich schwächsten und praxisfernsten Vorhaben, die dem Nationalen Normenkontrollrat in den vergangenen Jahren vorgelegt wurden".
Der Text sei "in weiten Teilen kaum verständlich" und für Betroffene häufig nicht nachvollziehbar. Selbst Heizungs-Fachverbände würden Probleme bei der Umsetzung des Gesetzes kritisieren sowie dessen mangelnde Praxistauglichkeit, sagte Goebel. "Genau solche Gesetze tragen zur Frustration vieler Bürgerinnen und Bürger gegenüber Staat und Politik bei."
Das Gesetz verursache zudem zusätzliche Bürokratie- und Beratungskosten, bemängelt der NKR. Die Aufteilung der Nebenkosten beim Einbau fossiler Heizungen etwa sei für viele Wohnungseigentümer ohne externe Beratung kaum umsetzbar.
Goebel fordert den Bundestag auf, den Entwurf im parlamentarischen Verfahren zu überarbeiten sowie die Vorschläge von Fachverbänden ernsthafter und weniger einseitig prüfen.
Katherina #Reiche agiert exakt so, wie eine Öl- und Gaslobbyistin agieren würde, wenn man so verrückt wäre, eine solche Untergangslobbyistin zur Energieministerin zu machen. Als gebe es keine #Klimakrise, mit längst sichtbaren Folgen. Als sei ein bewohnbarer Planet verzichtbar.
Patrick Graichen hier ZFK
Interview geführt von Andreas Baumer 17.04.2026
Neues Heizungsgesetz: "Die A***karte liegt jetzt bei den Stadtwerken"
Habecks Ex-Staatssekretär ist überzeugt: Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten. Es gehe nur noch ums Tempo.
Futurezone hier von Philipp Rall 1.05.2026
Neues Heizungsgesetz: Selbst CDU-Rathäuser warnen vor dem Plan der Merz-Regierung
Die geplante Reform der Vorgaben für neue Heizanlagen stößt in kommunalen Verwaltungen auf Skepsis. Vor allem die langfristigen Kosten und die praktische Umsetzbarkeit rufen Bedenken hervor.